Corporate Social Responsibility am Beispiel von BMW


Projektarbeit, 2020

26 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Corporate Social Responsibility
2.1 Nachhaltigkeit
2.1.1 Ökonomische Betrachtung
2.1.2 Ökologische Betrachtung
2.1.3 Soziale Betrachtung
2.2 Verantwortung
2.3 Transparenz

3 BMW - der nachhaltigste Premiumautomobilhersteller
3.1 Nachhaltigkeit
3.1.1 Soziale Nachhaltigkeit
3.1.2 Ökonomische Nachhaltigkeit
3.1.3 Ökologische Nachhaltigkeit
3.2 Verantwortung
3.3 Transparenz

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Anhang

Anhang 1: Kommentiertes Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

Abbildung 2: Das Nachhaltigkeitsdreieck auf Basis des Triple Bottom Line Modells

Abbildung 3: CSR-Pyramide nach A. B. Caroll

Abbildung 4: „Die zehn Nachhaltigkeitsziele der BMW Group und ihre Einflussmöglichkeiten auf die Sustainable Development Goals (SDGs)“

1 Einleitung

Das sich wandelnde Verhalten der Gesellschaft weg von einer zentrovertierten hin zum altruistisch veranlagten Gemeinschaftsbild prägt als Konnektivität zwischen verschie­denen aufkommenden Megatrends das 21. Jahrhundert.

Nachhaltig handelnde Unternehmen berücksichtigen neben dem ökologischen Aspekt eines umweltbewussten Lebensstiles und der Reduzierung des ökologischen Fußab­drucks auch soziale und ökonomische Gesichtspunkte. Die drei Dimensionen Ökolo­gie, Soziales und Ökonomie1 stellen Politik, Gesellschaft und vor allem Unternehmen vor große Herausforderungen.

Angela Merkel appellierte bereits 2016 auf der 16. Jahreskonferenz des Rats für nach­haltige Entwicklung an die Bevölkerung, dass „Nachhaltigkeit [...] ein allgemeiner An­spruch an unser Handeln geworden [ist]“2. Unternehmen stehen somit in der gesell­schaftlichen und ethisch philanthropischen Verantwortung, die Dimensionen der Nach­haltigkeit anhand ihres Kerngeschäfts umzusetzen und dies transparent an ihre Sta­keholder zu kommunizieren. Die sogenannte Corporate Social Responsibility wird zu­nehmend vor allem für Weltkonzerne relevanter, da diese großen Einfluss auf die Um­welten sozialer, ökonomischer und ökologischer Art haben. Durch die sich wandelnden Ansprüche der Kunden an Unternehmen wächst der öffentliche Druck auf die Global­players. Die BMW Group, der dritt größte Automobilhersteller der Welt, gilt seit 2017 als nachhaltigster Premiumhersteller mit dem besten Markenimage3 und setzt die Cor­porate Social Responsibility im Rahmen seines Kerngeschäfts verantwortungsvoll um. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt grundsätzlich auf der Corporate Social Responsibility, um dessen besondere Relevanz für moderne Unternehmen hervor zu heben. Fokus­siert wird hierbei der Aspekt der Nachhaltigkeit mit ihren sozialen, ökonomischen und ökologischen Dimensionen sowie deren Verantwortung und Transparenz, die in Zu­sammenhang mit BMW gesetzt und so veranschaulicht werden. Zunächst erfolgt eine Begriffsdefinition und Zuordnung der Corporate Social Responsibility, der eine Ausei­nandersetzung mit den Begrifflichkeiten der Nachhaltigkeit, Verantwortung und Trans­parenz erfordert. Anschließend wird anhand des Fallbeispiels BMW die Corporate Social Responsibility anhand der eben genannten Begrifflichkeiten analysiert und nä­her vorgestellt. Abschließend erfolgt das Fazit der Arbeit.

