Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001

25 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsstand

3. Das Kriegsgefangenenrecht in der Sowjetunion
3.1 Entstehung des Völkerrechts
3.2 Das Kriegsgefangenenrecht der UdSSR

4. Der Weg in die Gefangenschaft
4.1 Die Gefangennahme
4.2 Der Mythos Stalingrad

5. Das Gefangenenlagersystem der Sowjetunion
5.1 Das System GULag
5.2 Das System GUPVI

6. Das Leben in den Kriegsgefangenenlagern
6.1 Der Lageralltag
6.2 Offiziers- und Mannschaftslager
6.3 Die „Lagerprominenz“

7. Der Arbeitseinsatz
7.1 Die Bedeutung der Kriegsgefangenen für die sowjetische Wirtschaft
7.2 Die Organisation des Arbeitseinsatzes in den Lagern
7.2.1 Arbeitszeiten
7.2.2 Arbeitslohn

8. Die Repatriierung

9. Schlussbetrachtung

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Erforschung der Geschichte deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion während und nach dem Zweiten Weltkrieg hat an seiner Aktualität nichts verloren. Durch den Umstand, dass die russischen Archive erst zu Beginn der 90´er Jahre teilweise geöffnet wurden, stehen Historiker heute vor einer regelrechten Flut nicht ausgewerteter Quellen, so dass die Thematik auch in Zukunft ein wichtiges Feld historischer Forschung sein wird.

Das sich das Thema als sehr komplex darstellte konnten im Folgenden nur einige Einzelaspekte des Themas näher untersucht werden. Die Arbeit stellt somit eine Einführung dar, die anhand wichtiger Teilaspekte des Themas näher bearbeitet wurde. Andere zentrale Punkte, wie etwa die Rückkehrerproblematik, der antifaschistische Wiederstand während der Gefangenschaft, die gesundheitlichen Auswirkungen der Gefangenschaft auf die Betroffenen und weitere Einzelaspekte konnten im Umfang dieser Arbeit nicht näher erörtert werden.

2. Zum aktuellen Forschungsstand

Die Erforschung der Geschichte deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion erwies sich bis zum Anfang der 90´er Jahre bezüglich der Quellenlage als problematisch. Die sowjetischen Archive waren bis zu diesem Zeitpunkt sowohl für westliche, als auch für Historiker aus der Sowjetunion nahezu unzugänglich.1 Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion Anfang der 90´er Jahre und der damit verbundenen politischen Neuorientierung ehemaliger sowjetischer Staaten, wurden die Archive der ehemaligen Sowjetunion zumindest teilweise geöffnet. Damit erschloss sich eine völlig neue Quellenlage zur Erforschung der deutschen Kriegsgefangengeschichte in der Sowjetunion. In den Zentralarchiven der russischen Föderation und den Ortsarchiven der Gebiete, wo sich deutsche Kriegsgefangene befanden, lagern Millionen von unerforschten Akteneinheiten. Andere Archive, wie die des russischen Präsidenten oder des ehemaligen KGB, sind auch heute noch verschlossen. Im Sonderarchiv, der Zentrale zur Aufbewahrung historisch- dokumentarischer Sammlungen, lagern heute rund 2,3 Millionen Personenakten deutscher Kriegsgefangener, wie Soldbücher, Briefe und Photos deutscher Wehrmachtsangehöriger. Sicherlich muss durch die Öffnung der sowjetischen Archive die deutsche Kriegsgefangengeschichte nicht neu geschrieben werden, sie kann aber durch die veränderte Quellenlage um viele Aspekte ergänzt und in einigen Fällen korrigiert werden.2

Als im September 1955 Bundeskanzler Konrad Adenauer mit dem sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai Bulganin in Moskau zusammentraf, war die Problematik deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion ein zentraler Punkt der Gespräche und sollte maßgeblich zur Normalisierung der deutsch-russischen Beziehung beitragen.

In Deutschland wurde 1957 die wissenschaftliche Kommission für Kriegsgefangengeschichte gegründet. Seit 1959 entstand unter Leitung von Prof.Dr. E. Maschke das 15 bändige Werk „Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges“, dass immer noch ein zentrales Werk der deutschen Kriegsgefangenengeschichte darstellt.3 Sieben Bände der Gesamtdarstellung widmen sich den deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion. Da zu diesem Zeitpunkt, wie schon erwähnt, die sowjetischen Archive für Historiker unzugänglich waren, stützt sich das Gesamtwerk hauptsächlich auf Erlebnisberichte heimgekehrter Kriegsgefangener sowie Feldpost und Unterlagen verschiedener deutscher Hilfsdienste4, wie etwa die Aufzeichnungen des Leiters des evangelischen Hilfswerks für Kriegsgefangene, Bischof Theodor Heckel (1945-1955).5

Mehr als 20.000 solcher Dokumente wurden als Quellengrundlage für dieses Werk benutzt.

Von sowjetischer Seite ist nur die Monographie von Prof. Blank auch in der Bundesrepublik erschienen. Sowohl Hilger 6 als auch Chavkin7 stellen die Erkenntnis dieser Arbeit in Frage, da sie, so Chavkin, nur Stereotype der Sowjetpropaganda enthielte. So wendet sich der Autor am Ende des Werkes mit einem offenen Brief an den Leiter des WK mit den Worten :“22 Bände Unwahrheiten, halbe Wahrheiten, entstellte Fakten und Legenden Erfindungen und halbe Bekenntnisse[...], die nur dieses eine Ziel verfolgen – unser Land, seine Menschen, seine Armee und Politik in einem falschen Licht darzustellen.“8

In der gegenwärtigen Forschung sind zwei Werke hervorzuheben. Zum Einen das im Jahr 2000 erschienene Werk von Andreas Hilger, „Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion, 1941-1956; Kriegsgefangenenpolitik, Lageralltag und Erinnerungen“, welches sich als Einführung und einen ersten Überblick in die Thematik versteht. Der Autor weist explizit darauf hin, das sein Werk keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und Ausgangspunkt zum vertieften Studium der Materie sein sollte. Zum Anderen ist es die Arbeit des österreichischen Historikers Stefan Karner, „Im Archipel GUPVI, Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion 1941-1956“. Er bezieht sich auf das, in den von Maschke herausgegebenen Bänden nicht erwähnten, Lagersystem GUPVI. In beide Bände fließen Erkenntnisse aus intensiver Archivarbeit in der ehemaligen Sowjetunion ein.

Neben den genannten Werken sind eine ganze Reihe von Spezialuntersuchungen zu Themen wie Fragen des Völkerrechtes, des Widerstandes, insbesondere der Geschichte des am 12.,.13 Juli 1943 gegründeten Nationalkomitees Freies Deutschland und dem im September 1943 von General der Artillerie Walther von Seydlitz gegründeten Bund deutscher Offiziere, entstanden. Auch die Problematiken der Heimkehrer, wie Arbeitseinsatz und gesundheitliche Folgen sind in einer Vielzahl von Publikationen bearbeitet worden.

