Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der elektronischen Tanzmusik bis heute. Dabei werden weltweite Entwicklungsschritte und Meilensteine aufgezeigt. Elektronische Tanzmusik steht in direktem Zusammenhang mit großen Raves und Festivals, Drogenkonsum und einer Freiheitsmentalität, die es zu begreifen gilt. Doch wo fing dies an? Wie hat es sich entwickelt? Was steckt hinter den Begriffen?
Zunächst einmal werden die Genres klar voneinander abgegrenzt. Danach wird der Techno Deutschlands (repräsentiert von Kraftwerk) mit der EDM von 2010 verglichen, um die Entwicklung anhand dessen abzubilden. Im Anschluss wird die Kulturszene dargestellt, die sich daraus entwickelt hat (und teils bis heute existiert). Im Fazit wird vor allem diskutiert, inwiefern weitere Forschungen nützlich wären, da die Aktualität der meisten Werke eine auf dem neuesten Stand formulierte Hausarbeit eher zu boykottieren scheinen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. ENTSTEHUNG UND AUSBREITUNG DES TECHNO
2.1 ENTWICKLUNG
2.2 KONZEPTUALISIERUNG & DIFFERENZIERUNG DER GENRES
2.3 TECHNO IN DEUTSCHLAND: KRAFTWERK
2.4 MUSIKBEISPIEL: KRAFTWERK VS. MARTIN GARRIX
3. KULTURSZENE
3.1 JUGENDKULTUR
3.2 DROGEN
3.3 FESTIVALMENTALITÄT
4. FAZIT UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung elektronischer Tanzmusik (EDM) von den späten 1970er Jahren bis in die 2010er Jahre, um Veränderungen in Bezug auf die Zuhörerschaft, die musikalische Konzeptualisierung und die Inszenierung bei Veranstaltungen zu analysieren.
- Historische Evolution der Techno-Musik und maßgebliche Einflüsse.
- Differenzierung verschiedener Genres und technische Grundlagen der Musikproduktion.
- Vergleichende Analyse von Kraftwerk und Martin Garrix.
- Soziologische Betrachtung der Jugendkultur, Drogenkonsums und der Festivalmentalität.
Auszug aus dem Buch
2.4 MUSIKBEISPIEL: KRAFTWERK VS. MARTIN GARRIX
Grundlage für diese Analyse sind die Stücke „Die Mensch-Maschine“ von Kraftwerk aus dem Jahr 1978 (vgl. Rule 1999, S. 182f.) und zur Gegenüberstellung „Animals“ von Martin Garrix aus dem Jahr 2013 (vgl. Marcus/Saidi 2017). Es wird der grundlegende Aufbau analysiert und herausgearbeitet, ob eine vergleichbare Struktur vorhanden ist. Zudem wird die Tonalität beider Stücke angeschnitten und im Anschluss geprüft, ob es Indizien gibt, die für jeweils ein bestimmtes Genre sprechen (siehe 2.2).
„Spätestens mit ‚Mensch-Maschine‘ erreichte Kraftwerk eine Universalität, die politische, kulturelle und sprachliche Barrieren überschreiten konnte“ (Böpple/Knüfer 1998, cop. 1996, S. 23). Der Grund dafür mag die Wahl der Sprache sein: Kraftwerk bringt das Stück „Die Mensch-Maschine“ sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch heraus; im größten Teil des Liedes dominieren aber wenig humane oder vokale Klänge, was das Ganze erheblich erleichtert und den Techno als universale Sprache verwendet. Damit ist die Gruppe der Rezipienten, die mit einem Lied erreicht werden kann, erheblich gewachsen: Deutsche Musik wird weltbekannt (vgl. Rule 1999, S. 181).
Aus eigener Arbeit wird das Stück in 14 Teile zerlegt, die eine Struktur erkennen lassen: Intro und Outro (Teil A‘) sind identisch und umrahmen das Stück. Es gibt einen B-Teil, der einer Bridge-Funktion nachkommt, und jeweils die Strophen einleitet, welche als C-Teil bezeichnet werden. Auf die Strophe folgt der Refrain (Teil A), welcher von Teil D – einem Instrumentalteil – ausgeleitet wird. Dann folgt wiederum Teil B und aufbauend die Strophe; der Zyklus beginnt von vorn. Teil B wird von einer hart klingenden kleinen Melodie dominiert, die das Pattern dafür bildet und stets wiederholt wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Thema Electronic Dance Music (EDM) als Mainstream-Phänomen und formuliert die Forschungsfrage zur Entwicklung der Musikszene seit den 70er Jahren.
2. ENTSTEHUNG UND AUSBREITUNG DES TECHNO: Dieses Kapitel zeichnet die technologische Entwicklung und die chronologische Ausbreitung von Techno und verwandten Genres nach, wobei auch Kraftwerk und ein musikalischer Vergleich zwischen 70er Jahre Techno und 2010er EDM analysiert werden.
3. KULTURSZENE: Hier wird der soziokulturelle Kontext der EDM-Szene beleuchtet, insbesondere die Rolle der Jugendkultur, der Einfluss von Partydrogen und die Bedeutung der heutigen Festivalmentalität.
4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Herausforderungen bei der Forschung aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Quellen zu aktuellen Entwicklungen und schlägt weitere Forschungsfelder vor.
Schlüsselwörter
Electronic Dance Music, EDM, Techno, Kraftwerk, Martin Garrix, Musikproduktion, Synthesizer, Jugendkultur, Rave, Festivals, Drogenkonsum, House, Acid House, Trance, Musikgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der elektronischen Tanzmusik (EDM) von den späten 1970er Jahren bis zur heutigen Zeit und deren Etablierung im Mainstream.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die musikgeschichtliche Entwicklung, technische Produktionsgrundlagen, die soziologische Betrachtung der dazugehörigen Jugendkultur sowie die Analyse von Festivals.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie sich die elektronische Tanzmusik zwischen den 70er Jahren und heute in Bezug auf Zuhörerschaft, Konzeptualisierung und die Art der Darstellung auf Partys und Festivals verändert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine chronologische historische Darstellung, eine Konzeptualisierung von Musikgenres und eine vergleichende Analyse von zwei spezifischen Musikbeispielen (Kraftwerk und Martin Garrix).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die technologische und historische Entwicklung des Techno, die Differenzierung von Genres sowie die detaillierte Betrachtung der Kulturszene inklusive Drogenkonsum und Festivalmentalität.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Techno, EDM, Synthesizer, Kraftwerk, Rave, Festivals, Jugendkultur und musikalische Transformation.
Wie unterscheidet sich der Musikaufbau zwischen Kraftwerk und Martin Garrix laut Analyse?
Während beide Künstler elektronische Klänge und einen 4/4-Takt nutzen, weist Garrix' Musik eine deutlich höhere Geschwindigkeit (BPM) und die heute typische, durch den „Drop“ geprägte Dynamik auf, im Vergleich zum minimalistischeren Ansatz von Kraftwerk.
Welche Rolle spielen Drogen in der EDM-Kultur laut der Arbeit?
Die Arbeit stellt einen direkten Zusammenhang zwischen EDM und dem Konsum von Partydrogen wie Ecstasy her, die konsumierenden Jugendlichen eine „Flucht aus dem Alltag“ und intensivere sensorische Erfahrungen beim Tanzen ermöglichen sollen.
- Citar trabajo
- Belana Kulik (Autor), 2020, Electronic Dance Music im Mainstream, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000638