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Termpaper, 2007, 18 Pages
Author: Cornelia Krause
Subject: Rhetoric / Elocution / Oratory
Details
Institution/College: Martin Luther University (Institut für Slavistik und Sprechwissenschaft - Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik)
Tags: Spracherwerb, Kindern, Entwicklung, Kommunikationsfähigkeit
Year: 2007
Pages: 18
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-02454-9
File size: 116 KB
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Abstract
Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung ………………………………………………………………………………............2 2 Gehörlosigkeit …………………………………………………………………………………. 3 2.1 Definition ……………………………………………....................................................3 2.2 Ursachen ……………………..………………………………………………….............3 2.3 Häufigkeit ……………………………….....................................................................4 3 Besonderheiten der Sprachentwicklung von gehörlosen Kindern …………………..5 3.1 Spracherwerb bei gehörlosen Kindern aus hörenden und gehörlosen Familien im Vergleich …………………………………………………………………… 5 3.2 Gebärdensprache als Erstsprache ……………………………………………………. 6 3.2.1 Gebärdensprachen als anerkannte Sprachen. ……………………………..6 3.2.2 Elemente der Deutschen Gebärdensprache (DGS) ……………………….. 6 3.2.3 Erwerb der Gebärdensprache ………………………………………………...7 3.3 Lautsprache als Zweitsprache ………………………………………………………….8 3.4 Schriftsprache als Drittsprache ……………………………………………………….. 10 4 Resümee ……………………………………………………………………………………….. 11 5 Literaturverzeichnis ………………………………………………………………………….. 12
Excerpt (computer-generated)
MARTIN-LUTHER-UNIVERSITÄT HALLE-WITTENBERG
BA Sprechwissenschaft180
Philosophische Fakultät II
Seminar für Sprechwissenschaft und Phonetik
Cornelia Krause
Modulname
Grundlagen der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung
Titel der Lehrveranstaltung:
Entwicklung der kindlichen Kommunikationsfähigkeit
Art der Modul(teil)leistung
:
Hausarbeit
Semester:
Sommersemester 2007
Abgabedatum:
14. September 2007
Spracherwerb von gehörlosen Kindern
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Gehörlosigkeit 4
2.1 Definition 4
2.2 Ursachen 4
2.3 Häufigkeit 5
3 Besonderheiten der Sprachentwicklung von gehörlosen Kindern 6
3.1 Spracherwerb bei gehörlosen Kindern aus hörenden und gehörlosen Familien
im Vergleich 6
3.2 Gebärdensprache als Erstsprache 7
3.2.1 Gebärdensprachen als anerkannte Sprachen 7
3.2.2 Elemente der Deutschen Gebärdensprache (DGS) 8
3.2.3 Erwerb der Gebärdensprache 8
3.3 Lautsprache als Zweitsprache 10
3.4 Schriftsprache als Drittsprache 12
4 Resümee 14
5 Literaturverzeichnis 16
2
1 Einleitung
Seit Anfang des Jahres 2007 lerne ich die Deutsche Gebärdensprache an der Volks-
hochschule in Hal e. Hierdurch und durch schwerhörige und gehörlose Freunde und
Bekannte bekomme ich einen kleinen Einblick in die Welt der Gehörlosen und werde
von Tag zu Tag neugieriger, wie diese Menschen leben und kommunizieren. Schon
bald habe ich mich gefragt, wie solche Menschen, gerade diejenigen, die schon ge-
hörlos zur Welt kommen oder nach der Geburt in den ersten drei Lebensjahren er-
tauben, die gewöhnliche Grammatik und Lexik ihrer (Laut-) Sprache erlernen kön-
nen. Denn z.B. die Grammatik ihrer ,,Muttersprache" der Gebärdensprache - ist
doch so völ ig anders und auch einfacher strukturiert (z.B. keine Konjugation, ,,keine
syntaktische Gliederung") (Wirth 1994, 284).
Wie lernt ein solches Kind normale Schriftsprache zu produzieren? Mir fäl t spontan
nur das Lesen von Büchern ein, also Aufnehmen von Niedergeschriebenem. Denn
jegliche Al tagskommunikation, also die Gebärdensprache, unterscheidet sich ja gra-
vierend von der Schriftsprache.
Aber ist das nicht ein bisschen spät - wenn ein Kind erst mit dem Schulalter (wenn es
soweit ist, Lesen und Schreiben zu lernen) die Grammatik erlernen darf? Hörende
Kinder unterliegen von Geburt an der ständigen ,,Beschal ung" der Erwachsenen
durch Gespräche mit ,,korrekter" Grammatik und können diese somit viel eher ganz
nebenbei begreifen und selbst anwenden. In wieweit unterscheidet sich die sprach-
liche Entwicklung gehörloser Kinder von der hörender Kinder?
Im Folgenden sol en grundlegende Informationen zum Thema Gehörlosigkeit gege-
ben und Besonderheiten beim Spracherwerb betrachtet werden.
3
2 Gehörlosigkeit
2.1 Definition
Aus medizinischer Sicht wird Gehörlosigkeit über den Grad des Hörverlustes defi-
niert. Von gehörlos oder taub spricht man bei einem mittleren Hörverlust von mehr
als 120 dB. Hier kann auch mit Hörgeräten Sprache nicht mehr verstanden werden.
Daneben gibt es den Begriff der Resthörigkeit. Dieser beinhaltet einen mittleren Hör-
verlust von 90 bis 120 dB. Hier verfügt das Kind über so genannte Hörreste, die für
eine Sprachwahrnehmung genutzt werden können (vgl. Mül er 1994, 17).
Gegenstand der folgenden Ausführungen sol ausschließlich der Spracherwerb von
gehörlosen Kindern sein, welche auch ohne jeglichen Höreinfluss, wie etwa durch
das Cochlea-Implantat, aufwachsen.
2.2 Ursachen
Zum Thema Spracherwerb sind selbstverständlich die prälingualen Ursachen der
Gehörlosigkeit von Bedeutung, also Komplikationen, die prä-, peri- oder postnatal
vor
dem dritten Lebensjahr auftreten (vgl. Stocker 2002, 26).
Ursachen, die schon pränatal zu einem Hörverlust führen, sind z.B. erbliche Fakto-
ren. Aber auch Infektionen wie Röteln, Masern, Mumps oder eine Krankheit der Mut-
ter während der Schwangerschaft wie Zuckerkrankheit, ebenso wie falsche Medika-
mentengabe, können eine Hörschädigung bereits im Mutterleib herbeiführen.
Eine angeborene Hörbehinderung trifft auf 36,1 % al er Gehörlosen zu. 10 % al er
Fäl e sind erblich bedingt (vgl. Burghofer / Braun 1995, 17; zit. nach Clarke 2006,
12).
Zu den perinatalen Ursachen gehören z.B. ein Sauerstoffmangel während der Geburt
oder in der ersten Lebenswoche, zu geringes Geburtsgewicht, Säuglingsgelbsucht
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