3. Das Kriegsgefangenenrecht in der Sowjetunion

Stalins Tagesbefehl vom 23. Februar 1942 lautete : „Die Rote Armee nimmt deutsche Soldaten und Offiziere, wenn sie sich ergeben, gefangen und schont ihr Leben. Die Rote Armee vernichtet deutsche Soldaten und Offiziere, wenn sie es ablehnen, die Waffen zu strecken, und wenn sie mit der Waffe in der Hand unsere Heimat zu unterjochen suchen."9

Mit dieser Anordnung verbalisiert Stalin die vorhandenen Alternativen deutscher Soldaten im Krieg gegen die Sowjetunion: Gefangennahme oder Tod.

3.1 Entstehung des Völkerrechts

Die rechtlichen Voraussetzungen der Gefangennahme in der Sowjetunion und die Anwendung völkerrechtlicher Abkommen sind bei einer historischen Betrachtung deutscher Kriegsgefangener in der Sowjetunion ebenso bedeutsam, wie die internen juristischen Grundlagen des sowjetischen Systems der Kriegsgefangenenlager.

Als erster großer Schritt hin zu einer allgemein gültigen völkerrechtlichen Regelung ist der, nach seinem Verfasser Francis Lieber benannte, Lieber-Code von 1863, den Präsident Lincoln zu Beginn des amerikanischen Sezessionskrieges erstellen ließ und der im Folgenden zur allgemein gültigen Dienstvorschrift der US Army wurde.10 11

Zu einer juristisch verbindlichen, völkerrechtlichen Regelung kam es erst mit der Haager Landkriegsordnung (HLKO) von 1899 bzw. 1907. Die 17 Artikel im zweiten Kapitel der Landkriegsordnung orientierten sich maßgeblich am „Lieber-Code“. 12

Auch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) engagierte sich seit dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 stark in der Betreuung von Kriegsgefangenen. Nach den IKRK Konferenzen der Jahre 1921,1923 und 1925 versammelten sich am 1. Juli 1929 Vertreter aus 47 Staaten zur „Conférence Diplomatique pour la révision de la Convention de Genéve de 1906 et l´élaboration d´une Convention internationale relative au traitement des prisonniers de guerre“. Am 27. Juli 1929 verabschiedeten die Teilnehmerstaaten der Konferenz das „Genfer Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen“ und das „Genfer Abkommen zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken der Heere im Felde“. Die an der Konferenz nicht teilnehmende Sowjetunion trat dem letztgenannten Abkommen erst am 25. August 1931 bei. 13

3.2 Das Kriegsgefangenenrecht der UdSSR

Wie bereits vorher die HLKO wurden auch die Genfer Abkommen als ein Teilstück bourgeoiser Kriegsvorbereitungen in der Sowjetunion bewertet.14

Des weiteren wurde von sowjetischer Seite auf Diskrepanzen zwischen der in den Genfer Beschlüssen getroffenen Regelungen zur Zwangsarbeit und sowjetischer Verfassungsgrundlagen hingewiesen. Insbesondere die getrennte Unterbringung von Offizieren und andere in den Genfer Beschlüssen vorgesehene Offiziersprivilegien wurden äußerst kritisch bewertet. Schließlich entzog sich die Sowjetunion durch ihren Nichtbeitritt der Kontrolle ihrer Lager durch Abgesandte des IKRK.15

Der Wirtschaftsrat der Sowjetunion verabschiedete am 20. September 1939 die einen Tag vorher vorgelegte Verordnung für Kriegsgefangene, die eine Annährung and die HLKO und die Genfer Abkommen darstellte. So sah die Verordnung die getrennte Unterbringung für Offiziere, den Arbeitseinsatz für Unteroffiziere und Mannschaften in der Industrie und Landwirtschaft und den Arbeitseinsatz von Offizieren außerhalb der Lager vor.16

Die größte Annäherung an die völkerrechtlichen Bestimmungen erfolgte mit der Verordnung des Rats der Volkskommissare vom 1. Juli 1941. So wurden Offiziere durch bessere Verpflegung und Befreiung vom Arbeitseinsatz weiter privilegiert.

Regelungen zur Repatriierung, zum Verbot gefährlicher Arbeiten und zur internationalen Kontrolle durch das IKRK waren auch weiterhin nicht Bestandteil der Verordnung.

Schon am 4. Juli 1941 beschloß das NKVD17 die erste interne Ausführungsbestimmung, die sich an den Beschluß vom 1. Juli anlehnte. Am 7. August schließlich erließ das NKVD die Instruktion zur Verwahrung von Kriegsgefangenen in Lagern der NKVD. In diesem Zusammenhang sind die unterschiedlichen Zuständigkeiten der sowjetischen Institutionen zu beachten. So war das NKVD für die Versorgung und für die Unterbringung der Gefangenen in ihren Lagern zuständig, nachdem sie von der Roten Armee, die ihrerseits für die Gefangennahme, die Verhöre und die ersten Registrierungen zuständig war, überstellt worden waren.18

Trotz der Annäherung der Sowjetbestimmungen über die Behandlung von Kriegsgefangenen an die Genfer Abkommen, hat die Forschung, so Hilger, eine ganze Reihe von Belegen für Folterungen, Verstümmelungen und Ermordungen von Gefangenen zusammengetragen, die insbesondere für die Zuständigkeit der Roten Armee relevant sind. 19

Erst am 17. Juli 1941 erklärte die Sowjetunion, daß sie die HLKO von 1907 anerkennen wolle, jedoch mit dem Hinweis, daß dies nur in dem Rahmen geschehe, wie auch das Deutsch Reich diese beachten würde. Das dieses jedoch, gerade im Krieg gegen die Sowjetunion weder die HLKO noch die Genfer Abkommen beachtete, ist aus einer Vielzahl von Befehlen und Mitteilungen bekannt. So weist der Kommissarbefehl vom 6. Juni 1941 die Truppen an, die politischen Kommissare der Roten Armee „wenn im Kampf oder bei Wiederstand ergriffen, grundsätzlich sofort mit Waffen zu erledigen [...]“.20 Ebenso entstünde laut Befehl des Armeeoberkommandos 6 vom 10. Oktober 1941 „auch für die Truppen Aufgaben, die über das hergebrachte einseitige Soldatentum hinausgehen. Der Soldat ist im Ostraum nicht nur ein Kämpfer nach den Regeln der Kriegskunst, sondern auch Träger einer unerbittlichen völkischen Idee[...]“.21 Was darunter zu verstehen war, wurde in den „Mitteilungen an die Truppe“ 1942 deutlich. „Was Bolschewiken sind, das weiß jeder, der einmal einen Blick in das Gesicht eines der Roten Kommissare geworfen hat [...] Es hieße die Tiere beleidigen, wollte man die Züge dieser, zu einem hohen Prozentsatz jüdischen Menschenschinder, tierisch nennen. Sie sind die Verkörperung des Infernalischen, Person gewordener wahnsinniger Haß gegen alles edle Menschentum“.22

Vor diesem Hintergrund erscheint die Anerkennung der HLKO eher als propagandistisches Werk denn als eine Maßnahme, die sich auf den Alltag der Kriegsgefangenen auswirken sollte.

