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Termpaper, 2006, 19 Pages
Author: Yvonne Mocker
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services
Details
Institution/College: Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Tags: Primary, Nursing, Konzept, Organisation, Kommunikation
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-01212-6
ISBN (Book): 978-3-638-91780-3
File size: 106 KB
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Abstract
Im Bereich des Marketings gibt es einen Bereich, der sich mit dem Kundenbeziehungsmanagements (engl. Customer Relationship Management, CRM) auseinandersetzt. Kundenansprachen und Kundenbindung nehmen in allen Unternehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Für Unternehmen ist die Kundengewinnung bis zu fünfmal teuerer, als die Kundenbindung. CRM beschreibt die Verwaltung von Kundenbeziehungen. Um den Erfolg des Unternehmens zu steigern, sind die Unternehmensaktivitäten auf langfristige Kundenbeziehungen ausgerichtet. (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kundenbeziehungsmanagement) Märkte werden zunehmend von der steigenden Kundenmacht gesteuert und damit verschärft sich der Wettbewerb. Der Trend, dass Kunden öfter und schneller den Anbieter wechseln, kann entgegengewirkt werden, in dem Kunden mehr Service geboten wird. Ein Ansatz nennt sich „one Face to the Customer“. Die Bedeutung ist sehr einfach und bezieht sich auf die Betreuung eines Kunden während allen Prozessen des Unternehmens durch eine Person. Damit wird die Neuorientierung vom funktionalen klassischen Marketing, hin zum übergreifenden ganzheitlichen Marketing, das auf die Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden fokussiert ist, definiert. (vgl. http://www.kundenbindung-crm.de/) Nicht nur im Marketingbereich ist eine ähnliche Struktur zu erkennen. Primary Nursing, auf die Pflege spezialisiert, lässt zumindest aus Sicht der Kunden- oder Patientenbeziehungen, vergleichbare Ansätze finden. In meiner Hausarbeit möchte ich mich deshalb mit dem Primary Nursing Konzept, seiner Entstehung und den notwendigen Maßnahmen einer Implementierung des Konzeptes aus Managementsicht auseinandersetzen. Keine Veränderung einer Struktur eines Unternehmens kann ohne eine sorgfältige Berücksichtigung aller Faktoren wirksam vonstatten gehen. Primary Nursing kann eine Grundlage für die Pflege bedeuten und Pflege auf unseren Weg in die Zukunft neu definieren. Die Bezeichnungen Schwester, Pflegende oder Stationsleitung sind nicht gleichzeitig auf das weibliche Geschlecht bezogen, sondern beziehen sich natürlich auf männliche und weibliche Personen.
Excerpt (computer-generated)
Alice-Salomon-Fachhochschule
Studiengang
Gesundheits- und Pflegemanagement
Wintersemester 2006/2007
Seminar: Organisation und Kommunikation
Das Primary Nursing Konzept
Yvonne Mocker
Berlin, 16.01.2007
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung 3
1. Pflege in deutschen Krankenhäusern 4
2. Geschichte des Primary Nursing Konzeptes 5
3. Das Primary Nursing Konzept 6
3.1 Definition 6
3.2 Kernelemente 8
3.3 Verantwortung und Kontinuität 8
3.4 Direkter Kommunikationsfluss 9
3.5 Pflegedurchführender ist zugleich Pflegeplaner 9
4. Implementierung von Primary Nursing aus Managementsicht 10
4.1 Verantwortung und Kontinuität 11
4.2 Direkte Kommunikation 13
4.3 Pflegeprozessplanung & Durchführung der Pflege 13
5. Vorteile des Primary Nursing Konzeptes 14
6. Schwierigkeiten 16
7. Persönliches Fazit 17
Literatur 18
2
Einleitung
Im Bereich des Marketings gibt es einen Bereich, der sich mit dem
Kundenbeziehungsmanagements (engl. Customer Relationship Management, CRM)
auseinandersetzt. Kundenansprachen und Kundenbindung nehmen in allen
Unternehmen einen immer höheren Stellenwert ein. Für Unternehmen ist die
Kundengewinnung bis zu fünfmal teuerer, als die Kundenbindung. CRM beschreibt
die Verwaltung von Kundenbeziehungen. Um den Erfolg des Unternehmens zu
steigern, sind die Unternehmensaktivitäten auf langfristige Kundenbeziehungen
ausgerichtet. (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kundenbeziehungsmanagement)
Märkte werden zunehmend von der steigenden Kundenmacht gesteuert und damit
verschärft sich der Wettbewerb. Der Trend, dass Kunden öfter und schneller den
Anbieter wechseln, kann entgegengewirkt werden, in dem Kunden mehr Service
geboten wird.
