Die Zukunft des Interlining vor dem Hintergrund neuer wettbewerbspolitischer Rahmensetzungen

Autor: Matthias Schneider
Fach: Verkehrswissenschaft

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Details

Veranstaltung: Luftverkehrsübungen
Institution/Hochschule: Heilbronn Business School
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2008
Seiten: 21
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 25  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 114 KB
Archivnummer: V88296
ISBN (E-Book): 978-3-638-04117-1
ISBN (Buch): 978-3-638-93903-4

Zusammenfassung / Abstract

Heutzutage kommt es immer häufiger zur Zusammenarbeit zwischen Fluggesellschaften. Diese Zusammenarbeit erfolgt nicht nur auf technischer Ebene, sondern auch auf der Vertriebsebene. Es kommt zu so genannten Vertriebsabkommen. Solche Vertriebsabkommen zwischen Fluggesellschaften können in Form von General Sales Agency Agreements, Royalty Agreements und Interline-Vereinbarungen zu Stande kommen. Diese Interline-Vereinbarungen sind das Thema dieser Arbeit. Während sie in den letzten Jahren noch eine wettbewerbsrechtliche Sonderstellung in Form der Gruppenfreistellung einnahmen, wurde diese jetzt von der EU gestrichen. Auch die USA und Australien prüfen momentan die Gruppenfreistellungsverordnungen. Im Folgenden wird deshalb das Interlining genauer erklärt und die Grundlagen des Interlining bearbeitet. In Kapitel 3 wird ein Überblick über die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen der Gruppenfreistellungsverordnung und deren Wegfall gegeben. Das Kapitel 4 beschäftigt sich dann mit den Zukunftsperspektiven des Interlining in Anbetracht der neuen wettbewerbspolitischen Diskussion und würdigt kritisch, ob es überhaupt eine Zukunft für das Interlining gibt. Abschließend folgt in Kapitel 5 ein Fazit zum Thema.

Textauszug (computergeneriert)

Fakultät Wirtschaft1
Studiengang Verkehrsbetriebswirtschaft und Logistik

Seminar Luftverkehrsübungen

Die Zukunft des Interlining vor dem
Hintergrund neuer wettbewerbspolitischer
Rahmensetzungen

vorgelegt von:
Matthias Schneider

im Wintersemester 2007/2008

 

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... I

1 Einleitung ... 1

2 Interline-Systeme ... 2

2.1 Existierende Interline-Systeme ... 2
2.2 Vorteile für den Kunden ... 3
2.3 Vorteile für die Fluggesellschaften ... 5

3 Wettbewerbspolitische Situation ... 6

3.1 Status Quo ... 6
3.2 Ende der Gruppenfreistellungsverordnungen ... 7

4 Zukunftsperspektiven des Interlining ... 9

4.1 Das neue IATA-Interlining ... 9
4.1.1 Funktionsweise des E-Interlining ... 9
4.1.2 Erste Probleme des E-interlining ... 10

4.2 Interlining ohne Bedeutung für die Zukunft? ... 12

5 Fazit ... 14

Literaturverzeichnis ... II

 

 

1 Einleitung

Heutzutage kommt es immer häufiger zur Zusammenarbeit zwischen Fluggesellschaften. Diese Zusammenarbeit erfolgt nicht nur auf technischer Ebene, sondern auch auf der Vertriebsebene. Es kommt zu so genannten Vertriebsabkommen. Solche Vertriebsabkommen zwischen Fluggesellschaften können in Form von General Sales Agency Agreements, Royalty Agreements und Interline-Vereinbarungen zu Stande kommen. Diese Interline-Vereinbarungen sind das Thema dieser Arbeit. Während sie in den letzten Jahren noch eine wettbewerbsrechtliche Sonderstellung in Form der Gruppenfreistellung einnahmen, wurde diese jetzt von der EU gestrichen. Auch die USA und Australien prüfen momentan die Gruppenfreistellungsverordnungen.

Im Folgenden wird deshalb das Interlining genauer erklärt und die Grundlagen des Interlining bearbeitet. In Kapitel 3 wird ein Überblick über die wettbewerbsrechtlichen Auswirkungen der Gruppenfreistellungsverordnung und deren Wegfall gegeben. Das Kapitel 4 beschäftigt sich dann mit den Zukunftsperspektiven des Interlining in Anbetracht der neuen wettbewerbspolitischen Diskussion und würdigt kritisch, ob es überhaupt eine Zukunft für das Interlining gibt. Abschließend folgt in Kapitel 5 ein Fazit zum Thema.

2 Interline-Systeme

2.1 Existierende Interline-Systeme

Interlining Abkommen sind dazu da, dass die Abwicklung von Fluggästen und deren Gepäck zwischen mehreren Fluggesellschaften problemlos erfolgen kann. Es kommt also zu einer Zusammenarbeit zwischen mehreren Luftverkehrsunternehmen.1

Ein Interlining Abkommen ist die gegenseitige Anerkennung von Flugtickets und Transportdokumenten zwischen zwei Fluggesellschaften und der finanzielle Ausgleich der dadurch entstehenden Verbindlichkeiten. Diese Abkommen werden vertraglich festgehalten und können sowohl bilateral als auch multilateral geschlossen werden.2 Zum Teil kommt es sogar zu der gegenseitigen Anerkennung der Bonusmeilen; im Extremfall gibt es auch eine Zusammenlegung der Frequent-Flyer- Programs.3

Das größte und bedeutendste Interlining-Abkommen wird von der IATA organisiert und umfasst die gegenseitige Annerkennung der Beförderungsdokumente, Beförderungsbedingungen und Abrechnungsmodalitäten zwischen den teilnehmenden Fluggesellschaften. Diese müssen dabei aber nicht zwingend ein Mitglied der IATA sein. Momentan beteiligen sich ca. 300 Fluggesellschaften am IATA Interlining.4

Die Preise und Beförderungsbedingungen werden durch die IATA Tarifkonferenz festgelegt. An ihr nehmen alle am Interlining teilnehmenden Fluggesellschaften teil.5 Aber es nehmen auch durchaus viele Fluggesellschaften an den Tarifkonferenzen teil, welche kein Mitglied der IATA sind.6

Die entsprechende Verrechnung der einzelnen Flugscheine zwischen den Fluggesellschaften übernimmt hierbei die IATA Clearing House in Genf.7 Die Fluggesellschaften müssen so nur mit der IATA Clearing House abrechnen und nicht mit den vielen Partnern, die sonst noch am Interlining beteiligt waren.8

Neben den zwei bereits genannten Systemen existieren auch noch weltweite Luftverkehrsallianzen und Code-sharing-Vereinbarungen. Die größte Rolle spielt jedoch das IATA-Interlining. Dies zeigt sich schon allein durch die hohe Anzahl der teilnehmenden Fluggesellschaften.9

[...]


1 vgl. Stehmann, O. (2002), S.143.

2 vgl. Hüschelrath, K. (1998), S. 388f.

3 vgl. Joppien, M. G. (2006), S.273.

4 vgl. Pompl, W. (2007), S.137.

5 vgl. Joppien, M. G. (2006), S.256.

6 vgl. Fürst, E. W. M. (2003), S.82.

7 vgl. Joppien, M. G. (2006), S.256.

8 vgl. Maurer, P. (2006), S.73.

9 vgl. http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/05/1432&format= HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en.

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