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Besprechung der Studie "The effects of changes in hearing status in cochlear implant userson the acoustic vowel space and CV coarticulation" (von: Lane, H.; Matthies, M.; Perkell, J.; Zandipour, M., 2001)

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 19 Pages
Author: Christine Tschoepe
Subject: Speech Science / Linguistics

Details

Event: Perturbation und Kompensation in der Sprachproduktion
Institution/College: LMU Munich (Institut für Phonetik und Sprachliche Kommunikation)
Tags: Besprechung, Studie, Lane, Matthies, Perkell, Zandipour, Perturbation, Kompensation, Sprachproduktion
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 19
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V90619
ISBN (E-book): 978-3-638-04818-7
ISBN (Book): 978-3-638-94375-8
File size: 4248 KB

Abstract

Die Studie behandelt einen Aspekt innerhalb des Gebiets, das sich mit der Änderung von auditorischen Rückmeldungen und deren Auswirkungen beschäftigt. Viele bisherige Studien haben bereits untersucht, wie sich die Sprachproduktion ändert und kompensiert, wenn verschiedene Bedingungen bzw. Voraussetzungen dafür gestört oder verändert werden. Diese Veränderungen können sowohl im Bereich der Perzeption (z.B. Aufnahme der Grundfrequenz eines Sprechers und manipulierte Wiedergabe), als auch im Bereich der Artikulation (z.B. Veränderung der Ansatzrohrgeometrie) und in weiteren Bereichen stattfinden. In der vorliegenden Studie "The effects of changes in hearing status in cochlear implant users on the acoustic vowel space and CV coarticulation" von Lane und Kollegen werden die Auswirkungen eines veränderten Gehörzustandes, d.h. Ertaubung, speziell bei Cochleaimplantat-Trägern auf Koartikulation und Veränderung des akustischen Vokalraumes untersucht. Zunächst werden wichtige Begrifflichkeiten, die als Schlüsselwörter in der Studie fungieren, erläutert. Danach werden Ziel und Fragestellungen der Studie genannt, um im Anschluss daran auf den Versuchsaufbau, die Versuchsdurchführung sowie die Ergebnisse eingehen zu können. Am Ende werden Hauptaussagen und die Schlussfolgerung der Studie diskutiert.


Excerpt (computer-generated)

Ludwig-Maximilians-Universität, Institut für Phonetik und Sprachliche Kommunikation

Hauptseminar: ,,Perturbation und Kompensation in der Sprachproduktion"

Sommersemester 2006

Abgabedatum verbesserte Version: 15. Mai 20087









Eine Besprechung der Studie

The effects of changes in hearing status

in cochlear implant users

on the acoustic vowel space and CV coarticulation

(Lane, H.; Matthies, M.; Perkell, J.; Zandipour, M., 2001)

von

Christine Tschoepe

Fächerverbindung (aktuelles Fachsemester):

M.A. Romanische Philologie (08)

Phonetik und Sprachliche Kommunikation (06)

Allgemeine Pädagogik (08)


Inhaltsverzeichnis

Einleitungsgedanken zum Themenkreis ,,Änderung der auditorischen Rückmeldung"

3

Zum Aufbau der Arbeit

3

1. Erläuterungen von Schlüsselbegriffen der Studie

4

1.1 Das Cochleaimplantat

4

1.2 Koartikulation

5

1.3 Akustischer Vokalraum

5

2. Ziel der Studie und Fragestellungen

6

3. Versuchsaufbau

7

4. Messungen

9

5. Teilergebnisse

11

5.1 Average of vowel spacing

11

5.2 Vokaldauer

12

5.3 Koartikulations-Index

13

6. Endresultate und Diskussion

15

Literaturverzeichnis

17

2


Einleitungsgedanken zum Themenkreis ,,Änderung der auditorischen Rückmeldung"

Um den Zugang zur vorliegenden Studie von Lane und Kollegen zu erleichtern, soll eine

kurze Einführung in das Themengebiet helfen:

Die Studie behandelt einen Aspekt innerhalb des Gebiets, das sich mit der Änderung von

auditorischen Rückmeldungen und deren Auswirkungen beschäftigt. Viele bisherige Studien

haben bereits untersucht, wie sich die Sprachproduktion ändert und kompensiert, wenn

verschiedene Bedingungen bzw. Voraussetzungen dafür gestört oder verändert werden. Diese

Veränderungen können sowohl im Bereich der Perzeption (z.B. Aufnahme der Grundfrequenz

eines Sprechers und manipulierte Wiedergabe), als auch im Bereich der Artikulation (z.B.

