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Termpaper, 2006, 24 Pages
Author: Nadine Mohr
Subject: Musicology
Details
Institution/College: University of Education Weingarten
Tags: Unterrichtsstunde, Szenische, Ausgestaltung, Streitszene, Bizets, Oper, Carmen, Didaktik, Musiktheaters
Year: 2006
Pages: 24
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04309-0
File size: 350 KB
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Abstract
Im Rahmen meines Studiums habe ich im Hauptfach (Musik) einen Hauptseminarschein in Form einer Hausarbeit zu absolvieren. Da ich mir schon des Öfteren Gedanken darüber gemacht habe, wie man in der Schule das Thema Musiktheater so planen und durchführen kann, dass die SuS mit Interesse und Erwartungshaltung zugegen sind und dieses bis zum Ende der Einheit aufrecht erhalten, ist es für mich sehr ergiebig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Bizets Oper Carmen ist besonders, unter dem Aspekt ihrer fortwährenden Bühnenwirksamkeit und dem ihrer Veranschaulichung für realistische Tendenzen, als Unterrichtsgegenstand geeignet. Ihre prinzipiell gute Zugänglichkeit begründet sich vor allem in der Musik und im Gegenstand, was ein weiteres Argument bezüglich des Unterrichtsthemas kundmacht.
Excerpt (computer-generated)
Fach:
Musik
Name des Seminars:
Didaktik
des
Musiktheaters
Bereich:
Fachdidaktik
Thema der Hausarbeit:
Thema
der
ausführlichen
Unterrichtsstunde:
Szenische
Ausgestaltung
der
Streitszene
(Nr.
8,
Chor)
aus
Bizets
Oper
,,Carmen"
Abgegeben von:
Mohr,
Nadine
Datum der Abgabe:
21.06.2006
- 2 -
Inhaltsverzeichnis
I.
Einleitung
S.
3
II.
Sachanalyse S.
4
II. 1 Die Begriffe Musiktheater und Oper
S. 4
II.
2
Georges
Bizet S.
5
II.
3
Die
Oper
Carmen
S.
6
II. 4 Die Oper Carmen im Musikunterricht
S. 7
III.
Didaktische
Analyse
S.
10
III. 1 Eingliederung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtseinheit S.
11
III.
2
Unterrichtsziele
S.
11
III. 3 Mögliche Schwierigkeiten der Schülerinnen und Schüler
S. 12
III.
4
Didaktische
Prinzipien
S.
12
III. 5 Bedeutung des Themas für die Schülerinnen und Schüler
S.
13
III.
6
Bezug
zum
Bildungsplan
S.
14
IV.
Methodische
Analyse
S.
15
IV.
1
Unterrichtsraster
S.
15
IV. 2 Methodische Überlegungen S.
18
V.
Literaturverzeichnis
S.
23
- 3 -
I. Einleitung
Im Rahmen meines Studiums habe ich im Hauptfach (Musik) einen
Hauptseminarschein in Form einer Hausarbeit zu absolvieren.
Da ich mir schon des Öfteren Gedanken darüber gemacht habe, wie man in der
Schule das Thema Musiktheater so planen und durchführen kann, dass die SuS mit
Interesse und Erwartungshaltung zugegen sind und dieses bis zum Ende der Einheit
aufrecht erhalten, ist es für mich sehr ergiebig, sich mit diesem Thema
auseinanderzusetzen.
Bizets Oper Carmen ist besonders, unter dem Aspekt ihrer fortwährenden
Bühnenwirksamkeit und dem ihrer Veranschaulichung für realistische Tendenzen, als
Unterrichtsgegenstand geeignet.
Ihre prinzipiell gute Zugänglichkeit begründet sich vor allem in der Musik und im
Gegenstand, was ein weiteres Argument bezüglich des Unterrichtsthemas
kundmacht.
Sachanalyse
- 4 -
II. Sachanalyse
II.1 Die Begriffe Musiktheater und Oper
Zu Beginn ist es sinnvoll, die Begriffe ,,Musiktheater" und ,,Oper" zu klären, sowie
gegeneinander abzugrenzen.
,,Musiktheater" ist ein übergeordneter Begriff, der alle Bühnenhandlungen, die
musikalisch begleitet und unterstützt werden umfasst. Hierbei handelt es sich in
erster Linie um das Ballett, die Oper, die Operette und das Musical.
Insofern ist die ,,,,Oper" der engere und damit einseitigere Begriff"1.
