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Personzentrierter Ansatz als Unterrichtsform. Zehn Merkmale guten Unterrichts

Title: Personzentrierter Ansatz als Unterrichtsform. Zehn Merkmale guten Unterrichts

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dan Norben (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Argumenten für und gegen den personzentrierten Ansatz als Unterrichtsform. Sie untersucht die Frage, ob und wie sinnvoll der personzentrierte Ansatz als Unterrichtsform unter Betrachtung der zehn Merkmale guten Unterrichts nach H. Meyer sein kann. Wenn gleich bewusst ist, dass damit die Frage, warum der Ansatz so wenig diskutiert wird, nicht beantwortet werden kann und auch nicht in vollem Umfang und aus allen Perspektiven betrachtet Argumente gesammelt und aufgezeigt werden können. So kann dennoch eine Sichtweise erleuchtet werden, die den Blick in das Geschehen, genauer in den Unterricht selbst wirft und dort Ansatzpunkte für die Diskussion sucht.

Hierfür wird im ersten Schritt ein Blick auf den personzentrierten Ansatz als Psychotherapie nach Rogers geworfen, um ihn in seiner ursprünglichen Form betrachten und kennenlernen zu können, bevor er als Ansatz für den schulischen Unterricht in Deutschland, definiert durch Tausch und Tausch, dargestellt wird. Im Anschluss daran werden die zehn Merkmale guten Unterrichts nach Meyer beschrieben und als Vergleichsgegenstand für die anschließende Diskussion, die sich den Argumenten für und wider den Ansatz als Unterrichtsform aus einer praxisnahen Perspektive widmet, verwendet.

Innerhalb der Psychotherapie gilt Rogers als Revolutionär und sein personzentrierter Ansatz ist ein längst etablierter mit "Gang-und-Gebe-Charakter". Auch in der Beratung der Sozialen Arbeit ist der personzentrierte Ansatz keine Unbekannte. Umso wunderlicher ist es, dass in der (Schul-)Pädagogik, die sich der Psychologie, als eine ihrer Teildisziplinen gerne bedient, dieser Ansatz so zögerlich diskutiert wird. Wo doch das Wort 'Person', dicht gefolgt von dem Wort 'zentriert' jede*n Pädagog*in hellhörig machen und dessen*deren Herz höherschlagen lassen sollte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der personenzentrierte Ansatz in der Psychotherapie

3. Der personzentrierte Ansatz als Unterrichtsform

4. Die zehn Merkmale guten Unterrichts

4.1 Klare Strukturierung des Unterrichts

4.2 Hoher Anteil echter Lernzeit

4.3 Lernförderliches Klima

4.4 Inhaltliche Klarheit

4.5 Sinnstiftendes Kommunizieren

4.6 Methodenvielfalt

4.7 Individuelles Fördern

4.8 Intelligentes Üben

4.9 Transparente Leistungserwartungen

4.10 Vorbereitete Umgebung

5. Diskussion

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Hausarbeit untersucht die Anwendbarkeit und Sinnhaftigkeit des personzentrierten Ansatzes nach Rogers als Unterrichtsform. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern dieser Ansatz, gemessen an den zehn Merkmalen guten Unterrichts nach H. Meyer, eine Bereicherung für den schulischen Kontext darstellt und welche Chancen sowie Grenzen sich aus einer praxisnahen Perspektive ergeben.

  • Grundlagen des personzentrierten Ansatzes in der Psychotherapie
  • Transfer personzentrierter Haltungen in die Lehrer-Schüler-Interaktion
  • Analyse der zehn Merkmale guten Unterrichts nach Hilbert Meyer
  • Kritische Diskussion der Vereinbarkeit von personzentrierter Pädagogik und schulischer Praxis
  • Herausforderungen der Umsetzung bezüglich Lehrerbelastung und didaktischer Struktur