Ein Ansatz nennt sich ,,one Face to the Customer". Die Bedeutung ist sehr einfach
und bezieht sich auf die Betreuung eines Kunden während allen Prozessen des
Unternehmens durch eine Person. Damit wird die Neuorientierung vom funktionalen
klassischen Marketing, hin zum übergreifenden ganzheitlichen Marketing, das auf die
Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden fokussiert ist, definiert. (vgl.
http://www.kundenbindung-crm.de/)
Nicht nur im Marketingbereich ist eine ähnliche Struktur zu erkennen. Primary
Nursing, auf die Pflege spezialisiert, lässt zumindest aus Sicht der Kunden- oder
Patientenbeziehungen, vergleichbare Ansätze finden.
In meiner Hausarbeit möchte ich mich deshalb mit dem Primary Nursing Konzept,
seiner Entstehung und den notwendigen Maßnahmen einer Implementierung des
Konzeptes aus Managementsicht auseinandersetzen.
Keine Veränderung einer Struktur eines Unternehmens kann ohne eine sorgfältige
Berücksichtigung aller Faktoren wirksam vonstatten gehen.
Primary Nursing kann eine Grundlage für die Pflege bedeuten und Pflege auf
unseren Weg in die Zukunft neu definieren.
Die Bezeichnungen Schwester, Pflegende oder Stationsleitung sind nicht gleichzeitig
auf das weibliche Geschlecht bezogen, sondern beziehen sich natürlich auf
männliche und weibliche Personen.
3
1. Pflege in deutschen Krankenhäusern
Momentan ist die pflegerische Organisation in den meisten deutschen
Krankenhäusern auf eine funktions- bzw. tätigkeitsorientierte Pflege ausgerichtet.
Das bedeutet, dass pflegerische Tätigkeiten gebündelt am Patienten durchgeführt
werden (z. Bsp. Vitalzeichenkontrolle, etc.). Auch im Rahmen der Gruppenpflege
bleibt diese Tätigkeitsorientierung bestehen, bezieht sich aber auf eine kleine Anzahl
von Patienten. Um in kürzerer Zeit mehr Aufgaben zu erledigen, entwickelte sich
diese tätigkeitsorientierte Organisation der Pflege aus dem Taylorismus (Trennung
von Hand- und Kopfarbeit). (vgl. Kleine Hörstkamp, 2004).
Eine Schwachstelle, der in Deutschland üblichen Pflege-Organisationen, ist die
zeitlich begrenzte Schichtverantwortung. Die pflegerische Arbeit wird von Schicht zu
Schicht organisiert, geregelt und kontrolliert. Die Pflegenden übergeben ihre
Zuständigkeit und Verantwortung am Schichtende an die nachfolgende Schwester.
Dies wird besonders in den praktizierten Übergaberitualen, mit Berichten über
besondere Vorkommnisse und Verläufe in der letzten Schicht und Hinweisen für die
nächste Schicht, sichtbar. Dabei werden weder die individuellen Bedürfnisse des
Patienten, noch die der Pflegekraft hinterfragt. Durch die schichtbezogene
Verantwortung, fehlt es an der Kontinuität in der Planung und der Betreuung des
Patienten während seines Aufenthaltes im Krankenhaus.
,,Pflegende sind auf dieser Weise nicht für den Pflegeprozess, sondern für die
Leistungserbringung während ihrer Betriebsschicht verantwortlich..."
(Monika
Streubelt, Heilberufe online, 14.11.2006)
Diese Art der Organisation kommt nicht der Forderung der Pflegenden nach,
eigenverantwortlich, eine professionelle Pflege zum Wohle des Patienten
durchzuführen.
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