Dieser Text behandelt das Thema Finanzmanagement. Finanzmanagement, wozu braucht man sowas eigentlich? Diese Frage ist berechtigt. Als Teil von Kostenrechnung, Buchhaltung und Controlling innerhalb der BWL hat dieses Themengebiet eine hohe praktische Relevanz, egal ob im Beruf oder im Privaten: Ein Betrieb will neue Autos für den Fuhrpark oder neue Maschinen für die Produktion kaufen und soll die Entscheidung vorbereiten? Beabsichtigt sind die Aufnahme eines Kredits zur Anschaffung eines Autos oder zum Bau eines Hauses und die verschiedenen Kreditangebote der Banken werden miteinander verglichen? - Dann kann dieser kleine Ratgeber hier helfen!
Kurz und verständlich werden die Grundbegriffe der Finanzmathematik, die verschiedenen Verfahren der Investitionsrechnung und die Besonderheiten der unterschiedlichen Tilgungsarten erklärt. Zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Übungsaufgaben helfen bei der Veranschaulichung des Stoffs. Zudem lädt der Übungsteil (inkl. Lösungen) mit praxisnahen Beispielen zum Ausprobieren und Anwenden des Gelernten ein.
Inhaltsverzeichnis
0) Einführung
I) Investition
I.1) Methodische Analyse von Zahlungsströmen
I.2) Finanzmathematische Faktoren
a) Aufzinsungsfaktor und Diskontierungsfaktor
b) Diskontierungssummenfaktor
c) Kapitalwiedergewinnungsfaktor
d) Endwertfaktor
e) Restwertverteilungsfaktor
I.3) Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Investitionsmaßnahmen
I.3.1) Statische Verfahren
(a) Kostenvergleichsrechnung
(b) Gewinnvergleichsrechnung
(c) Rentabilitätsrechnung
(d) Amortisationsrechnung (statisch)
I.3.2) Dynamische Verfahren
(a) Grundlagen und Annahmen
(b) Kapitalwertmethode
(c) Methode des Internen Zinssatzes
(d) dynamische Amortisation
(e) Annuitätenmethode
I.3.3) Gesamtwirtschaftliche Verfahren
(a) Kosten-Nutzen-Analyse
(b) Nutzwertanalyse
(c) Kosten-Wirksamkeitsanalyse
II) Finanzierung
II.1) Grundbegriffe
II.1.1) langfristige Fremdfinanzierung
II.1.2) kurzfristige Fremdfinanzierung
II.2) Tilgungsarten und -pläne
II.2.1) Allgemeine Tilgung
II.2.2) Endfällige Tilgung – ohne Zinsansammlung
II.2.3) Endfällige Tilgung – mit Zinsansammlung
II.2.4) ratenweise Tilgung – Abzahlungstilgung
II.2.5) ratenweise Tilgung – Annuitätentilgung
II.3) Effektivzinsbestimmungen, langfristige Fremdfinanzierung
II.3.1) Interne Zinsfußmethode
(a) Einführung
(b) Regula Falsi
II.3.2) einmalige Gesamttilgung
II.3.3) Abzahlungstilgung
II.3.4) Zero-Bonds (Null-Kupon-Anleihen)
III) Anhänge – Rechenbeispiele und Übungsaufgaben
III.1) Aufgabe 1
III.2) Aufgabe 2
III.3) Aufgabe 3
III.4) Aufgabe 4
III.5) Aufgabe 5
III.6) Aufgabe 6: Alternativenvergleich Kapitalwertmethode
III.7) Aufgabe 7
a) Interner Zinsfuß, einmaliger Zahlungsüberschuss
b) Interner Zinsfuß, mehrmalige Zahlungsüberschüsse
III.8) Aufgabe 8: Tilgungsplan bei Abzahlungstilgung
III.9) Aufgabe 9: Tilgungsplan bei Annuitätentilgung
III.10) Aufgabe 10: Effektivitätsbestimmung, langfristige Fremdfinanzierung
III.11) Aufgabe 11: Kapitalwiedergewinnungsfaktor (KWF)
III.12) Aufgabe 12: Abschlussaufgabe (Text)
III.13) Aufgabe 13: Lösung Aufgabe 12
IV) Literaturhinweise
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Mitschrift dient der strukturierten Einführung in die Grundlagen des Finanzmanagements im öffentlichen Sektor, mit Fokus auf Investitionsrechnungsverfahren und Finanzierungsinstrumente. Das primäre Ziel ist die Vermittlung der methodischen Kompetenz zur Beurteilung der Vorteilhaftigkeit von Projekten sowie des Vergleichs von Kreditfinanzierungsalternativen unter Berücksichtigung finanzmathematischer Faktoren.
