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Subtitle: Unterrichtsvorbereitung für die 2. Klasse
Lesson Plan, 2008, 20 Pages
Author: Stephanie Müller
Subject: Mathematics - Geometry
Details
Tags: Unterrichtsstunde, Mathematik, Arbeiten, Geobrett
Year: 2008
Pages: 20
Grade: 1,2
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-05137-8
File size: 2999 KB
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Abstract
Die vorliegende Unterrichtsvorbereitung geht den Aufgaben des handlungsorientierten Unterichts nach. Der Umgang mit dem Geobrett stellt den zentralen Schwerpunkt der Arbeit dar. Beigefügt sind differenzierte Arbeitsmaterialien, Tafelbilder etc.
Excerpt (computer-generated)
Unterrichtsentwurf
Fach Mathematik
Datum: Mo., 28.01.2008
Zeit: 8.55-9.40 Uhr (2.Stunde)
Klasse: 2b (12 Mädchen, 11 Jungen)
Thema der Unterrichtseinheit:
Handlungsorientierter Umgang mit dem Geobrett zur
Erarbeitung und Vertiefung von geometrischen Eigenschaften - insbesondere der
Symmetrie - ebener Figuren.
Lernziel der Unterrichtseinheit:
Symmetrische Eigenschaften erkennen, handelnd be-
greifen, darstellen und verbalisieren können.
Thema der Unterrichtsstunde:
Herstellung achsensymmetrischer Figuren (Spiegelme-
mory)
Lernziel:
Durch den handlungsorientierten Umgang mit dem Geobrett erkennen die
Schüler Eigenschaften von achsensymmetrischen Figuren (Spiegelbilder) und stellen
fest, dass es mehrer Möglichkeiten gibt, ein Bild zu spiegeln. Sie vertiefen und über-
tragen ihr Wissen, indem sie in Partner- und Gruppenarbeit ein Spiegelmemory her-
stellen und ausprobieren. Dazu sollen die Schüler zuvor das am Geobrett erarbeitete
Spiegelbild mit dem Lineal in ein Punktebild einzeichnen.
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS
1
BEZUG ZU DEN MODULSTANDARDS 1
2
BEZUG ZU DEN BILDUNGSSTANDARDS 1
3
VERANKERUNG IM RAHMENPLAN 1
4
EINBETTUNG DER UNTERRICHTSSEQUENZ IN DIE UNTERRICHTSEINHEIT 3
5
STRUKTURANALYSE 3
5.1
DAS GEOBRETT 3
5.2
ACHSENSYMMETRIE 4
5.3
VISUELLE WAHRNEHMUNG 4
6
INDIVIDUELLE VORAUSSETZUNGEN DER SCHÜLER 5
6.1
ALLGEMEINE LERNVORAUSSETZUNGEN 5
6.2
INHALTSSPEZIFISCHE LERNVORAUSSETZUNGEN 6
7
DIDAKTISCHE BEGRÜNDUNG 7
7.1
DIDAKTISCHE REDUKTION 7
7.2
DIFFERENZIERUNGSMAßNAHMEN 8
8
METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN 8
9
LITERATURVERZEICHNIS 10
10
ANHANG II
10.1
VERLAUFSPLANUNG II
10.2
EINIGE BEISPIELE SELBST HERGESTELLTER POLYGONER FIGUREN IV
10.3
VORLAGE PUNKTEBILDER FÜR DIE ÜBERTRAGUNG DES SPIEGELBILDES V
10.4
TAFELBILDER VI
10.5
ARBEITSBLATT VIII
I
Unterrichtsbesuch - Geobrett
1 Bezug zu den Modulstandards
Die vorliegende Stunde bezieht sich auf die Standards:
,,Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst set-
zen Mathematik-spezifische Unterrichtsmethoden und Aufgabenformen sach- und adressatengerecht
ein und können unter aktiver Einbeziehung der Lernenden und unter Berücksichtigung der Erkennt-
nisse über den Erwerb von Wissen und Fähigkeiten planen, durchführen und reflektieren"
. Die
selbstständige Auseinandersetzung mit dem Material in Partner- und Gruppenarbeit regt die Schüler1
an, sich aktiv mit dem Unterrichtsgegenstand auseinanderzusetzen. Durch das Erstellen von ,,Spie-
gelmemory-Karten" werden die Kinder adressatengerecht erreicht. Das ,,spieltypische" Arbeitsmateri-
al trägt somit zu einer kind- und sachgerechten Vermittlung des Stundeninhalts bei.
