Transformation subkultureller Milieus


Seminararbeit, 2000
18 Seiten, Note: 3

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Gliederung:

1. Problemstellung

2. zentrale Begriffe: Milieu und Subkultur

3. Subkultur(en) in der DDR

4. Die Enticklung Ostdeutschland seit 1989

5. Das subkulturelle Milieu in Ostdeutschland seit '89

6. Die Zukunft jugendlicher Subkulturen

7. Zusammenfassung

1. Problemstellung

Die Differenzierung bzw. Pluralisierung von Lebensstilen und dadurch bedingte Entwicklungstendenzen werden in den letzten Jahren - nicht nur in wissenschaftlichem Rahmen - zunehmend diskutiert. Und zu dieser Diskussion möchte ich mich mit meiner Hausarbeit beitragen: ich möchte mich im folgenden mit den Veränderungen des subkulturellen Milieus in Ostdeutschland seit dem Zusammenbruch der DDR im Herbst ’89 auseinandersetzen.

Dabei werde ich zunächst die theoretische Grundlage schaffen, in dem ich erläutere was unter den Begriffen „Milieu“ bzw. „Subkultur“ im wissenschaftlichen Sinne zu verstehen ist. Danach möchte ich kurz untersuchen, ob in der ehemaligen DDR überhaupt subkulturelle Szenen existierten und - wenn ja - wie diese beschaffen waren. Nach einigen allgemeinen Bemerkungen zur gesellschaftlichen Entwicklung Ostdeutschland seit der „Wende“, werde ich mich mit deren heutiger Erscheinung beschäftigen; wobei ich einen möglichen Erklärungsansatz für die Transformation der subkulturellen Szenen entwickeln möchte. Abschließend werde ich noch versuchen, eventuelle zukünftige Entwicklungstendenzen zu benennen und zu erklären bzw. Prognosen für das Sozialstrukturgefüge der Zukunft zu treffen.

Bei der Entwicklung des Themas dieser Hausarbeit war mir besonders wichtig, nicht nur die verschiedenen bestehenden Milieu - Ansätze zu beschreiben, sondern ich wollte mich mit einem konkreten sozialen Phänomen beschäftigen. Ein solches, kultursoziologisch interessantes, reales Phänomen sind für mich persönlich (jugendliche) Subkulturen und daher möchte ich in der vorliegenden Hausarbeit diese im Rahmen der Milieu- / Lebensstilforschung analysieren.

Auf Ostdeutschland möchte ich mich beschränken, weil ich erstens mit ostdeutschen Jugendszenen aufgrund persönlicher Erfahrungen seit Jahren vertraut bin und weil zweitens die ostdeutsche Gesellschaft im letzten Jahrzehnt u.a. umfangreiche sozialstrukturelle Veränderungen verarbeiten mußte und sich diese Entwicklungen für eine wissenschaftliche Untersuchung geradezu anbieten.

Ich hoffe, mit meinen Ausführungen und Erklärungsversuchen auf Verständnis und vielleicht sogar auch auf (wissenschaftliches) Interesse zu stoßen.

2. zentrale Begriffe: Milieu und Subkultur

Da ich mich mit der Transformation des subkulturellen Milieus beschäftigen möchte, erscheint es mir unverzichtbar, mich zunächst mit den Begriffen Milieu und Subkultur zu beschäftigen.

Innerhalb der (westdeutschen) Sozialwissenschaften wurde und wird in den letzten Jahren verstärkt der Zusammenhang zwischen Sozialstruktur und Lebensstilen diskutiert; so stark im übrigen, dass sich daraus eine eigenständige Forschungsrichtung entwickelte: die Lebensstilforschung.

Durch diese erlangte der Begriff des sozialen Milieus - der ursprünglich von Emile Durkheim in den „Regeln der soziologischen Methode“ in die Soziologie eingeführt wurde (1 ) - wissenschaftsübergreifende Bedeutung.

Die Ursachen dafür liegen laut Hofmann / Rink „einerseits in der empirischen Leistungsfähigkeit für die Analyse realer sozialer und kultureller Differenzierungen ..., andererseits im theoretischen Ertrag für die Entwicklung der Sozialstrukturanalyse und Kultursoziologie ..“. (1 )

Mittlerweile existieren nicht nur vielzählige Begriffsbestimmungen, sondern auch verschiedene Milieu - Ansätze, die sich teilweise sehr ähnlich sind, sich aber auch zum Teil in ihrer Herangehensweise bzw. Konzeption unterscheiden.

So sieht zum Beispiel Rainer Lepsius, der als Begründer der „Milieutheorie“ gilt, Milieus als sozialmoralischen Einheiten, die durch das Zusammenwirken religiöser, regionaler, sozialer und wirtschaftlicher Faktoren konstituiert werden. (2 ) Das sozialmoralische Milieu ist „ein sozio-kulturelles Gebilde, das durch eine spezifische Zuordnung solcher Dimensionen auf einen bestimmten Bevölkerungsteil bestimmt wird“.

Stefan Hradil, der versucht, sozialstrukturelle und subjektive Bedingungen zu verbinden und dadurch Sozialstrukturforschung und Lebensstilanalyse zusammen zu bringen, definiert: „Unter ‚Milieu‘ wird .. eine Gruppe von Menschen verstanden, die solche äußeren Lebensbedingungen und / oder inneren Haltungen aufweisen, aus denen sich gemeinsame Lebensstile herausbilden“. (3 )

Das Sinus - Milieumodell versucht die Tiefenstruktur sozialer Differenzierung zu erfassen und betont das gesamte Bezugssytem des Menschen; es definiert Milieus als „Lebensstilgemeinschaften, in denen sich Menschen wiedererkennen, die Vorlieben und Abneigungen in der Lebensführung, im Ausdruck der eigenen Person, in ihren Gewohnheiten, in ihrer Sicht der Dinge, ihren Kommunikationsgewohnheiten teilen“. (4 )

Für Gerhard Schulze sind soziale Milieus „große Personengruppen mit ähnlichen subjektiven und situativen Merkmalen, die sich voneinander durch erhöhte Binnenkommunikation abheben“ (5 ). Durch diese Binnenkommunikation bilden die zu einem Milieu zugehörigen Individuen ein Beziehungsnetzwerk aus, durch welches wiederum ein Gruppenbewußtsein erzeugt wird. Zudem betont Schulze, dass die Konstitution von sozialen Milieus in der heutigen Zeit - in der ökonomische und regionale Bestimmungsfaktoren zunehmend in den Hintergrund treten - ein aktiver, d.h. bewußt gestalteter Akt der Menschen sei.

Ich möchte mich in meinen Ausführungen vorwiegend auf Schulzes Milieumodell stützen, weil es meiner Meinung nach den heutigen sozialstrukturellen Bedingungen am ehesten gerecht wird und weil es - im Gegensatz zu anderen Ansätzen - das individuelle bewußte Wählen und Gestalten von Milieuzugehörigkeit betont. Außerdem geht Schulze bei seinem Entwurf davon aus, dass alte sozialökonomische Differenzierungen / Bestimmungsfaktoren für die Bildung von sozialen Milieus weniger wichtig werden, dafür aber alltagsästhetische Stilisierungen immer wichtiger werden und dies entspricht meinen Vorstellungen von den heutigen sozialen Milieus.

