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Klischees vom weiblichen Fußballfan - Realität und Fiktion

Termpaper, 2007, 18 Pages
Author: Michael Schmidt
Subject: Sociology - Gender Studies

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 18
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 5  Entries
Language: German
Archive No.: V86108
ISBN (E-book): 978-3-638-01628-5
ISBN (Book): 978-3-638-92068-1
File size: 164 KB
Notes :
In dieser Arbeit geht es um Soziologie und Fußball, das Phänomen einer Massenkultur. Im Blickpunkt stehen hier die weiblichen Fußballfans. Es werden Entwicklungen des weiblichen Fan-Daseins beschrieben, aber auch Vorurteile/Klischees aufgegriffen, deren Ursprünge erforscht werden. Die Fußball-Arenen sind heutzutage bunt mit Fußballanhängern gemischt, doch es sollte lange dauern, bis das der Fall war...


Abstract

... Frauen und Fußball; was lange Zeit als zwei sich einander kategorisch ausschließende Dinge galt, scheint sich sukzessiv zusammenzufinden. Nichtsdestotrotz gilt der Fußball in Europa und einigen lateinamerikanischen Ländern als klare Männerdomäne. Das ist unumstritten. Genauso unumstritten ist jedoch die Tatsache, dass der Fußball (zumindest in Deutschland) immer mehr weibliche Anhänger findet – als Fans ihrer (Männer-) Vereine. Auch der von Frauen gespielte Fußball ist in den letzten Jahren beliebter geworden, obwohl er in der Popularität keineswegs mit dem der Männer zu vergleichen ist. Aber auch hier ist ein größerer Zulauf erkennbar. Frauen und Fußball, das passte nicht immer zusammen. Das durfte zeitweilig gar nicht sein. Es gehörte sich einfach nicht. Als Fans zwar mehr oder minder akzeptiert, das Praktizieren jedoch gänzlich unerwünscht. Es stellt sich hiermit die Frage, warum der Fußballsport (u. a. hierzulande) als Männerdomäne gilt. Was macht ihn überhaupt unweiblich, wie die weitläufige Meinung noch heute ist? Diese fundamentale Frage soll in dieser Arbeit fokussiert werden, die automatisch auch den Aspekt der öffentlichen Wahrnehmung von Frauen in Verbindung mit dem Fußball und die gegenwärtige Situation des weiblichen Publikumanteils beinhaltet. Zunächst soll jedoch etwas allgemeiner an diese Fragestellung herangeführt werden. Dazu müssen die Begriffe Geschlecht und Identität kurz erläutert werden, um zu klären, was mit Männlichkeit bzw. Weiblichkeit überhaupt verbunden wird.


Excerpt (computer-generated)

Michael Schmidt
Universität Flensburg
Institut für Soziologie

WS 2006 / 2007
Studiengang: RL

Flensburg, den 02. Februar 2007

Hausarbeit zum Seminar:

You`ll never walk alone

- Soziologie und Fußball ­

das Phänomen einer Massenkultur




Klischees vom

weiblichen Fußballfan

- Realität und Fiktion


Inhalt:

ab

Seite

1. Einleitung

und

Eingrenzung des Themas 1

2. Geschlecht und Identität 3

3. Männerdomäne Fußball

3.1 Frauen, Fußball und die ewigen Klischees 6

3.2 Gegenwärtige Situation des weiblichen Publikumanteils 11

4. Schlussbetrachtung

13

5. Literatur- und Quellenangaben 15


Seite 1

1. Einleitung und Eingrenzung des Themas

Schon im Vorfeld der im Jahr 2006 stattgefundenen Fußball ­ Weltmeisterschaft

wurde prophezeit, diese WM bei uns in Deutschland werde viel bewirken im eigenen

Land. Und tatsächlich, vieles von dem, was vor der WM gesagt wurde, hat sich

bewahrheitet. Und so kamen Diskussionen zu den verschiedensten Themen in den

unterschiedlichsten Medien zustande. In der Politik ­ Talk-Sendung

Sabine

Christiansen

etwa stritt man über den neu gewonnenen Nationalstolz und ob er denn

in dem Ausmaß, in dem er neu entdeckt wurde, publik gemacht werden dürfe.