2 Bezug zu den Bildungsstandards
Um die allgemeinen mathematischen Kompetenzen zu erlangen, darf das Mathematiklernen in der
Grundschule nicht auf die bloße Aneignung von Kenntnissen und Fertigkeiten reduziert werden, son-
dern soll ein gesichertes mathematisches Verständnis, durch die fragende Auseinandersetzung mit
dem Lerninhalt, entwickeln.2 Dies wird erreicht, indem die Schüler im Bereich
Problemlösen
ihre ma-
thematischen Kenntnisse, Fertig- und Fähigkeiten bei der Bearbeitung von kopfgeometrischen Auf-
gaben anwenden. Sie führen allein in ihrer Vorstellung das Konstruieren von ebenen Figuren durch.3
Der Kompetenz des
Darstellens
wird nachgegangen, indem mithilfe eines Lineals eine Darstellung
am Geobrett in ein Punktebild übertragen wird. Die Kompetenzen
Kommunizieren
und
Argumentie-
ren
zeichnen sich in der Partner- und Gruppenarbeit ab, da von Schülern Eigenschaften eines Spie-
gelbildes beschrieben und die Vorgehensweisen ihrer Mitschüler verstanden werden sollen. Auch
beim Anlegen der Brettkanten (Spiegelachse) während des Gruppenspiels wird das eigene Handeln
hinterfragt und somit das Spiegelbild auf Richtigkeit überprüft. Das
Argumentieren
spiegelt sich auch
in der Phase der Reflexion wider, indem die Schüler anhand von Symmetrieeigenschaften begrün-
den, weshalb sie ein Spiegelbild für falsch oder richtig erachten. Darüber hinaus sollen sie erkennen
und aufzeigen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt ein Abbild einer ebenen Figur zu spiegeln
(Schubspiegelung, Achsenspiegelung).4 Inhaltsbezogene mathematische Kompetenzen werden im
Bereich
einfache geometrische Abbildungen erkennen, benennen und darstellen
aufgebaut, indem
die Schüler ebene Figuren am Geobrett abbilden, selbstständig Spiegelbilder finden und herstellen,
sowie deren Symmetrieeigenschaften erkennen, beschreiben und nutzen.5
3 Verankerung im Rahmenplan
Der
Geometrieunterricht
ist grundlegender Bestandteil für die Entfaltung des räumlichen Wahrneh-
mens und Denkens, zur Entwicklung des Orientierungsvermögens, zur Schulung der zeichnerischen
Fähigkeit und zur Präzisierung der Sprache. Durch einen kreativen Umgang mit Materialien kann er
1 Um die Lesbarkeit zu erleichtern, soll die weibliche Form stets impliziert sein.
2 vgl. Bildungsstandards (2004), S.6
3 vgl. ebd., S.7; siehe auch Kapitel 10.1, Verlaufsplanung, Einstiegsphase
4 vgl. ebd., S.8
5 vgl. ebd., S.10
1
Unterrichtsbesuch - Geobrett
das Interesse und die Motivation am Lösen mathematischer Probleme fördern. Im Mittelpunkt steht
das Entdecken, Vermuten Vergleichen, Beschreiben und Konstruieren.6 Durch den handlungsorien-
tierten Umgang mit dem Geobrett werden Begriffe, Verfahren und Einsichten entwickelt, wobei eine
angemessene Versprachlichung der Vorgehensweisen und Darstellungen wichtig ist.7
Der
Arbeitsbereich
,,Geometrie" beziehend auf die Abschnitte
Lagebeziehungen und [...], Achsen-
symmetrie
konstatiert, dass die Schüler aufbauend auf ihre Vorerfahrungen verschiedene Figuren
[...] anhand ihrer Eigenschaften gedanklich vorstellen, erkennen und unterscheiden können.8 Das
sind wichtige Voraussetzungen für die Schulung ihres räumlichen Vorstellungsvermögens und ihrer
visuellen Wahrnehmungsfähigkeit. Ziel ist es, das Erkennen von Symmetrien und Lagebeziehungen
mithilfe des Geobretts zu fördern, indem die Schüler eigene Spiegelbilder spannen und miteinander
vergleichen. Des Weiteren sollen die Schüler einen sachgerechten
Umgang mit Zeichengeräten
ler-
nen und einfache Figuren mit Lineal zeichnen können. Dies wird beim Übertragen der aufgespannten
Figuren vom Geobrett auf Arbeitsblätter (Punktebilder) unterstützt.
