GRIN-Leser können beim Kauf eines Buches zwischen verschiedenen Produktformaten wählen. Mit der Kombi-Veröffentlichung von E-Book und Printbuch nutzen wir die Vorteile beider Medien und erweitern die Palette bei unseren Bestsellern oder bei spezieller Nachfrage noch um das Medium EPUB. Doch was bieten die jeweiligen Formate und wo liegen die Vorteile? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Was ist ein E-Book?

Wenn Sie eine Arbeit bei GRIN hochladen, veröffentlichen wir diese in der Regel als E-Book und als Printversion. Leider wird der Begriff „E-Book“ seit Jahren sowohl in der Buchbranche als auch in den deutschen Medien teilweise widersprüchlich gebraucht und umfasst mal das elektronische Buch selbst, mal den E-Book-Reader und mal beides gleichzeitig.

Eine gängige Definition des Begriffs stammt von der Buchwissenschaftlerin Daniela Živković:

“An electronic book consists of one or more files of monographic character available to the public online or in physical form (on CD-ROM, diskette and the like physical carriers).”[1]

Ein E-Book (die Abkürzung für electronic book) ist zunächst einmal die digitale Version eines gedruckten Buches, also ein Text, der Grafiken und Tabellen enthalten kann. Dies schließt sowohl gedruckte Bücher ein, die auch in elektronischer Form angeboten werden (auch auf CDs oder USB-Sticks), als auch Bücher, die nur in elektronischer Form vorliegen. Ausgeschlossen werden hier Datenbanken oder Aufsätze bzw. Blogartikel, die nur digital existieren. E-Books werden nämlich speziell für das Lesen am Bildschirm entwickelt und garantieren somit die Funktionalität eines Buches auf dem Display.

Zwar werden E-Books in der Regel über das Internet vertrieben, doch braucht man ein Gerät, mit dem man sie anzeigen und lesen kann, denn sie enthalten häufig Sonderfunktionen wie ein Glossar, Verlinkungen oder auch Vorlese- oder Markierfunktionen. Das können E-Book-Reader wie Kindle oder Tolino sein, aber auch Tablets, Smartphones, Notebooks oder PCs. E-Books existieren in verschiedenen Formaten, unter anderem als PDF-Dateien oder als EPUBs.

[1] Živković, Daniela (2005): The electronic book. The change of paradigm for a changing bookmarket. Berlin: BibSpider, S. 115.

Wo liegt der Unterschied zwischen dem PDF- und dem EPUB-Format?

Ein PDF ist ein statisches E-Book-Format mit festen Seiten und einem Layout, das auf PCs, Tablets, Smartphones und den meisten E-Readern lesbar ist und auf jedem Endgerät gleich aussieht. PDF-Dateien sind wie gedruckte Bücher zitierfähig und daher im Wissenschaftsbetrieb und bei Bibliotheken sehr beliebt. Sie lassen sich mit Hilfe der gängigen Schreibprogramme wie Microsoft Word, LibreOffice oder Apple Pages schnell und kostengünstig herstellen, sind aber nur bedingt interaktiv: zwar können sie verlinkte Inhaltsverzeichnisse enthalten, die Einbettung von interaktiven Grafiken oder Videos ist jedoch nicht möglich. Da das Layout eines PDFs statisch ist, lässt es sich auf kleinen Displays oftmals nur schwer lesen. Außerdem verkaufen einige E-Book-Marktplätze wie Amazon oder Apple iBooks keine E-Books im PDF-Format.

Beim EPUB dagegen passt sich der Text dynamisch an das Lesegerät (E-Reader) an, sobald man z.B. Schriftgröße oder Schriftart ändert. EPUBs werden von allen handelsüblichen E-Readern angezeigt und eignen sich auch gut für kleinere Geräte wie Smartphones, sobald man eine passende App zum Lesen installiert hat (hier gibt es einige kostenlose Apps wie Calibre oder Adobe Digital Editions, die sich gut dafür eignen). EPUBs können interaktiv gestaltet werden, ihre Inhalte sind durch CSS formatierbar, wodurch auch komplexere Grafiken mit interaktiven Elementen oder auch die Einbettung von Videos oder Musikdateien möglich sind. Ein Nachteil von EPUBs ist allerdings, dass bei dem noch immer gängigen EPUB2-Format (im Gegensatz zum bereits eingeführten EPUB3-Format) ein präzises Layout (sogenanntes Fixed Layout) nur mit sehr hohem Aufwand möglich ist, sodass die Darstellung des Inhalts auf verschiedenen E-Readern sehr unterschiedlich ausfallen kann. EPUBs sind daher auch nur bedingt zitierfähig, denn ein Äquivalent zu statischen Seitenzahlen gibt es noch nicht. Außerdem lassen sich EPUBs bei weitem nicht so schnell und kostengünstig herstellen wie PDF-Dateien. 