4. Der Weg in die Gefangenschaft

4.1 Die Gefangennahme

Zwischen 1941 und 1945 gerieten ca. 3.155.000 deutsche Soldaten in Sowjetische Kriegsgefangenschaft, von denen 1.959.000 nachweislich aus der Sowjetunion zurückkamen. Ungefähr 1.110.000 Kriegsgefangene überlebten den Aufenthalt in den Lagern nicht.. Bei ca. 86.000 ehemaligen Soldaten ist das Schicksal nicht geklärt.23 24 Beim Umgang mit diesen Zahlen ist Vorsicht geboten - sie stellen somit maximal einen ungefähren Rahmen dar. Vergleicht man die Zahl der Kriegsgefangenen, die sich auf die Angaben des Sowjetischen Frontberichtes (SFB) stützen, mit Angaben der Roten Armee oder anderen Instanzen der Sowjetunion, werden deutliche Unterschiede erkennbar.25

Frieser gliedert den Weg deutscher Soldaten in die sowjetische Kriegsgefangenschaft in 6 chronologisch aufeinander folgende Etappen. Die ersten, die sogenannten Frühgefangenen, gerieten in den Jahren 1941 bis Ende 1942 in russische Kriegsgefangenschaft. Von ihnen überlebten zwischen 90% und 95% die Gefangenschaft nicht. Die zweite große Etappe stellt die Gefangennahme in Stalingrad im November 1942 bis 1943 dar. Nach den Kämpfen auf der Krim im April und Mai 1944 und bei Bordy im Juni und Juli 1944 geriet weiterhin eine große Anzahl deutscher Soldaten in Gefangenschaft. Ebenfalls im Juni und Juli 1944 brach die Heeresgruppe Mitte zusammen. Ca. 150.000 Gefangene starben danach in den Sammellagern oder während der Märsche in die Lager. Als Spätgefangene klassifiziert Frieser den Personenkreis an Soldaten, der ab dem Herbst 1944 von der Roten Armee aufgegriffen wurde. Die Anzahl der Kriegsgefangenen erhöhte sich derart rasant, daß die Rote Armee größte organisatorische und logistische Probleme hatte. Als letzte Etappe beschreibt Frieser die Gefangennahme deutscher Soldaten nach der Kapitulation, die vorwiegend auf deutschem Reichsgebiet stattfand.26

4.2 Der Mythos Stalingrad

Ein zum Mythos stilisierter Kriegsschauplatz des zweiten Weltkrieges stellt wohl ohne Zweifel die Schlacht von Stalingrad, die damit einhergehende Kapitulation der 6. Armee und der Weg in die Kriegsgefangenschaft nach der Schlacht, dar. Über kaum eine Schlacht des Zweiten Weltkrieges haben so viele Historiker und Zeitzeugen, aber auch Literaten und Filmemacher berichtet wie über diese Schlacht.

Hitler erließ am 5. April 1942 die Weisung Nr.41. In ihr wurden die operativen Absichten der Offensive für den kommenden Sommer dargelegt. Teil der Sommeroffensive 1942, der sogenannten Operation Blau, war es, Leningrad zu Fall zu bringen und dadurch eine Verbindung zu Finnland herzustellen. Schwerpunkt der Operation war die Gewinnung des Kaukasus unter Vernichtung der sowjetischen Kräfte im Raum Woronesch, sowie westlich und nördlich des Don. In der dritten Phase sollte nun Stalingrad selbst erreicht, oder zumindest so stark beschädigt werden, dass es als weiteres Rüstungs- und Verkehrszentrum ausfällt.27 Die 6. Armee unter dem Befehl von General Paulus sollte Stalingrad, so der Befehl Hitlers, bis zum 25 August einnehmen. Trotz anfänglicher Erfolge scheiterte das Unternehmen kläglich. Anfang Januar lehnte General Paulus ein Kapitulationsangebot von sowjetischer Seite ab. Daraufhin begann am 10. Januar 1943 die Großoffensive der Roten Armee. Bis zum 23. Januar war die 6. Armee von zwei voneinander getrennten Kesseln umgeben. Am 2. Februar wurden die letzten Kampfhandlungen im Nordkessel unter Befehl vom General der Infanterie, Strecker, eingestellt. 28

Mit der Kapitulation der 6. Armee endete für rund 91.000 Soldaten die geplante Einnahme von Stalingrad in Kriegsgefangenschaft, von denen nur ca. 6000 wieder in ihre Heimat zurückkehren sollten.29

Nach der Gefangennahme folgten für die ohnehin schon völlig erschöpften Soldaten bis zu 100 km lange Märsche bei tiefsten Minustemperaturen ohne Verpflegung und nächtliche Unterkunft.30 Von den Gefangenen selbst wurden die Märsche als „Todesweg“ oder „Todesmärsche“ tituliert.

„Am nächsten Morgen wurden wir rausgetrieben und in Marsch gesetzt. Die ersten lagen bald links und rechts der Strecke. Sie konnten nicht mehr. Anfangs bekamen sie von den Posten einen soliden Genickschuß, nachdem sich aber die Fälle mehrten, ließ man sie so liegen. Es dauerte höchstens 2 – 3 Stunden, bis Sie erfroren waren.“31

Maßgeblich sind die Gründe für das, von den Soldaten „sinnlose Herummaschieren“ unter widrigsten Bedingungen, in den groben organisatorischen und logistischen Versäumnissen der Sowjetunion bezüglich der Kriegsgefangen zu sehen. So ordnete der stellvertretende Volkskommissar des Inneren, Ivan Serov, erst am 3. Februar 1943, also einen Tag nach der Einstellung der Kampfhandlungen, an, eine ausreichende Zahl an Kriegsgefangenenlagern in der Stalingrader Region zu errichten, obwohl die Kapitulation der 6. Armee keineswegs unvorhersehbar gewesen ist. Des weiteren galt, so Hilger, das Hauptinteresse der Armee dem Sieg und nicht den Besiegten.32 Durch die genannten Versäumnisse entstanden für die in Gefangenschaft geratenen Soldaten unmenschliche und mit geltendem Völkerrecht nicht vereinbare Bedingungen der Gefangenschaft, die eine große Anzahl mit dem Leben bezahlte; und das, obwohl die russische Propaganda in dieser Zeit, für den Fall der Gefangennahme, eine gute Behandlung und eine ausreichende Versorgung in Aussicht stellte.33

