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Das Once-Only Prinzip. Vorteile und Herausforderungen für die Akteure

Titel: Das Once-Only Prinzip. Vorteile und Herausforderungen für die Akteure

Seminararbeit , 2021 , 25 Seiten , Note: 1

Autor:in: Lukas Lehmayer (Autor:in)

Organisation und Verwaltung - Öffentliche Verwaltung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Seminararbeit befasst sich mit dem Once-Only Prinzip (OOP). Zunächst werden der Begriff und das Ziel des OOP definiert und dargelegt, welche Vorteile sich für die unterschiedlichen Akteure ergeben. Daran anschließend werden im zweiten Kapitel Barrieren und Herausforderungen erläutert, welche mit der Implementation des Grundsatzes einmaliger Erfassung verbunden sind. Das erste Unterkapitel legt dabei die Herausforderung der Wahl des richtigen Umsetzungsmodells dar und zeigt zugleich mögliche Varianten auf, wie das OOP umgesetzt werden kann.

Dem gegenüber behandelt das dritte Kapitel bereits getroffene Maßnahmen, welche die Umsetzung des OOP in der EU vorantreiben. Im Zuge dessen werden die Treiber des OOP aus politischer, rechtlicher, finanzieller und wissenschaftlicher Sicht beleuchtet. Das vierte Kapitel dient zur konkreten Veranschaulichung von "Once Only". Dafür werden drei "Best Practice"-Beispiele vorgestellt, welche die erfolgreiche Implementation des Once-Only Prinzips in Österreich aufzeigen. Ein abschließendes Resümee fasst die Erkenntnisse der Arbeit zusammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Once-Only Prinzip

1.1. Begriffsdefinition und Zielsetzung

1.2. Vorteile

1.2.1. für die Bürger

1.2.2. für Unternehmen

1.2.3. für die Verwaltung

2. Barrieren und Herausforderungen

2.1. Wahl des richtigen Umsetzungsmodells

2.1.1. Bürgerzentrierter Ansatz

2.1.2. Verwaltungszentrierter Ansatz

2.2. Mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung

2.3. Datenschutzrechtliche Bedenken

2.4. Schwierigkeiten in der Interoperabilität

2.5. Organisatorische und politische Herausforderungen

3. Treiber des OOP in der EU

3.1. Politische Treiber

3.2. Rechtliche Treiber

3.3. Finanzielle und wissenschaftliche Treiber

3.4. Aktueller Stand der Umsetzung in Europa

4. Best Practice Beispiele in Österreich

4.1. Antragslose Familienbeihilfe

4.2. FinanzOnline

4.3. X-Trans.eu

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Once-Only Prinzip (OOP) als Handlungsmaxime der öffentlichen Verwaltung, um administrative Lasten durch die einmalige Datenerfassung zu reduzieren. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit den Barrieren und Treibern bei der EU-weiten Implementierung sowie der Identifikation von Erfolgsfaktoren anhand österreichischer Best-Practice-Beispiele.

  • Grundlagen, Begriffsdefinitionen und Ziele des Once-Only Prinzips
  • Analyse administrativer, rechtlicher und politischer Barrieren bei der Umsetzung
  • Untersuchung politischer, rechtlicher und finanzieller Treiber für die EU-weite Adoption
  • Evaluierung von Erfolgsmodellen wie der antragslosen Familienbeihilfe und FinanzOnline

Auszug aus dem Buch

1.1. Begriffsdefinition und Zielsetzung

Das Once-Only Prinzip ist eine Handlungsmaxime für die öffentliche Verwaltung. „Once only“ bedeutet wortwörtlich übersetzt „nur einmal“; in den DACH-Ländern spricht man häufig vom Grundsatz der einmaligen Datenerfassung. Auf die öffentliche Verwaltung übertragen, lässt sich aus dieser Übersetzung bereits der Grundgedanke erkennen. Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen sollen der Verwaltung bestimmte Standardinformationen nur noch einmal mitteilen müssen. Da diese Informationen anschließend von den unterschiedlichen Verwaltungsbehörden untereinander ausgetauscht werden, ist es nicht mehr nötig ein und dieselben Daten und Nachweise mehrmals mitzuteilen (vgl. Hunnius, 2017). Werden bereits erhobene Informationen für eine andere Verwaltungsdienstleistung benötigt, können sie von der Verwaltung wiederverwendet werden. Die Europäische Kommission definiert das Once Only Prinzip im eGovernment-Aktionsplan 2016-2020 (2016, S.4) wie folgt: „Public administrations should ensure that citizens and businesses supply the same information only once to a public administration. Public administration offices take action if permitted to internally re-use this data, in due respect of data protection rules, so that no additional burden falls on citizens and businesses.”