Ich möchte mich nun dem Begriff „Subkultur“ zuwenden und kurz erläutern, was ich damit bezeichnen möchte bzw. in welchem Zusammenhang ich diesen Begriff gebrauchen werde.

Das Bertelsmann - Lexikon „Die neue deutsche Rechtschreibung“ definiert Sukultur als „relativ eigenständige und in sich eingeschlossene Kultur einer kleineren Gruppe, die innerhalb einer Gesellschaft lebt, an deren Kultur aber nicht voll teilnimmt“. (1 )

Etwas genauer erklärt Hans Paul Bahrdt in „Schlüsselbegriffe der Soziologie“ den Subkultur-Begriff: „Von einer ‚Subkultur‘ sollte man nur dort sprechen, wo sich in einem Teilbereich der Gesellschaft nicht nur besondere Wert- und Normstrukturen und besondere kognitive Deutungsmuster und Ausdrucksformen herausbilden ... sondern wo der besondere Charakter der Teilstruktur dadurch geprägt ist, dass ihre Träger sich zur Abschirmung, Abwehr oder sogar zur Opposition gezwungen sehen und dies noch einmal zur Herausbildung spezieller Ausdrucksformen, Deutungsmuster, Wertvorstellungen und Normen führt.“. (2 )

Subkulturen sind also primär dadurch gekennzeichnet, dass sie erstens Teil der (Gesamt)Kultur einer Gesellschaft sind, sie aber zweitens in gewisser Weise konträr/alternativ zu dieser stehen und dies drittens zur Herausbildung spezifischer Wertmuster undAusdrucksformen führt.

Aber Subkultur(en) ist/sind nicht allein über ihre Begriffsbestimmung zu fassen, wichtig ist vielmehr ihre gesellschaftliche Relevanz zu untersuchen. Inwieweit prägen Subkulturen die „Massenkultur“, sind sie für eine Gesellschaft funktional oder disfunktional oder gar bedrohlich für die Systemstabilität ?! Dies sind einige der interessanten Aspekte bei der Beschäftigung mit Subkulturen, die aber an dieser Stelle nicht erörtert werden können/ sollen.

Ich möchte hier nur zwei Punkte kurz ansprechen: die soziale Bedingtheit von subkulturellen Gruppierungen und meine eigene Sicht auf Subkultur(en).

Ralf Vollbrecht betont in seinem Aufsatz „Von Subkulturen zu Lebensstilen“ dass heutige subkulturelle Jugendkulturen - im Gegensatz zu füheren jugendkulturellen Gruppierungen - von ihrem Herkunftsmilieu weitgehend abgekoppelt sind. Zudem haben die meisten heutigen Subkulturen einen „Passagen-Effekt“, d.h. an ihnen kann für eine beliebige Zeit teilgenommen werden. „Heutige Jugendkulturen sind von ihren sozialen Herkunftsmilieus weitgehend abgekoppelt, da diese ihre Bindungskraft größtenteils eingebüßt haben. An die Stelle milieubezogener jugendlicher Subkulturen sind heute sogenannte Freizeitszenen als wähl- und abwählbare Formationen getreten.“ (3 )

Außerdem betont Vollbrecht die expressive, interaktive und ästhetisierende Verhaltensdimension subkultureller Gruppierungen; was ich persönlich auch als sehr wichtig empfinde.

Außerdem ist meiner Auffassung nach die Existenz von Subkulturen wichtig für eine Gesellschaft ist, da durch diese die Entwicklung der „Massenkultur“ beeinflußt/ beschleunigt wird. Zudem sehe ich persönlich die bewußte Auseinandersetzung mit „subkulturellen Elementen“ als systemstabilisierend; ein Staat, der fähig ist subkulturelle Gruppierungen in die Gesellschaft zu integrieren beweist Stärke und Stabilität. Dass die ehemalige DDR nicht in der Lage war mit subkulturellen / alternativen Bewegungen umzugehen hat - neben vielen anderen Faktoren - letztlich auch zu ihrem Scheitern geführt; worauf ich später noch näher eingehen möchte.

3. Subkultur(en) in der DDR

Die Deutsche Demokratische Republik war in ihren Grundfesten eine sozialistische (Arbeiter)Gesellschaft mit egalitärem Charakter. Der Staat war nicht nur sehr um die politische Erziehung / „Bildung“ der Bürger bemüht, sondern hatte auch das Bedürfnis der „Gleichstellung“ derselben, die Bevölkerung sollte eine möglichst homogene Masse sein. Möglichst niemand sollte durch soziale oder auch individuelle Merkmale „auffällig“ werden. Dafür sorgten die staatlich verordneten Erziehungsideale, die durch Bildungseinrichtungen vermittelt wurden eben so gut wie staatliche Institutionen restriktiven Charakters. So sorgte meines Erachtens nicht zuletzt das Ministerium für Staatssicherheit („Stasi“) - das zur Überwachung der Bevölkerung eingerichtet wurde - die Menschen der DDR im „Gleichschritt“ zu halten; auffällige Personen konnten durch das scheinbar lückenlose Überwachungs-Netzwerk identifiziert und bestraft werden.

Dass es in der DDR trotzdem Menschen gab, die sich für einen - in welcher Art und Weise auch immer - alternativen Lebensstil entschieden, dass es trotzdem subkulturelle Gruppierungen / Szenen gab, ist angesichts dieser Umstände eigentlich verwunderlich, aber entspricht den (historischen) Tatsachen. Ich möchte an dieser Stelle versuchen, die Beschaffenheit des subkulturellen Milieus der DDR - das laut der Sinus-Milieu-Studie einen Anteil von 5% an der Bevölkerung hatte - zu beschreiben.

Die Anfänge einer “Subkultur“ in der DDR liegen in den 60ern und sind durch staatliche Repressalien begündet: 1965 verbot Walter Ulbricht Bands, die mit der „Beatwelle“ auch in der DDR entstanden waren, Einfuhrverbote für „Erzeugnisse der westlichen Musikindustrie“ bedeuteten einen Stop für Rock und die darauf aufbauende Jugendkultur. Zudem gab es die Reglementierung, dass es bei Konzerten, Tanzveranstaltungen etc. ein Verhältnis von 60% Ost- zu 40% West-Musik geben sollte, 1972 wurde das „Staatliche Komitee für Unterhaltungskunst“ gegründet, das von da an über die (massen)kulturelle Entwicklung des Landes wachte. Alles, was nicht den Vorstellungen der sozialistischen Kulturpolitik entsprach, galt bereits als „subkulturell“. Aber nicht nur musikalische Vorlieben, sondern auch die Art sich zu kleiden/ die Art zu leben, die Literatur mit der man sich beschäftigte, die Themen die einen bewegten etc. konnten auffällig, d.h. nicht sytemgerecht sein.

Die DDR war sehr um die sozialistische Erziehung ihrer Jugend bemüht und deshalb war fast alles, was normalerweise zu einer Jugendkultur bzw. zur Adoleszenz gehört nicht erwünscht bzw. „subkulturell“: Rockmusik (bzw. Punk u.a.) lange/ bunte Haare, auffälliges Verhalten. Man konnte also äußerst schnell in eine „subkulturelle Nische“ gedrängt werden. Allerdings war der staatliche Druck auf die Bürger so groß, dass nur wenige Leute wirklich alternativ - im Sinne von andersartig - leben konnte ohne sich dabei am politischen System der DDR zu reiben.

