Die Geschichte von Massada. Das Symbol jüdischer Freiheit


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

7 Seiten, Note: 1+


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Massada und seine Geschichte

Massada ist das Symbol jüdischer Freiheit

Massada ist ein Felsen, der in erhabener Einsamkeit aus der Judäischen Wüste emporragt. Auf dem Westufer des Toten Meeres, der tiefsten und einer der verlassensten Regionen der Erde gelegen, stellt Massada einen Ort von eindrucksvoller, majestätischer Schönheit dar. Masada war zugleich auch der Schauplatz einer der dramatischen Episoden in der Geschichte. Vor 19 Jahrhunderten beschloß eine Gruppe von Freiheitskämpfern, die sich auf diesem öden Hochplateau gegen die Macht des alten Rom verschanzt hatten, lieber sich selbst zu töten, als sich dem Joch fremder Unterdrückung zu unterwerfen. Letzter Widerstand.

Wie genau es zu diesem höchst beeindruckenden, aber natürlich traurigem Ereignis kam, kann nur erklärt werden, indem man sich die genauen Züge und Strategieausführungen beider Parteien, die politisch bis hin zu Kleopatra verstrickt sind, anschaut, und diese Schritt für Schritt analysiert. Es ist einfacher zu verstehen, wenn vorher ein durchaus nötiger Exkurs in die Geschichte dieses Platzes gemacht wird.

Dies nun, ohne zu weit auszuholen:

Der Gipfel war im ersten Jahrhundert vor christlicher Zeitrechnung von König Herodes dem Großen zu einer Festung ausgebaut worden. Er ließ am Rande des Hochplateaus eine Mauer errichten, sowie Wehrtürme, Vorratshauser, große Zisternen zur Wasserversorgung, Kasernen und einen prächtigen Palast bauen. Masada diente Herodes als persönliche Zitadelle; als Zufluchtsstätte für den Fall, daß seine Untertanen ihn absetzten, und als Hort vor seiner Feindin Kleopatra, die -wie berichtet wird-oft gegenüber Marcus Antonius ihren Wunsch äußerte, das Königreich Ägypten bis nach Judäa (der Felsen liegt in der Judäischen Wüste) auszudehnen.

Nun lebte hier nur noch ein Zusammenschluß von vielleicht 1000 Menschen, auch Vertriebene aus Jerusalem, die mutig ihrem Schicksal harrten; Sie faßten den gemeinsamen Beschluß, den Kampf gegen die römische Unterdrückung fortzusetzen.

Bis zum Jahre 72 blieben sie in ihrer Bleibe unangefochten, doch dann führte der römische Gouverneur Flavius Silva eine große römische Legion heran, die am Fuße der unzugänglichen Felsenfestung ihr Lager aufschlug und mit der Belagerung der auf dem Hochplateau ausharrenden Verteidiger begann. Rund um die dem Untergang geweihte Festung wurde eine Belagerungsmauer gezogen. Ferner wurde eine gewaltige Rampe aus Felsbrocken und Erde errichtet.

Nun ist es sinnig, sich den exakten Verlauf der kriegerischen Geschehnisse zu veranschaulichen, dem immer eine Aktion der Römer vorgeht auf die die Juden reagieren, reagieren müssen. Alles startet mit einer Aussprache des römischen Feldherren, der damit droht, Geiseln durch eine Schleuder zu töten. Die Menschen auf der Festung sind geschockt und verstört, doch ihr Anführer entscheidet mit ihnen, es erst zuzulassen, auch wenn man ihnen die Qual in ihren Gesichtern ansieht.

Nun werden die Drohungen der Römer am Fuß der Festung offensiver, auch eine zweite Geisel wird getötet. Der Anführer der Juden hält Zwiesprache mit Jahwe, zeitgleich kommt es im römischen Lager zu einer großen Meinungsverschiedenheit der beiden Anführer.

Eine Pfeilbotschaft der römischen Feldherren wird auf die Festung geschossen, eine Kriegserklärung.