Die mehrmalige Vorlegung bestimmter Daten und Nachweise wie beispielsweise Geburtsurkunden, Staatsbürgerschaftsnachweise, Meldezettel oder Firmenbucheinträge ist somit nicht mehr notwendig. Die Informationen sind nach einmaliger Angabe bereits in einem elektronischen Register gespeichert und die jeweilige Behörde kann diese Daten anfragen. Für die Aushändigung der vorliegenden Informationen bedarf es jedoch einer gesetzlichen Ermächtigung oder der Zustimmung des Bürgers oder Unternehmens (BMDW, Wesentliche Bestimmungen des E-Government-Gesetzes).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Once-Only Prinzip: Definition der Handlungsmaxime zur Reduktion administrativer Lasten durch einmalige Datenerfassung sowie Darstellung der Vorteile für Bürger, Unternehmen und Verwaltung.

2. Barrieren und Herausforderungen: Identifikation der Hindernisse bei der Umsetzung, darunter die Wahl des Modells, Datenschutzbedenken, Interoperabilitätsprobleme und die politische Trägheit.

3. Treiber des OOP in der EU: Untersuchung der politischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sowie Projekte, die die grenzüberschreitende Etablierung des Prinzips forcieren.

4. Best Practice Beispiele in Österreich: Konkrete Veranschaulichung der erfolgreichen praktischen Anwendung des OOP durch Beispiele wie die antragslos Familienbeihilfe, FinanzOnline und das Pilotprojekt X-Trans.eu.

Schlüsselwörter

Once-Only Prinzip, OOP, E-Government, Datenerfassung, Verwaltungsvereinfachung, Interoperabilität, Datenschutz, DSGVO, Digitaler Binnenmarkt, Bürgerzentrierung, Verwaltungsmodernisierung, Horizon 2020, Familienbeihilfe, FinanzOnline.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Once-Only Prinzip (OOP), das darauf abzielt, dass Bürger und Unternehmen Informationen gegenüber der öffentlichen Verwaltung nur einmal angeben müssen, während diese Daten anschließend behördenübergreifend wiederverwendet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Definition des Konzepts, die Analyse der damit verbundenen Barrieren wie Datenschutz und Interoperabilität sowie die Darstellung politischer und finanzieller Treiber innerhalb der Europäischen Union.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Nutzen des OOP aufzuzeigen, die Widerstände bei der Implementierung kritisch zu beleuchten und anhand von österreichischen Best-Practice-Beispielen aufzuzeigen, wie eine erfolgreiche Umsetzung gelingen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von EU-Aktionsplänen, Gesetzesvorgaben und der Untersuchung konkreter Fallbeispiele und Pilotprojekte im Bereich E-Government.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Vorteile und Barrieren, eine Analyse der europäischen Treiber für die Umsetzung und eine detaillierte Betrachtung österreichischer Praxisbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Once-Only Prinzip, E-Government, Verwaltungsvereinfachung, Datenaustausch, Interoperabilität und Digitalisierung definieren.

Warum ist das Thema Datenschutz besonders relevant für das Once-Only Prinzip?

Datenschutz ist zentral, da die behördenübergreifende Wiederverwendung von Daten dem Zweckbindungsgebot unterliegt. Es muss sichergestellt werden, dass die Datensouveränität der Bürger gewahrt bleibt und eine rechtswidrige "Durchleuchtung" der Persönlichkeit verhindert wird.

Wie unterscheidet sich der bürgerzentrierte vom verwaltungszentrierten Ansatz?

Beim bürgerzentrierten Ansatz entscheidet der Bürger aktiv über die Datenfreigabe, während beim verwaltungszentrierten Modell die Behörde die Daten bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen proaktiv und antragslos verarbeitet.

Welche Rolle spielt Österreich bei der Umsetzung des Prinzips?

Österreich dient als Paradebeispiel für die erfolgreiche Implementierung des OOP, insbesondere durch digitalisierte Prozesse wie FinanzOnline oder die antraglose Familienbeihilfe.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Once-Only Prinzip. Vorteile und Herausforderungen für die Akteure
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Institut für Wirtschaftsinformatik und Gesellschaft)
Note
1
Autor
Lukas Lehmayer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
25
Katalognummer
V1006882
ISBN (eBook)
9783346393203
ISBN (Buch)
9783346393210
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Once-Only Once-Only Prinzip Once Only Verwaltung OOP EU Treiber Barrieren Best Practice Antragslose Familienbeihilfe Finanz Online X-Trans.eu öffentliche Verwaltung Grundsatz der einmaligen Datenerfassung Data Daten Re-use
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Lehmayer (Autor:in), 2021, Das Once-Only Prinzip. Vorteile und Herausforderungen für die Akteure, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1006882
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Leseprobe aus  25  Seiten
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