Deshalb hat der Begriff der „Subkultur“ bezogen auf die DDR nicht nur eine kulturelle, sondern vielmehr auch eine politische Dimension: alternative Lebensführung war in der DDR nahezu gleichzusetzen mit politischer Opposition. Dessen mußten sich all diejenige bewußt sein, die trotz staatlicher Repressalien einen Lebensweg wählten, der nicht den gesellschaftlichen Norm- und Wertvorstellungen entsprach.

„Unsere Lebensweise war schon hochpolitisch. Na klar, denn wir haben anders gelebt, also es entsprach nicht dem sozialistischen Menschenbild. Es war das Verhältnis zwischen sadistisch-autoritären Eltern und ihren renitenten Kindern. Und in diesem Spannungsfeld war unser Leben natürlich immer politisch und hatte dennoch wenig von dem, was man mit dem Begriff ‚Politische Opposition, wie wir ihn heute kennen, gleichsetzen kann Du konntest einfach nicht dein Ding machen ohne anzuecken. Wir lebten von dem, wovor wir uns fürchteten: Du versuchtest nicht anzuecken, nicht zu provozieren und tatest es doch ständig, ansonsten wäre da nur noch Anpassung und Hoffnungslosigkeit gewesen.“ (1 )

Wenn auch der Begriff der Subkultur nicht notwendigerweise eine - kulturelle wie politische - Anti-Haltung impliziert, so trifft dies doch für das subkulturelle Milieu der DDR zu. Als Angehöriger einer subkulturellen Szene galt man zugleich als „Systemgegner“, was wiederum eine spezifische politische (Anti)Haltung bedingte. Allein dadurch, dass der Staat alternative Lebensstile nur begrenzt duldete und in der Regel mit Restriktionen honorierte, war Politik für die subkulturellen Kreisen der DDR unumgänglich und es entwickelten sich in diesen spezifische politische Einstellungen.

Aufgrund dieser „Politisierung“ hatten die damaligen „Szenen“ nicht den Charakter von „Freizeit-Szenen“ - wie es heute der Fall ist - in denen man sich ausprobieren, seine Individualität entdecken kann ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen. Diese Leichtigkeit fehlte dem damaligen subkulturellen Milieu, das im Grunde viel mehr war als ein sub kulturelle s Milieu.

Und dennoch entwickelte sich in der DDR seit ca. den 60er Jahren ein recht intaktes subkulturelles Netzwerk. Zwar gab es in Kleinstädten - von Dörfern ganz zu schweigen - wenig subkulturelle Tendenzen; aber zwischen den alternativen Gruppierungen in Städten wie Ost-Berlin, Leipzig, Dresden, Jena u.a. gab es rege Kontakte. Diese entstanden meines Erachtens vorrangig augrund des Mangels an „begehrten Gütern“: man tauschte untereinander z.B. Tonträger, Bücher und Zeitschriften, welche in der verboten waren. Aber auch private Beziehungen, (sub)kulturelle Ereignisse oder Gedankenaustausch waren sicher Ursachen für überregionale Kontakte.

„Daraus hat sich dann auch diese Gemeinschaft in Leipzig gebildet, so daß man dieses ‚Inselgefühl‘ hatte, schon isoliert von dieser Gesellschaft, weil man grundlegend etwas anderes machte, andere Werte hatte. .. Man kernte viele Leute aus Leipzig kennen und man hatte Kontakt zu Leuten aus anderen Städten. Da haben sich viele Freundschaften gebildet.“ (2 )

Diese bestanden nicht nur zwischen verschiedenen Städten, sondern auch zwischen den verschiedenen „Szenen“ einer Stadt.

Unter Szenen möchte ich kleine, relativ enge Gruppierungen (sub)kulturellen Charakters verstanden wissen, die ihren „Mitgliedern“ - die sich aufgrund gemeinsamer kultureller (und politischer) Vorlieben in selbiger zusammenfinden - ein spezifisches soziales Repertoire vermitteln und darüber hinaus als Experimentierfeld für einen bestimmten Lebensstil dienen.

„Szenen, die überall dort entstehen, wo Menschen freiwillig gemeinsame Interessen, Wertvorstellungen und Freizeitaktivitäten entwickeln oder ganz einfach die gleichen Konsumartikel schön finden. Szenen sind soziale Netzwerke. Sie weichen die alten Strukturen der Gesellschaft, also soziale und lokale Herkunft oder Bildungshierarchien, auf und erzeugen neue.“ (3 )

In der DDR gab es - wie auch in anderen (europäischen) Gesellschaften - verschiedenen subkulturelle Szenen, deren Gesamtheit wiederum das subkulturelle Milieu bildete: „Rocker“, „Punks“, „Grufties“, „Skinheads“, „Hippies“, „Intelektuelle“/ Künstler, „Autonome“ u.a. [allerdings möchte ich diese hier nicht weiter charakterisieren, ich setze ausreichend Verständnis voraus, um mit diesen Begriffen etwas anzufangen]. Diese Szenen waren erstens sehr klein, da es augrund staatlicher Repressalien erhebliche Kosten mit sich brachte, sich öffentlich als zu einer Szene zugehörig zu outen und zweitens standen sie - im Gegensatz zu heute - auch untereinander in Kontakt.

Man kann also - auf den Punkt gebracht - sagen dass es in der DDR ein subkulturelles Milieu - wenn auch in geringem Ausmaß gab - welches sich einerseits zu die Beziehung zum politischen System, andererseits durch seine Diferenziertheit auszeichnete.

4. die Entwicklung Ostdeutschlands seit 1989

Ich möchte an dieser Stelle einige Entwicklungstendenzen der gesellschaftlichen Transformation Ostdeutschland seit dem Ende der DDR skizzieren; allerdings möchte ich mich dabei weniger auf politische / strukturelle Aspekte konzentrieren (da es dazu meines Erachtens schon genügend wissenschaftliche Beiträge gibt), sondern vorrangig auf soziale / kulturelle Aspekte der Veränderungen.

Auch möchte ich an dieser Stelle keine Ursachen-Analyse für den Zusammenbruch der ersten sozialistischen deutsche Republik betreiben; nur so viel: ich bin davon überzeugt, dass u.a. die subkulturellen Szenen bzw. alternativen Gruppen der DDR die Wegbereiter dafür waren. Nicht nur die in der öffentlichen Diskussion stets erwähnten Bürgerrechtsbewegungen, sondern meiner Meinung nach auch die Punks, Grufts, Skinheads etc. der DDR trugen zu dieser bedeutenden Systemveränderung bei; da sie durch ihr stets „sytemwidriges“, provokantes Auftreten und durch jahrelange Querelen mit der Staatsmacht eine allmähliche Liberalisierung der damaligen (Lebens)Verhältnisse forcierten.

Nachdem die DDR als Staat gescheitert war und sich eine rapide Annäherung an den westlichen Teil Deutschlands - im wirtschaftlichen wie politischen - abzeichnete, setzten verschiedene Entwicklungsprozesse in Richtung einer freien, demokratischen und marktwirtschaftlichen Gesellschaftsordnung ein; Ostdeutschland wurde - was einige bedauerten - nicht neu und unabhängig gestaltet, sondern nach westlichem Vorbild umstrukturiert.