2 Corporate Social Responsibility

Corporate Social Responsibility (CSR) gilt als Teilinstrument der Corporate Identity, die das Corporate Design, Communication und Behaviour nach innen und außen ver­mittelt.4 CSR ist der Corporate Behaviour zuzuordnen. Unter Corporate Social Responsibility, der unternehmerischen Gesellschaftsverantwortung, versteht man den zusätzlich zu den gesetzlichen Forderungen freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung.5

Im modernen Verständnis wird CSR zunehmend als ganzheitliches, alle Nachhaltig­keitsdimensionen integrierendes Unternehmenskonzept aufgefasst, das alle ökonomi­schen, ökologischen und sozialen Beiträge eines Unternehmens zur freiwilligen Über­nahme gesellschaftlicher Verantwortung, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestim­mungen hinausgehen, beinhaltet.6 7

Die Unternehmen müssen sich ihrer Verantwortung genau bewusst sein und eine Viel­fältigkeit an Aktivitäten durchführen.8 Somit entwickelt sich eine Bandbreite an ver­schiedenen Auffassungen und Ansätzen, wie nachhaltige und soziale Unternehmens­führung definiert wird.9

Zur Erleichterung des Realisierungsprozesses der CSR bieten „international aner­kannte Referenzdokumente“10 der Europäischen Union Anhaltspunkte. Dazu gehören neben der Nachhaltigkeit und Verantwortung auch die Transparenz der Unterneh- men.11

2.1 Nachhaltigkeit

Der Terminus Nachhaltigkeit hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung ge­wonnen. Jedoch beschreibt dieser kein neu entstandenes Phänomen, sondern wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts als Lösungsvorschlag der damaligen Holzkrise rele- vant.12 Im Jahr 1987 publizierte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung13 den Brundtland-Bericht.14 Dabei handelt es sich um den Zukunftsbericht Our Common Fu­ture.15 16 Darin wird das Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung dargelegt und die Nachhaltigkeit folgendermaßen definiert: Humanity has the ability to make development sustainable to ensure that it meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.17

Die sehr allgemein gehaltene Definition ist weit verbreitet und soll bei Entscheidungen von Politikern, Unternehmen und der Gesellschaft berücksichtigt werden. Inhaltlich be­deutet dies, dass die vorhandenen Ressourcen von den gegenwärtigen Generationen so eingesetzt werden, dass diese von zukünftigen Generationen noch genutzt werden können.18

In der Agenda 203019 von 2015 wurden die „Sustainable Development Goals (SDGs)“20 von der UN-Kommission für Nachhaltige Entwicklung21 definiert und „Hand­lungsfelder zum Erhalt von Nachhaltigkeit“22 vorgestellt.23 In diesem Zusammenhang tritt der Schutz der Umwelt, des Biosystems und der menschlichen Unversehrtheit in den Fokus der europäischen Bemühungen24 25 und „verkörper[t] ein[en] globale[n] Plan zur Förderung [des] nachhaltigen Friedens und Wohlstands [...] zum Schutz unseres Planeten“.26 27 Daraus können folgende 17 Ziele abgeleitet werden: Diese Sustainable Goals lassen sich in die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Öko­nomie, Soziales und Ökologie unterteilen und sind laut des Rats für Nachhaltige Ent­wicklung „gleichberechtigt [...] zu berücksichtigen“28

Eine hinreichende Entwicklung in Punkto Nachhaltigkeit wird entsprechend nur erzielt, wenn alle drei Dimensionen einen Fortschritt aufweisen.29 Allerdings ist dieses Kon­zept und die damit verbundene Gleichrangigkeit in der Unternehmenspraxis schwer zu realisieren, da sich die Ziele oft widersprechen.

