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Unterrichtsstunde: Mathematik - Hunderterfeld

Subtitle: Unterrichtsvorbereitung für die 2. Klasse

Lesson Plan, 2007, 17 Pages
Author: Stephanie Müller
Subject: Mathematics - Didactics

Details

Category: Lesson Plan
Year: 2007
Pages: 17
Grade: "-"
Bibliography: ~ 10  Entries
Language: German
Archive No.: V90758
ISBN (E-book): 978-3-638-05133-0

File size: 2768 KB

Abstract

Die vorliegende Unterrichtsvorbereitung bezieht sich auf die Einführung des Zahlenraum 100 in einer zweiten Grundschulklasse mithilfe des Hunderterfeldes. Materialien und differenzierte Arbeitsblätter sind dem Unterrichtsentwurf beigefügt.


Excerpt (computer-generated)

Unterrichtsentwurf

Fach Mathematik

Datum: Mi., 26.09.2007

Zeit: 8.10 - 8.55 Uhr (1.Stunde)

Klasse: 2b (12 Mädchen, 10 Jungen)

Thema der Unterrichtseinheit:

Zahlen bis 100 ­ Zahlen bis 100 darstellen

Thema der Unterrichtsstunde:

Orientierung am Hunderterfeld -

Zerlegung der 100 in Zehner

Lernziel:

Die Schüler sollen das Hunderterfeld und seine Systematik in Form von Ak-

tivitäten (Zähl-, Lege- und Zerlegeübungen) kennen lernen, die Bewegungen auf

dem Feld erfordern.


Inhaltsverzeichnis

INHALTSVERZEICHNIS

1

INSTITUTIONELLE VORAUSSETZUNGEN 2

1.1

GESTALTUNG DES MATHEMATIKUNTERRICHTS 2

2

INDIVIDUELLE VORAUSSETZUNGEN DER SCHÜLER 2

2.1

ZUSAMMENSETZUNG UND SOZIALES KLIMA DER KLASSE 2

2.2

ALLGEMEINE LERNVORAUSSETZUNGEN 3

2.3

INHALTSSPEZIFISCHE LERNVORAUSSETZUNGEN 3

3

SACHANALYSE 4

3.1

UMGANG MIT DEM HUNDERTERFELD 4

4

VERANKERUNG IM RAHMENPLAN 5

5

ÜBERBLICK ÜBER DIE UNTERRICHTSEINHEIT 5

6

DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG 6

6.1

BEDEUTUNG DES LERNGEGENSTANDES FÜR DEN LERNENDEN 6

6.2

UNTERRICHTLICHER KONTEXT 6

6.3

DIFFERENZIERUNGSMAßNAHMEN 7

7

METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 7

7.1

INDUKTIVES VORGEHEN 8

8

LITERATURVERZEICHNIS 9

9

ANHANG 10

9.1

VERLAUFSPLANUNG 10

9.2

LERNLEITBOGEN 13

9.3

SITZPLAN 14

9.4

HUNDERTERFELD 14

9.5

ARBEITSBLÄTTER (EXEMPLARISCH) 15


Beratender Unterrichtsbesuch

Das Hunderterfeld

1 Institutionelle Voraussetzungen

Die Schule Wiesbaden ist eine vier- bis fünfzügige Grundschule. Insgesamt besuchen etwa 4001

Schüler2 die Grund- und Europaschule. Sie befindet sich im Westend, einem Stadtteil von Wiesba-

den nahe dem Stadtzentrum und gilt als sozialer Brennpunkt. Das Einzugsgebiet der Schule ist

gekennzeichnet durch das Zusammenleben von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern

und Kulturen. So treffen auch an der Schule Kinder aus zirka über 30 Nationen zusammen.

1.1 Gestaltung des Mathematikunterrichts

Der Unterrichtsvormittag ist in Unterrichtsstunden von je 45 bzw. 40 Minuten strukturiert. Eine indi-

viduelle Gestaltung mit kürzeren oder längeren Lernzeiten ist jedoch im Klassenlehrerunterricht

möglich, da das Pausensignal nur im 90 Minutentakt ertönt. Der Mathematikunterricht wird in Zeit-

einheiten von je fünf Einzelstunden pro Woche erteilt, darunter fällt auch eine Stunde als reine Ü-

bungs- und Wiederholungsstunde mit oder ohne PC. Des Weiteren besteht für die schwächeren

oder langsameren Schüler pro Woche eine Förderstunde in Mathematik, wo aktuelle Lerninhalte

nochmals wiederholt bzw. vertieft werden können. Die geplante Stunde bezieht sich auf die erste

Unterrichtsstunde des Vormittages.

