Termpaper, 2008, 14 Pages
Author: Nico Viets
Subject: Communications: Media Economics, Media Management
Details
Tags: Filmmarketing
Year: 2008
Pages: 14
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-05630-4
ISBN (Book): 978-3-640-20831-9
File size: 119 KB
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Abstract
Jeder Film, sei es ein kleiner „Arthaose-Film“, oder ein „Blockbuster“, benötigt für seinen Erfolg eine Marketingstrategie. Sie ist entscheidend für den Erfolg eines Films an den Kinokassen und in den weiteren Auswertungsstufen wie z.B. dem DVD-Handel. Manchmal ist der Erfolg eines Films eher von der Qualität des Marketings abhängig als von der Qualität des Films an sich. Die Produktion von Filmen ist im Vergleich zu TV-Formaten wie z.B. Doku-Soaps oder Talkshows, eine teure Angelegenheit. Die durchschnittlichen Kosten für einen Hollywoodfilm betragen laut Jörg Winners derzeit ca. 60 Millionen US-Dollar. Dazu kommen in der Regel noch die Marketingkosten von ca. 30 Millionen US-Dollar. Diese Kosten beziehen sich allerdings nur auf das Marketing für den nationalen Bereich, wozu in diesem Fall die USA und Kanada zusammengerechnet werden. Wenn der Film auch international vermarktet werden soll, können noch mal 30 Millionen US-Dollar zusätzlich berechnen. So kommt man auf die durchschnittlichen Kosten von ca. 120 Millionen US-Dollar pro Film. Zusätzlich muss noch beachtet werden, dass die Kinobesitzer noch etwas an dem Film verdienen möchten, und letztendlich auch der Staat in Form von Steuern seinen Teil abbekommt. Wenn all diese Faktoren berücksichtigt wurden kommt man zu dem Ergebnis, dass ein Film ca. 240 Millionen US-Dollar einspielen muss um die eigenen Kosten zu decken. Im Jahr 2002 schafften das lediglich 19 von ca. 600 gestarteten Filmen . Auf den folgenden Seiten sollen die für das Marketing verantwortlichen Institutionen, die Filmverleiher, sowie deren Methoden vorgestellt werden. Es werden dabei nur einzelne, für das Marketing im Filmbereich besonders charakteristische Methoden vorgestellt. Die Marketing Möglichkeiten sind so umfangreich, dass es den Rahmen der Arbeit sprengen würde, wenn auf alle einzelnen Punkte eingegangen würde. An die Reihenfolge der Marketingprozesse angelehnt, soll zuerst die richtige Positionierung sowie die Bestimmung der Zielgruppe des Films erläutert werden. Weiterhin sollen einzelne Werbemöglichkeiten vorgestellt werden, die einen besonderen Teil des Filmmarketings darstellen. Dazu wird unter anderem das Marketing des Films „Cloverfield“ als Beispiel für besonders kreatives Online-Film-Marketing in Augenschein genommen. Im Kapitel „Kinostart“ soll in kürze die Relevanz des Startwochenendes eines Films thematisiert werden. Deutlich mehr Aufmerksamkeit soll der Abschnitt „Andere Auswertungsstufen“ erhalten. Hier soll aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten bestehen, um den wirtschaftlichen Erfolg des Films über die Kinoauswertung hinaus zu maximieren. Letztlich soll die Wichtigkeit einer, an die Anforderungen des einzelnen Films angepassten, Marketingstrategie aufgezeigt werden.
Excerpt (computer-generated)
Gliederung
1. Einführung 3
1.2. Der Filmverleiher 4
2. Vorüberlegungen zur Marketingkampagne 5
2.1. Positionierung des Films 5
2.1.1. Wann positionieren? 5
2.1.2. Wo positionieren? 6
2.1.3. Gegen Wen positionieren? 6
2.2. Definition der Zielgruppe 6
3. Die Marketingkampagne 7
3.1.Filmposter 7
3.2. Trailer 7
3.3. Merchandising 8
3.4. Onlinewerbung durch virales Marketing 8
4. Kinostart 9
5. Andere Auswertungsstufen 9
5.1. DVD Verkauf/ Verleih 9
5.2. TV-Lizenzen 10
5.3. Productplacement 10
6. Fazit: 11
7. Anhang 12
8. Quellen 14
2
1. Einführung
Jeder Film, sei es ein kleiner ,,Arthaose-Film", oder ein ,,Blockbuster", benötigt für seinen
Erfolg eine Marketingstrategie. Sie ist entscheidend für den Erfolg eines Films an den
Kinokassen und in den weiteren Auswertungsstufen wie z.B. dem DVD-Handel. Manchmal
ist der Erfolg eines Films eher von der Qualität des Marketings abhängig als von der Qualität
des Films an sich. Die Produktion von Filmen ist im Vergleich zu TV-Formaten wie z.B.