5. Das Gefangenlagersystem der Sowjetunion

Während des Zweiten Weltkrieges verfügte die Sowjetunion, bzw. das Innenministerium über zwei Lagernetze. Zum einen existierte das GULag, die Hauptverwaltung der Lager, zum anderen das GUPVI, die Hauptverwaltung für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen und Internierten. Unter der Verantwortung des GULag und des GUPVI wurden Millionen von Menschen, zum großen Teil unter gravierenden Menschenrechtsverletzungen, interniert. Viele Insassen verhungerten, erfroren oder wurden erschossen. Bis in die 50´er Jahre wurde die Existenz der Lagernetze streng geheim gehalten.34 Während das Archipel GULag durch Publikationen, insbesondere die des sowjetischen Historikers Alexander Solzhenicyn, bearbeitet wurde, blieb das Archipel GUPVI bis in die 90’er Jahre unerforscht. Selbst in den von Erich Maschke herausgegebenen Bänden „Zur Geschichte der deutschen Krieggefangenen des zweiten Weltkrieges“ ist der Begriff der UPVI/GUPVI nicht zu finden.35

5.1 Das System GULag

Das GULag, das schon Ende der 20´er Jahre gegründet worden war, besass zwei gleichrangige Aufgagen. Die eine Aufgabe bestand darin, Straftäter zu inhaftieren, politisch gefährliche oder unzulängliche Personen zu „isolieren und zu vernichten“36, sowie die Sowjetbevölkerung einzuschüchtern und somit die kommunistische Herrschaft zu sichern. Dementsprechend war das GULag nicht nur eine Strafvollzugsinstanz sondern auch ein Terrorinstrument der sowjetischen Führung. Die zweite Aufgabe des GULag bestand in der Bereitstellung von Arbeitskraft durch die Inhaftierten und deren Nutzung bei der staatlichen Wirtschaftsplanung.37 Während das GULag hauptsächlich als innenpolitisches Instrument fungierte, war die für Kriegsgefangene maßgeblich verantwortliche Instanz das GUPVI.

5.2 Das System GUPVI

Das UPVI NKVD SSSR, die Verwaltung des Volkskommissariats für innere Angelegenheiten der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen und Internierten, wie die genaue Bezeichnung lautete, war eine Abteilung, genau wie das GULag, innerhalb des NKVD.

Die Gründung der Institution geht auf den 19. September 1939, also genau auf den Tag der Vorlage der neuen Kriegsgefangenenordnung, zurück.38 Das UPVI, das man im Januar 1945 in GUPVI umbenannte, wurde mit maßgeblicher Unterstützung des GULag aufgebaut. So stellte das GULag Ausbilder und Personal für die neue Einrichtung und wies die neuen GUPVI/UPVI Funktionäre in die Grundlagen der Organisation eines Lagersystems ein.39 Zu den Aufgaben des UPVI/GUPVI zählten von Beginn an die Unterbringung der Gefangenen, die Evakuierung von Kriegsgefangenen aus den Frontbereichen, die medizinische Versorgung, Verpflegung und politische Schulung der Internierten.40 Nach dem Beginn der Operation Barbarossa, im Juni 1941, wurden im Gebiet zwischen Zentralrussland und der Westfront in kürzester Zeit 30 Aufnahmelager errichtet, die allerdings schnell von der deutschen Wehrmacht eingenommen wurden. Schon einen Monat später existierten von den ehemals 30 Lagern nur noch 19. Im August dezimierte sich ihre Zahl auf drei. Erst nachdem der Vormarsch der deutschen Truppen im Spätherbst und Winter 1941 zum Stillstand kam, wurde das Lagernetz wieder aufgebaut. Mit dem 1069. Beschluss des staatlichen Verteidigungskomitees (GOKO) vom 27. Dezember 1941 wurde die Einbindung von 26 Lagern mit „besonderer Bedeutung“ in die Organisation der UPVI/GUPVI vorgesehen. In diese Lager wurden hauptsächlich Rotarmisten, die sich zuvor in deutscher Hand befanden, interniert. Sie wurden meist als Deserteure und Vaterlandsverräter zu 10 Jahren in den Lagern des UPVI/GUPVI verurteilt.41

Bis zum Ende des Krieges wurde das Lagernetz auf fast 4000-5000 Lager erweitert.

Mit dem Ende des Krieges jedoch wurden, auch im Zuge der Repatriierungspolitik, mehr und mehr Lager wegen unzureichender Ausstattung oder Unrentabilität geschlossen. Die letzten Lager des UPVI/GUPVI wurden im Jahr 1956 aufgegeben.

6. Das Leben in den Kriegsgefangenlagern

6.1 Der Lageralltag

Die Thematik des Lagerlebens und dessen Ausprägung bietet eine solche Bandbreite, dass im folgenden eine Vielzahl von Einzelaspekten unbetrachtet bleiben werden. Die Darstellung ist somit nur ein Versuch einen ersten Einstieg in die Thematik zu geben.

Das Leben in den Kriegsgefangenenlagern der Sowjetunion war geprägt durch Hunger, Krankheiten und in Folge dessen auch von Tod. Durch den schnellen Vorstoß der Truppen im Jahr 1941, die wirtschaftliche Konzentration auf die Rüstung und nicht zuletzt durch die Politik der verbrannten Erde, war die Versorgungslage in der Sowjetunion während des Krieges katastrophal. Die russische Zivilbevölkerung war von diesem Zustand genauso oder sogar stärker betroffen als die Kriegsgefangenen. Aussagen von Zeitzeugen die besagen, dass „die Russen noch weniger hatten als wir“42 unterstreichen die Versorgungsproblematik deutlich. In der Folge starben Tausende von Kriegsgefangenen an Krankheiten wie Dystrophobie, Tbc, Ruhr und Typhus, was maßgeblich auf eine mangelhafte Versorgung mit Lebensmitteln und eine unzureichende hygienische und medizinische Ausstattung zurückzuführen war.43 Insbesondere wurde Unterversorgung mit Lebensmitteln noch durch Unterschlagungen von russischer Seite verstärkt. So fehlten im Lager Oblast bei Stalingrad im Winter 1944 80% der vorgesehenen Milch und bis zu 20% an Fleisch und Fett.44 Der Hunger in den Lagern wird von Zeitzeugen immer wieder als das Trauma der Kriegsgefangenschaft genannt. Die Mahlzeiten bestanden meistens nur aus dünnen Suppen, nicht selten aus verdorbenen Lebensmittel, Brot mit einem sehr hohen Feuchtigkeitsanteil und Kascha.45 46 Es entstand eine regelrechte Hungerkultur, die sich darin äußerte, dass Gefangene Kalorien zählten oder gedanklich Kochrezepte sammelten. Auch der Plenny Schritt , ein schleichender und langsamer Gang mit möglichst wenig Kraftanstrengung, war Ausdruck eben dieser Hungerkultur. Einzelne Kriegsgefangene berichten, dass aus der Not heraus alles gegessen wurde; dazu zählten auch Hunde- Ratten- und Katzenfleisch. Die Sterberate der Kriegsgefangenen erreichte 1943 mit 52,5% ihren traurigen Höhepunkt.47 Zu der Hungerproblematik kam noch die, gerade in den Kriegsjahren vorherrschende chronische Überbelegung und die mangelnde Ausstattung mit Kleidung, insbesondere in den Wintermonaten, erschwerend hinzu. So stellt ein Bericht der Verwaltung 163 zum 1. Januar 1945 fest, dass das Fehlen von Kleidung und Schuhwerk ein Grund für die mangelhafte Ausnutzung der Arbeitsreserven sei.48