Kurz darauf kommt es im Gebirge zu einem Zusammentreffen beider Führer, der der Römer und der der Juden. Haß zeigt sich, und Unverständnis, doch weder der eine noch der andere agieren körperlich.

Während der ganzen Zeit bauen die Römer noch an der Rampe, die den erhofften Einsturz der Festung bewirken soll, die Arbeiter haben harte Bedingungen. Die Juden beschließen in einem Treffen einstimmig, nun die Defensive hinter sich zu lassen und sich zu verteidigen, sie Stützen den Felsen durch Balken, bereiten Pech und heißes Wasser vor.

Dies zeit einen Teilerfolg als die Römer, nachdem sie die Ramme endlich fertiggestellt haben, die Festung stürzen wollen. Dies mißlingt, sie brechen ab und ziehen sich zur Beratung zurück. Auch dort gibt es wieder Unstimmigkeiten zwischen den Römern, denn gleichzeitig wird bei ihnen ein in dieser Lager völlig unangebrachter Machtkampf der beiden Führer ausgetragen.

Sie entschließen sich, mit Brandpfeilen von der Ramme aus vorzugehen. Die Juden verteidigen sich durch Bogenschützen, doch nicht genug, da ihre stützende Mauer Feuer fängt. In Verzweiflung betet der jüdische Führer, und, es ist ein Zufall oder er ist erhört worden, dreht der Wind und der römische Zug fängt Feuer. Wieder herrscht große Freude bei den Juden über diesen Teilerfolg, fühlen sie sich doch durch ihren Zusammenhalt und Gottesglauben bestätigt. Sie ahnen nicht, dass die Römer nach wie vor unnachgiebig sind und eine neue Taktik besprechen.

Sie mißachten die Schäden in der Ramme und schaffen es schließlich, sie zu durchbrechen. Die Juden erkennen die Ausweglosigkeit ihrer Lage, durchdenken noch eine Flucht, doch besinnen sich und treffen, eine höchst grausame, aber beachtlich richtige Entscheidung.

Der römische Feldherr persönlich betritt die Festung Massada über eine Leiter und will sie inspektieren. Doch es herrscht Stille. Soldaten und Führer sind verwirrt, das sie weder einen Menschen sehen, noch sonstige Reaktionen verlautet werden. Die Lage ist undurchschaubar. Bis einer der römischen Soldaten die Juden findet; sie liegen alle tot in ihren Häusern, wählten den Freitod.

Die Verteidiger hatten reiche Vorräte an Lebensmitteln und Wasser unberührt gelassen, damit den Römern klar werde, daß sie den Tod der Versklavung vorgezogen hatten.

Enttäuschung auf Seiten der Römer. Der Feldherr ist depressiv, erkennt die Lage und die Gewievtheit des Zuges der Juden. Er reflektiert das Ereignis und sieht ein, das die Juden diesen Krieg gewonnen haben; durch das, wofür Juden bekannt sind, nämlich durch zwar militärische Schwäche, aber geistige Stärke und unerschütterlichen Glauben.

Bei den Römern verhielt es sich umgekehrt, sie waren zwar militärisch überlegen, doch nicht auf der geistigen Höhe der Juden.

Deshalb konnten sie sie durch kein auch noch so unfehlbar scheinendes militärisches Mittel in die Knie zwingen.

So ist es verständlich, das Masada zu einem Symbol der Entschlossenheit eines Volkes wurde, in seinem eigenen Lande frei zu sein. Nach zweitausend Jahren bleibt die Opfer für die jüdische Nation heute genau so wichtig wie sie es in jener vergangen Zeit waren.

Susanne Freyling, Jgst.11, 05.11.00

7 von 7 Seiten

Details

Titel
Die Geschichte von Massada. Das Symbol jüdischer Freiheit
Veranstaltung
11. Klasse
Note
1+
Autor
Jahr
2000
Seiten
7
Katalognummer
V100608
Dateigröße
355 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Massada, Klasse
Arbeit zitieren
Susanne; Geillis Walpurga (Autor), 2000, Die Geschichte von Massada. Das Symbol jüdischer Freiheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100608

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