Die Bürger der ehemaligen DDR konnten plötzlich frei reisen (was in den Anfängen zu einem erheblichen „Bevölkerungsschwund“ durch Ausreisen führte), konnten frei wählen, konnten durch Einführung der „D-Mark“ plötzlich - mehr oder weniger - wirtschaftsfähig sein, konnten oder vielmehr mußten lernen, ihr Leben autark zu gestalten. Und genau diese Dimension des sich allmählich vollziehenden Transformationsprozesses ist für mich - im Hinblick auf meine Problemstellung - von Interesse.

Meiner Meinung nach war bzw. ist die freie, selbständige Gestaltung der eigenen Biographie die größte „Hürde“ für die ostdeutsche Bevölkerung. Da die Deutsche Demokratische Republik eine stark normierte und reglementierte Gesellschaft mit einem sehr dichten sozialen Netz war, wurden DDR-Bürgern viele Entscheidungen von staatlicher Seite abgenommen. Man mußte sich um Dinge wie Ausbildung, Arbeitsplatz oder Rente keine Sorgen machen; jeder war sozial ausreichend abgesichert. Andererseits gab es auch nicht viele Wahlmöglichkeiten im Hinblick auf die Lebensgestaltung, man konnte weder einen Auslandsaufenthalt, noch berufliche Selbständigkeit oder anderen individuellen Wünschen entsprechende Pläne realisieren. Man könnte soweit gehen zu sagen, die DDR bevormundete ihre Bürger.

Deshalb waren die Mehrheit der Ostdeutschen nach dem gesellschaftlichen Umbruch von Unsicherheiten, Ängsten und (teilweise) dem Unvermögen in einer freien Marktwirtschaft zurecht zu kommen gekennzeichet. Der westdeutsche Arbeitsmarkt, auf dem seit ca. den 70ern diskontinuierliche bzw. reflexive Erwerbsverläufe die Regel und (dauerhafte) Normal-Arbeitsverhältnisse die Ausnahme sind, war eine extrem große Herausforderung für die ostdeutsche Bevölkerung - und ist es für viele bis heute. (1 )

Aber abgesehen von massiven Veränderungen der Arbeitsmarktsituation prägte meiner Auffassung nach ein Entwicklungsprozess, den ich - um mit Ulrich Beck zu sprechen - als Individualisierungsprozess bezeichnen möchte, den sozialen und kulturellen Wandel in Ostdeutschland. Laut Beck, der 1986 mit der „Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne“ die Individualisierungsdebatte begründete, zeichnet sich der Prozess der Individualisierung im wesentlichen durch folgende Punkte aus: (2 )

→ das Denken in Klassen, Schichten oder Ständen wird im Zuge der Modernisierung aufgehoben; Klassenförmigkeit wird durch Individualisierung sozialer Ungleichheiten abgelöst;
→ die Tendenz zur Klassenlosigkeit tritt exemplarisch in der Verteilung der Massenarbeitslosigkeit hervor;
→ Individualisierunstendenzen bedingen/ ermöglichen die Pluralisierung von Lebensformen; die Lebens- und Familienformen verändern sich, werden vielfältiger; es entsteht z.B. der Typus der „Verhandlungsfamilie auf Zeit“;
→ Individualisierung geht einher mit Tendenzen der Institutionalisierung und Standardisierung, Individuen befinden sich in institutionenabhängigen Individuallagen;
→ der Einzelne wird zur lebensweltlichen Reproduktionseinheit des Sozialen, d.h. die Individuen werden zum Gestalter ihrer marktvermittelten Existenzsicherung und darauf bezogenen Biographiegestaltung .

Meine These ist: der Prozess der Individualisierung, der in Westdeutschland ca. in den 60er Jahren einsetzte, begann in Ostdeutschland nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Systems. Allerdings vollzog/ vollzieht er sich in den neuen Bundesländern nicht genau so wie in den alten, was zum Einen an den grund-verschiedenen (politischen) Ausgangsbedingungen und zum anderen am Entwicklungs zeitraum liegen mag. Im Osten Deutschlands gibt es erst seit gut 10 Jahren einen Prozess der Individualisierung, daher mußte er im Osten wesentlich schneller von statten gehen (als in den 30 Jahren in Westdeutschland), um eine baldige (sozial-kulturelle) Angleichung beider deutscher Gesellschaften zu ermöglichen.

Außerdem behaupte ich, dass der Prozess der Individualisierung in Ostdeutschland seit 1989 begleitet wird durch einen Wertewandel, der seiner (Aus)Richtung nach dem Wertewandel in Westdeutschland in/ ab den 60ern sehr ähnlich ist.

Ronald Inglehart entwickelt in „Modernissierung und Postmodernissierung. Kultureller, wirtschaftlicher und politischer Wandel in 43 Gesellschaften“ (3 ) seine Wertewandels- These, die - vereinfacht formuliert - eine Verlagerung der dominanten/ gesellschaftlcih relevanten Werte weg von materiellen hin zu immateriellen/ postmateriellen Werten postuliert.

Laut Inglehart ist in den (westlichen) Industriegesellschaften der Gegenwart ein unvergleichbarer Wohlstand erreicht, die Menschen müssen keine Mangel-Erfahrungen mehr machen. Deshalb werden materielle Werte, die vorrangig dazu dienen, die physischen Bedürfnisse der Individuen zu befriediegen, weniger wichtig (Æ Mangelshypothese!) und immaterielle Werte wie z.B. Selbstverwirklichung, individuelle Lebensqualität, Gruppenzugehörigkeit etc. erlangen größere Bedeutung.

Außerdem wachsen die nachfolgenden Generationen - gemäß der Sozialisationshypothese - mit der Dominanz postmaterieller Werte auf, so dass diese quasi von generationenübergreifender Wirksamkeit sind.

Ich persönlich denke nun, dass der Wertewandel, der sich in Ostdeutschland seit 1989 vollzieht, mit dem Inglehart’schen Konzept zu erklären ist. Meiner Meinung nach hat auch in Ostdeutschland, nachdem die ersten Jahre der Verunsicherung und Orientierungslosigkeit überstanden waren, ein Wertewandel hin zu postmateriellen Werten stattgefunden.

Dieser Wertewandel, der untrennbar mit dem Prozess der Individualisierung und der Pulralisierung von Lebensformen verbunden ist, ist in meinen Augen das ausschlaggebende Moment für die Transformation der sozialen - gerade des subkulturellen - Milieus in Ostdeutschland.

5. das subkulturelle Milieu in Ostdeutschland nach 1989

Durch die eben beschriebenen Veränderungen im sozialstrukturellen Gefüge Ostdeutschlands, haben sich auch die ostdeutschen Milieus verändert; u.a. weil das ökonomische, das sozialmoralische und das Ausbildungs-Kapital der ehemaligen DDR entwertet wurden. Zum Teil haben alte Milieus nur ihre Gestalt geändert, aber teilweise wurden auch alte Milieus durch neue ersetzt; allerdings allmählich, da Milieu- Veränderungen aus graduelle verändernden Prozessen resultieren und nie „von heute auf morgen“ geschehen.