Auszug aus dem Buch

3. Der personzentrierte Ansatz als Unterrichtsform

Der personzentrierte Ansatz beschreibt, wie auch in der Ursprungsform der Psychotherapie, die Fokussierung der Person und ihrer Probleme auf emotionaler Ebene durch eine verbale Realisierung. Einzig die Begriffe unterscheiden sich. So sprechen Tausch und Tausch, als die präsentesten Vertreter*innen des personzentrierte Ansatz als Unterrichtsform in Deutschland5, nicht von Empathie, Kongruenz und Wertschätzung bzw. Respekt, sondern von den drei personzentrierten Haltungen „Achtung-positive Zuwendung“, „Einfühlendes nicht-bewertendes Verstehen“ und „Aufrichtigkeit Echtheit“. Verglichen an den Definitionen der drei Begriffe die Rogers in seinem Ansatz für die Psychotherapie beschreibt (siehe Kapitel 2) und den Benennungen der drei personzentrierten Haltungen wird schnell deutlich, dass es sich auch hierbei um einen direkten Transfer handelt.6 Dennoch sollen die drei Haltungen an dieser Stelle in Hinblick auf die Lehrer*in-Schüler*in-interaktion beschrieben werden, um sie im später folgenden Schritt im schulischen Kontext diskutieren zu können. „Achtung-positive Zuwendung“ meint vor allem das verbale und nonverbale respektieren der Kinder bzw. Jugendlichen als gleichwertige Menschen. Das bedeutet konkret, dass der*die Lehrer*in dem*der Schüler*in gegenüber keine Formulierungen oder Gestikulation nutzt, die er*sie selbst als unangebracht oder beleidigend empfinden würde.7 Außerdem ist der*die Lehrer*in darum bemüht, sich den Schüler*innen gegenüber empathisch zu verhalten. Das meint, sich emotional und seelisch auf die Schüler*innen einzulassen, ihre Gefühlslage nachvollziehen zu versuchen und ihre Sichtweise ernst zu nehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Forschungsinteresse am personzentrierten Ansatz in der Pädagogik und legt den methodischen Vergleich mit den Merkmalen guten Unterrichts nach H. Meyer dar.

2. Der personenzentrierte Ansatz in der Psychotherapie: Dieses Kapitel erläutert die Grundvoraussetzungen wie Empathie, Kongruenz und Wertschätzung nach Rogers als psychotherapeutische Basis.

3. Der personzentrierte Ansatz als Unterrichtsform: Hier wird der Transfer der psychotherapeutischen Haltungen in das schulische Setting durch Tausch und Tausch sowie das Konzept der Nicht-dirigierenden förderlichen Aktivität beschrieben.

4. Die zehn Merkmale guten Unterrichts: Dieses Kapitel definiert das Vergleichsraster nach H. Meyer, bestehend aus zehn spezifischen Qualitätskriterien für erfolgreiche Unterrichtssequenzen.

5. Diskussion: Die Diskussion analysiert die Stärken und Herausforderungen des personzentrierten Ansatzes im Schulalltag und reflektiert die Belastung für Lehrkräfte sowie die didaktische Kompatibilität.

6. Resümee: Das Resümee bilanziert die Ergebnisse, zeigt Grenzen der vorliegenden Untersuchung auf und skizziert weiteren Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich institutioneller Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Personzentrierter Ansatz, Carl Rogers, Tausch und Tausch, Hilbert Meyer, Guter Unterricht, Lehrer-Schüler-Interaktion, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung, Pädagogik, Unterrichtsform, Lernklima, Schulpraxis, Didaktik, Kommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem personzentrierten Ansatz, einer ursprünglich psychotherapeutischen Methode, und prüft, inwieweit diese Prinzipien auf den schulischen Unterricht übertragen werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die personzentrierte Psychotherapie nach Rogers, der pädagogische Transfer durch Tausch und Tausch sowie die Qualitätskriterien guten Unterrichts nach H. Meyer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Argumente für und gegen den personzentrierten Ansatz als Unterrichtsform zu sammeln und die praktische Realisierbarkeit vor dem Hintergrund allgemeiner Unterrichtsstandards kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und vergleichende Analyse, die den personzentrierten Ansatz an dem etablierten Kriterienkatalog von Hilbert Meyer misst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Ansatz, die detaillierte Darstellung der zehn Merkmale guten Unterrichts und eine anschließende Diskussion, die Praxisbeispiele und Belastungsgrenzen der Lehrkraft beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der personzentrierte Ansatz, Lehrer-Schüler-Interaktion, Empathie, Kongruenz, Wertschätzung sowie die zehn Merkmale guten Unterrichts.

Wo liegen die Hauptunterschiede zwischen Therapie und Schule bei diesem Ansatz?

Der Hauptunterschied liegt im Setting; während die Therapie den Klienten individuell fokussiert, steht die Lehrkraft im Unterricht vor der Herausforderung, trotz des personzentrierten Anspruchs didaktische Ziele zu verfolgen und eine ganze Klasse zu führen.

Warum wird die Lehrerrolle kritisch hinterfragt?

Die Kritik entzündet sich an dem hohen Anspruch an die Lehrkraft, täglich und in jeder Situation Kongruenz und Echtheit zu wahren, was als enorme psychische Anstrengung und kaum leistbar im Kontext eines Privatlebens bewertet wird.

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Details

Title
Personzentrierter Ansatz als Unterrichtsform. Zehn Merkmale guten Unterrichts
College
Leuphana Universität Lüneburg
Grade
2,0
Author
Dan Norben (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V1006135
ISBN (eBook)
9783346387059
ISBN (Book)
9783346387066
Language
German
Tags
personzentrierter ansatz unterrichtsform zehn merkmale unterrichts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dan Norben (Author), 2018, Personzentrierter Ansatz als Unterrichtsform. Zehn Merkmale guten Unterrichts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006135
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