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Theodor Fontanes "Effi Briest" - Eine Analyse

Termpaper, 2001, 14 Pages
Author: Sarah Gastreich
Subject: German Studies - Modern German Literature

Details

Event: Theodor Fontanes Prosawerke
Institution/College: University of Dusseldorf "Heinrich Heine" (Germanistisches Seminar)
Tags: Effi Briest, Chinese, Bismark-Ära
Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 14
Grade: sehr gut
Language: German
Archive No.: V958
ISBN (E-book): 978-3-638-10592-7

File size: 88 KB


Excerpt (computer-generated)

Theodoer Fontane - Effi Briest

Inhalt:

Einleitung: 2
1 Die Ehegeschichte: 3


1.1 Erwartungen und die Realität: 3

2 Einführung des Chinesenmotivs: 4


2.1 Die Bedeutung des Chinesen in der Bismarck-Zeit: 5
2.2 Effis Reaktionen auf den "Chinesen": 5
2.3 Wandlung des Chinesenmotivs: 6
2.4 Vieldeutigkeit des Chinesenmotivs: 7

3 Politische und gesellschaftliche Ordnung der Bismarck-Ära: 77
4 Die Duell-Thematik: 9


4.1 Das Duell - Unabwendbar? 10

Schluß 12
Literaturverzeichnis: 14

 

Einleitung:

Theodor Fontanes Vorbild für Effi Briest ist die 1853 geborene Elisabeth Freiin von Ploth. Sie verlobt sich im Jahr 1871 als 17-jährige mit dem 22-jährigen Leutnant Armand L_on von Ardennes. 1873 heiraten die beiden und ziehen nach Berlin. Acht Jahre später kehrt Ardenne als Rittermeister zu den Husaren nach Düsseldorf zurück und Elisabeth folgt ihm. Die Familie Ardenne ist seit 1980 mit dem verheirateten Amtsrichter Emil Hartwich (er ist 10 Jahre älter als Elisabeth) freundschaftlich verbunden. Aus dieser Verbundenheit heraus geht Elisabeth mit 31 Jahren eine Beziehung mit ihm ein, da sie keine glückliche Ehe führt. Sie tragen sich beide mit dem Gedanken, sich scheiden zu lassen. Der mißtrauisch gewordene Ardenne entdeckt in einer verschlossenen Kassette die Pläne der beiden; daraufhin reicht er seinerseits die Scheidung ein und fordert Emil Hartwich zum Duell, das am 27. November 1886 mit der schweren Verwundung von Hartwich endet. Dieser stirbt an seinen Verletzungen - die Kinder der Familie Ardenne werden nach der Scheidung dem Vater zugesprochen. Die geschiedene Elisabeth widmet sich dem Dienst an hilfsbedürftigen und kranken Menschen und stirbt 1952 fast 100-jährig am Bodensee.

In meiner Arbeit möchte ich vier wichtige Aspekte herausstellen und näher erläutern: Zunächst beleuchte ich die Ehe zwischen Effi und Innstetten genauer und werde im Einzelnen auf die Spukgeschichte mit dem Chinesen eingehen. Anschließend beschäftige ich mich mit der Gesellschaft der Bismarck-Zeit. Letztlich untersuche ich die Duell-Thematik im vierten Kapitel und analysiere die Notwendigkeit des Duells im Roman.

1 Die Ehegeschichte:
Effis Beziehung zu Innstetten zeichnet sich nicht durch Vertrautheit und Nähe aus, sondern vielmehr durch Distanz und Fremdheit. ,,Wir nennen uns auch schon du und beim Vornamen", (S. 16)1 gesteht Effi kurz nach ihrer Verlobung ihren Freundinnen, als könnte sie stolz sein über diese plötzliche Intimität. Aber zur Entwicklung zu eines vertrauteren Umgangs bestand bisher auch keine Zeit. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Effis Einverständnis mit der überraschenden Verlobung nur als fehlender Widerspruch, als schweigendes Gehorchen, nicht als freudige Zustimmung ausfällt. Die Kenntnisse, die Effi über Innstetten hat, reichen kaum zu mehr als einer Anteilnahme an seiner ,,Liebesgeschichte" (S. 6) mit ihrer Mutter und einem Respekt vor seiner männlichen Erscheinung und seiner gesellschaftlichen Stellung. Mehr Intimität konnte sich erst gar nicht entwickeln, da Innstetten wieder nach Kessin zurückreist, um erst zur Hochzeit wieder da zu sein.

[...]

1 Aus Fontane, Theodor Effi Briest, Ernst Klett Verlag Stuttgart 1984 (s. auch folgende Seitenzahlenangaben).


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