Die Grundzüge der Milieu-Transformation in Ostdeutschland können folgendermaßen charakterisiert werden: (1 )

→ DDR-verwurzelte Milieu (rationalistisch-technokratisches Milieu, status- und karriereorientiertes Milieu) verschwanden bzw. gingen in anderen auf;
→ die bürgerlichen (kleinbürgerliches und bürgerlich-humanistisches Milieu) und die Arbeiter-Milieus (traditionelles und traditionsloses) modernisierten sich;
→ das subkulturelle/ alternative Milieu verschmolz mit/ im hedonistischen Milieu.

Insgesamt veränderte sich die vertikale wie horizontale Lagerung sämtlicher Milieus. Das subkulturelle Milieu der ehemaligen DDR veränderte also seine Gestalt und verschmolz mit dem hedonistischen Milieu.

Für hedonistische Milieus moderner Industriegesellschaften ist die Betonung der Individualität und eine stark ausgeprägte Ich-Bezogenheit ihrer „Vertreter“ charakteristisch. Hedonisten lehnen jede, wie auch immer geartete Reglementierung der individuellen Lebensführung ab; sie leben nach der „Spaß-Maxime“, d.h. sie streben nach einer möglicht aktiven und abwechslungsreichen Freizeit, auch die Arbeit muß in erster Linie Spaß machen.

Dabei sind moderne Hedonisten sehr konsumorientiert und leben schon allein deshalb als angepaßte, in die Gesellschafts integrierte Individuen; sie drängen also nicht auf politische Veränderungen des (kapitalistischen) Systems.

Meiner Meinung nach sind Hedonisten am ehesten als unpolitisch zu bezeichnen, sie interessieren sich nur insofern für Politik, wie sie direkt persönlich davon betroffen sind.

Es scheint nicht verwunderlich, dass das subkulturelle (und alternative) Milieu der DDR mit dem westdeutschen hedonistischen Milieu „verschmolzen“ ist; da beide - trotz vorhandener Unterschiede - Gemeinsamkeiten in ihrer „Ausrichtung“ haben.

Die Gemeinsamkeiten sehe ich persönlich in der spaßbetonten, möglichst autarken, d.h. von „Fremdzwängen“ befreiten Lebensweise; die Unterschiede liegen meines Erachtens im politischen Anspruch, der im subkulturellen Milieu im Gegensatz zum hedonistischen vorhanden ist (mehr oder weniger).

Als Hauptursache dafür, dass sämtliche ehemals subkulturellen oder alternativen Szenen im hedonistischen Milieu „verschmolzen“, möchte ich die vielfältigen (Erlebnis)Möglichkeiten nach der sogenannten Wende benennen. Es gab auf einmal einen wesentlich größeren individuellen Handlungsspielraum, nichts schien unmöglich und die ehemaligen Szenen begannen sich in alle möglichen Richtungen zu „öffnen“ bzw. pluralisierten sich.

„Es ging dann auch nach der Wende schnell, dass sich irgendwelche Grüppchen gebildet haben und sich vieles getrennt hat, allgemein und auch in dieser Szene. Es waren auf einmal ganz andere Möglichkeiten da. Dann haben sich viele verschiedene Szenen gebildet, die sich schon noch überschnitten, sich aber immer extremer ausbildeten. Man hat schnell gemerkt, wenn die Leute gesättigt waren oder alle Möglichkeiten hatte, wurden sie wie alle anderen, und alles war ihnen scheißegal.“ (1 )

Dieser Prozess der Aufspaltung der Szenen war in den ersten Nach-Wende-Jahren begleitet durch ein politisches Chaos, das die Umstrukturierung der ehemaligen DDR mit sich brachte. Aus dieserZeit stamm übrigens auch das geflügelte Wort der „Wilde Osten“. Durch dieses „Chaos“ entstand einerseits ein Freiraum, da die „Ordnungsmacht“ mit dieser Situation der Orientierungslosigkeit überfordert war: „Da in diesen Tagen keiner mehr die geltenden Gesetze beachtete und diese auch nicht von den Behörden durchgesetzt wurden, ...“. (2 )

Andererseits mußte auch die (sub)kulturelle Szene neu strukturiert werden, was angesichts der gesellschaftlichen Lage nicht von heute auf morgen gehen konnte und was sicher auch zur Auflösung fester Szenen beitrug.

„Während die gesamte städtische Kulturszene zusammengebrochen war, ehemalige DDR-Rockidole Teppiche und Pizzas verkauften, waren die wenigen Discotheken Leipzigs und einzelne Großveranstaltungen mit Westpopstars die einzigen Kulturereignisse. Klubs, Szenecafes und -kneipen gab es noch nicht, ...“. (3 )

Die Kontakte zwischen verschiedenartigen Szenen und auch die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Szenen verschiedener Städte wurden außerdem weniger intensiv.

Dies soll nun allerdings nicht bedeuten, dass es nach 1989 keine subkulturellen Tendenzen/ Bewegungen mehr in Ostdeutschland gab; es war einfach nur so, dass die Anzahl der Leute, die aktiv - im Sinne von gestalterisch - in einer subkulturellen Szene verwurzelt waren, weniger wurden. Teils, weil der Reiz der Provokation verloren gegangen war, teils auch weil es nun eine breitere „Palette“ an Lebensentwürfen gab. Aber nicht zuletzt auch, weil das in der DDR so wichtige Gruppengefühl, das Szenen erzeugen, für viele nicht mehr so zentral bei der Lebensgestaltung war. In einer Gesellschaft, in der die subjektive Individualität extrem betont wird - wie es in der westdeutschen der Fall ist - fallen selbst Gruppenzwänge unter Gleichgesinnten schwer.

Allerdings gab es auch Leute, die gerade nach der Angliederung/ Widervereinigung an/ mit Westdeutschland ihr Leben mehr denn je „subkulturell“ gestalteten, nicht wie der ostdeutsche „Mainstream“ leben wollten oder sich durch das kapitalistische Gesellschaftssystem zum politischen „Kampf“ gefordert sahen. Diese fanden sich in (politisch) extremen Randgruppen zusammen; z.B waren die ersten Nach-Wende-Jahre massiv geprägt durch Auseinandersetzung zwischen (sogenannten) Rechts- und Linksradikalen.

Einige begannen auch subkulturelle bzw. soziale Projekte aufzubauen um Raum für die jeweilig präferierte (Teil)Kultur zu schaffen; z.B. entstanden in dieser Zeit in Leipzig der „Eiskeller“(für „Antifas“, „Punks“, „Hardcorer“ etc.) und die „Villa“ (für „Grufties“), die bis heute bestehen, noch.

Aber meiner Einschätzung nach, war es nur der sogenannte „harte Kern“ - also die Minderheit - der jeweiligen Szene, der auch nach ’89 noch poltisch oder (sub)kulturell aktiv war; die zahlenmäßig weitaus größere Gruppe der sogenannten „Mitläufer“, die es in jeder Szene gab, löste sich in der Regel recht schnell von selbiger. Nach ’89 zeigte sich also rasch, wer die „Echten“ und wer nur Freizeit-Punk/ -Gruft/ -Skin etc. war. Dadurch ist auch die kurzzeitige „Schließung“ subkultureller Szenen zu erklären, die Anfang der 90er regen Zulauf hatten, aber sehr mißtrausich auf alles/ jeden Fremden reagierte; persönliche Kontakte zum Kern der Szene waren die beste bzw. einzige Referenz um in einer bestimmten Szene „aufgenommen“, um akzeptiert zu werden.

