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Intermediate Examination Paper, 2008, 30 Pages
Author: Linda Ellersiek
Subject: Communications: Public Relations, Advertising, Marketing
Details
Tags: Impulsives, Kaufverhalten, Zusammenhang, Gestaltung, Point-of-Sale-Marketings
Year: 2008
Pages: 30
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 18 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-06538-2
ISBN (Book): 978-3-640-19124-6
File size: 5145 KB
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Abstract
Wie kann gezielt gesteuertes Point-of-Sale-Marketing dazu beitragen, einen Impulskauf auszulösen? Dieser Frage soll im Folgenden nachgegangen werden. In einer Zeit der Konjunkturschwäche mit hoher Arbeitslosigkeit und sinkenden Gehältern jedoch gleichzeitig steigenden Ausgaben geht die Konsumbereitschaft der Verbraucher stetig zurück. Es wird mehr und mehr gespart. Hinzu kommt, dass sich eine zunehmende Preissensibilität entwickelt hat. Aus diesen Gründen wird die Förderung der Impulskäufe immer bedeutsamer. Mittlerweile erfolgt fast die Hälfte aller Kaufentscheidungen ungeplant, wovon noch einmal 20% als Impulskäufe gerechnet werden können. Da über 70% der Kaufentscheidungen am Point of Sale (POS) gefällt werden, hat das POS-Marketing einen hohen Stellenwert für die Vermarktung von Produkten. Auch die Budgets der Unternehmen fallen trotz rückläufiger Werbeausgaben zunehmend zugunsten des Point-of-Sale-Marketings aus. Dabei sind die Anforderungen an dieses, die Werbemaßnahmen auf die Bedürfnisse des Verbrauchers auszurichten und ihn durch gezielt eingesetzte Werbemittel am Point of Sale zum Kauf zu animieren. Im Folgenden sollen neben einer Abgrenzung des Impulskaufs zunächst die Prozesse der einzelnen Kaufentscheidungen betrachtet werden, bevor anschließend der psychologische Hintergrund mit den internen Bestimmungsfaktoren untersucht wird. Weiterhin erfolgt ein Überblick über die Bedeutung des POS-Marketings und dessen Faktoren. Diese werden anhand der Instrumente des Marketing Mixes beschrieben und eingeordnet. Im nächsten Schritt werden die bedeutsamsten Wirkungsmodelle des Marketings kurz erläutert und deren Bedeutung für den Impulskauf herausgestellt. Anhand eines Praxisbeispiels wird zuletzt die verwendete POS-Strategie zur Vermarktung einer DVD beschrieben und analysiert. Ferner ist es Ziel dieser Arbeit, die Einflussfaktoren des Impulskaufs zu untersuchen und diese Erkenntnisse auf die Gestaltung des POS-Marketings anzuwenden.
Excerpt (computer-generated)
Impulsives Kaufverhalten in Zusammenhang mit
der Gestaltung des Point-of-Sale-Marketings
SIP-Arbeit
5. Trimester
Fachbereich Medienwirtschaft Studiengang BA-MW02-VZ
Fachhochschule des Mittelstands
Abgabe: 07.04.2008
Vorgelegt von:
Linda El ersiek
,,Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange
außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat."
