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Termpaper, 2007, 16 Pages
Author: Marcel Garz
Subject: Economics / Business: General
Details
Institution/College: University of Hamburg (Department Wirtschaft und Politik)
Tags: Vertrieb, Musik, Internet, Wirtschaftsinformatik
Year: 2007
Pages: 16
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 19 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-01918-7
File size: 79 KB
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Abstract
Seit mehreren Jahren versucht die Musikindustrie die sinkenden Verkaufszahlen von Tonträgern mit digitalen Angeboten im Internet zu kompensieren. Mit dem Erfolg von Apples iTunes scheint die Branche endlich einen Schritt in diese Richtung zu machen. Wie es die ZEIT formuliert, macht der „ ... iPod (...) die digitale Musik zu einem begehrten Massenprodukt.“ Diese Arbeit will die Chancen des Vertriebs digitaler Musik im Internet evaluieren. Dazu sollen zunächst die zentralen Begriffe digitale Musik und Digital Rights Management geklärt werden. Anschließend wird digitale Musik im Kontext der Musikindustrie betrachtet, um dann die Veränderungen im Wertschöpfungsprozess zu erläutern. Im nächsten Schritt werden exemplarisch zwei Geschäftsmodelle des Vertriebs digitaler Musik miteinander verglichen: Das Musikportal mp3.de und der iTunes Music Store von Apple. Aufgrund des bisherigen Erfolgs von Apples iTunes lautet die Ausgangshypothese, dass sich dieses Geschäftsmodell auch in Zukunft durchsetzen wird. In der Schlussfolgerung soll diese These abschließend beurteilt werden.
Excerpt (computer-generated)
Universität Hamburg
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Department Wirtschaft und Politik
Wirtschaftsinformatik 1
SoSe 2007
Hausarbeit zum Thema
,,Vertrieb digitaler Musik im Internet"
eingereicht von:
Marcel Garz
Hamburg, 26. September 2007
Inhaltsverzeichnis
1.
EINLEITUNG
3
2.
BEGRIFFSKLÄRUNG
3
2.1
DIGITALE MUSIK
3
2.2
DIGITAL RIGHTS MANAGEMENT
4
3.
STELLUNG DER DIGITALEN MUSIK AUF DEM MUSIKMARKT
5
4.
VERÄNDERUNG DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE
5
5.
DAS GESCHÄFTSMODELL VON MP3.DE
7
5.1
BESCHREIBUNG
7
5.2
BEURTEILUNG
8
6.
DAS GESCHÄFTSMODELL DES ITUNES MUSIC STORE (IMS)
9
6.1
BESCHREIBUNG
9
6.1.1 CLIENT
9
6.1.2 IMS
10
6.2
BEURTEILUNG 11
7.
SCHLUSSFOLGERUNG 13
LITERATURVERZEICHNIS 14
2
1. Einleitung
Seit mehreren Jahren versucht die Musikindustrie die sinkenden Verkaufszahlen von
Tonträgern mit digitalen Angeboten im Internet zu kompensieren. Mit dem Erfolg von
Apples iTunes scheint die Branche endlich einen Schritt in diese Richtung zu machen.
Wie es die ZEIT formuliert, macht der ,, ... iPod (...) die digitale Musik zu einem
begehrten Massenprodukt."1 Diese Arbeit will die Chancen des Vertriebs digitaler
Musik im Internet evaluieren. Dazu sollen zunächst die zentralen Begriffe digitale
Musik (2.1) und Digital Rights Management (2.2) geklärt werden. Anschließend wird
digitale Musik im Kontext der Musikindustrie betrachtet (3.), um dann die
Veränderungen im Wertschöpfungsprozess zu erläutern (4.). Im nächsten Schritt werden
exemplarisch zwei Geschäftsmodelle des Vertriebs digitaler Musik miteinander
verglichen: Das Musikportal mp3.de (5.) und der iTunes Music Store von Apple (6.).