- Grundlagen der Investitions- und Finanzierungsrechnung
- Statische und dynamische Verfahren der Investitionsbeurteilung
- Gesamtwirtschaftliche Analysemethoden (KNA, NWA)
- Instrumente der Fremdfinanzierung und Tilgungspläne
- Anwendung finanzmathematischer Faktoren (Zins- und Rentenrechnung)
Auszug aus dem Buch
I.3.2) Dynamische Verfahren
Die Grundlage hierfür bildet die Kapitalwertmethode. Sie bietet eine genauere Ermittlung der Amortisationsdauer durch die Kumulation der Barwerte der Zahlungsüberschüsse.
Eine Investitionsmaßnahme ist immer nur dann vorteilhaft, wenn die Amortisationsdauer unter der maximalen Amortisationsdauer liegt. Die maximale Amortisationsdauer darf nicht größer sein als die Nutzungsdauer einer Investitionsmaßnahme.
Beim Maßnahmenvergleich von zwei oder mehreren Investitionen ist diejenige Investitionsmaßnahme vorteilhaft, deren Amortisationsdauer am kürzesten ist.
Zusammenfassung der Kapitel
0) Einführung: Grundlegende Hinführung zum Thema Investition und Finanzierung unter besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Haushalte und relevanten Rechtsprechung.
I) Investition: Detaillierte Darstellung der finanzmathematischen Grundlagen sowie statischer, dynamischer und gesamtwirtschaftlicher Verfahren zur Investitionsbewertung.
II) Finanzierung: Analyse verschiedener Formen der Fremdfinanzierung sowie unterschiedlicher Tilgungsarten und deren mathematische Abbildung in Tilgungsplänen.
III) Anhänge – Rechenbeispiele und Übungsaufgaben: Umfangreiche Sammlung an praxisnahen Rechenbeispielen zur Vertiefung der mathematischen Verfahrensweisen aus den Hauptkapiteln.
IV) Literaturhinweise: Auflistung der verwendeten Fachliteratur zur weiterführenden Beschäftigung mit den Themenbereichen Investition und Finanzwirtschaft.
Schlüsselwörter
Finanzmanagement, Investitionsrechnung, Kapitalwertmethode, Interner Zinsfuß, Rentabilität, Fremdfinanzierung, Tilgungsplan, Annuitätentilgung, Barwert, Gesamtwirtschaftliche Verfahren, Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse, Diskontierung, Liquidität, Wirtschaftlichkeitsvergleich.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen des Finanzmanagements, insbesondere der Investitions- und Finanzierungsrechnung, und deren Anwendung im öffentlichen Sektor.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Investitionsbeurteilung, Finanzierungsarten, Tilgungsformen und die Anwendung finanzmathematischer Faktoren zur Entscheidungsfindung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung von Methoden zur Prüfung der Vorteilhaftigkeit von Investitionen und zur optimalen Gestaltung von Finanzierungsentscheidungen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden mathematische Methoden wie statische und dynamische Investitionsrechnungsverfahren, die Regula Falsi sowie Barwert- und Annuitätenberechnungen angewendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Investitionsrechnung, inklusive der Beurteilung von Vorteilhaftigkeit, sowie die Finanzierung mit Fokus auf langfristige Fremdfinanzierung und verschiedene Tilgungsvarianten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind u.a. Kapitalwert, Interner Zinsfuß, Rentabilität, Fremdfinanzierung, Tilgungsplan und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Was unterscheidet statische von dynamischen Investitionsverfahren?
Der wesentliche Unterschied liegt in der Berücksichtigung des Faktors Zeit (Zeitwert des Geldes) bei den dynamischen Verfahren, was bei statischen Verfahren nicht explizit erfolgt.
Welche Bedeutung hat das Disagio für den Effektivzins?
Ein Disagio führt dazu, dass der Schuldner einen geringeren Auszahlungsbetrag erhält, während die volle Kreditsumme zu tilgen ist, was den Effektivzinssatz über den Nominalzins steigen lässt.
- Arbeit zitieren
- David E.-R. Planck (Autor:in), 2019, Überblick über das Finanzmanagement. Analyse von Zahlungsströmen, Beurteilung von Investitionen und Fremdfinanzierungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006270