Deshalb wird in der Unternehmenspraxis häufig das durch John Elkington geprägte Konzept des Triple-Bottom-Line eingesetzt, wobei ein dreifacher Schlussstrich unter die einzelnen Dimensionen gezogen wird.30 31 Der ökonomische Mehrwert wird als hierarchisch übergeordnetes Ziel verstanden. Demzufolge werden die sozialen und ökologischen Ziele als untergeordnet betrachtet und nur erfüllt, wenn daraus ebenfalls ökonomische Wertschöpfung generiert werden kann.32 33

In der folgenden Abbildung wird die Dominanz der Ökonomie anhand des Nachhaltig­keitsdreiecks veranschaulicht.34 35

2.1.1 Ökonomische Betrachtung

Die ökonomische Dimension umfasst unter anderem die Erhaltung des Wohlstandes durch Sicherstellung der Leistungsfähigkeit und Beschäftigung der zukünftigen Gene­rationen. Somit werden Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen gefördert. Dies wiede­rum unterstützt die ökologische und soziale Betrachtung der Nachhaltigkeit.36

Diese Betrachtung gilt für Unternehmen als Hauptbeweggrund für die CSR, da lang­fristig eine Profitmaximierung stattfinden kann. Hierbei zählt CSR als Instrument des Marketing-Mix, wodurch viele Werbe- und Marketingmaßnahmen an den Kunden ver­mittelt werden.37 38 Zu den vorökonomischen Zielen zählen somit Reputationsaufbau, Image-Gewinn, Festigung der Kundenbindung und Mitarbeitermotivation.39 Durch langfristiges Engagement im ökologischen und sozialen Bereich entsteht positive Reputation, die durch die ökonomischen Ziele der Steigerung des Firmenwertes und der Verringerung von Risiken dem Unternehmen zu Gute kommen.40 41 42

2.1.2 Ökologische Betrachtung

Die primären Ziele der ökologischen Nachhaltigkeit sind eine langfristige, natürliche Erhaltung von und schonender, achtsamer Umgang mit Ressourcen und des Lebensraumes für gegenwärtige und zukünftige Generationen.43

Daneben sollen auch Umweltbelastungen und -verschmutzungen vermieden und der Einsatz von erneuerbaren Energien gefördert werden.44 Wertschöpfung, Produktion und Verteilung müssen in harmonischer, synergetischer Weise stattfinden und Um­weltverantwortung für negativen Output aus dem Unternehmen vermitteln.

Die ökologische Unternehmensverantwortung sollte sich im Kerngeschäft des Kon­zerns zeigen und umweltverträglich im In- und Ausland sein, was impliziert, dass Kreis­laufwirtschaft auch in Entwicklungsländern angestrebt und Kahlschlag von Urwäldern [...] passé sein sollte.45 46

2.1.3 Soziale Betrachtung

Die soziale Dimension der Nachhaltigkeit befasst sich mit der Erhaltung und Entwick­lung der Gesellschaft. Weitere Anliegen sind die Erhaltung der sozialen Stabilität und der freien Entfaltung der Persönlichkeit.47 Außerdem soll der Reichtum der Welt global für alle gerecht geteilt werden.48

In der CSR sind Arbeitsbedingungen, Verbraucherschutz, wirtschaftliche Zusammen­arbeit der sozialen Betrachtung zugehörig.49 Der Global Compact der Vereinten Nati­onen umfasst zehn Prinzipien und basiert auf der Allgemeinen Erklärung der Men­schenrechte, der Erklärung über die grundlegenden Prinzipien und Rechte bei der Ar­beit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), den Grundsätzen der Agenda 2030 und dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption.50 Zudem soll Zwangsarbeit und Kinderarbeit abgeschafft sowie Diskriminierung im Beruf verboten werden.51 Des Weiteren gilt „CSR [als] [...] Chance, die gesellschaftlichen Verände­rungen durch die Globalisierung und weitere Entwicklung nach unseren Werten und Regeln zu formen, bevor andere uns ihre Standards vorgeben. Die Standards dann auch durch[zu]setzen gelingt nur durch das verantwortliche Handeln [der] Unterneh­men.“52 Dadurch fördern Konzerne eine starke, solidarische und vitale Gesellschaft, die wiederum als Arbeitskräfte dem Unternehmen selbst zu Gute kommen.53 54

Das Kerngeschäft zeigt, dass soziale und ökologische Unternehmensverantwortung sowie nachhaltig ausgerichtetes Wirtschaften mit ökonomischem Erfolg einhergehen.