Aufgrund des bisherigen Erfolgs von Apples iTunes lautet die Ausgangshypothese, dass
sich dieses Geschäftsmodell auch in Zukunft durchsetzen wird. In der Schlussfolgerung
(7.) soll diese These abschließend beurteilt werden.
2. Begriffsklärung
2.1 Digitale
Musik
Digitale Musik hat die Eigenschaften eines digitalen Informationsgutes.
Charakteristisch sind also Immaterialität und Verschleißfreiheit. Eine Datei im häufig
verwendeten MP3-Format kann ohne großen Zeit- und Kostenaufwand über das Internet
verbreitet werden, ohne dass die Qualität gemindert wird. Im Gegensatz zu
traditionellen Tonträgern hat digitale Musik eine besondere Kostenstruktur. Die
Fixkosten, etwa die Erstproduktion der Musik oder der Unterhalt einer Webseite, sind
im Vergleich zu den variablen Kosten sehr hoch, weil kaum Aufwendungen für
Logistik, Lagerung oder Kopien anfallen. Mit steigender Verbreitung stellen sich
1 T. Kleinz (2007)
3
dementsprechend Skalenerträge ein. Dies trifft ebenso für die Nachfrageseite zu, da
vom Konsumenten lediglich einmalige Ausgaben für Hardware und Software getätigt
werden müssen. Zudem hat digitale Musik Erfahrungsgutcharakter. Die
Informationsasymmetrie zwischen Anbieter und Nachfrager bleibt solange bestehen,
wie der Konsument den Titel nicht hören konnte. Digitale Musik erfüllt grundsätzlich
beide Merkmale von öffentlichen Gütern. Es liegt eine Nicht-Rivalität im Konsum vor,
weil durch Hören oder Downloaden eines Musiktitels der Nutzen für weitere
Konsumenten nicht abnimmt. Außerdem liegt Nicht-Ausschließbarkeit des Konsums
vor, solange das Urheberrecht nicht effektiv geschützt wird. Die Vielzahl der durch
Musiktauschbörsen ermöglichten illegalen Downloads untergräbt jedoch das
Urheberrecht massiv. Um für digitale Musik dennoch Marktfähigkeit herzustellen,
müssen Konsumrivalität und -ausschließbarkeit künstlich geschaffen werden.2
2.2 Digital
Rights
Management
Marktfähigkeit und damit die Eigenschaften eines privaten Gutes sollen mit Hilfe von
Digital Rights Management Systemen (DRMS) sichergestellt werden. Eine
Möglichkeit, den Urheberschutz zu wahren, ist die Verschlüsselung der Musikdateien.
Dadurch soll gewährleistet werden, dass nur der Käufer die Musik wiedergeben kann.
Eine unautorisierte Vervielfältigung soll verhindert werden. Alternativ kann eine
Musikdatei mit einem Wasserzeichen versehen werden. Dabei werden die Daten des
Käufers an die Datei gekoppelt. Das Musikunternehmen kann dann bei unerlaubter
Verbreitung den ursprünglichen Käufer ausfindig machen. Ein effektives DRMS muss
nicht nur die illegale Verbreitung verhindern, sondern auch auf Akzeptanz beim
Kunden stoßen. Dazu dürfen weder der Kauf noch die Nutzung der Musik kompliziert
sein.3
2 Vgl. O. Raschka (2006), S. 31 69; Vgl. P. Stähler (2001), S. 181 205; Vgl. M. Gersch und
C. Avaria (2007), S. 15 f.; Zu beachten ist, dass durch Hacker regelmäßig Verschlüsselungen
dechiffriert und Wasserzeichen entfernt werden, was eine ständige Weiterentwicklung seitens
der Hersteller solcher Systeme notwendig macht.
3 Vgl. G. Fränkl und P. Karpf (2004), S. 26 f.; Vgl. O. Raschka (2006), S. 239 263
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