Im Hinblick auf den
fachdidaktischen Grundsatz
,,Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten werden
im Mathematikunterricht durch entdeckendes, anschauliches und handlungsorientiertes Lernen er-
worben",
sollen die Schüler durch probierendes Spannen oder Nachspannen von Figuren am Geo-
brett, die Nutzung einer Spiegelachse und durch das selbstständige Aufzeichnen von Spiegelbildern
Symmetrieeigenschaften erkennen. Somit ergeben sich für Kinder, speziell in den Erarbeitungs- und
Sicherungsphase der Stunde Gelegenheiten zum selbstständigen Vermuten, Probieren, Entdecken
und Argumentieren. Zudem wird darauf
verwiesen, dass
,,die Fachsprache das kindliche Sprachver-
halten berücksichtigt",
die unter anderem durch die eigenständige Beschreibung einer geometrischen
Figur und dessen Spiegelbild gewährleistet ist.9 Das Einzeichnen einer ebenen Figur mit dem Lineal
in ein Punktebild trägt zur Übung und Wiederholung ,,
grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten"
bei.10 Auch durch den handelnden Umgang mit dem Material wird die Grundlage für die mathemati-
sche Begriffsentwicklung gebildet.11 Außerdem wird der Lerninhalt im Rahmen eines differenzierten
Angebots, das verschiedene Lernniveaus berücksichtigt, präsentiert.12 Darüber hinaus sind auch
Persönlichkeitsqualitäten zu stärken, indem in Partner- und Gruppenarbeit
,,soziales Lernen ermög-
licht und gefördert"
wird.13
6 vgl. Hessisches Kultusministerium (1995), S.164
7 vgl. ebd., S.144
8 vgl. ebd., S.165
9 vgl. ebd., S.144
10 vgl. ebd., S.145
11 vgl. ebd., S.144; Franke, M. (2000), S.83f.
12 vgl. ebd., S.145; siehe Kapitel 7 und 8.
13 vgl. ebd., S.146, 15f.
2
Unterrichtsbesuch - Geobrett
4 Einbettung der Unterrichtssequenz in die Unterrichtseinheit
Sequenz
Thematik
Kompetenzziel der Stunde
Die Schüler erforschen das Geobrett und seine Eigenschaften.
Die Eigenschaften geometrischer Figuren werden wiederholt,
1.
Umgang mit dem Geobrett
indem sie diese auf dem Geobrett spannen und miteinander ver-
gleichen.
2.
Erfinderbörse
Die Schüler sammeln in Partnerarbeit verschiedene ,,Spann-
Figuren" und übertragen diese auf ein Punktebild.
Die Schüler lernen den Begriff ,,Spiegelachse" fachgerecht an-
zuwenden, indem sie Kriterien symmetrischer Eigenschaften be-
3.
Einführung des Begriffs Spiegelachse
schreiben und in Form einer ,,Falt-Spiegelung" darstellen. Dabei
verwenden sie die ,,Falte" als Spiegelachse.
Herstellung achsensymmetrischer
4.
- Siehe Deckblatt -
Figuren (Spiegelmemory)
Die Schüler sollen mithilfe des Geobretts ihr erworbenes Wissen
5. Lernstraße
anwenden und überprüfen, indem sie eine ,,Lernstraße"14 selbst-
ständig durchlaufen.
5 Strukturanalyse
5.1 Das
Geobrett
Das Geobrett ist ein Nagelbrett bestehend aus einer quadratischen Platte, auf der entlang sowohl in
senkrechter als auch waagrechter Richtung Nägel oder Holzstifte in regelmäßigen Abständen (quad-
ratisch) angeordnet sind. Mit Gummiringen können Figuren und Muster gespannt und relativ leicht
verändert werden. Durch das Spannen mit Gummibändern entstehen polygone, ebene Figuren. Ein
Polygon (griech.:
polys
= viel;
gonos
= Winkel) besteht aus mindestens drei verschiedenen Punkten
in einer Zeichenebene, die durch Strecken miteinander verbunden sind, sodass durch den entstan-
denen Linienzug eine zusammenhängende Fläche (Figur) umschlossen wird.15 Dreiecke, Vierecke
und Sechsecke sind aus dem Alltag bekannte Beispiele für Polygone. Diese Vielfalt der ,,Vielecke"
wird für das Unterrichtsvorhaben als Differenzierungsmöglichkeit genutzt.16 Das Geobrett ermöglicht
Untersuchungen zu ebenen Figuren, Linien und Strecken. Ferner können mit dem Geobrett Erfah-
rungen zur Symmetrie, zum Flächeninhalt und Umfang gesammelt werden. Für die Grundschule eig-
net sich das 9er Nagelbrett, 16- oder 25-Nagelbrett (3x3, 4x4 oder 5x5).17
In dieser Stunde wird ein ,,25-Nagelbrett" verwendet. Die Nägel weisen vom Plattenrand je nach Na-
gelbrett einen Abstand von 2 bis 2,50 cm auf. Der Abstand vom benachbarten Nagel beträgt ca. 5cm
14
Lernstraße:
Kann als eine Variante des Stationenlernens angesehen werden. Unsere Lernstraße beinhaltet
12 Stationen/Aufträge und orientiert sich an den Aufgaben aus: Radatz, H.; Schipper, W. (1998), S.137f.
15 vgl. Neubert, B. (2002), S.3ff.
16 Siehe Kapitel 7 Didaktische Begründung
17 vgl. Franke, M. (2001), S.179
3
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