Dieses muss umweltverträglich, ethisch, sozial verantwortlich und gleichzeitig ökono­misch erfolgreich sein. Daraus folgt, dass ein Unternehmen so nachhaltig wie möglich wirtschaften muss.55 56

2.2 Verantwortung

Weltweit handelnde Konzerne tragen aufgrund ihres großen Einflusses auf das Welt- und Wirtschaftsgeschehen große Verantwortung.

Bereits Richard Nixon, der 37. Präsident der Vereinigten Staaten, sagte in seiner Rede von 1972 zur Unterzeichnung der Saltverträge an das Volk: „With great power goes great responsibility.“, was übersetzt heißt, ,mit großer Macht geht große Verantwortung einher'.

Dies gilt ebenso für die großen und einflussreichen Unternehmen.

Das Vier-Stufen-Modell nach Archie B. Carroll wurde 1979 in Bezug auf CSR fertigge­stellt, mit der Intention, diese in Ebenen der unternehmerischen Verantwortung gegen­über der Gesellschaft in vier Bereiche auf zu schlüsseln. Es wird zwischen den ökono- mischen, legalen, ethischen und freiwilligen Komponenten unterschieden.57 58 59

Discretionary

Responsibilities

Economic

Responsibilities

Die ökonomische Verantwortung der Unternehmen gilt als Basis, woraus folgt, dass diese auf längere Zeit nur dann ihre Gewinne maximieren und erfolgreich bestehen können, sofern sie mindestens kostendeckend wirtschaften. Die darauffolgende Stufe handelt von der unternehmerischen Verantwortung gegenüber dem geltenden Recht und soll Unternehmen an bestehende Gesetze binden. „Gesetze werden [...] als die Kodifizierung ethischer Vorstellungen der Gesellschaft betrachtet und nur die Konfor­mität des Unternehmenshandels mit Gesetzen legalisiert Unternehmen als Bestand­teile des gesellschaftlichen Systems.“60 Die ersten beiden Stufen sollten laut Carroll Voraussetzung für jedes Unternehmen sein, um sich der darauffolgenden ethischen Ebene zu widmen. Hierbei wird faires und ethisches Handeln erwartet. Da diese Ebene nicht zwanghaft erforderlich ist, wird sie weniger als Forderung, sondern eher als Er­wartung angesehen. Die letzte Stufe gilt als Wunsch der Gesellschaft an das Unter­nehmen, philanthropische Verantwortung umzusetzen. Diese Stufe handelt von ge­sellschaftlichem Engagement und der Bereitstellung von finanziellen und humanen Ressourcen zum Gemeinwohl.61

Die Pyramide zeigt demnach auf, dass zunächst die Ökonomie und Gesetze beachtet werden müssen, bevor ein Unternehmen ethische und philanthropische Gesichts­punkte umsetzt. Die letzteren beiden Punkte werden jedoch von der Gesellschaft im­mer häufiger erwartet, vorausgesetzt und erwünscht.62 63

2.3 Transparenz

Transparenz gilt als Messlatte für die Zugänglichkeit zu unternehmerischen Informati­onen. Eine hohe Transparenz zeigt an, das Stakeholder ausführlich, eindeutig und über gesetzliche Anforderungen hinaus informiert wurden.64

Um den Interessensgruppen Nachhaltigkeit und Verantwortung überhaupt darlegen zu können, gilt Transparenz als wichtiger Aspekt der Corporate Social Responsibility und soll vor allem Vertrauen aufbauen sowie nachvollziehbare Strukturen darlegen. Grundsätzlich haben Unternehmen den Stakeholdern gegenüber die Verantwortung, gesetzlich geregelte, interne Informationen zu veröffentlichen.

