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Nerven, Ruhepotential, Aktionspotential, Refraktärphasen

Presentation (Pre-University), 2000, 5 Pages
Author: Juliane Voigt
Subject: Neurobiology

Details

Category: Presentation (Pre-University)
Year: 2000
Pages: 5
Language: German
Archive No.: V98210
ISBN (E-book): 978-3-638-96661-0

File size: 120 KB


Fulltext (computer-generated)

 

Juliane Voigt

 

Nervenzelle und Aufbau eines Nervs

 

 

Einzelne Nervenzelle:

Durchmesser von etwa 5-100µm

Zelle gliedert sich in:

  • informationsaufnehmenden Teil: Dendriten = Verästelung; Soma = Zellkörper
     
  • informationsleitender Teil: Axon oder Neuriten und die umgebenden
     
  • Schwannschen Zellen (bes. Form der Gliazellen)
     
  • informationsabgebender Teil:
     

  •  

Nerv-Nerv-Verbindung:

Synapse mit unterschiedlichen Überträgerstoffe

Nerv-Muskel-Verbindung: motor. Endplatte

  • Axonendigung: Vesikel (kleine, bläschenförmige Gebilde - wahrscheinlich
     
  • vom Golgi-Apperat gebildet) -> Ersatz für die im ständigen ,,Recycling"
     
  • verbrauchten Transmitter dienen

Folgende Teil der Nervenzelle erkennbar:

  • auf den Dendriten (zahlreich, verästelt) enden versch. erregende und hemmende Synapsen vorgeschalteter Nerven-  und Sinneszellen
     
  • Zellkörper - enthält den Zellkern, Nissl-Schollen (bes. Form des endoplasmatischen Reticulums)
     
  • Axon: langer, meist unverästelter Fortsatz der Nervenzelle (falls Verästelungen vorhanden, heißen dies Kollaterale)

Nerv: Bündel vieler Dutzend Nervenfasern

  • markhaltige Nervenfasern: von einer Myelinscheiden (aufgebaut durch die Schwannschen Zellen) und den Schwannschen Zellen umgeben
     
  • Mark- und Myelinscheide bei markhaltigen Nervenfasern durch Ranviersche Schnürringe unterbrochen
     
  • Marklose Nervenfasern: von Schwannschen Zellen umgeben, keine Schnürringe
     
  • marklose und markhaltige NF unterscheiden sich in ihrer Leitungsgeschwindigkeit; beide Fasertypen können in einem Nerv vorkommen

 

Ruhepotential - Natriumleckstrom - Natrium-Kalium-Pumpe

  • für eine best. Nervenfaser hat das Ruhepotential immer den gleichen Wert

 

Ionentheorie:

Ruhepotential entsteht durch die unterschiedliche Diffusion von Ionen

  • Zelleninneres: Kaliumionen und organ. Anionen; Außenmedium: Natrium- und Chloridionen
     
  • > Zellmembran ist für K+ und Cl- permeabel, schlecht permeabel für Na+, impermeabel für Anionen => selektive Permeabilität

Erklärung:

  • Zellmembran besitzt Kanäle für Kaliumionen und Natriumionen
     
  • Kaliumkanäle normalerweise ständig offen
     
  • alle Natriumkanäle sind im Ruhezustand geschlossen
     
  • Kaliumionen: können entsprechend dem Konzentrat.- Gefälle von innen nach außen durch die Kanäle diffundieren
     
  • innen: negative organ. Anionen bleiben zurück -> Ladung - Membranaußenseite: positiv; Membraninnenseite: negativ
     
  • je mehr Kaliumionen nach außen wandern, desto ist der Ladungsunterschied
     
  • K-Ionen werden zwar v. Konz.- Druck gegen die pos. Ladung nach außen gedrängt, aber auch von der neg. Ladung auf der Innenseite zurückgezogen
     
  • Gleichgewichtszustand: es wandern genauso viele K-Ionen nach außen wie nach innen -> dabei herrschende Potentialdifferenz ist das Ruhepotential

 

  • Membran ist nicht absolut undurchlässig für Na-Ionen - können in geringem Maße durch die ständig offenen Kaliumkanäle in das Zellinnere gelangen > Natriumleckstrom
     