6.2 Offiziers- und Mannschaftslager

Das durch Hunger und schlechte hygienische Verhältnisse bedingte Elend war aber vorwiegend in den Mannschafts- und Unteroffizierslagern präsent. In den Offizierslagern, vorzugsweise in den Lagern in denen die Generalität untergebracht wurde, war von den dramatischen Zuständen wenig zu spüren. Mit einem Kaloriengehalt von 2800 kcal war die Versorgungslage vorbildlich.49 Während in den Mannschaftslagern der Kampf um das tägliche Überleben den Alltag dominierte, war das Hauptproblem in den Offizierslagern die, die durch die für Offiziere vorhandene Befreiung vom Arbeitseinsatz vorhandene Langeweile. Diese wurde mit langen Spaziergängen, Vokabellernen, Sport, wie Fußball oder Ringtennis, sowie Gartenarbeit und Kartenspielen versucht zu bekämpfen.50

Ein beträchtlicher Teil der Arbeitslager waren gemischte Lager, in denen die Offiziere jedoch getrennt von den Mannschaften und Unteroffizieren untergebracht wurden. In diesen Lagern fingen viele Offiziere in den Jahren 1945 und 1946 mehr oder weniger freiwillig an zu arbeiten um der Langeweile entgegen zu treten. Auch in diesen

Lagern entstand ein ausgeprägtes kulturelles Leben, das sich zum Beispiel in selbst inszenierten Theateraufführungen äußerte.51

6.3 Die Lagerprominenz

Aber auch in den reinen Mannschafts- und Unteroffizierslagern gab es Klassenunterschiede. Gefangene die sich für die russischen Bewacher als nützlich erwiesen, wie z.B. durch Sprachkenntnisse, oder sich anderweitig hervorgetan haben, wurden als Lagerleitung eingesetzt. Während der Großteil der sogenannten

„Lagerprominenz“ als Schnittstelle zwischen der sowjetischen Lagerleitung und den Kriegsgefangen fungierte und geschickt einen Balanceakt zwischen den Interessen der Bewacher und den Insassen herstellte, kam es auch häufig zu Missbrauch der priviligierten Stellung gegenüber den Mitgefangenen.

„Wenn einer nicht mehr konnte, wurde er von seinem eigenen Brigadier (Vorarbeiter) geschlagen, mit Füßen getreten und bekam im Lager Strafarbeiten, Essen wurde ihm ebenfalls abgezogen.[...] Kein Rumäne oder Ungar konnte so hundsgemein sein wie unsere eigenen Landsleute. Besonders hervor tat sich z.B. Kompanieführer B. Dieses Schwein ließ seine sadistische Wut bei jeder Kleinigkeit an uns aus. Er schlug die Leute bis sie umfielen, riss sie wieder hoch, trat sie mit Füßen, entzog ihnen das Essen nach Belieben. Sobald er aber merkte, dass einer stärker war als er (das kam ja selten vor, da wir alle unterernährt waren), verzog er sich feige.“ 52

Durch die dargestellten Unterschiede bezüglich des militärischen Ranges und der Stellung innerhalb des Lagers, kann man nicht von einem homogenen Erlebnis der Kriegsgefangenschaft sprechen, auch wenn für die Mehrzahl der Mannschaften und Unteroffiziere der Alltag in der Kriegsgefangenschaft darin bestand alles zu versuchen um zu überleben.

7. Der Arbeitseinsatz

Mit dem Abschnitt IV, Punkt 20 der Verordnung des Rats der Volkskommissare über Kriegsgefangene vom 01.07.1941, wurde der Arbeitseinsatz von Kriegsgefangenen in der sowjetischen Wirtschaft geregelt.

„Kriegsgefangene Unteroffiziere und Mannschaften können im Lager und außerhalb desselben in der Industrie und Landwirtschaft der UdSSR zu Arbeiten herangezogen werden, auf Grund besonderer Regelungen, die von der Verwaltung für Kriegsgefangene und Internierte beim Volkskommissariat für Inneres ausgearbeitet sind. Offiziere und ihnen gleichgestellte Kriegsgefangene können nur mit ihrer Einwilligung zur Arbeit herangezogen werden.“ 53

Nach Ende des Krieges wurde mit der Direktive Nr. 41s des NKVD vom 19. Februar 1946 die Arbeitspflicht auf Offiziere bis zum Rang eines Hauptmanns ausgedehnt. 54

7.1 Die Bedeutung der Kriegsgefangenen für die sowjetische Wirtschaft

Nach dem Krieg waren die infrastrukturellen und industriellen Einrichtungen der Sowjetunion zu großen Teilen zerstört. 1.700 Städte, 70.000 Dörfer sowie 32.000 Industriebetriebe, 65.000 km Schienewege und ca. 60 Mio. Quadratmeter Wohnraum waren dem Krieg zum Opfer gefallen. 55 Mit dem 5 Jahres Plan von 1946-1950 sollten vor allem die Industrieanlagen und Landesteile wieder aufgebaut werden.