Ambrose Bierce
II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
1 Einleitung 1
2 Impulsives Kaufverhalten 2
2.1 Abgrenzung von Impulskauf und nicht geplantem Kauf 2
2.2 Kaufentscheidungsprozesse 4
2.2.1 Habitualisierte Kaufentscheidungen 5
2.2.2 Extensive Kaufentscheidungen 5
2.2.3 Limitierte Kaufentscheidungen 5
2.2.3 Impulsive Kaufentscheidungen 6
2.3 Erklärungsansätze aus psychologischer Sicht 7
2.3.1 Kognitive Steuerung als interner Bestimmungsfaktor des Impulskaufs 8
2.3.2 Aktivierung als interner Bestimmungsfaktor des Impulskaufs 9
3 POS-Marketing 9
3.1 Marketing Mix 10
3.1.1 Distributionspolitik 10
3.1.2 Preispolitik 11
3.1.3 Produktpolitik 12
3.1.4 Kommunikationspolitik 13
3.2 Verschiedene Wirkungsmodel e der Käuferverhaltensforschung 14
3.2.1 AIDA-Model 15
3.2.2 SR-Model 16
4 POS-Marketing am Beispiel eines DVD-Launches 18
4.1 Der DVD-Markt 18
4.2 POS-Strategie am Praxisbeispiel: Die Simpsons, der Film 20
5 Fazit 24
Literaturverzeichnis 25
III
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Begriffsabgrenzung ungeplanter Kauf und Impulskauf 3
Abbildung 2: Ausmaß kognitiver Steuerung bei unterschiedlichen Typen von
Kaufentscheidungen 4
Abbildung 3: Das System der psychischen Bestimmungsfaktoren 7
Abbildung 4: Kognitive Prozesse bei der Entstehung von Impulskäufen 8
Abbildung 5: Absatzpolitische Instrumente 10
Abbildung 6: Phasen, Ziele und Mittel der einzelnen Stufen des AIDA-Model s 15
Abbildung 7: Kennzeichnung des behavioristischen Forschungsansatzes (SR-Modell)
17
Abbildung 8: Schaufenster Dekoration 20
Abbildung 9: Auffäl ige Blockplatzierung 21
Abbildung 10: Wirkung einer beleuchteten Säule 22
Abbildung 11: Platzierungsbeispiele 22
IV
1 Einleitung
Wie kann gezielt gesteuertes Point-of-Sale-Marketing dazu beitragen, einen Impulskauf
auszulösen? Dieser Frage sol im Folgenden nachgegangen werden. In einer Zeit der
Konjunkturschwäche mit hoher Arbeitslosigkeit und sinkenden Gehältern jedoch
gleichzeitig steigenden Ausgaben geht die Konsumbereitschaft der Verbraucher stetig
zurück. Es wird mehr und mehr gespart. Hinzu kommt, dass sich eine zunehmende
Preissensibilität entwickelt hat. Aus diesen Gründen wird die Förderung der Impulskäu-
fe immer bedeutsamer. Mittlerweile erfolgt fast die Hälfte al er Kaufentscheidungen
ungeplant, wovon noch einmal 20% als Impulskäufe gerechnet werden können.1
Da über 70% der Kaufentscheidungen am Point of Sale (POS) gefäl t werden, hat das
POS-Marketing einen hohen Stel enwert für die Vermarktung von Produkten. Auch die
Budgets der Unternehmen fal en trotz rückläufiger Werbeausgaben zunehmend zu-
gunsten des Point-of-Sale-Marketings aus. Dabei sind die Anforderungen an dieses,
die Werbemaßnahmen auf die Bedürfnisse des Verbrauchers auszurichten und ihn
durch gezielt eingesetzte Werbemittel am Point of Sale zum Kauf zu animieren.2
Der Markt des Home Entertainments entwickelte sich zum ,,dynamischsten Wachs-
tumssektor der amerikanischen Filmindustrie."3 Die DVD als bedeutendstes Unterhal-
tungsmedium leistet dazu einen großen Beitrag. In Deutschland besitzen bereits über
60% al er Haushalte einen DVD-Player. Diese Beliebtheit liegt sowohl der schnel sin-
kenden Preise der Abspielgeräte als auch der breiten Angebotsvielfalt an Titeln
zugrunde. Mittlerweile machen die Umsätze der Filmindustrie durch die DVD-
Vermarktung mehr als das doppelte der Umsätze des Kinogeschäfts aus.4
Im Folgenden sol en neben einer Abgrenzung des Impulskaufs zunächst die Prozesse
der einzelnen Kaufentscheidungen betrachtet werden, bevor anschließend der psycho-
logische Hintergrund mit den internen Bestimmungsfaktoren untersucht wird.