  • d. pos. geladenen Na-Ionen würden allmählich die neg. Ladung der Membraninnenseite aufheben <-> deshalb in der Membran: best. Proteinmoleküle (ATP - danach in ADP und P gespalten) - pumpen unter Energieaufwand die Na-Ionen nach außen; gleichzeitig werden K-Ionen nach innen gepumpt -> Energieaufwand wird geringer, weil nur noch das Konzentrat.-Gefälle überwunden werden muss <-> für die pos. Na-Ionen gelangen nämlich pos. K-Ionen nach innen
     
  • -> Natrium-Kalium-Pumpe: sorgt dafür, dass das spezifische Ruhepotential der Zelle konstant bleibt
     
  •  Na-K-Pumpe erzeugt und erhält die gr. Konzentrat.-Unterschiede der Kationen auf beiden Seiten der Membran

 

Aktionspotential

(a) Depolarisation und Potentialumkehr

  • überschwelliger Reiz -> erste Depolarisation der Membran -> plötzl. Zunahme der Permeabilität der Membran für Na-Ionen (für ca.1 ms)
     
  • Membran des Axons: Na-Kanäle - sind im Ruhezustand geschlossen - Depolarisation der Membran -> Veränderung der Gestalt der Proteine -> Kanäle werden geöffnet
     
  • entsprechend dem Konzentrat.-Gefälle strömen Na-Ionen (pos. Ladung)ins Innere -> zunehmende Depolarisation -> erhöht Na-Permeabilität
     
  • Aufschauklungsprozess mit pos. Rückkopplung -> explosionsartiger Einstrom von Na-Ionen -> Potentialumkehr

(b) Repolarisation

  • Depolarisation -> zeitl. verzögert: Permeabilität der Membran für K-Ionen steigt
     
  • Na-Permeabilität sinkt bereits wieder ab -> 1. pos. Ladungen (K-Ionen) verlassen das Axoninnere; 2. weniger pos. Ladungen (Na-Ionen) gelangen hinein -> Membranpotential erreicht wieder den neg. Wert des Ruhepotentials

(c) Hyperpolarisation

  • gesteigerte K-Permeabilität sinkt nur langsam wieder auf den Normalwert ab -> K-Ionenaustoß so groß -> Repolarisation geht sogar über das Ruhepotential hinaus

(d) Rückkehr zum Ruhepotential

  • Na-K-Pumpe: Na-Ionen werden aus der Zelle K-Ionen in die Zelle befördert -> Wiederherstellung der Ausgangskonzentration an K-Ionen innerhalb und Na-Ionen außerhalb der Nervenzelle (bzw. des Axons)
     
  • Zahl der Ionen die während des Aktionspotentials die Membran passieren ist gering
     
  • Änderung der Ionenverteilung kann durch die Pumpe schnell ausgeglichen werden

Refraktärphasen

  • künstl. Auslösung von Aktionspotentialen
     
  • zeitl. Abstand v. zwei gleichstarken Reizen auf 5 ms und weniger gekürzt -> Aktionspotentiale erreichen nicht mehr den Spitzenwert von +30mV => Zustand verminderter Erregbarkeit = relative Refraktärzeit -> K-Permeabilität sinkt; Na-K-Pumpe tauscht Na-Ionen gegen K-Ionen
     
  • zeitl. Abstand: 2 ms und weniger -> es kann kein zweites Aktionspotential am gleichen Ort ausgelöst werden - Axon ist für kurze Zeit unerregbar => absolute Refraktärzeit -> Aufschauklungsprozess läuft bereits ab, anschließend sinkt die Na-Permeabilität wieder; während der Refraktärphase ablaufende Prozesse sind durch erneute Reize nicht beeinflussbar
     
  • absolute RP: max. Zahl der Aktionspotentiale/sek.
     
  • zeitl. Abstand von 2 ms -> höchstens 500 Aktionspotentiale/sek. auslösbar
     
  • inaktive Nervensysteme: Erregung wird höchstens mit 200 Aktionspotentialen/sek. übertragen


Comments

christos karaoulis
06.10.2002 22:44:16
danke
ist echt krass, dass man sich auf leute wie euch verlassen kann. macht so weiter, jungs!!!!!!!!!!!!!!!!
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