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Scholary Paper (Seminar), 2007, 30 Pages
Author: Christoph Staufenbiel
Subject: Geography / Earth Science - Regional Geography
Details
Tags: Agrarräume, Ressourcennutzung, Krisengebieten, Beispiel, Sahelzone
Year: 2007
Pages: 30
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 24 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-85641-6
ISBN (Book): 978-3-638-85522-8
File size: 613 KB
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Abstract
Zunächst beinhaltet das Thema meiner Hausarbeit Agrarräume sowie die davon abhängige Ressourcennutzung in ökologischen Krisengebieten hier dargestellt am Beispiel der Sahelzone. Beschrieben wird im Folgenden die Sahelzone, insbesondere die Lage, das Klima, die Böden und Vegetation. Anschließend erfolgt eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Problem der Desertifikation, wobei im Anschluss die Auswirkungen derselbigen auf das Gebiet der Sahelzone dargestellt werden. Schließlich folgt zuletzt eine ausführliche Diskussion sowie Strategien zur Problemlösung meinerseits. Methodisch wählte ich zunächst Bücher, Zeitschriften sowie aktuelle Literatur, die meinem Thema entsprachen. Darüber hinaus nutzte ich ebenfalls Beiträge sowie Diskussionen von Wissenschaftlern aus dem Internet. Was bedeutet zunächst der Begriff Desertifikation? Gibt es für das hier gewählte ökologische Krisengebiet der Sahelzone Möglichkeiten diesen Agrarraum sinnvoll zu nutzen und diesen für die Bewohner zu einem attraktiven Lebensraum zu machen?
Excerpt (computer-generated)
Agrarräume und Ressourcennutzung in ökologischen Krisengebieten am Beispiel der Sahelzone
von
Christoph Staufenbiel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Sahelzone 3
2.1 Lage 3
2.2 Klima 4
2.3 Böden und Vegetation 6
3. Desertifikation 9
3.1 Prolog 9
3.2 Geo- Faktoren/ Interne und externe Faktoren 12
3.2.1 Geo- Faktoren 13
3.2.2.1. Klima 13
3.2.2.2. Vegetation und Boden 15
3.3. Interne Faktoren 15
3.3.1 Bevölkerungswachstum/ Soziales 15
3.3.2 Überkultivierung bzw. Monokultivierung 16
3.3.3 Überweidung 16
3.3.4 Bewässerungstechniken 18
3.3.5 Abholzung des Baumbestandes 18
3.3.6. Sozio- ökonomische Indikatoren 19
3.4. Externe Faktoren 19
3.4.1 Verschuldung 19
4. Auswirkungen der Desertifikation im Agrarraum Sahelzone 22
5. Schlussfolgerungen 24
6. Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis 29
1. Einleitung
Zunächst beinhaltet das Thema meiner Hausarbeit Agrarräume sowie die davon abhängige Ressourcennutzung in ökologischen Krisengebieten hier dargestellt am Beispiel der Sahelzone. Beschrieben wird im Folgenden die Sahelzone, insbesondere die Lage, das Klima, die Böden und Vegetation. Anschließend erfolgt eine ausführliche Auseinandersetzung mit dem Problem der Desertifikation, wobei im Anschluss die Auswirkungen derselbigen auf das Gebiet der Sahelzone dargestellt werden. Schließlich folgt zuletzt eine ausführliche Diskussion sowie Strategien zur Problemlösung meinerseits.
Methodisch wählte ich zunächst Bücher, Zeitschriften sowie aktuelle Literatur, die meinem Thema entsprachen. Darüber hinaus nutzte ich ebenfalls Beiträge sowie Diskussionen von Wissenschaftlern aus dem Internet.
Was bedeutet zunächst der Begriff Desertifikation? Gibt es für das hier gewählte ökologische Krisengebiet der Sahelzone Möglichkeiten diesen Agrarraum sinnvoll zu nutzen und diesen für die Bewohner zu einem attraktiven Lebensraum zu machen? Diesen Fragen zu dem dargestellten Sachverhalt versuche ich anhand methodischer Vorgehensweise nachfolgend zu klären.
In den Focus der Weltöffentlichkeit steht der Sahel stets dann, wenn der jährliche Regen ausbleibt. Der Begriff Sahel wurde oftmals gleichbedeutend für die Misere in Afrika verwendet. Das Leben der Bewohner in der Sahelzone ist nie einfach - so haben sie besonders mit Problemen wie verdurstetem Vieh, verdorrter Ernte, rissiger, trockener Erde sowie daraus folgenden hungernden Menschen zu kämpfen.. Ebenfalls zerren die klimatischen Gegebenheiten an den Nerven der dort lebenden Menschen, denn die Tage sind heiß, demgegenüber existieren bitterkalte Nächte und während der neun Monate langen Trockenzeit weht stets der heiße Wüstenwind Harmattan. Diese klimatischen Besonderheiten sowie auch Geo- Faktoren bestimmen die Entwicklung im Sahel zunehmend. Fraglich ist, ob sich demnach der daraus folgende Prozess der Desertifikation, also der Verwüstung mittels etwaiger Lösungsansätze in ökologischer, physikalischer sowie sozio- ökonomischer Hinsicht aufhalten lässt. Unstreitig ist, dass ein Eingreifen unabdingbar ist. Nur Lösungsansätze zur Verhinderung von Dürrekatastrophen, neue Anbautechniken, welche mit den klimatischen Bedingungen in Einklang stehen, Aufforstung von gerodeten Weideflächen, neue Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung, Förderung von Bildung, Kompetenz sowie auch Überlebensstrategien für die Menschen können dem ökologischen Krisengebiet der Sahelzone in der Zukunft helfen.