Anderswo wurden Debatten über den Wirtschaftsaufschwung, der sicherlich

ebenfalls in der WM mitbegründet werden muss, geführt. Aber es sind auch Themen

aufgegriffen worden, die der Welt des Fußballs noch viel näher stehen. So hat man

sich mit den Mannschaften und deren Abschneiden bei dieser Endrunde beschäftigt.

Die Stadien, die aufgrund ihres multifunktionalen Charakters heutzutage als Arenen

bezeichnet werden und für reichlich Erstaunen und Stolz hierzulande sorgten,

wurden hinsichtlich des Sicherheitsaspektes oder auch einfach nur der Faszination

wegen ebenfalls ausgiebig thematisiert. Und man hat sich auch denen gewidmet,

ohne die der Fußball nicht das wäre, was er ist ­ den Fußballanhängern, den Fans.

Ohne sie wären die Stadien sinnlos. Ohne sie gäbe es keine Sportschau und der FC

Bayern München hätte niemals einen Roy Maakay verpflichten können. Und die so

genannten Fanmeilen wären nie erfunden. Der Fußball, wie wir ihn kennen, würde

schlicht und ergreifend gar nicht existieren. Apropos Fanmeilen. Dieser neue Begriff

wurde durch eben diese Fußball ­ WM in Deutschland geprägt und bezeichnet

Zonen auf öffentlichen Plätzen, die Sportübertragungen mittels Großbildleinwand für

große Menschenmengen ermöglichen. Die Gesellschaft für deutsche Sprache

würdigte den prägenden Charakter der Fußballweltmeisterschaft auf die Stimmung in

Deutschland und wählte

»Fanmeile«

sogar zum Wort des Jahres 2006.

Unübersehbar war das große Interesse der Frauen auf diesen Fanmeilen. Sicherlich

sind nicht alle dort hingegangen, allein des Fußballs willen. Aber diese Thematik lädt

dennoch dazu ein, sich einmal darüber Gedanken zu machen, zumal auch zu den

Bundesliga ­ Spielen immer mehr Frauen auf den Tribünen gezählt werden.


Seite 2

Frauen und Fußball; was lange Zeit als zwei sich einander kategorisch

ausschließende Dinge galt, scheint sich sukzessiv zusammenzufinden.

Nichtsdestotrotz gilt der Fußball in Europa und einigen lateinamerikanischen Ländern

als klare Männerdomäne. Das ist unumstritten. Genauso unumstritten ist jedoch die

Tatsache, dass der Fußball (zumindest in Deutschland) immer mehr weibliche

Anhänger findet ­ als Fans ihrer (Männer-) Vereine. Auch der von Frauen gespielte

Fußball ist in den letzten Jahren beliebter geworden, obwohl er in der Popularität

keineswegs mit dem der Männer zu vergleichen ist. Aber auch hier ist ein größerer

Zulauf erkennbar. Frauen

und

Fußball, das passte nicht immer zusammen. Das

durfte zeitweilig gar nicht sein. Es gehörte sich einfach nicht. Als Fans zwar mehr

oder minder akzeptiert, das Praktizieren jedoch gänzlich unerwünscht.

Es stellt sich hiermit die Frage, warum der Fußballsport (u. a. hierzulande) als

Männerdomäne gilt. Was macht ihn überhaupt unweiblich, wie die weitläufige

Meinung noch heute ist? Diese fundamentale Frage soll in dieser Arbeit fokussiert

werden, die automatisch auch den Aspekt der öffentlichen Wahrnehmung von

Frauen in Verbindung mit dem Fußball und die gegenwärtige Situation des

weiblichen Publikumanteils beinhaltet.

Zunächst soll jedoch etwas allgemeiner an diese Fragestellung herangeführt werden.

Dazu müssen die Begriffe

Geschlecht

und

Identität

kurz erläutert werden, um zu

klären, was mit Männlichkeit bzw. Weiblichkeit überhaupt verbunden wird.



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