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Betriebliche Gesundheitsförderung

Untertitel: Analyse und Impulse in der Stationären und Ambulanten Krankenpflege

Hausarbeit, 2008, 47 Seiten
Autor: Andreas Becker
Fach: Pflegemanagement / Sozialmanagement

Details

Institut: F+U Rhein-Main-Neckar gGmbH - Akademie für Wirtsschafts- und Sozialmanagement
Tags: Betriebliche, Gesundheitsförderung
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 47
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 24  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V93278
ISBN (E-Book): 978-3-640-09716-6

Dateigröße: 462 KB

Zusammenfassung / Abstract

Analyse und Impulse zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung in der stationären und ambulanten Krankenpflege. Auf verschiedene Art und Weise wird Gesundheit definiert, wahrgenommen und als ein wichtiger, persönlicher und gesellschaftlicher Wert gesehen. 1 Nach der World Health Organisation (WHO) definiert sich Gesundheit als „ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens“. 2 Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den „Zustand der Abwesenheit von Krankheit“ hinaus. 3 „Das Maß an Krankheit, das mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen“). 4 Gesundheit ist ein dynamischer Zustand von Wohlbefinden bestehend aus einem biopsychosozialen Potential, welches genügt, um die alters- und kulturspezifischen Ansprüche des Lebens in Eigenverantwortung zu befriedigen. Genügt das Potential nicht, um diese Ansprüche zu befriedigen, so besteht Krankheit. Diese unterschiedlichen Definitionen zeigen die kontroversen Auffassungen von Gesundheit in ihren Besonderheiten. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass die Gewichtung des Wohlbefindens eines Menschen an oberster Stelle steht. Gerade deshalb gewann in den letzten Jahren das Gesundheitsmanagement in vielen Bereichen der Arbeitswelt immer mehr an Bedeutung. Jedoch gerade „die Pflege“ hat meiner Ansicht nach bezüglich betrieblicher Gesundheitsförderung erheblichen Nachholbedarf und hat noch nicht ausreichend realisiert, dass die Gesundheit aller an oberster Stelle zu sehen ist, insbesondere die Gesundheit der Menschen, die kranken, behinderten, hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zur Seite stehen sollen. Schließlich handelt es sich hier um einen bedeutenden und wachsenden Bereich des Arbeitsmarktes. Im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und einer Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen müssen die Arbeitsbedingungen „in der Pflege“ attraktiver gestaltet werden. Wir brauchen „in der Pflege“ nicht nur Personal, wir benötigen gesunde, motivierte, aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die ohne Zweifel schwierigen Aufgaben im Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege meistern zu können. Für ein erfolgreiches Unternehmen sind leistungsfähige, motivierte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Voraussetzung für effizientes Arbeiten und Grundvorrausetzung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gesundheit muss daher zum Thema werden, bevor sie an allen Ecken und Enden abhanden kommt.


Textauszug (computergeneriert)

ANALYSE UND IMPULSE

ZUM THEMA

BETRIEBLICHE GESUNDHEITSFÖRDERUNG (BGF)

IN DER

STATIONÄREN

UND

AMBULANTEN

KRANKENPFLEGE

- Hausarbeit -

der Weiterbildungen

verantwortliche Pflegefachkraft nach SGB XI

Sozialmanagement Fachrichtung Heimleitung in der Altenhilfe

F + U Rhein-Main-Neckar gGmbH

Akademie für Wirtschafts- und Sozialmanagement

Stadt, den 30. 03. 2008


Zitat

,,Wo Gesundheit fehlt, kann

Weisheit nicht offenbar werden,

Kunst kann keinen Ausdruck finden,

Stärke kann nicht kämpfen,

Reichtum wird wertlos und

Klugheit kann nicht angewandt werden."

1

1 Herophilos: griechischer Arzt, 300 vor Christus, zitiert nach Brandenburg, U. (Hrsg.) (2000). - KGSt-Bericht 1/2005


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Seite



Einleitung 1

1.

Organisationen zum Thema BGF 4

1.1

Deutsches Netzwerk für betriebliche Gesundheitsförderung (DNBGF) 4

1.2

Initiative für eine neue Qualität der Arbeit (INQA) 5

2.