Weiterhin erfolgt ein Überblick über die Bedeutung des POS-Marketings und dessen
Faktoren. Diese werden anhand der Instrumente des Marketing Mixes beschrieben und
eingeordnet. Im nächsten Schritt werden die bedeutsamsten Wirkungsmodel e des
Marketings kurz erläutert und deren Bedeutung für den Impulskauf herausgestel t. An-
hand eines Praxisbeispiels wird zuletzt die verwendete POS-Strategie zur Vermarktung
einer DVD beschrieben und analysiert. Ferner ist es Ziel dieser Arbeit, die Einflussfak-
toren des Impulskaufs zu untersuchen und diese Erkenntnisse auf die Gestaltung des
POS-Marketings anzuwenden.
1 Vgl. Kroeber-Riel, W., Weinberg, P. (2003), S. 415
2 Vgl. Neumann, D. (2006), S. 1
3 Vgl. Nitsche, L. (2005), S. 342
4 Vgl. Wirtz, B. (2006), S. 274
1
2 Impulsives Kaufverhalten
Der Begriff des Impulses findet sowohl im Marketing als auch in der Psychologie Ver-
wendung. Während im ersten Fal mit der Impulsivität ein vorher nicht geplantes, spon-
tanes Kaufverhalten erklärt wird, werden in der psychologischen Sichtweise eher
zwanghafte Verhaltensweisen mit ihr in Verbindung gebracht. Im Folgenden werden
nun die verschiedenen Ansätze erläutert, wobei der Fokus auf den wirtschaftlichen
gelegt wird.
2.1 Abgrenzung von Impulskauf und nicht geplantem Kauf
APPELBAUM, einer der ersten Autoren mit wissenschaftlichen Beiträgen zum Thema
impulsives Kaufverhalten, beschrieb den Impulskauf 1951 als einen Kauf, der vor be-
treten des Geschäftes nicht geplant war, dennoch aber durch Verkaufsförderung am
Point of Sale hervorgerufen wurde.5
HOEPFNER jedoch, der eine neobehavioristische Sichtweise vertritt, unterscheidet 25
Jahre später den Impulskauf von dem ungeplanten Kauf indem er folgendes anmerkt:
,,Berücksichtigt man die Tatsache, dass der größte Teil der Einkäufe von Verbrauchern
gewohnheitsmäßig verläuft, dann ergibt sich daraus, dass sicherlich nicht jeder unge-
plante Kauf ein Impulskauf ist."6
DAHLHOFF kommt 1979 in einer empirischen Studie zu dem Ergebnis, dass nur 7,7%
al er Käufe impulsiv getätigt werden. Da andere Studien eine sehr viel höhere Prozent-
zahl als Ergebnis haben wird deutlich, dass eine Unterscheidung zwischen Impulskauf
und ungeplantem Kauf notwendig ist.7
KROEBER-RIEL/WEINBERG gehen beispielsweise davon aus, dass von den 40-50% der
Kaufentscheidungen, die ungeplant erfolgen, etwa 10-20% als Impulskäufe zu betrach-
ten sind.8
Auch die UGW GmbH belegt in einer Umfrage die hohe Anzahl an ungeplanten Käu-
fen. Demnach kaufen insgesamt 47% der Kunden mehr ein, als vorher geplant.9 Diese
Zahlen zeigen eine große Relevanz des Impulskaufs für das Marketing.
BAUN unterteilt ungeplante Kaufentscheidungen zum einen in ungeplante Käufe mit
kognitiven Informationsverarbeitungsprozessen, die von einem hohen Anteil kognitiver
Prozesse begleitet werden und zum anderen in ungeplante Käufe, die von geringen
kognitiven Informationsverarbeitungsprozessen begleitet werden.
5 Vgl. Baun, D. (2001), S. 1
6 Hoepfner 1976, S. 88 zitiert nach Baun, D. (2001), S. 2
7 Vgl. Baun, D. (2001), S. 2
8 Vgl. Kroeber-Riel, W., Weinberg, P. (2003), S. 415
9 Vgl. Lingelbach, G. (2004), S. 30
2
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