Veränderung der Ansatzrohrgeometrie) und in weiteren Bereichen stattfinden.

In der vorliegenden Studie

The effects of changes in hearing status in cochlear implant users

on the acoustic vowel space and CV coarticulation

von Lane und Kollegen werden die

Auswirkungen eines veränderten Gehörzustandes, d.h. Ertaubung, speziell bei

Cochleaimplantat-Trägern auf Koartikulation und Veränderung des akustischen Vokalraumes

untersucht.

Zum Aufbau der Arbeit

Zunächst werden wichtige Begrifflichkeiten, die als Schlüsselwörter in der Studie fungieren,

erläutert.

Danach werden Ziel und Fragestellungen der Studie genannt, um im Anschluss daran auf den

Versuchsaufbau, die Versuchsdurchführung sowie die Ergebnisse eingehen zu können.

Am Ende werden Hauptaussagen und die Schlussfolgerung der Studie diskutiert.

3


1. Erläuterungen von Schlüsselbegriffen der Studie

1.1 Das Cochleaimplantat

Um die nachfolgenden Ausführungen nachvollziehen zu können, ist es zunächst einmal

wichtig, die Hauptkomponenten, die Funktionsweise und die Erfolgsaussichten eines

Cochleaimplantats (im Folgenden auch CI) zu erläutern, da alle Probanden im dargestellten

Versuch ein Cochleaimplantat tragen.

Das Cochleaimplantat dient als Innenohrprothese für ertaubte Personen, bei denen

gewöhnliche Hörhilfen von keinem Nutzen sind. Der Hörnerv muss unbedingt

funktionstüchtig sein.

Als Hauptkomponenten gelten die Elektroden in der Cochlea, ein Mikrofon, das hinter dem

Ohr sitzt (bald aber unter die Haut gesetzt werden soll), die Sendespule mit dem

Sprachprozessor, die mittels eines Magneten an der Kopfhaut haften kann, und die

Empfangsspule, die mit dem Magnetgegenstück unter der Haut hinter dem Ohr implantiert

wird und zugleich als Schnittstelle zwischen Elektrodenset und Prozessor fungiert.

Zur stark vereinfachten Funktionsweise:

Anhand des Mikrofons wird Schall aufgenommen, der als elektrischer Impuls mit Hilfe des

digitalen Signalprozessors (Sprachprozessor) an den funktionierenden Hörnerv weitergeleitet

wird.

Ein derartiges Implantat kann selbstverständlich kein gesundes Gehör zu 100% ersetzen,

vielmehr ist die spektrale Auflösung des Schalls wegen der geringen Elektrodenzahl stark

eingeschränkt. Das bedeutet, dass nicht das Hören selbst als Ziel eines solchen Implantats

angesehen wird, sondern das Verstehen der Lautsprache, was einen Spracherwerb wegen der

immensen Bedeutung der auditorischen Information (

auditory model

) unbedingt voraussetzt.

So ist nachvollziehbar, dass der Nutzen umstritten ist, je länger sich eine Versorgung durch CI

verzögert. Der Vorteil lässt sich also klar in einer Frühversorgung erkennen. Nach aktuellem

Wissensstand leitender Ärzte am CI-Zentrum in Zürich soll trotz der langen

Rehabilitationszeit, des immensen Trainingsaufwands und der üblichen Risiken bei

Operationen unter Vollnarkose nicht davon abgesehen werden, auch prelingual ertaubte

Kinder mit mono- oder bilateralem Cochleaimplantat zu versorgen. So kann sichergestellt

werden, dass die Chancen zum optimalen Spracherwerb bestmöglich genutzt werden. Die

Fachärzte des Schweizer CI-Zentrums sehen die Frühversorgung durch ein CI bei Kindern als

Gelegenheit, dass gehörlose Kinder nicht erst vom gewohnten Sprech- und Hörverhalten her

4



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