Die Größe und Rechtsform des Unternehmens legen den Umfang des Geschäftsbe­richts fest. Nach dem Handelsgesetzbuch hat ein Kaufmann die Pflicht, zu Jahresbe­ginn und -ende in „jede[m] Geschäftsjahr [...] einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschlu[ss]“ vorzulegen.65 66 Diese Verpflichtung kann bei Kapitalgesellschaften um den erweiterten Jahresabschluss ausgeweitet wer­den. Diese Modifikation umfasst das Hinzufügen eines Anhangs und eines Lagebe­richts.67

Neben dieser gesetzlich festgelegten Transparenz können Unternehmen selbststän­dig Abläufe und Details veröffentlichen.68 Anhand dieser unternehmenseigen erstellten Berichte profilieren sich die Betriebe vor allem in Punkto Nachhaltigkeit und Verant­wortung.

Für eine gewisse Sicherheit und noch besser aufgeschlüsselte Transparenz gibt der Dow Jones Sustainability Index (DJSI) - ein Aktienindiz, der ökonomische, ökologische und soziale Faktoren mit einbezieht - einen guten Überblick. Hierbei wird in globale und branchenspezifische Kriterien differenziert. Durch diese ständige Überwachung kann ein Unternehmen so auch wieder aus dem Index ausgeschlossen werden.69

3 BMW - der nachhaltigste Premiumautomobilhersteller

Die Muttergesellschaft Bayerische Motoren Werke AG der BMW Group, die in 140 Ländern vertreten ist, hat sich als Hersteller von Automobilen und Motorrädern inter­national durchgesetzt. Das Unternehmen setzt auf das Premiumsegment und sieht sich dort als Weltmarktführer. Neben den Premiummarken in ihrem Segment BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad, bietet der Konzern verschiedene Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen an, wie DriveNow, ReachNow oder Alphabet, die sich mit Mobilitätskonzepten der Zukunft beschäftigen, sowie BMW Group Financial Services für Finanzdienstleistungen.70

Die BMW Group hat den Anspruch, der erfolgreichste und nachhaltigste Premiuman­bieter für individuelle Mobilität zu sein.71 Der Konzern ist ein international und global handelnder Akteur, wodurch das Unternehmen in sozialer, ökonomischer und ökologi­scher Nachhaltigkeit und dessen Kommunikation beziehungsweise Transparenz welt­weit in gesellschaftlicher Verantwortung steht und somit die Zukunft aktiv mitgestaltet und neue Lösungen im Rahmen ihres Kerngeschäfts entwickelt.72 Im Rahmen der Cor­porate Social Responsibility wird dies umgesetzt, wobei BMW, wie von der kritischen Öffentlichkeit erwartet, vor allem auf faktenbasierte Kommunikation setzt.73 Insgesamt produziert BMW an 31 Standorten in 15 Ländern.74

Laut Oliver Zipse, dem Vorsitzenden des Vorstandes der BMW AG, gilt Nachhaltigkeit im Unternehmen nicht als Trend, sondern als Auftrag zum Handeln.75 Der Sustainable Value Report von 2019 zeigt, dass alle Nachhaltigkeitsziele von 2012, die für 2020 gesetzt wurden, bereits erreicht sind oder sich „auf den letzten Metern“76 befinden.77 In diesem Nachhaltigkeitsbericht werden anhand der drei Oberpunkte Produktion und Wertschöpfung, Produkte und Dienstleistungen und Mitarbeiter und Gesellschaft die zehn Nachhaltigkeitsziele von BMW und deren Sustainable Development Goals im Bereich der gesellschaftlichen Verantwortung, Nachhaltigkeit und Transparenz veran­schaulicht. Die folgende Grafik gibt einen prägnanten Überblick über die CSR und ge­sellschaftlichen Ziele des Weltkonzerns.

