Auf den ersten Blick scheint sich das organisatorische System der Universität nicht sonderlich von dem der Schule zu unterscheiden: Man hat einen Stundenplan, besucht dementsprechend seine Kurse und am Ende des Semesters schreibt man Prüfungen, Hausarbeiten, oder hält Referate. Aber meistens ist das Universitätsgebäude viel größer, das Studium erfordert mehr eigene Organisation und vor allem zu Beginn des Studiums prasseln die neuen Eindrücke nur so auf einen ein. Um trotzdem entspannt ins Studium starten zu können, haben wir hier einige hilfreiche Hinweise gesammelt.

Vor dem Studium: Universität und Universitätsstadt kennenlernen

Mit dem Beginn des Studiums steht oft auch ein Umzug in eine neue, noch unbekannte Stadt an. Machen Sie sich deshalb rechtzeitig auf die Suche nach einer geeigneten Wohnung, WG oder einen Platz im Studentenwohnheim. Hier lohnt es sich oft auch schon, am Stadtrand zu suchen: Wohnungen sind hier günstiger als im Stadtzentrum, trotzdem kommt man mit Bus, Bahn oder Tram schnell und bequem zu allen wichtigen Orten. Außerdem ist man zu Studienbeginn weniger gestresst, wenn die passende Wohnung bereits gefunden und alle Umzugskartons ausgepackt sind.

Ist die Frage der Unterkunft geklärt, machen Sie einen ausgiebigen Stadtbummel! Egal ob allein, mit einem Bekannten aus Schulzeiten, oder im Rahmen einer Erstsemesterveranstaltung. Nutzen Sie die Zeit bis zum eigentlichen Studienbeginn, um sich ein paar bekannte Sehenswürdigkeiten anzusehen, die nähere Umgebung der neuen Unterkunft zu erkunden und sich die wichtigsten Wege und Verbindungen öffentlicher Verkehrsmittel einzuprägen. So müssen Sie am ersten Vorlesungstag nicht panisch nach dem schnellsten Weg zur Uni suchen und kennen vielleicht sogar schon das passende Café für die Mittagspause.

Wie bereits erwähnt ist eine Universität meist deutlich größer als eine Schule. Vor allem so große Unis wie die LMU München haben neben dem Hauptgebäude auch noch mehrere Nebengebäude über die Stadt verteilt, in denen verschiedene Fachbibliotheken, Institute und Lehrräume untergebracht sind. Hier kann es von großem Vorteil sein, sich bereits vor Vorlesungsbeginn einen Überblick über die verschiedenen Gebäude zu verschaffen und das Bezeichnungssystem der verschiedenen Räume zu verinnerlichen. So irren Sie nicht planlos durch die Gänge, sondern finden schnell die Vorlesungssäle, in denen Ihr nächster Kurs stattfindet.

Einstiegshilfen vor Ort: Einführungs- und Erstsemesterveranstaltungen

Eines der wichtigsten Dinge im Studium? Kontakte zu Kommilitonen pflegen. Egal ob aus demselben oder einem anderen Studiengang, Erstsemester oder fortgeschrittene Kommilitonen, der Kontakt zu anderen Studierenden macht einen großen Teil des Studiums aus. Und diese Kontakte knüpft man am besten bei Einführungsveranstaltungen zum Studienverlauf, oder Erstsemesterveranstaltungen.

Auf diesen Veranstaltungen lassen sich aber nicht nur leicht neue Menschen kennenlernen, sondern man erhält auch wichtige Informationen rund ums Studium, die Universität und die Universitätsstadt. Es ist eine wertvolle Möglichkeit, offene Fragen zu Ihrem Studiengang zu klären, organisatorische Hinweise für Ihr Studium zu erhalten, oder sich über verschiedene Möglichkeiten des Studienverlaufs auszutauschen.

Im Studium: Organisatorische Hinweise

Das Studium verlangt viel eigenständige Organisation, Verantwortung und Planung. Etwas, das jedes Semester wieder auf Sie wartet, sind Belegungs- und Anmeldefristen für die Kurse und Prüfungen, aber auch Zahlungsfristen für die Studiengebühren des kommenden Semesters. Um solche Fristen nicht zu verpassen, ist es wichtig, regelmäßig auf den entsprechenden Informationsseiten nachzusehen, was gerade ansteht.

Vor allem das Thema Stundenplan kann besonders am Anfang eine große Herausforderung darstellen, da man diesen nicht mehr einfach so vorgelegt bekommt, sondern meist selbst zusammenstellen muss. Dabei gilt es, zeitliche Überschneidungen verschiedener Kurse zu vermeiden, eine sinnvolle Reihenfolge der Veranstaltungen einzuhalten und natürlich im Laufe des Studiums alle Pflichtmodule abzuarbeiten und alle erforderlichen ECTS Punkte zu sammeln. Hier lohnt zunächst ein genauerer Blick in das Modulhandbuch oder die Prüfungsordnung Ihres Studiengangs. Oft findet sich dort nämlich ein Studienverlaufsplan, an dem Sie sich orientieren können. So wissen Sie auch, welche Veranstaltungen inhaltlich aufeinander aufbauen, welche Prüfungsformen für das jeweilige Modul vorgesehen sind, wo Sie Wahlmöglichkeiten haben und welche Prüfungen Sie wie oft wiederholen dürfen.

Gerade im ersten Semester kann es auch sehr hilfreich sein, Kommilitonen aus höheren Semestern um Hilfe bei der Erstellung des Stundenplans zu bitten. Vor allem wenn man mit dem System der Belegung noch nicht vertraut ist, können fortgeschrittene Studierende einem mit wertvollen Tricks und Erfahrung zur Seite stehen.

Und auch wenn die ersten Wochen im Studium besonders vollgepackt und stressig sind: Lassen Sie sich davon nicht verunsichern! Finden Sie eine Mischung aus Vorlesungen, Lernen und Freizeit, die zu Ihnen passt und der Rest läuft irgendwann ganz von allein.