Arbeitsunfähigkeitsdaten aus Gesundheitsreporten, Positionspapier (DNBGF) 6

2.1

Positionspapier für das Forum Gesundheitsversorgung und

Freie Wohlfahrtspflege (DNBGF) 6

2.2

DAK-BGW Gesundheitsreport 2005 ­ Stationäre Krankenpflege 7

2.3

DAK-BGW Gesundheitsreport 2006 ­ Ambulante Krankenpflege 8

2.4

Gesundheitliche Belastung durch Arbeitszeiten und Dienstpläne 10

2.4.1

Gesundheitliche Belastung durch Arbeitszeiten und Dienstpläne ­

Stationäre Krankenpflege 11

2.4.2

Gesundheitliche Belastung durch Arbeitszeiten und Dienstpläne ­

Ambulante Pflege 12

2.5

Fazit der Arbeitsunfähigkeitsdaten aus Gesundheitsreporten 12

3.

Darum betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)! 14

4.

Ziele der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) 18

5.

Umsetzung und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) 22

5.1

Arbeitskreis Gesundheit (AK- Gesundheit) 22

5.2.

Betriebliche Gesundheitsförderung im Kreislauf 24

5.2.1

Analyse zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch den AK- Gesundheit 24

5.2.2

Planung der betrieblichen Gesundheitsförderung durch den AK- Gesundheit 26

5.2.3

Umsetzung und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung durch den

AK- Gesundheit 27

5.2.3.1 Verhaltensprävention 27

5.2.3.2 Verhältnisprävention 27

5.2.3.3 Einzelne Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung 28

5.2.4

Evaluation der betrieblichen Gesundheitsförderung durch den AK- Gesundheit 31

6.

Gesetzliche Bestimmungen zur betrieblichen Gesundheit 33

6.1

Neuer Anlauf für die betriebliche Gesundheitsförderung 33

6.2

Erweiterter Präventionsauftrag der Berufsgenossenschaften 33

6.3

Das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) 33

6.4

Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) 34

6.5

Das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) 34

7.

Schlussworte 35

Literaturverzeichnis

Anhang


Einleitung

1

Einleitung

Auf verschiedene Art und Weise wird Gesundheit definiert, wahrgenommen und als ein

wichtiger, persönlicher und gesel schaftlicher Wert gesehen.

1 Nach der World Health Organisation (WHO) definiert sich Gesundheit als

,,ein Zustand

vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens"

. 2

2 Gesundheit wird als mehrdimensionales Phänomen verstanden und reicht über den

,,Zustand der Abwesenheit von Krankheit" hinaus. 3

3

,,Das Maß an Krankheit, das mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen

nachzugehen"

). 4

4 Gesundheit ist ein dynamischer Zustand von Wohlbefinden bestehend aus einem

biopsychosozialen Potential, welches genügt, um die alters- und kulturspezifischen

Ansprüche des Lebens in Eigenverantwortung zu befriedigen. Genügt das Potential

nicht, um diese Ansprüche zu befriedigen, so besteht Krankheit. 5

Diese unterschiedlichen Definitionen zeigen die kontroversen Auffassungen von Gesundheit in

ihren Besonderheiten. Einigkeit herrscht jedoch darüber, dass die Gewichtung des

Wohlbefindens eines Menschen an oberster Stelle steht. Gerade deshalb gewann in den letzten

Jahren das Gesundheitsmanagement in vielen Bereichen der Arbeitswelt immer mehr an

Bedeutung. Jedoch gerade ,,die Pflege" hat meiner Ansicht nach bezüglich betrieblicher

Gesundheitsförderung erheblichen Nachholbedarf und hat noch nicht ausreichend realisiert,

dass die Gesundheit al er an oberster Stelle zu sehen ist, insbesondere die Gesundheit der

Menschen, die kranken, behinderten, hilfs- und pflegebedürftigen Menschen zur Seite stehen

sol en. Schließlich handelt es sich hier um einen bedeutenden und wachsenden Bereich des

Arbeitsmarktes. Im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung und einer Verbesserung der

Qualität der Dienstleistungen müssen die Arbeitsbedingungen ,,in der Pflege" attraktiver gestaltet

werden. Wir brauchen ,,in der Pflege" nicht nur Personal, wir benötigen gesunde, motivierte,

aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die ohne Zweifel schwierigen Aufgaben im

Gesundheitswesen und Wohlfahrtspflege meistern zu können.