3.1 Nachhaltigkeit

Grundsätzlich findet Nachhaltigkeit in allen Unternehmensbereichen und entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette statt.78 79

„Anspruch der BMW Group ist es, das Leitbild der Nachhaltigkeit zu konkretisieren und in die täglichen Geschäftsabläufe zu integrieren. Die Ziele sind [...] klar defi- niert: Es gilt Ressourcen im Unternehmen schonend und effizient einzusetzen, Risi- ken zu erkennen und Chancen zu nutzen, sowie durch verantwortungsvolles Han- deln gegenüber Mitarbeitern und der Gesellschaft die Unternehmensreputation zu stärken.“ 80

Die SDGs der oben gezeigten Grafik greifen größtenteils ineinander.

Im Fokus der BMW Group stehen Gesundheit, saubere Energie, menschenwürdige Arbeit und ökonomisches Wachstum, Industrie, Innovation und Infrastruktur, redu­zierte Ungleichheit, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und Maßnahmen zum Klimaschutz.81 82 Somit wird deutlich, dass die BMW Group sich an ihren Kern­kompetenzen orientiert und so die CSR in das Alltagsgeschäft integriert und optimiert hat.

3.1.1 Soziale Nachhaltigkeit

Intern kümmert sich BMW besonders um seine Mitarbeiter, um weiterhin als attraktiver Arbeitgeber bestehen und „global ausbauen“ zu können. Dies wirkt sich neben über­durchschnittlicher Bezahlung auch in Projekten zur langfristigen Gesundheit und Leis­tungsfähigkeit der Mitarbeiter aus.83 84 Im Werk Spartanburg werden den Monteuren zum Beispiel Exoskelett-Westen zur Verfügung gestellt, um eine schonende Haltung während der Arbeit zu garantieren.85

Des Weiteren werden den Mitarbeitern exklusive BMW Group Fitnesscenter mit Kurs­programmen86 und Kinderbetreuungsangeboten zur Verfügung gestellt. Außerdem för­dert der Konzern unter dem Motto „One Young World Summit“87 eine langfristige Mit­arbeiterentwicklung und bietet jungen Talenten Chancen der Fähigkeitsentfaltung.88 89 Selbiges gilt für den „Junior Campus“, das „Institute for Advanced Studies on Sustaina­bility“ in Detroit USA und den „BMW Korea Future Fund“.90 91 92 93

[...]


1 Seybold, Hansjörg, www.bw.de, [Stand 16.07.2020].

2 Merkel, A, www.bundeskanzlerin.de [Stand 16.07.2020].

3 Vgl. Ahlswede, Andreas, www.statista.com, [Stand 16.07.2020].

4 Vgl. Herbst 2012, 29.

5 Vgl. Blaschke 2020, 1.

6 Vgl. Meffert / Münstermann 2005, 20.

7 Vgl. Kreipl 2020, 219.

8 Vgl. Münstermann 2007, 3f.

9 Vgl. Münstermann 2007, 5.

10 Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, www.csr-in-deutschland.de, [Stand 16.07.2020].

11 Vgl. Ebd.

12 Vgl. Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, www.nachhaltigkeit.info [Stand 16.07.2020].

13 World Commission on Environment and Development - WCED.

14 Kreipl 2020, 242.

15 Vgl. Scheithauer, 2019, 20.

16 Kreipl 2020, 243.

17 NGO Committee on Education, www.un-documents.net [Stand 16.07.2020].

18 Vgl. Scheithauer, 2019, 20 f.

19 Kreipl 2020, 243.

20 Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen, www.unric.org, [Stand 16.07.2020].

21 Vgl. Bauer / Bundeszentrale für politische Bildung, www.bpb.de, [Stand 16.07.2020].

22 Kreipl 2020, 243.

23 Vgl. Agudelo/J6hanns6ttir/Davidsd6ttir 2019, 17 ff.

24 Vgl. Ebd. 243.

25 Kreipl 2020, 236.

26 Vgl. Ebd. 243.

27 Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen, www.unric.org, [Stand 16.07.2020].

