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Termpaper, 2007, 19 Pages
Author: Franziska Hupe
Subject: Romance Languages - French Studies
Details
Tags: Négritude, Antwort, Kolonisation, Sklaverei
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-01862-3
ISBN (Book): 978-3-638-95230-9
File size: 111 KB
17 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 6 Internet-Quellen (Wikipedia u.a.).
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Abstract
1. Einleitung Négritude, Antillanité und Créolité sind gesellschaftliche Strömungen, die in Deutschland eher unbekannt sind und uns sehr fremdartig und exotisch vorkommen. In Frankreich sieht dies jedoch schon ganz anders aus, denn beispielsweise der Begriff „Négritude“ betrifft viele Völker, die nur aufgrund ihrer Hautfarbe zu „Schwarzen“ zusammengefasst werden. In der vorliegenden Arbeit möchte ich versuchen, eine dieser Strömungen, die Négritude, näher vorzustellen. Diese Bewegung kann allerdings nicht losgelöst von ihrem historischen Hintergrund betrachtet werden, weshalb ich zunächst auf die Situation der Schwarzen während der Sklaverei und Kolonisation und in diesem Zusammenhang dann auf die Négritude eingehen werde. Ich werde dabei die wichtigsten Persönlichkeiten kurz darstellen, die diese Bewegung entscheidend geprägt haben. Dabei möchte ich aufzeigen, inwiefern die koloniale Vergangenheit Einfluss auf die Négritude hat, um mich anschließend kritisch mit der heutigen Bedeutung dieser Bewegung auseinanderzusetzen.
Excerpt (computer-generated)
Georg-August-Universität Göttingen
Romanisches Seminar
Seminar: Haiti
Die Négritude eine Antwort auf
Kolonisation und Sklaverei
Vorgelegt von:
Franziska Hupe
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Situation während der Sklaverei 3
3. Kreol 4
4. Die Négritude eine Bewegung entsteht 5
4.1 Léopold S. Senghor 6
4.2 Aimé Césaire 7
4.3 Léon Gontran Damas 8
4.4 Frantz Fanon 8
5. Négritude als Antwort auf den Kolonialismus 8
6. Integrationsversuche 11
7. Kritik an der Négritude 12
8. Die Négritude aus heutiger Sicht 14
9. Zusammenfassung 15
Literatur 17
2
1. Einleitung
Négritude, Antillanité und Créolité sind gesellschaftliche Strömungen, die in Deutschland
eher unbekannt sind und uns sehr fremdartig und exotisch vorkommen. In Frankreich sieht
dies jedoch schon ganz anders aus, denn beispielsweise der Begriff ,,Négritude" betrifft viele
Völker, die nur aufgrund ihrer Hautfarbe zu ,,Schwarzen" zusammengefasst werden.
In der vorliegenden Arbeit möchte ich versuchen, eine dieser Strömungen, die Négritude,
näher vorzustellen. Diese Bewegung kann allerdings nicht losgelöst von ihrem historischen
Hintergrund betrachtet werden, weshalb ich zunächst auf die Situation der Schwarzen
während der Sklaverei und Kolonisation und in diesem Zusammenhang dann auf die
Négritude eingehen werde.
Ich werde dabei die wichtigsten Persönlichkeiten kurz darstellen, die diese Bewegung
entscheidend geprägt haben.
Dabei möchte ich aufzeigen, inwiefern die koloniale Vergangenheit Einfluss auf die
Négritude hat, um mich anschließend kritisch mit der heutigen Bedeutung dieser Bewegung
auseinanderzusetzen.
2. Situation während der Sklaverei
Um eine Entwicklung wie die Négritude verstehen zu können, muss man sich als heutiger
Europäer zunächst in die Situation der Farbigen hineinversetzen, deren Leben und
gesellschaftliche Situation stark durch die Sklaverei gekennzeichnet war und ist.
Nach der Entdeckung Amerikas Ende des 15. Jahrhunderts, begannen die Europäer, immer
mehr Gebiete zu erkunden und zu kolonialisieren. Die einheimische Bevölkerung wurde
dabei unterworfen, versklavt und oft schon nach wenigen Jahren ausgerottet (vgl.
P.STEIN,1).
Mit der zunehmenden Kolonialisierung ging allerdings ein wachsender Bedarf an
Arbeitskräften einher, so dass Sklaven in der Folgezeit aus Afrika importiert wurden.
Zwischen den Sklaven und den weißen Herren fehlte allerdings ein gemeinsames
Kommunikationsmittel und gleiches galt in den meisten Fällen auch für die Sklaven
untereinander (vgl. P.STEIN, 1).
Die Sklaven kamen aus den verschiedensten Teilen Afrikas und konnten sich zumeist nicht
untereinander verständigen. Getreu dem Motto ,,No Communication, No revolution"
3
(SINGH, 5) wurde diese Trennung absichtlich herbeigeführt, um die Sklaven isoliert zu
halten und Sklavenaufstände zu verhindern. Da sie sich nicht untereinander über ihre
miserable Lage austauschen konnten, konnten sie auch nichts gemeinsam dagegen
unternehmen.
Ohne ein gemeinsames Mittel der Kommunikation konnte es also auch keine Literatur und
Literaturproduktion für die Schwarzen geben, in denen sie ihre Situation wieder finden und
verarbeiten konnten. Dies lag sicherlich nicht ausschließlich an der fehlenden gemeinsamen
Sprache, sondern vor allem auch am vorherrschenden und beabsichtigten Analphabetismus
der Sklaven.
Dennoch gab es vielerlei Bemühungen der Schwarzen, die Erinnerung an ihre afrikanische
Heimat zu erhalten. So wurden beispielsweise religiöse Riten gepflegt und Fabeln und
Lieder als Formen einer oralen Tradition von Generation zu Generation weitervererbt.
Elemente einer eigenen Identität und Herkunft, in Abgrenzung zu den Sklavenhaltern und
Plantagenbesitzern, wurden so behauptet.
Allerdings wurde nie etwas verschriftlicht, was dazu führte, dass diese Traditionen mehr
und mehr in Vergessenheit gerieten.
Erst mit der Entstehung des Kreolischen, einer damals neuen Sprache, entstand nun in der
Folgezeit ein ganz neues Gemeinschaftsgefühl der Sklaven untereinander.
3. Kreol
Typisch für die kolonialisierten Völker war es, dass die einheimische Bevölkerung und die
Kolonialisten zunächst eine Hilfssprache benutzen, um miteinander zu kommunizieren.
Eine solche zweckgebundene Hilfssprache bezeichnet man als ,,Pidgin". Der Großteil der
Wörter dieses ,,Pidgins" stammt aus der beteiligten europäischen Sprache, wird aber durch
Lehnwörter aus der angestammten Bevölkerung bereichert (vgl. A.STEIN, 146).
Unter den speziellen Bedingungen der auf Sklavenarbeit beruhenden Plantagengesellschaft
kam es sehr schnell zum Entstehen solch neuer Sprachen, die zu Anfang jedoch nur als
Zweitsprache gebraucht wurden (vgl. P.STEIN, 1).
Doch schon sehr schnell wurde die Sprache immer häufiger benutzt und ging dann nach
einer oder zwei Generationen als Muttersprache in den Sprachgebrauch ein, was dann als
Kreolsprache bezeichnet wird (vgl. WEIKOPF.DE).
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