Allein 40% (115 Milliarden Rubel) des neuen 5 Jahresplans sollten zum Wiederaufbau von Infrastruktur und Industrieanlagen verwendet werden. Bereits im Jahr 1950 hatte die Schwerindustrie ihren Produktionsstand von vor 1941 übertroffen. Entsprechend wuchs die sowjetische Wirtschaft in den Nachkriegsjahren rasant. Die Gesamtmittel für die Volkswirtschaft der Sowjetunion stiegen von 106,2 Milliarden Rubel im Jahr 1946 auf 245,2 Milliarden Rubel im Jahr 1956. Einen nicht unwesentlichen Anteil an dem wirtschaftlichen Erfolg hatte die Masse von in der Sowjetunion internierten Kriegsgefangenen.56

Mit dem rapiden Anstieg der Kriegsgefangenzahlen in den letzten Kriegsmonaten und der darauf folgenden Kapitulation Deutschlands, begann im Jahr 1945 der massenhafte Einsatz von ca. 1,4 Millionen Deutschen und 100.000 Österreichern in der Wirtschaft der UdSSR. In dem Beschluss Nr.8921dd des staatlichen Verteidigungskomitees (GOKO) wurde die Verteilung der Kriegsgefangenen in den Betrieben und Baustellen der Volkskommissariate und Ämter geregelt.57 Die ökonomische Bedeutung der Inhaftierten für die Volkswirtschaft der Sowjetunion war immens. Einhergehend war aber auch der Gedanke der Wiedergutmachung des Kriegsschuldigen gegenüber der UdSSR.

Nach der Richtlinie 28/7309 des NKVD wurden die Kriegsgefangenen hinsichtlich ihrer Arbeitsfähigkeit in vier Gruppen eingeteilt.

- Gruppe 1: Gesunde, für schwere physische Arbeiten,
- Gruppe 2: leicht und chronisch Kranke für mittelschwere physische Arbeiten
- Gruppe 3: Kranke für leichte körperliche Arbeiten
- Gruppe 4: Invaliden und Arbeitsunfähige, ausschließlich für besonders leichte Arbeiten58

Neben der rein körperlichen Arbeitskraft, profitierte die Sowjetunion auch von den geistigen und technischen Fähigkeiten der Inhaftierten. Durch Privilegien, wie die Aussicht auf eine schnellere Repatriierung, höhere Essensrationen und bessere Lebensbedingungen wurden Ingenieure und Wissenschaftler zur Entwicklung neuer Technologien, Patente und Forschungsergebnisse angetrieben.59

7.2 Die Organisation des Arbeitseinsatzes in den Lagern

Die einzelnen Soldaten wurden für den Arbeitseinsatz in sogenannte Brigaden eingeteilt. Dies war eine in der Regel fünfzehn bis fünfzig Mann, in Ausnahmefällen bis zu 150 Mann starke Truppe, der ein sogenannter Brigadier, eine Art Vorarbeiter, vorstand. Dieser befand sich jedoch auf der gleichen Stufe der Arbeiter und verrichtete die gleiche Leistung. In der Regel wurde die Brigade für die gemeinsam geleistete Arbeit entlohnt. In Ausnahmefällen kam es aber auch zu individuellen Entlohnungen, um dadurch die Produktivität der Brigade zu steigern.60

7.2.1 Die Arbeitszeit

Die Sowjetunion führte per Dekret vom 14. November 1917 als erstes Land Europas den 8-Stunden Arbeitstag ein. Diese Bestimmung wurde 1922 in das Arbeitsgesetzbuch der RSFSR aufgenommen. Grundsätzlich galt dieser Verfassungsgrundsatz auch für die arbeitenden Kriegsgefangen. In der Praxis jedoch wurde dieser Höchstarbeitszeit von 8 Stunden meistens deutlich überschritten. In den ersten paar Monaten nach Kriegsende wurde für die, in Kategorie I eingestuften Kriegsgefangenen noch ein 10 Stunden Tag veranschlagt. Dies Regelung wurde jedoch schnell an den verfassungsgemäß garantierten 8 Stunden Tag angeglichen. Auch wenn sich an die vorgegebenen 8 Stunden reiner Arbeitszeit gehalten wurde, wurden der Transport zum Arbeitsplatz, sowie die Ausgabe des Arbeitsgerätes nicht in die Arbeitszeit mit einbezogen. Strecken von 3 – 6 km wurden zu Fuß, weitere Strecken zum Arbeitsort mit LKW oder mit Zügen zurückgelegt.61 Auch die Ausgabe und das Einsammeln des Arbeitsgerätes nahm zusätzlich Zeit in Anspruch; das gleiche gilt für die einstündige Mittagspause so dass die Internierten oftmals 12 – 14 Stunden unterwegs waren.62 Über die normale Arbeitszeit hinaus musste von den Internierten auch Mehrarbeit geleistet werden. Auch regelmäßige Sonntagsarbeit war die Regel. Die Häftlinge wurden nach ihrem Arbeitseinsatz noch für Tätigkeiten innerhalb des Lagers, wie Instandsetzungsarbeiten oder Küchendienst, herangezogen.63

7.2.2 Die Entlohnung

Grundsätzlich war von sowjetischer Seite eine Entlohnungen der sich im Arbeitseinsatz befindlichen Kriegsgefangenen vorgesehen. Inwiefern dies jedoch zur Anwendung kam, wurde von Zeitzeugen unterschiedlich geschildert.

„Ich habe während der ganzen Zeit, in der ich in russischer Kriegsgefangenschaft gewesen bin, nicht einen Rubel gesehen, geschweige denn bekommen.[...]64

Ein anderer Gefangener berichtete jedoch:

„Das Lager ... war meine schönste Zeit in der Gefangenschaft. Warum? Ich habe dort wohl schwer arbeiten müssen und habe schwer gearbeitet, aber wurde auch dafür entlohnt und zwar auf reeller Basis ... Wenn ich zum Beispiel soviel gearbeitet habe wie die Russen, habe ich genau dasselbe Geld gekriegt wie die Russen.“65

Die Höhe der Auszahlungen wurde nach Art der Betätigung festgelegt und begann, so Zeitzeugen, in der Mitte des Jahres 1946, bei anderen im Jahre 1947.66 Neben monetären Zahlungen wurde auch bei Erfüllung oder Übererfüllung der festgelegten Arbeitsnorm Zusatzrationen an Lebensmitteln ausgegeben. Dies äusserte sich durch zusätzliche Rationen an Brot oder Kascha.67

Für den Wiederaufbau der Sowjetunion nach dem Ende des Krieges war das Heer an Kriegsgefangenen im Arbeitseinsatz unerlässlich. Die Internierten trugen in den Jahren 1946 – 1956 sowohl mit rein körperlicher Arbeitskraft, als auch mit Know- know zum wirtschaftlichen Erfolg in der russischen Nachkriegszeit bei.