Bis ca. Mitte der 90er war die gesellschaftliche Transformation in Ostdeutschland zu großen Teilen „bewältigt“; soll heißen: die Orientierungslosigkeit der Anfangsjahre war einer gezielten Umstrukturierung gewichen, die ehemalige DDR wurde schrittweise den Verhältnissen Westdeutschlands angepaßt.

Im Zuge dessen war auch bei der Entwicklung verschiedener ehemals subkultureller oder alternativer Szenen eine eindeutige Richtung zu erkennen. Ehemalige alternative Kreise, Bürgerrechtsbewegungen u.ä. zogen sich aus dem politischen Geschehen zurück; bis auf Ausnahmen, die sich dem neuen politischen System schnell anpaßten und weiterhin versuchten, bürgernahe Politik durchzusetzen.

Der Großteil des subkulturellen Milieus differenzierte sich jedoch - aus den eben beschriebenen Gründen - aber lösten sich gleichzeitig auch sämtliche (jugendkulturelle) Szenen auf ?!

Meiner Meinung nach hatten subkulturelle Szenen im wiedervereinigten Deutschland völlig veränderte Existenzgrundlagen, da die gesellschaftlichen Bezugssysteme für selbige sich grundlegend geändert hatten. Das kann zum Einen mit dem völligen politische (Um)Bruch, zum Anderen mit dem oben beschriebenen Individualisierungsprozess und dem damit einhergehenden Wertewandel begründet werden. Ich möchte nun kurz erläutern, wie die subkulturellen Szenen auf diese neuen Existenzbedingungen reagierten.

Die meisten subkulturellen Szenen der ehemaligen DDR haben meiner Meinung nach die gesellschaftliche Transformation gut „überstanden“, soll heißen: sie existieren heute noch annähernd so wie vor 10 oder 15 Jahren, haben ihre Gestalt zwar dem neuen System anpassen müssen, aber die Szene als solche war nie wirklich „gefährdet“. Als Beispiele für diese Behauptung möchte ich die Punk-Szene, die Rock-Szene, die Skinhead-Szene und die Grufti-Szene benennen; die in meinen Augen schon fast als „klassische“ Szenen bezeichnet werden können, da sie bereits seit mindestens 20 Jahren bestehen. Obwohl die genannten Jugendkulturen sich von ihrer (kulturellen) Richtung unterscheiden, ist ihnen gemeinsam, dass sie gegen gesellschaftlichen Veränderungen scheinbar resistent sind. Zwar hat jede dieser Szenen ihre „Blütezeit“ bereits hinter sich [Punk: 70er/ 80er; Rock: 80er; Skins: 70er; Gruftis: 80er] , aber es gab stets ausreichend „Anhänger“ der jeweiligen Szene, um deren Fortbestand zu sichern. Meiner Meinung nach sind sie sogar so stabil, im Sinne von jederzeit „attraktiv“, dass es stets aureichend Punk-/ Skin-/ Gruft- etc. Sympathisanten geben wird und diese Szenen auch zukünftig - wenn vielleicht auch in geringerem Ausmaß - bestehen werden.

Meiner Auffassung nach gab es aber auch einige Gruppierungen innerhalb des subkulturellen Milieus in der DDR, die den gesellschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Umbruch nicht ohne gravierende Veränderungen überstanden haben. Als Beispiel dafür möchte ich die - gerade in den 80ern sehr populäre - Szene der alternativen (Lebens)Künstler und Aussteiger, die vorrangig in Ost-Berlin viele Anhänger hatte, benennen. Diese kulturelle Gruppierung hat sich nach der Wende sehr schnell „westlich“ orientiert bzw. sich rasch und gut in’s marktwirtschaftliche System integriert, wobei meiner Meinung nach der subkulturelle Anspruch bei vielen Anhängern über die Jahre verloren gin. Die meisten leben heute als angepaßte Bürger; viele sind dem hedonistischen Milieu, einige aber auch dem alternativen/ linken Milieu, dem aufstiegsorientierten Milieu oder auch dem technokratisch-liberalen Milieu.

Aber entscheidender als die politischen Veränderungen unmittelbar nach dem Zusammenbruch der DDR beeinflußten die gesellschaftlichen bzw. kulturellen Entwicklungen Anfang/ Mitte der 90er Jahre die subkulturellen Milieus/ Szenen Gesamtdeutschlands. Ich habe weiter oben bereits angesprochen, dass die Nach- Wende-Jahre in Ostdeutschland durch eine plötzliche, rasante „Expolosion“ der Möglichkeiten gekennzeichnet waren; nach Jahrzehnten staatlicher Reglementierungen schien auf einmal alles möglich. Aber auch Westdeutschland war zu dieser Zeit (Anfang der 90er) von einer Inflation der (freizeit-kulturellen) Angebote gekennzeichnet.

„Jugendkultur explodiert in eine schnellebige Vielfalt, die es bislang in dieser Intensität noch nicht gegeben hat. Analog und quasi begleitend zur differenzierung der ‚modernen Perönlichkeit‘ und der Beschleunigung der Trends multiplizieren sich die Wahlmöglichkeiten.“ (1 )

Janke/ Niehues erklären diese Multioptionalität der Angebote vorrangig durch technische und wirtschaftliche Faktoren; in den 90ern werden Trends oftmals von der Wirtschaft gesetzt bzw. durch die Werbewirtschaft propagiert, einziges Ziel: immer neue Märkte erschließen um einen stets hohen Umsatz zu haben. Gute Beispiele hierfür sind Trendsportarten wie Skateboarden, Snowboarden, Streetball, Carven, Surfen etc.; von denen einige zwar in subkulturellen Kreisen entwickelt wurden, aber früher oder später sind alle der (Sportartikel)Industrie „zum Opfer“ gefallen. Aber auch die Bekleidungs-, Musik-, Computer-, Film- etc. Industrie haben eine ausgeprägtes Interesse an der stetigen Produktion neuer Trends, an der Erschließung der allerletzten Marktlücke.

Die Jugendlichen, welche die diversen Trends umsetzen/ erleben sollen - und dieser auch bedürfen - gehören der kaufkräftigsten Schicht der 16 - 30jährigen an und geben nicht selten ein Vermögen (und mehr als das Taschengeld) aus, um jeden Trend mitzumachen. Die Absatzzahlen an Musikzeitschriften, Tonträgern, Videos, Computerspielen, aber auch Bekleidung und Freizeit-/ Sportgeräten bestätigen dies. (1 )

Genau hier sehe ich persönlich den unterschied zwischen einem industriell gesetztem „Hype“/ Trend und Elementen subkultureller Lebensweise. Diese mag zwar so manchem Trend zugrunde liegen, aber wirkliche Sub-Kultur zeichnet sich u.a. auch dadurch aus, nicht auf die (Massen)Erzeugnisse der Wirtschaft angewiesen zu sein. Zum Beispiel ist Skateboarden in den 90er zwar zur Trensportart mutiert, aber die „echten“ Skater, also die mit Bezug zur Szene, bedienen sich der szene-immanenten Infra-Struktur; d.h. kaufen ihre Skateboards nicht im städtischen Kaufhaus sondern bei einer kleinen Skate- Firma (in Leipzig gibt es z.B. einen kleine Skateboard-Firma, die unter den wahren Skatern „Kult“ ist).