Und was ist eigentlich MOBI?

Das MOBI-Format (abgekürzt von Mobipocket) ist ein spezielles E-Book-Format für die Amazon-Kindle-Geräte, die keine EPUBs lesen können. Es passt sich wie das EPUB dynamisch dem Lesegerät an, der Standard ist aber älter und MOBI-Dateien somit häufig kleiner als EPUB-Dateien. Mit komplexen Tabellen und aufwendigen Grafiken hat dieses Format eher Probleme als das EPUB-Format.

E-Books bei GRIN: Ein paar Vorteile

Wenn Sie sich ein E-Book über GRIN kaufen, brauchen Sie keinen speziellen E-Reader, denn wir liefern Ihnen das E-Book als PDF-Datei – wenn das Buch auch als EPUB und MOBI zur Verfügung steht, zeigen wir Ihnen das an. Die Datei sollten Sie am besten auf Ihrem PC, Tablet oder Smartphone speichern, da wir sie nicht dauerhaft in einer Cloud zum Download bereitstellen.

Gegenüber dem gedruckten Buch hat das E-Book unter anderem diese Vorteile:

  1. Sie können es jederzeit und von überall herunterladen und sofort lesen, es gibt keine lange Lieferzeit.
  2. E-Books lassen sich auf mehreren Geräten gleichzeitig lesen, oft können Sie auch Ihren Lesefortschritt zwischen den einzelnen Geräten synchronisieren.
  3. Haben Sie Ihre Datei versehentlich gelöscht? Dann schreiben Sie uns und wir schicken Ihnen das E-Book erneut zu – Sie können es mehrmals downloaden.
  4. Die E-Book-Ausgabe ist immer günstiger als die Printversion.
  5. Sie sparen Platz und können so viele E-Books mit sich herumtragen, wie Sie möchten.
  6. E-Books haben in den meisten Fällen eine Suchfunktion, sodass Sie Informationen schneller finden.

Wie sehen gedruckte Bücher bei GRIN aus?

Arbeiten, die länger als 12 Seiten sind, bieten wir auch in der gedruckten Version an. Unsere Printbücher im handlichen Format DIN A5 haben einen kartonierten Einband ähnlich dem von Taschenbüchern und werden normalerweise in Schwarz-Weiß gedruckt. Teilweise finden Sie bei uns allerdings auch Bücher im A4-Format, etwa dann, wenn die enthaltenen Abbildungen ein größeres Format benötigen. Farbseiten drucken wir ab, wenn die Farbe für das Verständnis des Textes notwendig ist.

Unsere Bücher lassen wir nachhaltig im Print-on-Demand-Verfahren drucken, das heißt, dass wir keine Auflage produzieren, sondern ein Buch erst in den Druck geht, wenn es bestellt wird. Sowohl unsere E-Books als auch unsere Printbücher erhalten bei der Veröffentlichung ein hochwertiges Cover, dessen Farbgebung sich je nach Fachbereich unterscheidet. Inhaltlich macht es keinen Unterschied, für welches Format Sie sich entscheiden.

Das gedruckte Buch hat jedoch ebenso wie das E-Book ein paar Vorteile:

  1. Die Haptik eines Buchs ist nicht mit der eines E-Readers zu vergleichen – dazu gehört auch der nostalgische Geruch von frisch gedrucktem Papier.
  2. Gerade Bücher mit einem besonders schönen Cover wollen präsentiert werden: am besten in einem Bücherregal.
  3. Bücher lassen sich verleihen und verschenken – bei einem E-Book erwerben Sie dagegen nur das Nutzungsrecht.
  4. Gerade gegenüber günstigeren E-Readern haben Bücher den Vorteil, dass sie sich im hellen Sonnenlicht besser lesen lassen und angenehmer für die Augen sind.
  5. Bei der Recherche in Bibliotheken arbeiten Sie häufig mit mehreren Büchern zugleich – Bücher lassen sich leichter nebeneinander drapieren und gleichzeitig im Blick behalten als verschiedene E-Books.
  6. Bei einem Buch sind Sie nicht vom Akkustand Ihres E-Readers abhängig.

 

Ob die Vorteile eines E-Books oder die eines Printbuchs überwiegen, liegt allein bei Ihnen. Wofür auch immer Sie sich entschieden: das GRIN-Team wünscht Ihnen viel Freude mit Ihrem nächsten Buch!

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