8. Die Repatriierung

Bereits am 3. August 1942 wies das NKVD mit dem Befehl Nr. 001603ss der Verwaltung des UPVI die Aufgabe der Vorbereitung und Durchführung des Austausches von Kriegsgefangenen und deren Rückführung nach Kriegsende als eine ihrer Hauptaufgaben zu. Die mit diesem Befehl verbundene Absicht, erwies sich

jedoch als reine Worthülse. Die Verwahrung der Gefangenen in den Lagern des GULag und des GUPVI weit über das Kriegsende hinaus war die Regel.68

Die Rückführung ausländischer Kriegsgefangener stützte sich zum einen auf Anordnungen der sowjetischen Regierung, zum anderen aber auch auf Anweisungen des staatlichen Verteidigungskomitees (GOKO). Mit der Anordnung Nr.31-13s des Rates der Volkskommissare wurde am 6. Januar 1945 ein „Bevollmächtigter des Ministerrates der UdSSR für Fragen der Repatriierung“, ernannt.69 Mit der Anordnungen 3921ss vom 4.7.1945 und 9343 vom 13.8.1945 des staatlichen Verteidigungskomitees (GOKO) wurden die ersten Repatriierungsmaßnahmen in Gang gesetzt. Rund 1 Millionen kranker, verwundeter oder invalider Soldaten aus den verschiedensten Herkunftsländern, darunter auch Deutsche und Österreicher, traten ab September 1945 den Weg in die Heimat an. Die Auswahl der Heimkehrer wurde aufgrund ihrer physischen Verfassung und in Folge dessen ihrer Tauglichkeit für den Arbeitseinsatz ausgewählt. Neben dem physischen Zustand spielte auch die Nationalität eine wesentliche Roll bei der Auswahl der Heimkehrer. Die Frage der Nationalität scheint in der gegenwärtigen Forschung jedoch sehr umstritten zu sein. Während KARNER behauptet, dass nur Franzosen und Rumänen unabhängig von ihrem physischen Zustand repatriiert wurden70 behauptet Hilger, dass nur für Österreicher, Ungarn, Rumänen und Deutsche der Gesundheitszustand ein Auswahlkriterium gewesen ist.71

Im Lauf des Jahre 1946 begannen die fortlaufenden Forderungen westlicher Regierungen zur Repatriierung ihrer Kriegsgefangenen an die sowjetische Seite. In Folge dessen kam es immer wieder zu Falschmeldungen über abgeschlossene Repatriierungsaktionen seitens der UdSSR. 72 Bis zum Jahr 1947 war nur ein sehr geringer Teil der Internierten repatriiert worden. Auf der Außenministerkonferenz vom 23. April 1947, an der die vier Siegermächte teilnahmen, wurde der entgültige Abschluss der Repatriierung von Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion auf den 31. Dezember 1948 festgelegt.73 Bereits im Herbst 1948 war jedoch absehbar, das der vereinbarte Termin von sowjetischer Seite nicht eingehalten werden würde. Auf Grund dessen verfassten die Westmächte eine Note, in der explizit darauf hingewiesen wurde, dass das Verhalten der Sowjetunion bezüglich der Repatriierung deutscher Kriegsgefangener als Wortbruch zu werten sei.74 Die Repatriierung war offiziell im Dezember 1949 abgeschlossen, wobei im Verlauf des Jahres 1949 schon die Kriegsverbrecherprozesse gegen deutsche Insassen vorbereitet wurden, die für viele die Gefangenschaft um weitere sechs Jahre verlängern sollte.

Am 12. Mai 1950 wurde auf der Londoner Außenministerkonferenz das Thema der verbleibenden deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Am 20. Oktober des gleichen Jahres wurde von deutscher Seite ein Memorandum an die Vereinten Nationen übergeben, dass diese Problematik erneut ansprach. Die weiteren Bemühungen zur Freilassung der deutschen Gefangenen endeten mit dem Besuch Konrad Adenauers nach Moskau im Jahre 1955 und der entgültigen Entlassung der restlichen deutschen Gefangenen bis zum Jahre 1956.75

9. Schlussbetrachtung

Die russische Kriegsgefangenschaft war insbesondere für die Mannschafts- und Unteroffiziersdienstgerade ein durch Hunger,Krankheit und Tod geprägtes Erlebnis. Mangelhafte Planung und Logistik haben zu diesem Umstand in gleicher Weise beigetragen, wie Unterschlagung und Korruption, die ökonomisch katastrophale Situation der Sowjetunion während und nach dem Kriege und die politische Willkür einzelner Entscheidungsträger in der Sowjetunion.

Vornehmlich für den wirtschaftlichen Wiederaufbau der UdSSR nach dem Kriege, war der Arbeitseinsatz einer Masse von Kriegsgefangenen von beträchtlicher Bedeutung. Die schnelle ökonomische Genesung der Sowjetunion in den Nachkriegsjahren ging maßgeblich auf den Einsatz von Kriegsgefangenen in der sowjetischen Wirtschaft zurück.

Viele Einzelaspekte sind auch heute noch mangelhaft oder gar nicht erforscht. Die nähere Untersuchung der Flut an unausgewerteten Quellen wird auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe historischer Forschung sein.

Literaturverzeichnis

Bährens, K. (1965): Deutsche in Straflagern und Gefängnissen der Sowjetunion; in: Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges, Band V/2; Hrsg.: Maschke, E.; Bielefeld 1965; 592 S.

Böhme, K.W.: (1966): Die deutschen Kriegsgefangenen in sowjetischer Hand. Eine Bilanz; in: Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges, Band VII; Hrsg.: Maschke, E.; Bielefeld 1966; 474 S.

Cartellieri, D. (1967): Die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion. Die Lagergesellschaft; ; in: Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges, Band II; Hrsg.: Maschke, E.; Bielefeld 1967; 381 S.

Chavkin, B.L. (1995): Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion; in: Europäische Sicherheit 11/95; S. 36-37

Förster, J. (1993): Stalingrad: Ergebnis – Wirkung – Symbol; München/ Zürich 1993

Frieser,. K.-H. (1981): Krieg hinter Stacheldraht. Die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion und das Nationalkomitee Freies Deutschland. Mainz 1981; 381 S.

Hilger, A. (1999): Deutsche Krieggefangene im Wiederaufbau der Sowjetunion. Arbeitsorganisation und –leistung im Licht deutscher und russischer Quellen; in: In der Hand des Feindes. Kriegsgefangenschaft von der Antike bis zum Zweiten Weltkrieg. Hrsg.: Overmanns, R.; S. 441-461

Hilger, A. (2000): Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion, 1941-1956 Kriegsgefangenenpolitik, Lageralltag und Erinnerung. In: Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte – Neue Folge; Bd. 11; Hrsg. Hirschfeld, G.; Essen 2000; 486 S.

Karner, S. (1994): Die Sowjetische Hauptverwaltung für Kriegsgefangene und Internierte. Ein Zwischenbericht; in: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte, J.42, Nr.3; S447-471

Karner, S. (1995): Im Archipel GUPVI. Kriegsgefangenschaft und Internierte in der Sowjetunion 1941-1956. Wien 1995; 269 S.

