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Das absurde Theater

Presentation (Pre-University), 2000, 3 Pages
Author: Monika Asam
Subject: German - Genres

Details

Tags: Theater
Category: Presentation (Pre-University)
Year: 2000
Pages: 3
Language: German
Archive No.: V98992
ISBN (E-book): 978-3-638-97442-4

File size: 113 KB


Fulltext (computer-generated)

 

Autorin: Monika Asam

Das absurde Theater

 

 

Definition:
absurd:

  • widersinnig,
  • dem gesunden Menschenverstand widersprechend,
  • abwegig.
  • sinnlos

Das Wesen des absurden Theaters
( im Vergleich zum traditionellen Drama)

Absurdes Theater traditionelles Drama:

  • weder Anfang noch Ende
    (kreisförmiger Ablauf: endet da, wo es anfängt)
  • Spiegelbilder von Träumen und Angstvorstellungen
  • zusammenhangloses "Geschwätz"; absurde Dialoge
  •  klar umrissenes Problem, das sauber exponiert und am Ende gelöst wird
    (Entwicklung, Spannung )
  • Bilder von Moden und Sitten eines Zeitalters
  • schlagfertige Repliken und geschliffene Dialoge
  • marionettenhafte Figuren
  • keine nennenswerte Handlung oder Intrige bzw. absurde Handlung
  • jeder Zuschauer soll eigene Schlüsse ziehen
  • subtile Charakterzeichnung
  • geschickt konstruierte konkrete Handlung
  • bestimmte Hoffnungen werden geweckt, ein bestimmter Zweck wird verfolgt
  • sinnentleerte Welt
  • allgemein anerkannte Weltordnungen und Wertesysteme

 

Kritik:

Es handle sich um neckende irreführende Unsinnsspiele. Wenn man nach Normen und Kriterien des traditionellen Dramas urteilt, handelt es sich um einen unverschämten Schwindel.

Aber:

Das absurde Theater verfolgt ganz andere Ziele als das traditionelle und bedient sich deshalb anderer Methoden. Im Absurden kann man eine für unsere Zeit repräsentative Geisteshaltung erkennen (verwirrende Vielschichtigkeit) .

Hauptmerkmal:

Erkenntnis, dass die Gewissheiten und unerschütterlichen Glaubenssätze früherer Zeiten nicht mehr gültig sind (=> kindische Illusion).

Es lehrt die eigene Situation in ihrer ganzen Verzweiflung und Härte zu begreifen (ohne Euphemismen und Illusionen) Es entspricht etwa der abstrakten Kunst.

Die Dramatiker:

Autoren: Ionesco (1953"Die kahle Sängerin") ,

Adamov ("Das Heilbare und das Unheilbare"),

Beckett (1952 "Warten auf Godot"),

Genet ("Das Spiegelkabinett")

  • Einzelgänger, nicht in geschlossenen literarischen Gruppen oder programmatischen Bewegungen (einsame Außenseiter) organisiert
  • Stoff und Form gestaltet durch persönliche Ansichten
  • das Schaffen jedes einzelnen hat eigene Wurzeln, Quellen und Hintergründe
  • Gemeinsamkeiten in der großen Feinfühligkeit bei der Beschreibung von Ängsten, Gefühlen und Gedanken.

Das absurde Theater zeigt sowohl satirische, als auch parodistische Aspekte, soziale Kritik und es will eine unechte, jämmerliche Gesellschaft anprangern. Es behandelt die Absurdität des menschlichen Daseins (Leben und Tod; Vereinsamung und Gemeinsamkeit).

"Wird der Mensch losgelöst von seinen religiösen, metaphysischen oder transzendentalen Wurzeln, so ist er verloren, all sein Tun wird sinnlos, absurd, unnütz, erstickt im Keim."
(Ionesco)

=>Das Gefühl der Irrationalität und Sinnlosigkeit wird durch den bewußten Verzicht auf Vernunftgründe und Erklärungen zum Ausdruck gebracht.

Das absurde Theater als Kombination aus:

  • < reinem > Theater (abstrakte Szenen, wie im Zirkus, bei Gauklern, Akrobaten, etc.)
  • Clowns- und Narrenpossen, Wahnsinnsszenen
  • verbalem Nonsens
  • Literatur über Träume und Phantasie mit sinnbildlichem Charakter
  • Schwerpunkt liegt nicht auf der Sprache, sondern auf der Darstellung

Zentrum:

Paris ("Treffpunkt" der bedeutendsten Autoren, eine weltoffene Stadt mit vielen Schauspielern und begeisterungsfähigem Publikum), aber auch im restlichen Europa und darüber hinaus (EL, SP, DL, Schweiz, USA, RL, etc.) ist diese Form des Dramas bekannt.

 


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