Für ein erfolgreiches Unternehmen sind leistungsfähige, motivierte und gesunde

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wichtige Voraussetzung für effizientes Arbeiten und

Grundvorrausetzung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Gesundheit muss daher zum Thema

werden, bevor sie an al en Ecken und Enden abhanden kommt.

Denn fehlendes Wohlbefinden bedeutet nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität jedes

Einzelnen, sondern ist mit erheblichen Kosten für den Arbeitgeber verbunden. Dies gilt

letztendlich nicht nur dann, wenn Beschäftigte krank zu Hause bleiben müssen. Darüber hinaus

leidet die Qualität der Arbeit, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund krankmachender

2 Nach der Weltgesundheitsdefinition (WHO) 1946 http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit (23.01.2008)

3 Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie 1997, http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit

(23.01.2008)

4 Friedrich Nietzsche, http://www.medhost.de/ (21.01.2008)

5 Meikirch-Modell (Johannes Bircher, Karl-H. Wehkamp, http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheit (23.01.2008)


Einleitung

2

Belastungen und daraus resultierender fehlender Motivation am Arbeitsplatz nicht ihre ganze

Leistung bringen.

Meine Motivation mich diesem Thema in einer Hausarbeit zu widmen liegt zum einen eindeutig

in der Wertschätzung zum Thema Gesundheit im Al gemeinen und dem Umgang mit meiner

eigenen Gesundheit. Zum anderen verstehe ich betriebliche Gesundheitsförderung als

Führungsaufgabe, und da es sich bei meiner Weiterbildung bei der F + U Rhein-Main-Neckar

gGmbH zur Pflegedienstleitung AMB, bzw. zur Heimleitung eindeutig um Führungspositionen

handelt möchte ich dieses Thema in dieser Hausarbeit recherchieren und meine Gedanken zu

Papier bringen.

Auch aber in den Erfahrungen, die ich in meinem Arbeitsleben mit Kolleginnen und Kollegen im

Gesundheitswesen in den letzten 15 Jahren machen konnte. Zum einen sind die

Arbeitsbelastungen stetig angestiegen, paral el dazu die Belastbarkeit und Gesundheit vieler

Arbeitnehmer gesunken.

Gerade in meinem jetzigen Tätigkeitsbereich, der Betreuung von mehrfachschwerstbehinderten,

erwachsenen Menschen erlebe ich in den letzten Jahren einen exorbitanten Anstieg der

Pflegebedürftigkeit der zu betreuenden Menschen. Ebenso beträchtlich steigt die Anzahl der

gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Kolleginnen und Kollegen, vor al em auch eine große

Anzahl von eher jüngeren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rückenbeschwerden durch

psychische und physische Überbelastungen, Dauerbelastung von Extremitäten, Hals- und

Nackenmuskulatur durch einseitige Arbeitstechniken, muskuläre Überbeanspruchung durch

statische Arbeitshaltungen sind größtenteils Ursachen der gesundheitlichen Problematiken und

diese nehmen mehr und mehr zu. Ebenso ist sicherlich das Immunsystem vor allem bei

körperlichen Dauerbeschweden zusätzlich beeinträchtigt, mit dem Ergebnis, auch durch

dauerhaften Umgang mit infektiösen Menschen, eine überdurchschnittliche Häufung von

Erkältungskrankheiten wie grippalen Infekten zu beobachten ist.

Mit kurzgedachten, mal eben angeordneten Gegenmaßnahem (z.B. Kinästhetik-

Schnupperkursen, Aufforderung zum Einsatz, bzw. Bereitstel ung von Hilfsmitteln wie Lifter,

höhenverstel bare Pflegeliegen/Pflegebett) kann man diesen Problemen sicherlich nicht

ausreichend begegnen. Durch meine Position und Aufgaben in der Dienststel e, unter anderem

Mitglied der AG Arbeitssicherheit- Gesundheit- Pflege, ist es mir hier möglich anzusetzen,

Mitstreiter bei den einzelnen Abteilungsleitungen und nicht zuletzt bei der Geschäftsführung zu

finden.

