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Diskussion über Wertigkeit und Einflüsse fiktiver Objekte

Titre: Diskussion über Wertigkeit und Einflüsse fiktiver Objekte

Dossier / Travail , 2019 , 11 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Jonathan Geisler (Auteur)

Philosophie - Divers
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Welchen Status haben fiktive Objekte in der materiellen Welt?

Viele verschiedene Ansichten sind über die Existenz und die Eigenschaften von Fiktion und fiktiven Gegenständen bekannt. Eine der gröberen Aufteilungen, die sich durchgesetzt hat, ist die zwischen Realismus und Antirealimus wie beschrieben im Text: „Fictional Entities“, geschrieben von Fred Kroon und Alberto Voltolini im Jahr 2018, aus „The Stanford Encyclopedia of Philosophy“.
Dort heißt es als Definition: „Those who do not believe that there are any fictional entities (fictional antirealists, as we shall call them) will claim that the nonexistence datum has an ontological reading only: to say that fictional entities do not exist amounts to saying that in the overall domain of what there is there are no such things as fictional entities. “ (Fictional Entities, 2018, Fred Kroon und Alberto Voltolini). Das bedeutet, fiktionale Antirealisten glauben, das fiktive Gegenstände und Personen (oft werden Personen in diesem Zusammenhang auch als Gegenstände bezeichnet) keine Entitäten sind, keine Existenz in der Gesamtheit unserer physischen Welt haben. Es gibt sie schlicht und einfach nicht. Über Realisten sagt der Text des Weiteren: „As they see it, fictional realists (those who do believe that there are fictional entities) are the only ones to give the datum a certain metaphysical reading, namely that fictional entities have the property of not existing (in some sense or other).“, auch wenn nicht alle Realisten die Meinung vertreten, dass Existenz nötiger Weise eine Eigenschaft ist. Beispielsweise gibt es Realisten, die meinen, fiktive Gegenstände seien abstrakte Gegenstände, ähnlich wie Zahlen (zB Peter van Inwagen). Andere halten sie für konkrete, mögliche Individuen (David Lewis).
Unter diesen zwei großen Kategorien gibt es noch viele weitere, meist feinere Unterscheidungen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Eigenschaften der Fiktivität

1.1 Realismus vs. Antirealismus

1.2 Fiktionalität vs. Nicht-Fiktionalität

1.3 Eigenschaften fiktiver Objekte und Personen

2. Realität in Fiktion

2.1 Reale Personen in fiktiven Werken

2.2 Reale Orte und Objekte in fiktiven Werken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophischen Grundlagen der Existenz und Beschaffenheit fiktiver Objekte. Dabei liegt der Fokus auf der Abgrenzung zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Werken sowie der Frage, wie fiktiven Entitäten Eigenschaften zugeschrieben werden können und inwiefern reale Elemente in fiktiven Kontexten existieren.

  • Ontologische Kategorien fiktiver Objekte (Realismus vs. Antirealismus)
  • Kriterien der Unterscheidung zwischen Fiktion und Nicht-Fiktion
  • Zuschreibung von Eigenschaften zu fiktiven Personen und Objekten
  • Die Rolle der Subsistenz und "Make-believe"-Theorien
  • Verhältnis von realen Personen, Orten und Objekten zu deren fiktionaler Darstellung

Auszug aus dem Buch

1.3 EIGENSCHAFTEN FIKTIVER OBJEKTE UND PERSONEN

Wie oben beschrieben gibt es viele Untertheorien zu Fiktionalität. Doch eins haben sie alle, bis auf die des Anti-Realismus gemein: Die Objekte und Personen in der Fiktion haben gewisse Eigenschaften. Ein sehr gerne hergenommenes Beispiel ist der bekannte Detektiv Sherlock Holmes aus der Bücherserie von Arthur Conan Doyle, geschrieben zwischen 1887 und 1927 mit 56 Kurzgeschichten und vier Romanen. Aus diesen zahlreichen Geschichten und aus Verfilmungen kennt fast jeder den etwas seltsamen Detektiv aus der Baker Street 221b.

Dabei stellt sich die Frage, wie, wenn Sherlock Holmes gar nicht existiert und nur fiktiv ist, er trotzdem kokainabhängig sein kann, wie er in der Baker Street wohnen kann und einen Kriegsveteranen namens John Watson als Freund haben kann; wie er ständig Pfeife rauchen und eine Deerstalker Mütze tragen kann. Wie kann es sein, dass wir, obwohl diese Person ja nicht wirklich, physisch existiert, trotzdem all diese Eigenschaften mit ihm verbinden? Und was macht das mit unserer Theorie von Fiktion?