Aber nicht selten werden jugendliche Subkulturen regelrecht nach markt-chancen- reichen Innovationen ausspioniert...

„Trends werden immer schnellebiger und für den Außenstehenden immer unüberschaubarer - und häufig auch unglaubwürdiger. Die 90er setzen hierin Maßstäbe wie kein anderes Jahrzehnt zuvor. Das wird noch eine Weile so weitergehen, denn schließlich haben sich in Unternehmen und Agenturen mittlerweile ganze Abteilungen auf das Indentifizieren und Auswerten von Trend spezialisiert Besonders gern treiben sich die Trend-Scouts in den jungen Szenen herum.“ (2 )

Aber es gilt zu betonen, dass die Industrie nur den Bedürfnissen einer individualisierten bzw. pluralisierten Gesellschaft gerecht zu werden versucht; d.h. sämtliche Trends, verschiedene Szenen etc. beruhen auf dem Streben nach ausgeprägter Individualität, nach Einzigartigkeit. Dieses Streben jedoch, in seiner Persönlichkeit und in seiner Lebensgestaltung einzigartig oder „anders“ zu sein, sich also gegenüber der Masse abzusetzen, ist nach Folge des Individualisierungsprozesses, der - wie bereits gezeigt - durch einen Wertewandel begleitet wird und ist kennzeichnend für den modernen Menschen, die heutige „Multioptions-Gesellschaft“.

Und dieses Streben nach Einzigartigkeit trug meiner Einschätzung nach maßgeblich dazu bei, den ehemaligen DDR- subkulturellen-Szenen - die sich zum Teil stark, zum Teil weniger stark transformierten - ihre gesamtgesellschaftliche Relevanz zu nehmen.

6. die Zukunft jugendlicher Subkulturen

Meiner Meinung nach wird sich die eben beschriebene Entwicklung der freizeitkuzlturellen Differenzierung auch in Zukunft fortsetzen. Die soziale Bindungskraft von festen Gruppen - wie subkulturelle Szenen sie haben - wird weniger wichtig, wenn auch nie wirklich unwichtig werden; deshalb werden solche Gruppierungen auch in individualisierten Gesellschaften (weiter)bestehen.

Außerdem bin ich davon überzeugt, dass sich die (jugendliche) Persönlichkeiten in Zukunft über die individuell gewählte Kombination an verschiedenen Vorlieben/ Stilpräferenzen definieren und abgrenzen werden müssen. Distinktion wird also eine sehr individuelle (Haupt)Aufgabe, wobei jeder Einzelne bei der Gesaltung seiner Persönlichkeit (und seiner Biographie) unter zunehmend mehr Handlungs- bzw. Stilalternativen wählen kann/ muß. Die Multioptions-Gesellschaft erleichtert also einerseits die Differenzierung der Persönlichkeit, erzeugt aber andererseits gerade dadurch auch sozialen Druck (der u.a. in Form von Konsumstreß hervortritt); den Druck zur ausgeprägten, einzigartigen Individualität.

„Um so schwerer fallen Entscheidungen, denn jede Entscheidung für etwas ist automatisch auch eine Entscheidung gegen etwas. Und das, was einem entgeht, wird immer größer und vielfältiger sein als das, für das man sich entscheidet. Die Folge ist das andauernde Gefühl, grundsätzlich etwas zu verpassen ... Dieser Freizeit-Terror führt folgerichtig zu einem Gefühl kompletter Überforderung: Jugendliche empfinden die Organisation der Zeit, die sie nicht in Arbeit stecken müssen, als Streß.“ (1)

Der moderne Mensch - nicht nur Jugendliche - ist in der individualisierten Gesellschaft also immer mehr Fremdzwängen, immer mehr äußeren Bestimmungsfaktoren erlegen. Die Frage ist, inwieweit man es dann wirklich noch mit individuellen Persönlichkeiten zu tun hat oder ob Individualisierung nicht auch eine gewisse Konformität erzeugen kann ?!

Konkret bezogen auf die Erscheinungsformen jugendlicher bzw. subkultureller Szenen möchte ich prognostizieren, dass diese in Zukunft stärker als in der Vergangenheit auch von technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen abhängen werden.

Neue Technologien haben bereits in den 90ern die gesamte kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung stark beeinflußt, demzufolge verändern sich auch Jugend- bzw. Subkulturen durch neue technische Möglichkeiten; Computerspiele, „Gameboys“, das Internet/ weltweite Vernetzung, „Hackertum“ etc. sind einige wenige Beispiele dafür. Und die Wirtschaft wird noch stärker als bisher versuchen, neue Trends (Moden/ Sportarten/ Freizeitbeschäftigungen) zu entwickeln, um aus diesen Gewinne zu erzielen; ich bin davon überzeugt, dass in Zukunft die Grenze zwischen industriell erzeugten und (sub)kulturell geprägten „Hypes“ (2) bzw. zwischen Massenkultur und Subkultur noch stärker verschwimmen wird.

Ein gutes Beispiel für die rentable Vermarktung eines - subkulturell entwickelten - Trends ist in meinen Augen Skateboarden; die ehemals von einigen „Freaks“ betriebene Sportart wurde in den 90ern zum massenkompatiblen Geschäft ausgebaut und mittlerweile hängt ein eigener „Industriezweig“ (Bekleidung und „Hardware“) daran.

Desweiteren glaube ich, dass die Grenzen zwischen verschiedenen Szenen zunehmend verschwimmen werden; eine Entwicklung, die meiner Meinung nach schon die „späten“ 90er geprägt hat. Insbesondere werden äußere Erkennungszeichen (Mode/ Styling) an Bedeutung verlieren, allein dadurch das die Modeindustrie mittlerweile sämtliche Trends/ Stylingvarianten vermarktet und es immer schwieriger wird, sich wirklich auffällig und individuell zu kleiden. „Dresscodes“, die noch in den 80ern - für bestimmte Szenen - sehr wichtig waren (als optische Erkennungszeichen, zur Identifikation) werden dies in Zukunft nicht mehr sein.

Aber ob deshalb innere Werte, Einstellungen, Überzeugungen wichtiger werden ?!

7. Zusammenfassung

Mit der vorliegenden Hausarbeit „Transformation subkultureller Milieus/ Szenen in Ostdeutschland seit ‘89“ wollte ich einen Beitrag zur Milieuforschung - wenn auch im Kleinen - leisten; ich hoffe dies ist mir in Ansätzen gelungen. Abschließend möchte ich kurz das Wichtigste zusammenfassen, um die Ergebnisse meiner Auseinandersetzung sozusagen „auf den Punkt“ zu bringen, noch einmal zu benennen.