Sicherlich ein weiterer Aspekt in Bezug auf das Thema Gesundheit ist der Umgang mit meiner

eigenen Gesundheit, mit meinem Körper und meinem Geist. Ich selber, wie auch meine Ehefrau

treiben regelmäßig leistungsorientiert Sport, ich betreibe unterschiedlich gewichtet verschieden

Sportarten: Laufsport, Radsport, Schwimmen. 5-6-mal wöchentlich gehe ich meinem

Bewegungsdrang nach, organisiere mein sportliches Engagement mit meinem Familienleben (3

Kinder und Hund) und entsprechender Einsatzbereitschaft im Berufsleben, aktuel parallel dazu

noch eine qualifizierte Weiterbildung berufsbegleitend. Das alles wäre womöglich nicht leistbar

ohne eine gesunde Einstel ung zu dem Thema. Maßgeblich trägt bei dieser positiven Belastung

eine gesunde Ernährung zum Gelingen meiner tagtäglichen Herausforderungen bei, ein


Einleitung

3

gesundes, ganzheitliches Ernährungskonzept ist somit unumgänglich.

Dies führe ich an dieser Stel e an, um meinen Umgang zu meinem Körper und der persönlichen

Gesundheit zu erläutern, was dann auch den Bezug zur betrieblichen Gesundheitsförderung

herstellt.

Des Weiteren hatte ich einen guten Einblick in das Thema Gesundheitsförderung bei einer

Fortbildung von ver.di b+b in Frankfurt Anfang November 2007, im Rahmen meiner

Personalratstätigkeit. Das Seminar mit dem Thema < Gesundheit fordern ­ Gesundheit fördern.

Impulse zur betrieblichen Gesundheitsförderung > 6 brachte mir weitere Erkenntnisse und

verinnerlichte mir zudem die dringende Notwendigkeit sich der Thematik zu widmen. Wichtige

Erkenntnisse und Ideen Gesundheit zu fördern erlangte ich außerdem dadurch, wie Betriebe im

Öffentlichen Dienst außerhalb des Gesundheitswesens mit dem Thema beschäftigt sind.

Seminarteilnehmer aus den verschiedenen Branchen berichteten von ihren betrieblichen

Konzepten und wir erhielten im Seminar Einblicke in Maßnahmen von großen

Wirtschaftsunternehmen (z.B. Daimler AG, ehem. Daimler Chrysler AG). Hier wurde mir unter

anderem bewusst, wie ,,die Pflege" auch hier wieder ein paar Schritte hinterher hinkt.

Sicherlich ist die Auffassung zu meiner individuel en Gesundheit eher eine Ausnahme zu den

meisten Arbeitnehmern im Land, jedoch ist dieser Ansatz für mich maßgebend und so lassen

sich für mich beispielhaft Paral elen ziehen zu Arbeitsbereichen im Gesundheitswesen, um

gesündere, motivierendere Arbeitsbedingungen vor al em ,,in der Pflege" zu schaffen. Natürlich

wil ich hiermit nicht die Arbeitswelt zum Bodyworkout, intensiven Sporttreiben auffordern, auch

die Arbeitgeber sollen sich keine Athletinnen oder Athleten heranziehen. Jedoch möchte ich den

einen oder anderen Weg hin zu gesunden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und der

Wohlfahrtspflege aufzeigen.

Viel eicht kann man meine Dienststel e, mit den steigenden pflegerischen Belastungen,

exemplarisch als Vergleich zum Gesundheitswesen etwa der letzten 20 Jahre sehen. Und

gerade hier liegt natürlich meine Hauptmotivation Veränderungen im Umgang mit der

betrieblichen Gesundheitsförderung zu forcieren. Gesundheit fördern ­ Gesundheit fordern,

viel eicht ein Grundsatz den ich mir auf meine imaginäre Fahne geschrieben habe.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen wie verschiedene Maßnahmen der betrieblichen

Gesundheitsförderung (BGF) durch Führungskräfte und Entscheidungsträger in

Pflegeeinrichtungen beispielhaft analysiert, geplant, umgesetzt und evaluiert werden können.