Die Meinongianer (nach Alexius Meinong, 1853-1920) haben da eine ganz einfache Antwort. Sherlock Holmes ist eine Entität, die die Eigenschaft hat, nicht zu existieren (und auch nie existiert zu haben). Demzufolge kann man diesen Entitäten Eigenschaften (wie die, nicht zu existieren) zuschreiben. Und es sind auch weitere Zuschreibungen möglich, wie zum Beispiel die übermenschliche Klugheit und die unschlagbaren Fähigkeiten der Deduktion. Zuschreiben heißt hier, dass ein Autor oder eine Autorin in seinem/ihrem Werk eine Eigenschaft zu einer Entität bringt, z.B. „Sherlock Holmes ist kokainabhängig.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Eigenschaften der Fiktivität: Dieses Kapitel erläutert die philosophische Debatte um die Existenz fiktiver Gegenstände und differenziert zwischen realistischen und antirealistischen Positionen.

1.1 Realismus vs. Antirealismus: Es wird die grundlegende ontologische Frage behandelt, ob fiktive Entitäten existieren oder ob sie lediglich als Nicht-Existentes betrachtet werden müssen.

1.2 Fiktionalität vs. Nicht-Fiktionalität: Hier werden Kriterien untersucht, anhand derer sich fiktionale von nicht-fiktionalen Texten unterscheiden lassen, unter Einbeziehung von Theorien wie der von John R. Searle oder Stacie Friend.

1.3 Eigenschaften fiktiver Objekte und Personen: Dieses Kapitel widmet sich der Frage, wie fiktiven Charakteren wie Sherlock Holmes Merkmale zugeschrieben werden können, obwohl sie physisch nicht existieren.

2. Realität in Fiktion: Der Fokus liegt auf der Verflechtung von Fiktion und Realität, insbesondere durch die Verwendung realer Personen, Orte und historischer Ereignisse in fiktiven Kontexten.

2.1 Reale Personen in fiktiven Werken: Die Untersuchung befasst sich damit, wie reale Personen als Inspiration dienen und wie der Wahrheitsanspruch in Werken behandelt wird, in denen reale Persönlichkeiten fiktionalisiert werden.

2.2 Reale Orte und Objekte in fiktiven Werken: Dieses Kapitel analysiert, wie reale Orte oder Objekte in fiktive Erzählungen integriert werden und welche Grade der Existenz diesen in fiktiven Werken zugeschrieben werden können.

Schlüsselwörter

Fiktion, Fiktivität, Realismus, Antirealismus, Ontologie, Fiktionale Entitäten, Sherlock Holmes, Alexius Meinong, Subsistenz, Make-believe-Theorie, John R. Searle, Stacie Friend, Fiktionale Namen, Wahrheitswert, Fiktionalisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit diskutiert die philosophische Natur fiktiver Objekte, wie deren Existenzstatus eingeordnet werden kann und wie wir sinnvoll über fiktive Personen und Orte sprechen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Unterscheidung von Realismus und Antirealismus bezüglich Fiktion, die Abgrenzung von Fiktion und Nicht-Fiktion sowie die Zuschreibung von Eigenschaften an fiktive Entitäten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die komplexen ontologischen Fragen zu klären, ob und wie fiktive Objekte existieren und wie sie sich zu unserer physischen Realität verhalten.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf bekannte philosophische Ansätze, darunter die von Fred Kroon, Alberto Voltolini, John R. Searle, Stacie Friend und Alexius Meinong.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Eigenschaften der Fiktivität – einschließlich der Frage nach Realismus und der Natur fiktiver Merkmale – sowie die Analyse der Verknüpfung von realen Personen, Orten und Objekten mit fiktiven Werken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Fiktionalität, Ontologie, Subsistenz, Realismus-Antirealismus-Debatte und Fiktionale Entitäten charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die "Subsistenz" bei Meinong von der allgemeinen Nicht-Existenz?

Nach Meinong subsistieren Objekte dann, wenn sie zwar in der physischen Welt nicht existieren, aber vorstellbar sind, womit er eine Zwischenkategorie für fiktive oder abstrakte Entitäten einführt.

Wie gehen Autoren laut der Arbeit mit der Integration realer Orte in Fiktion um?

Die Arbeit zeigt, dass reale Orte oft als Inspiration dienen und nur teilweise verändert werden, wobei eine klare Grenzziehung zwischen fiktionalem und nicht-fiktionalem Teil oft schwierig ist.

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Résumé des informations

Titre
Diskussion über Wertigkeit und Einflüsse fiktiver Objekte
Université
Ruhr-University of Bochum
Note
2,3
Auteur
Jonathan Geisler (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
11
N° de catalogue
V1005981
ISBN (ebook)
9783346389459
Langue
allemand
mots-clé
diskussion wertigkeit einflüsse objekte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jonathan Geisler (Auteur), 2019, Diskussion über Wertigkeit und Einflüsse fiktiver Objekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1005981
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Extrait de  11  pages
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