2 Individuelle Voraussetzungen der Schüler

2.1 Zusammensetzung und soziales Klima der Klasse

Die Klasse 2b setzt sich aus 22 Kindern, zwölf Mädchen und zehn Jungen aus den Jahrgängen

1998 bis 2000, zusammen. Das Klassenbild ist multikulturell geprägt. Die Lerngruppe besteht in

dieser Zusammensetzung weitgehend seit dem Schuleintritt. Alle Schüler kommen aus dem unmit-

telbaren Umkreis der Schule.3

Das Sozialverhalten der Schüler und deren Lern- und Arbeitsbereitschaft sind aufgrund der äuße-

ren Umstände zufrieden stellend. Die Lerngruppe ist diszipliniert. Die Schüler reagieren gut auf a-

kustische und visuelle Signale, wie z.B. Klangstab, Pfiff, Sternen-Tischpunkte und verschiedene

Handzeichen. Dennoch gibt es auch hier Ausnahmen. Besonders auffällig verhält sich Ischo. Zum

einen fällt er häufig negativ durch Streit, Handgreiflichkeiten und verbale Entgleisung gegenüber

seinen Mitschülern auf und zum anderen stiftet er sie zur Unruhe und Unmut an. Problematisch

wirkt sich 1 Arbeitsverhalten auf seine eigene Leistung und die Atmosphäre in der Klasse aus.

Dies zeigt sich durch unqualifizierte Kommentare und Zwischenrufe im Unterrichtsgespräch. Auch

2 fällt die Rücksichtnahme gegenüber den Mitschülern schwer. Sie begegnet dem Unterrichtsge-

schehen mit Trotz, hält sich nicht an die Klassenregeln und verhält sich sowohl den Mitschülern als

1 Schülerzahl variiert beständig durch Zu- bzw. Wegzug.

2 Die feminine Form soll stets impliziert sein.

3 siehe Kapitel 1

2


Beratender Unterrichtsbesuch

Das Hunderterfeld

auch gegenüber der Lehrerin provozierend. Sie ist zu beginn des zweiten Schuljahres neu in die

Klasse gekommen und ihr fällt es schwer Anschluss zu finden.

2.2 Allgemeine

Lernvoraussetzungen

Die Mehrzahl der Schüler arbeitet aufmerksam mit, sie beteiligen sich interessiert am Unterrichts-

geschehen, sind gut zu motivieren und können einfache, v. a. bekannte Aufgabentypen konzent-

riert lösen.4 Einigen anderen fällt eher die Zeiteinteilung in freien Arbeitsphasen schwer, was u. a.

auf den Entwicklungsstand der jeweiligen Schüler und deren häusliches Umfeld zurückzuführen

ist. 3, 4 und 5 haben große Schwierigkeiten sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren

bzw. konzentriert an einer Aufgabe zu arbeiten. Hinzu kommt, dass 4 und 5 sich sehr wenig am

Unterrichtsgeschehen beteiligen, da sie oft mit dem Lerninhalt überfordert sind. Für sie wird in der

Stunde ein differenziertes Arbeitsblatt angeboten. Besonders unauffällig erscheinen 6 und 7. Sie

sind sehr ruhige Schüler, melden sich kaum und wirken zurückhaltend. 8 ist die ,,Jüngste" in der

Klasse. Sie wirkt im Allgemeinen sehr müde, welches auf ihren körperlichen Entwicklungsstand zu-

rückzuführen ist.5 Sie wurde frühzeitig eingeschult und benötigt viel Zeit um die zu erbringende

Leistung zu erfüllen. Trotzdem ist sie stets bemüht, freudig bei der Sache und erledigt die Aufga-

ben säuberlich und richtig. 9 und 10 haben häufig Probleme Arbeitsanweisung richtig zu verste-

hen. 5 vergisst oft seine Brille und ist somit in seiner Sehfähigkeit und ordentlichen Arbeiten einge-

schränkt. Zudem vergisst oft die Hausaufgaben. 10 bereichert mit guten Ideen und flinkem Rech-

nen den Mathematikunterricht.11, 12. 13 und 14 sind sehr fleißige Schüler und bilden mit 1 die

Spitze vor einem breiten Leistungsmittelfeld. Ihre Beiträge bereichern den Unterricht und bringen

ihn voran.

2.3 Inhaltsspezifische

Lernvoraussetzungen

Erstens müssen die Schüler bereits Erfahrungen zur visuellen Wahrnehmung gesammelt haben

und sie zur Orientierung nutzen können. Laut hessischem Rahmplan verfügen viele Kinder bereits

bei Schuleintritt über ein gut entwickeltes visuelles Wahrnehmungs- und Vorstellungsvermögen.6

Durch Zähl-, Bündelungs- und Darstellungsübungen der ,,Zehnerzahlen" konnten sie im Mathema-

tikunterricht bereits Erfahrungen sammeln und ihr visuelles Erfassen von Mengen und Zahlen wei-

terentwickeln. Zweitens muss den Schülern der Umgang mit dem Material vertraut sein. Die Schü-

ler müssen wissen, dass Einer zu Zehner in Form von einer Zehnerreihe bildhaft dargestellt wer-

den können. Drittens müssen die Schüler die Grundrechenarten in Form von Zehnerzerlegungs-

aufgaben beherrschen können. Viertens müssen die Schüler über entsprechende Fachterminolo-

gie verfügen und unter deren Zuhilfenahme ihre ,,Zähl- und Bündelungsstrategie" formulieren kön-

nen.

4 siehe Kapitel 2.3; 6.2; 7

5 vgl. Oerter, R.; Montada, L. (2002), S.240f, 436ff

6 vgl. Rahmenplan Grundschule (1995), S.164

3



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