Doku-Soaps oder Talkshows, eine teure Angelegenheit. Die durchschnittlichen Kosten für
einen Hollywoodfilm betragen laut Jörg Winners derzeit ca. 60 Millionen US-Dollar. Dazu
kommen in der Regel noch die Marketingkosten von ca. 30 Millionen US-Dollar. Diese
Kosten beziehen sich allerdings nur auf das Marketing für den nationalen Bereich, wozu in
diesem Fall die USA und Kanada zusammengerechnet werden. Wenn der Film auch
international vermarktet werden soll, können noch mal 30 Millionen US-Dollar zusätzlich
berechnen. So kommt man auf die durchschnittlichen Kosten von ca. 120 Millionen US-
Dollar pro Film. Zusätzlich muss noch beachtet werden, dass die Kinobesitzer noch etwas an
dem Film verdienen möchten, und letztendlich auch der Staat in Form von Steuern seinen Teil
abbekommt. Wenn all diese Faktoren berücksichtigt wurden kommt man zu dem Ergebnis,
dass ein Film ca. 240 Millionen US-Dollar einspielen muss um die eigenen Kosten zu decken.
Im Jahr 2002 schafften das lediglich 19 von ca. 600 gestarteten Filmen1.
Auf den folgenden Seiten sollen die für das Marketing verantwortlichen Institutionen, die
Filmverleiher, sowie deren Methoden vorgestellt werden. Es werden dabei nur einzelne, für
das Marketing im Filmbereich besonders charakteristische Methoden vorgestellt. Die
Marketing Möglichkeiten sind so umfangreich, dass es den Rahmen der Arbeit sprengen
würde, wenn auf alle einzelnen Punkte eingegangen würde. An die Reihenfolge der
Marketingprozesse angelehnt, soll zuerst die richtige Positionierung sowie die Bestimmung
der Zielgruppe des Films erläutert werden. Weiterhin sollen einzelne Werbemöglichkeiten
vorgestellt werden, die einen besonderen Teil des Filmmarketings darstellen. Dazu wird unter
anderem das Marketing des Films ,,Cloverfield" als Beispiel für besonders kreatives Online-
Film-Marketing in Augenschein genommen. Im Kapitel ,,Kinostart" soll in kürze die
Relevanz des Startwochenendes eines Films thematisiert werden. Deutlich mehr
Aufmerksamkeit soll der Abschnitt ,,Andere Auswertungsstufen" erhalten. Hier soll
aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten bestehen, um den wirtschaftlichen Erfolg des Films
über die Kinoauswertung hinaus zu maximieren. Letztlich soll die Wichtigkeit einer, an die
Anforderungen des einzelnen Films angepassten, Marketingstrategie aufgezeigt werden.
1 WINNERS 2007
3
1.2. Der Filmverleiher
An dieser Stelle sollen zunächst die Verantwortlichen für eine Gewinnbringende Auswertung
eines Films vorgestellt werden: Der Verleiher. Er steht an der Spitze der
Marketingkampagnen. Bekannte Filmverleiher sind z.B. Warner Bros. Pictures (Time Warner
gilt als einer der größten Medienkonzerne Weltweit), 20th Century Fox, Universal Pictures,
MGM und Paramount Pictures (eine Firma des Viacom Konzerns)2, die für den Verleih des
Films ,,Cloverfield" verantwortlich sind. Die Kompetenzen beim Filmverleiher sind von
Projekt zu Projekt unterschiedlich, da bei vielen Filmen auch große private Investitionen
stattfinden. So wird von einem Investor, der mehrere Millionen US-Dollar in eine
Filmproduktion investiert, auch in einzelnen Teilen Einfluss auf Marketing, Zielgruppe oder
Werbestrategie genommen. Im Falle des Films ,,Cloverfield" war dies der Produzent J.J.
Abrams, der direkten Einfluss auf den Stil der Marketing Kampagne genommen hat.
Grundsätzlich liegt diese Kompetenz jedoch bei den Verleihern. Der kümmert sich um die
Entwicklung von Werbe- und Marketingkonzepten, Einteilung der Budgets, Public Relations,
den Lizenz Ein- und Verkauf und letztendlich um die Administration des gesamten Projekts3.
Das Geschäft des Filmverleihers besteht heutzutage nicht mehr nur aus der Auswertung des
Films im Kino, wie es noch in den Anfangszeiten des Kinos üblich war. Da die
Produktionskosten besonders durch einen großen Anteil an Special- und Visual Effects
deutlich schneller gestiegen sind als die Eintrittspreise, und da die Karte für einen
Effektgeladenen Blockbuster genau soviel oder sowenig kostet wie für ein schlichtes Drama,
ist es immer wichtiger den Film auch auf anderen Gebieten als im Kino auszuwerten.
Wie die Abbildung 1. aufzeigt, wird mittlerweile nur noch ca. ein Drittel der Einnahmen eines
Kinofilms auch im Kino erwirtschaftet. Der größte Profit wird derzeit durch das
Herausbringen des Films auf DVD erzielt. Einen Teil von durchschnittlich 18 % macht der
Verkauf von TV-Lizenzen aus, der in Deutschland allerdings deutlich höher ausfällt als in den
USA. Das Merchandising macht im Durchschnitt nur einen geringen Teil der Einnahmen aus.
Das liegt jedoch daran, dass nur ein kleiner Teil der Filme sich überhaupt für eine
Merchandising Kampagne eignen. Auf das Thema Merchandising wird später im Teil Andere
Auswertungsstufen noch eingegangen.
2 MANTHEY 2006
3 WINNERS 2007
4
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