28 Vgl. Rat für nachhaltige Entwicklung, www.nachhaltigkeitsrat.de [Stand 16.07.2020].

29 Vgl. Scheithauer, 2019, 21.

30 Vgl. Colsman, 2016, 30.

31 Kreipl 2020, 245.

32 Vgl. Littig / Griesßler, 2004, 29.

33 Kreipl 2020, 247.

34 Vgl. Scheithauer, 2019, 21.

35 Eigene Darstellung in Anlehnung an Steinmetz, 2019, 239.

36 Vgl. Scheithauer, 2019, 21.

37 Vgl. Herchen 2007, 34 f.

38 Kreipl 2020, 254.

39 Vgl. Herbst 2012, 72 f.

40 Vgl. Herbst 2012, 16.

41 Kreipl 2020, 235.

42 Kreipl 2020, 246.

43 Leßmann, S., 2016, 10 f.

44 Vgl. Röhl C., 2012, 27.

45 vgl. Lexikon der Nachhaltigkeit.

46 Kreipl 2020, 246.

47 Vgl. Leßmann, 2016, 10.

48 Vgl. Kunstmann, 2017, 5.

49 Vgl. Herchen 2007, 50.

50 Vgl. Herchen 2007, 43.

51 Vgl. Herchen 2007, 47.

52 Bundesministerium für Arbeit und Soziales, www.csr-in-deutschland.de [Stand 16.07.2020].

53 Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Soziales, www.csr-in-deutschland.de [Stand 16.07.2020].

54 Kreipl 2020, 235.

55 Vgl. Scheithauer, 2019, 21.

56 Kreipl 2020, 246.

57 Mildenberger, Thiede 2008, 116.

58 Kreipl 2020, 234.

59 Eigene Darstellung in Anlehnung an Mildenberger, 2008, 116.

60 Mildenberger, Thiede 2008, 116.

61 Vgl. Vural, 2016, 16.

62 Vgl. Vural, 2016, 16.

63 Kreipl 2020, 235.

64 Vgl. Jonker / Stark / Tewes 2011, 195.

65 Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz §242 HGB, www.bmjv.de,www.gesetze-im-internet.de [Stand 22.06.2020].

66 Kreipl 2020, 238.

67 Ebd. §264 [Stand 16.07.2020].

68 Kreipl 2020, 238.

69 Vgl. Krumphals, 2012, 9.

70 Vgl. BMW Group: www.bmwgroup.com (19) [Stand 16.07.2020].

71 Vgl. BMW Group 2019, 2.

72 Vgl. Schöberl 2012, 516.

73 Vgl. Ebd. 524.

74 Vgl. BMW: www.bmw.com, (20) [Stand 16.07.2020].

75 Vgl. BMW Group 2019, 4.

76 Ebd., 4.

77 Vgl. Ebd., 4.

78 BMW Group 2019, 11.

79 Vgl. Schöberl 2012, 515.

80 Krumphals, 2012, 21.

81 Vgl. BMW Group 2019, 11.

82 Vgl. Ebd., 13.

83 Vgl. BMW Group: www.bmwgroup.com (1) [Stand 16.07.2020].

84 Vgl. BMW Group 2019, 101.

85 Vgl. BMW Group 2017, 91.

86 Vgl. BMW Group: www.bmwgroup.com (2) [Stand 16.07.2020].

87 Vgl. BMW Group: www.bmwgroup.com (6) [Stand 16.07.2020].

88 Vgl. BMW Group: www.bmwgroup.com (3) [Stand 16.07.2020].

89 Vgl. BMW Group 2019, 107.

90 Vgl. Schöberl 2012, 519.

91 Vgl. BMW Group 2019, 110.

92 Vgl. Ebd., 112.

93 Vgl. BMW Group 2020 Fakt 074, 075.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Corporate Social Responsibility am Beispiel von BMW
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
26
Katalognummer
V1000020
ISBN (eBook)
9783346379474
Sprache
Deutsch
Schlagworte
corporate, social, responsibility, beispiel
Arbeit zitieren
Marc Seebauer (Autor), 2020, Corporate Social Responsibility am Beispiel von BMW, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000020

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