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Von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft - eine Einführung zu Manuel Castells "Das Informationszeitalter"

Seminararbeit, 2008, 11 Seiten
Autor: Tino Kreßner
Fach: Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2008
Seiten: 11
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 16  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V87760
ISBN (E-Book): 978-3-638-05135-4
ISBN (Buch): 978-3-638-94495-3
Dateigröße: 139 KB

Zusammenfassung / Abstract

Manuel Castells wird laut der Zeitschrift The Economist als „der erste große Philosoph des Cyberspace" bezeichnet. 2002 beschreibt ihn das Internetmagazin TELEPOLIS als „Voltaire des Informationszeitalters“. Mit den neuen Kommunikationstechnologien ist, nach Manuel Castells, eine Revolution eingeleitet, eine neue Epoche der Menschheit, dessen physische, aber vor allem geistige Möglichkeiten ins Grenzenlose erweitert werden können. Information wird zum entscheidenden Rohstoff, aus dem alle gesellschaftlichen Prozesse und soziale Organisationen gebildet sind. Als neue Herausforderung steht die Erzeugung und Steuerung von Wissen, Informationen und Technologie zur Organisation der gesamten Gesellschaftsstruktur. „Wenn die Informationstechnologie für unsere Zeit das ist, was die Elektrizität im Industriezeitalter war, so lässt sich das Internet sowohl mit dem Stromnetz oder dem Elektromotor vergleichen, denn es besitzt die Fähigkeit, die Kraft der Information über den gesamten Bereich menschlicher Tätigkeit zu verbreiten. Und genauso, wie die neuen Technologien der Energiegewinnung und -verteilung die Fabrik und den Großkonzern als die organisatorischen Grundlagen der Industriegesellschaft möglich machten, bildet das Internet die technologische Basis für die Organisationsform des Informationszeitalters: das Netzwerk“. Die Transformation vom Industrialismus zum Informationalismus wird dabei als informationstechnologische Revolution beschrieben. Sie setzt eine Rückkopplungsspirale der Anwendung von Wissen auf Wissen in Gang, als Hauptquelle der Produktivität.


Textauszug (computergeneriert)

Kreßner, Tino

Manuel Castells ­ Das Informationszeitalter

­ Belegarbeit ­

Information and Communication Sciences

Master of Arts

Hochschule Mittweida (FH) ­ University of Applied Sciences

Mittweida, 1. Februar 2008


Inhaltsverzeichnis

1 Manuel Castells 3

1.1 Biografie von Dr. mult. h.c. Manuel Castells 3

1.2 Bedeutende Werke 4

1.3 Weiterführende Weblinks zu Manuel Castells 4

2 Das Informationszeitalter 5

2.1 Definition Informationsgesel schaft 5

2.2 Ursachen für den Übergang der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft 5

2.3 Das Netzwerk als neue Organisationsform 6

2.4 Gesellschaftliche Veränderungen 6

2.5 Die neue Ökonomie 7

2.6 Zentralisierung vs. Dezentralisierung 8

2.7 Individualisierung vs. Entindividualisierung (Vernetzung) 8

2.8 Identität in der Netzwerkgesellschaft 8

2.9 Digital Devide und Entstehung einer ,,Vierten Welt" 9

2.10 Drei Herausforderungen für das Informationszeitalter 9

3 Quellen 10

3.1 Fachbücher 10

3.2 Internet 10

3.3 Zeitschriftenartikel 10


Tino Kreßner - Information and Communication Sciences (IC07), Hochschule Mittweida (FH)

Seite 3

1 Manuel

Castells

Manuel Castells wird laut der Zeitschrift

The Economist

als ,,der erste große Philosoph des Cyberspace"1

bezeichnet. 2002 beschreibt ihn das Internetmagazin

TELEPOLIS

als ,,Voltaire des Informationszeitalters"2.

Der amerikanische Soziologe spanischer Herkunft beschäftigt sich bis zu seinem Besuch im

Silicon Valley

Anfang der 90er mit Stadtsoziologie (Urban Sociology und Social Movements). Beeindruckt von den

Möglichkeiten des Internets schafft er mit seiner Trilogie über das Informationszeitalter den

umfassendsten Versuch einer sozialen Theorie über unsere heutige Gesellschaft. Er beschreibt die

sozialen Transformationen in einer globalisierten Welt, ausgelöst durch die neuen vernetzten

Kommunikationstechnologien. Mit dieser soziologischen Gegenwartsanalyse beschreibt Castells die

heutige Weltgesellschaft mit dem Internet als zentrales Kommunikationsmedium. Seine Theorien

bezeichnen eine neue Gesellschaftsform, die sich mit den Begriffen Informationsgesellschaft,

Wissensgesellschaft und Netzwerkgesellschaft beschreiben lässt.

1.1 Biografie von Dr. mult. h.c. Manuel Castells

Manuel Castells ist am 9.2.1942 in Hellin, Spanien geboren und in Valencia aufgewachsen. Er studierte

von 1958­62 Recht und Volkswirtschaft an der Universtät Barcelona. Als studentischer Aktivist gegen die

Franco-Diktatur floh er nach Paris, wo er an der Universität Paris-Sorbonne 1964 sein Master und 1965

sein Diplom ablegte. 1967 promovierte er als Doktor für Soziologie und erwarb ein Doktorat in

Humanwissenschaften. Mit 24 Jahren wurde Castells zum jüngsten Professor berufen und unterrichtete

Methoden sozialer Forschung in Sorbonne. Er forschte hier auf dem Gebiet der urbanen Soziologie. Von

1970 bis 1979 lehrte er Stadtsoziologie in Paris. 1972 publizierte er sein erstes Buch mit dem Titel ,,

La
Question Urbaine"

, welches in zehn Sprachen übersetzt und weltweit ein Klassiker wurde. Castells gilt

damit als einer der Begründer der New Urban Sociology.

1979 zieht es ihn nach Amerika und wird dort bis 2003 zum Professor für Stadt- und Regionalplanung

und Soziologie an der University of California, Berkeley, berufen. In dieser Zeit fungiert er ebenso als

Vorsitzender des

Center for Western European Studies

, ist Komiteemitglied des

Institute for International
Studies

und

College of Environmental Design.

Zwischen 1983 und 1993 wird er zusätzlich zum

Professor und Direktor am Insititut für

Sociology of New Technologies

an der Universidad Autonoma de

Madrid berufen. Seit 2001 ist er Research Professor an der Open University of Catalonia (UOC), in

Barcelona und seit 2003 Professor of Communication an University of Southern California (USC). An der

Annenberg School of Communication hat er den Lehrstuhl für Kommunikationstechnologie und

Soziologie inne. Als Gastprofessor war er an 15 weiteren europäischen, US- und lateinamerikanischen,

kanadischen und asiatischen Universitäten tätig; er hielt Lesungen an über 300 akademischen

Einrichtungen in rund 40 Ländern.

Daneben arbeitete Castells als Berater in unmittelbarer Politiknähe u.a. bei der

European High Level
Expert Group on the Information Society, Unesco, International Labour Office, United Nations
Development Program, Center on Public Diplomacy, US Agency for International Development,

1

Übersetzung von ,,The Economist": "first significant philosopher of cyberspace"

2

Telepolis: Die Theorie zur Euphorie, 9.03.2002



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