2. Sahelzone
2.1 Lage
Die Sahelzone ist ein ca. 6000 km langes und 400 bis 600 km breites Territorium (Nordsahel 15- 20° nördlicher Breite sowie der Südsahel 11° nördlicher Breite). Sie ist auf dem afrikanischen Kontinent im Süden der Sahara situiert und erstreckt sich vom Atlantischen Ozean bis zum nach Somalia quer durch Afrika. Mit einer Fläche von ca. 4,5 Mio. km2 ist es etwa 13-mal so groß wie Deutschland. Insbesondere zählen zu den Sahelstaaten die Länder Niger, Mali, Tschad, Sudan, der südliche Teil von Mauretanien, das nördliche Senegal und das nördliche Burkina Faso. In diesem Gebiet wohnen etwa 45 Millionen Menschen. Der Begriff Sahel kommt ursprünglich aus dem im arabischen Sprachraum. Er bedeutet „Ufer“ und bezeichnet die Übergangszone zwischen den vollariden Gebieten der Sahara sowie der sich südlich anschließenden etwas feuchteren Zone. Mit dem Begriff „Ufer“ bezeichneten die Wüstennomaden der Sahara das Gebiet südlich der Sahara, eine Landschaftszone, welche sich tatsächlich für die Bewohner der Wüste als ein rettendes „Ufer“ darstellte, denn hier existierten Großmärkte sowie auch umfangreiche und reichhaltige Weidegründe für Kamele, Ziegen und Rinder.
Auch historisch gesehen ist die Sahelzone sehr bedeutend. Besonders das Aufeinandertreffen der schwarz- afrikanischen Bevölkerung sowie der araboberbischen Nomaden sorgte häufige für Konfliktsituationen, aber auch kulturellen Austausch zwischen den unterschiedlichen Kulturen. In jenem Bereich entstanden im Mittelalter wohlhabende Großstaaten wie beispielweise Ghana. Dieses Land stand für Zivilisation, Macht sowie Wohlstand. Jene Staaten waren einst mehr im Norden der Sahelzone situiert. Demgegenüber existierten die wertvollen fruchtbaren Ackerböden jedoch im Süden. Folglich kamen aus diesen Savannengebieten die für jene Zeit wertvollen Handelsgüter wie z.B. Sklaven, Gold sowie das Elfenbein. Dieser Aspekt stellt auch die Anfälligkeit der Region für Krisen dar, die schon in der Vergangenheit ihren Ursprung fanden. Maßgebend ist, dass dieser kulturelle Konflikt jedoch aufgrund der nur spärlichen Erschließung der Region noch länger anhalten wird.
Abb.1: Die Sahelzone [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
2.2 Klima
Die Sahelzone ist in naturgeographischer Hinsicht eine klimatisch sowie vegetationsmäßige Übergangszone von der vollariden Sahara zu den wechselfeuchten tropischen Savannen (Krings 1982). Es handelt sich hierbei um ein randtropisches Trockenklima. Die Jahresdurchschnittstemperatur in der Sahelzone beträgt über 20 °C, wodurch eine hohe Verdunstung geschieht. Vorherrschend ist im Norden ein sehr heißes Klima. Nach Köppen ist dies das BW Klima. Demgegenüber dominiert im Süden ein feucht- heißes Klima. Somit ist der Norden mit pro Jahr maximal 20 mm Niederschlag eine Wüste bzw. eine Halbwüste. In der Mitte der Sahelzone fallen pro Jahr etwa 100 mm Niederschlag und daher finden sich hier Dorn, Gras- und Strauchsavannen. Schließlich fällt der höchste Teil des Niederschlages des Sahel im Süden mit bis zu 500 mm Jahresniederschlag.
Dies geschieht jedoch zumeist in der Zeit des Monsuns von Ende Juni bis September. Maßgebend ist jedoch, dass diese Richtwerte in zunehmendem Maße fallen, so dass die Desertifikation droht und daher die Sahel sich mehr der Sahara angleicht. Darüber hinaus liegt der Sahel wird durch ein Wechselklima beeinflusst d.h. ein Wechsel von Regen- und Trockenzeit findet statt. Dieses Wechselklima entsteht mittels der Verlagerung der ITC und daraus resultierenden Niederschlägen. Dies geschieht im Sahel jedoch nicht gleichmäßig. Somit ist das Klima der Sahel durch den Wechsel zwischen einer 9- monatigen Trockenzeit und einer 3- monatigen Regenzeit in den Monaten von Juli bis September gekennzeichnet. Folglich dominiert die Trockenzeit (9 Aridmonate). Diese lang anhaltenden Dürrezeiten wechseln nur mit sehr kurzen Regenperioden. Auch Passatzirkulation und Monsunzirkulation sind im Sahel bedeutend (Forkel 2007).
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