,,Es handelt sich hierbei um ein Bühnenstück von künstlerischem Ernst, das ganz
oder überwiegend durch die Musik gestützt, ausgelegt, ergänzt oder überhöht wird."2
Der aus dem Italienischen stammende Name Oper (,,oper", ,,opéra") taucht in Italien
seit 1639, in Frankreich und England seit den siebziger Jahren des 17. Jahrhunderts
und in Deutschland seit dem Beginn des18. Jahrhunderts zunächst nur vereinzelt
auf.
Es gibt eine Unzahl ursprünglicher Bezeichnungen für das Wort ,,Oper". ,,Seit der
Mitte des 17. Jahrhunderts überwiegen für die ernste Oper die Namen ,,dramma per
musica" oder ,,dramma musicale", wozu sich seit dem Ende des 18. Jahrhunderts
noch ,,melodramma" gesellt. Die heitere Oper wird am Anfang des 18. Jahrhunderts
gewöhnlich ,,commedia in musica", später ,,dramma giocose" genannt. ,,Operia seria"
und ,,opera buffa" benutzt man im 18. Jahrhundert als Gattungsbezeichnung."3 Auf
weitere Bezeichnungen wird an dieser Stelle nicht eingegangen, um Knappheit der
Ausführungen zu gewährleisten.
Die Oper ist nicht allein das Werk eines Komponisten, sondern mehr oder weniger
auch das des Textdichters. Selten fallen Komponist und Dichter in einer Person
zusammen. Es kommt jedoch häufiger vor, dass der Komponist seine bedeutendsten
Werke in ständigem Gedankenaustausch mit einem Textdichter schafft.
Im umgangssprachlichen Sinn wird der Begriff ,,Oper" u. a. für das Gebäude, indem
das musikalische Werk aufgeführt wird, verwendet.
1 Werner-Jensen, A. 1981: S. 10
2 Lindlar, H. 1971: S. 248
3 MGG Bd. 10, 1986: S. 8077
Sachanalyse
- 5 -
,,In keinem anderen Land der Welt gibt es eine derartige Dichte von Opernbühnen
wie in Deutschland: Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich hier ein System des
öffentlich subventionierten Theaterbetriebes konstituiert, [...]."4
II. 2 Georges Bizet
Georges Bizet wurde am 25. Oktober 1838 in Paris geboren und verstarb am 3. Juni
1875 in Bougival.
Am 9. Oktober 1848 wurde Bizet offiziell zum Konservatorium zugelassen.
Dort studierte er Klavier bei Marmontel, Theorie und Tonsatz bei Zimmermann und
Gounod sowie Klavier bei Halévy.
,,In Benoists Orgelklasse gewann er 1854 einen Zweiten und 1855 einen Ersten Preis
für Orgel- und Fugenkompositionen."5
1857 gewann Bizet nicht nur den ,,Prix de Rome", sondern erlebte noch vor seiner
Abreise nach Rom, dass sein erstes Bühnenwerk, Le Dochteur Miracle, am 9. April
1857 in den Bouffes-Parisiennes aufgeführt wurde.
Am 5. September 1860 erreichte Bizet Venedig. Direkt von dort aus kehrte er nach
Paris zurück, da er vom gesundheitlichen Missstand seiner Mutter erfuhr, welche im
darauf folgenden Sommer verstarb.
1865 lernte Bizet Edmond Galabert kennen, dem er brieflich Kompositionsunterricht
erteilte. So gelang es ihm, sich über seine musikalischen Ideen Klarheit zu
verschaffen.
Im Juni 1869 heiratete Bizet die einundzwanzigjährige Geneviève Halévy.
Bizets einziges Kind Jaques wurde am 10. Juli 1872 geboren.
Anfang 1873 hat Bizet mit der Arbeit an der Oper
Carmen
begonnen. Aufgrund
verschiedener Probleme mit der Opéra Comique, unterbrach Bizet die Arbeit an der
Carmen
und wandte sich vorerst einer anderen Oper mit spanischem Stoff, dem Don
Rodrigue zu.
Bizet erlitt in seinem Leben mehrfach schwere Anfälle von Halsabszessen. Im
Sommer 1874 brach die Krankheit erneut aus. Während der Genesung vollendete er
die Oper
Carmen
.
4 Werner-Jensen A. , 2001: S. 360
5 MGG Bd. 10, 1986: S. 8078
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