Nach Erläuterung der Problemstellung habe ich erklärt, dass Milieus Gruppen von Personen sind, die ähnliche subjektive Merkmale bzw. ähnliche, individuell gewählte Lebensstile haben und zwischen denen eine festere Beziehung besteht, als zu anderen Mitgliedern einer Gesellschaft (eine Art „Netzwerk“). Im subkulturellen Milieu werden diejenigen, die sich in ihrer Art der Lebensgestaltung bewußt gegenüber der Massenkultur / dem „Mainstream“, also der überwiegenden Mehrheit einer sozialen Gemeinschaft abzugrenzen versuchen, zusammengefaßt. Wobei man „Subkultur(en)“ stets in verschiedene „Szenen“ unterteilen kann, die wiederum in sich relativ geschlossene, auf gemeinsame Lebensentwürfe, Wert-/ Normvorstellungen und kulturelle Präferenzen beruhende Gruppierungen darstellen.

Ich habe zu zeigen versucht, wie das subkulturelle Milieu der DDR beschaffen war; dass verschiedene subkulturelle Szenen existierten, die aufgrund der gesellschaftspolitischen Situation vor 1989 relativ klein und untereinander „vernetzt“ waren. Und dass die Subkultur-Szenen der DDR - im Gegensatz zu heute -nicht nur von kultureller, sondern unwillkürlich auch von politischer Bedeutung waren.

Anschließend habe ich die Entwicklung Ostdeutschlands seit 1989 insofern skizziert, wie es für meine Auseinandersetzung relevant war. Ich habe dabei erklärt, warum meines Erachtens nach der gesellschaftliche und kulturelle Prozess der Individualisierung, welcher sich nach ’89 auch in Ostdeutschland rasant vollzog und der von einem Wertewandel von materiellen hin zu postmateriellen (dominierenden) Werten begleitet ist, wichtig für die Analyse der Transformation von Milieus/ eines Milieus ist.

Ich habe gezeigt, dass das subkulturelle Milieu der DDR sich in den Nach-Wende-Jahren vorwiegend im (westdeutschen) hedonistischen Milieu, aber teilweise auch in anderen, auflöste. Dass es im heutigen Gesamt-Deutschland zwar noch subkulturelle Szenen oder Tendenzen gibt, diese aber nicht - wie in der DDR - explizit zu einem Milieu zusammengefaßt werden; u.a. weil sie sich so stark differenziert haben, dass sie (sozialstrukturell) eher als zu verschiedenen Milieus zugehörig betrachtet werden.

Wobei ich auch versucht habe, diese „Umstrukturierung“ nicht nur genauer zu beschreiben, sondern auch mögliche Erklärungsansätze aufzuzeigen.

Abschließend habe ich dann noch einige Gedanken zur Zukunft dieser Szenen bzw. jugendlicher Subkulturen generell zu erörtern. Ich bin davon überzeugt, dass in den nächsten Jahren (subkulturelle) Szenen weniger bedeutend sein werden; dass die moderne Persönlichkeit sich zunehmend über die individuelle Kombination an Verhaltens- / Stil- / Wertpräferenzen definiert und dadurch die Identifikation mit einer bestimmten Gruppe unattraktiver wird. Außerdem werden diese Szenen immer stärker von äußeren Einflüssen bestimmt (Wirtschaft / Industrie / Technik) bzw. durch diese „verkommerzialisiert“.

Dennoch wird es Jugend- und Subkulturen meiner Meinung nach immer geben, sie sind ein integraler Bestandteil der (Gesamt)Kultur einer Gesellschaft. Und dies ist auch gut so, jugendliche Subkulturen können Massenkultur einer Gemeinschaft mit innovativen Ideen bereichern oder deren entwicklung durch provokative Einstellungen dynamisieren.

LITERATURVERZEICHNIS

- Hans Paul Bahrdt: Schlüsselbegriffe der Soziologie, C.H.Beck, München, 1994
- Ralf Vollbrecht: Von Subkulturen zu Lebensstilen - Jugendkulturen im Wandel, in: SpoKK (Hrsg.): Kursbuch Jugendkultur. Stile, Szenen und Identitäten vor der Jahrtausendwende; Mannheim; 1997
- Remath/ Schneider (Hrsg.): Haare auf Krawall. Jugendsubkultur in Leipzig 1980 bis 1991; Connewitzer Verlagsbuchhandlung; Leipzig; 1999
- Peter A. Berger: Individualisierung: Statusunsicherheit und Erfahrungsvielfalt; Westdeutscher Verlag; Opladen; 1996
- Gerd Mutz: Institutionalisierung reflexiver Erwerbsbiographien in West- und Ostdeutschland, in: Institution und Biographie. Hrsg. Von Hoerning/ Corsten; Centaurus-Verlagsgesellschaft; Pfaffenweiler; 1995
- Mayer/ Solga/ Diewald: Kontinuitäten und Brüche in den Erwerbs- und Berufsverläufen nach der deutschen Vereinigung, in: Der ostdeutsche Arbeitsmarkt in Gesamtdeutschland, Hrsg. Von Beer, Brinkmann, Decke, Schenk; Leske+Budrich; Opladen; 1997
- Ulrich Beck: Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne; Suhrkamp Verlag; Frankfurt am Main; 1986
- Ulrich Beck: Die Individualisierungsdebatte, in Schäfers (Hrsg.): Soziologie in Deutschland. Entwicklung, Insitutionalisierung und Berufsfelder. Theoretische Kontroversen; Opladen; 1995
- Ronald Inglehart: Modernisierung und Postmodernisierung. Kultureller, wirtschaftlicher und politischer Wandel in 43 Gesellschaften; Frankfurt am Main; 1998
- Müller/ Hofmann/ Rink: Diachrone Analyse von Lebensweisen in den neuen Bundesländern, in: Hradil/ Pankoke (Hrsg.): Aufstieg für alle?; Opladen; 1998
- Janke/ Niehues: Echt abgedreht. Die Jugend der 90er Jahre; C.H.Beck; München; 1995

[...]


(1 ) = vgl. Durkheim 1970, S.194 f.

(1 ) = vgl. Hofmann / Rink in Schwenk (Hg) 1996, S. 183

(2 ) = vgl. Lepsius 1993, S.38

(3 ) = Hradil 1987, S. 165

(4 ) = vgl. Hofman / Rink 1996, S. 186

(5 ) = Schulze 1992, S.23

(1 ) = Bertelsmann Lexikon 1996, S.900

(2 ) = Bahrdt 1984, S.93

(3 ) = Vollbrecht in SpoKK 1997

(1 ) = „Haare auf Krawall“ S.17/18

(2 ) = „Haare auf Krawall“ S.231

(3 ) = Janke/ Niehues 1995, S.17

(1 ) = vgl. hierzu: Peter A. Berger 1996; Gerd Mutz 1995 und Mayer/ Solga/ Diewald 1997

(2 ) = vgl. Ulrich Beck 1986, 1995

(3 ) = vgl. Inglehart 1998

(1 ) = vgl. hierzu: Müller/ Hofmann/ Rink 1998

(1 ) = „Haare auf Krawall“ S. 233

(2 ) = ebd. S.241

(3 ) = ebd. S.241

(1 ) = Janke/ Niehues 1995, S. 125

(1 ) = Janke/ Niehues 1995, S.138

(2 ) = vgl. ebd. S.121

18 von 18 Seiten

Details

Titel
Transformation subkultureller Milieus
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Seminar
Note
3
Autor
Jahr
2000
Seiten
18
Katalognummer
V100239
Dateigröße
408 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transformation, Milieus, Seminar
Arbeit zitieren
Sabine Hahn (Autor), 2000, Transformation subkultureller Milieus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100239

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