Diese Hausarbeit sol durch die Analyse des Themengebiets beschreiben wie

Gesundheitsförderung in Stationären und Ambulanten Pflegeeinrichtungen durch verschiedene

Maßnahmen Verbesserungen der Arbeitszufriedenheit und Motivation von Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern in der Pflege auf den Weg gebracht werden können. Entsprechende Beispiele

werde ich in dieser Hausarbeit darstel en.

6 Fortbildung <Gesundheit fordern ­ Gesundheit fördern>, ver.di b+b Bildung + Beratung gGmbH, Nadja Gabriel November 2007


1. Organisationen zum Thema BGF

4

1. Organisationen zum Thema BGF

An dieser Stel e möchte ich kurz zwei Organisationen vorstellen, deren Arbeit mir sehr wichtig

erscheinen, insbesondere wurde mir deren bedeutende Initiative bei der Recherchenarbeit zu

dieser Hausarbeit noch näher gebracht. Bei vielen Artikeln, Gesundheitsreporten,

Krankenkassenberichten, Positionspapieren usw. zum Thema Gesundheitsförderung sind mir

hauptsächlich diese zwei Initiativen begegnet.

1.1 Initiative für eine neue Qualität der Arbeit (INQA)

INQA ist eine Gemeinschaftsinitiative von Sozialpartnern, Sozialversicherungsträgern,

Bund, Ländern, Stiftungen und Unternehmen, die im Jahr 2002 vom Bundesministerium für

Arbeit ins Leben gerufen wurde. INQA ist Teil der europaweiten Aktivitäten im Rahmen der

Sozialpolitischen Agenda mit dem Ziel der Schaffung von mehr und besseren Arbeitsplätzen.

INQA initiiert Gemeinschaftsprojekte und organisiert Tagungen und Zukunftswerkstätten unter

der Fragestel ung ,,Wie wol en wir künftig arbeiten?".

Die Geschäftsstel e von INQA ist bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

(BauA) in Dortmund angesiedelt. Der BKK Bundesverband ist Mitglied des Initiatorenkreises von

INQA.


Neues Denken für eine neue Arbeitswelt

Sichere, gesunde und zugleich wettbewerbsfähige Arbeitsplätze sind die Vision der Initiative

Neue Qualität der Arbeit (INQA). Gemeinsame Projekte des Bündnisses aus Sozialpartnern,

Sozialversicherungsträgern, Bund, Ländern, Stiftungen und Unternehmen machen deutlich: Wer

in Humankapital investiert, profitiert von motivierteren Mitarbeitern, sinkenden Krankenständen

und einem fortschrittlichen Unternehmensimage. Im Jahr 2002 gestartet, sind Eigendynamik und

Überzeugungskraft der Initiative inzwischen weithin sichtbar.



INQA bündelt Kräfte!

<Gemeinsam handeln, jeder in seiner Verantwortung> ­ dieser Grundsatz von INQA hat sich in

der Praxis bewährt. Unter dem Dach der Initiative haben sich mit den Thematischen

Initiativkreisen (TIK) spezialisierte Arbeitsgruppen gebildet. Ihr inhaltliches Spektrum reicht vom

<Netzwerk Baustel e> über <Älterwerden in Beschäftigung> bis zu <Neue Qualität der

Büroarbeit>. Bürokratie oder verkrustete Strukturen sucht man hier vergebens. Die TIK

erarbeiten zielführende Aktivitäten zu einzelnen Schwerpunktthemen und setzen sie in

Eigenregie um. Das gewonnene Wissen dient dem Transfer in die betriebliche Praxis. Ob als

Unternehmer, Arbeitnehmervertreter oder Gesundheitsexperte ­ jeder INQA-Initiativkreis ist

offen für Menschen, die etwas bewegen wollen. 7


7 http://www.inqa.de/Inqa/Navigation/root.html (23.01.2008)



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