Kunze, R.-U. (1995): Aspekte der Betreuung deutscher Kriegsgefangener durch das Evangelische Hilfswerk für Internierte und Kriegsgefangene des Bischof D. Theodor Heckel, 1945-1955; in: ZbKG 64 (1995); S. 107-121

Oeter, S. (1999): Die Entwicklung des Kriegsgefangenenrechts, Die Sichtweise eines Volkerrechtlers; in: In der Hand des Feindes, Kriegsgefangenschaft von der Antike bis zum Zweiten Weltkrieg; Hrsg.: Rüdiger Overmanns; S. 41-63

Ratza, W. (1973): Die deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion. Der Faktor Arbeit; in: Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges, Band IV; Hrsg.: Maschke, E.; Bielefeld 1973; 474 S.

Stettner, R. (1996): „Archipel GULag“: Stalins Zwangslager. Terrorinstrument und Wirtschaftsgigant; Paderborn 1996

[...]


1 Vergl. Hilger,2000; S20

2 vergl. Chavkin, 1995

3 vergl. Chavkin, 1995

4 Vergl. Hilger, 2000; S. 22

5 vergl. Kunze, 1994

6 Vergl. Hilger, 2000; S. 25

7 vergl. Chavkin, 1995

8 Dieses Zitat ist Hilger,2000 S. 25 entnommen, da mir das Original nicht zur Verfügung stand

9 Diese Zitat ist aus Hilger 2000, S.48 entnommen

10 Vergl. Oeter, 1999, S.49

11 Der Lieber- Code wurde mit der „US Army General Order No. 100 für die US Armee in Kraft gesetzt

12 Vergl. Oeter, 1999, S.50

13 Vergl. Hilger, 2000; S. 51

14Hilger verweist an dieser Stelle auf den Zusammenhang um politische Richtungsstreitigkeiten bezüglich des Parteitages vom 15. Dezember 1927

15 Vergl. Hilger, 2000; S.51

16 Vergl. Hilger, 2000; S.52

17 NKVD = (Narodnyi komissariat vnutrennych del SSS – Die NKVD war das Volkskommissariat für innere Angelegenheiten der UDSSR die ab 1946 zur MVD ( Ministerstvo vnutrennych del SSSR – Das Ministerium für innere Angelegenheiten der UDSSR) umbenannt wurde.

18 Vergl.: Hilger, 2000; S. 55-56

19 Vergl.: Hilger, 2000; S. 56

20 Vergl.: Karner, 1995; S. 11

21 Vergl.: Karner, 1995; S. 11

22 Vergl.: Karner, 1995; S. 11; Die oben angeführten Zitate habe ich alle aus Karner entnommen, da mir die Originalquellen nicht zur Verfügung standen

23 Vergl.: Frieser, 1981; S.35

24 Da es sich bei den angegebenen Zahlen um ältere Angaben handelt, ist zumindest die Zahl der nicht geklärten Schicksale heute niedriger einzustufen, da das Rote Kreuz auch noch heute versucht, Schicksale von vermissten Soldaten des 2. Weltkrieges aufzuklären

25 V ergleiche hierzu die aus Hilger, 2000; S.389 entnommene Tabelle

26 Vergl.: Frieser, 1981; S. 35-36

27 Vergl.: Förster, 1993; S17

28 Vergl.: Hilger 2000, S. 98

29 Vergl. Böhme 1966, S. 18; Böm verweißt darauf, dass die Zahle der Kriegsgefangenen bei Stalingrad lediglich den Zeitraum vom 10. Januar bis zum 2. Februar 1942 berücksichtigt.

30 Vergl.: Hilger, 2000; S 105

31 Vergl.:Cartellieri, 1967; S.16

32 Vergl.: Hilger, 2000; S. 104

33 Vergl. Cartellieri, 1967; S.16

34 Vergl. Karner, 1994, S. 447

35 Vergl. Bährens 1965

36 Vergl. Stettner, 1996; S. 133

37 Vergl. Stettber, 1996; S. 365

38 Vergl.: Hilger, 2000; S. 82

39 Vergl.: Stettner, 1996; S. 151

40 Vergl.: Hilger, 2000; S83

41 Vergl.: Karner, 1994;S. 453

42 Vergl.: Karner,1995; S.86

43 Vergl.: Karner, 1995; S.86

44 Vergl.: Hilger, 2000; S.165

45 Vergl.: Karner, 1995; S. 86 und Hilger,2000; S.165

46 Kascha ist Brei aus verschieden Komponenten der mit Wasser angerührt wird

47 Vergl.: Karner, 1995; S. 90

48 Vergl.: Hilger, 2000; S. 146

49 Vergl.: Cartellieri, 1967; S. 60

50 Vergl.: Cartellieri, 1967; S. 62

51 Vergl.: Cartellieri, 1967; S. 63

52 Zitat aus: Cartellieri, 1967; S90

53 Zitat aus.: Hilger, 1999;S 443

54 Vergl.: .: Hilger, 1999;S 444

55 Vergl.: Karner, 1995; S. 137

56 Vergl.: Karner, 1995; S. 140

57 Vergl.: Karner, 1995; S. 142

58 Vergl.: Karner, 1995; S. 140

59 Vergl. Karner, 1995; S. 144

60 Vergl.: Ratza, 1973; S. 11

61 Vergl.: Ratza, 1973; S. 12

62 Vergl.: Ratza, 1973; S. 12

63 Vergl.: Ratza, 1973; S. 13

64 Zitat aus: Ratza, 1973; S. 36

65 Zitat aus: Ratza, 1973; S. 36

66 Vergl.: Ratza, 1973; S. 37

67 Vergl.: Ratza, 1973; S. 43

68 Vergl.: Hilger, 2000; S. 314

69 Vergl.: Karner 1995; S. 191

70 Vergl.: Karner, 1995; S 192

71 Vergl.: Hilger, 2000; S. 317

72 Vergl. Karner, 1995; S. 192

73 Vergl.: Karner, 1995; S. 201

74 Vergl.: Karenr, 1995; S. 203

75 Vergl.: Karner 1995; S. 204

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Autor
Jahr
2001
Seiten
25
Katalognummer
V100697
ISBN (eBook)
9783638991216
Dateigröße
383 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ich würde mich über Anregungen, Fragen und Kritik sehr freuen
Schlagworte
Deutsche, Kriegsgefangene, Sowjetunion
Arbeit zitieren
Thomas Wittfeld (Autor:in), 2001, Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/100697

Kommentare

  • Gast am 8.4.2015

    Ich muss eine Seminararbeit zu diesem Thema verfassen, komme aber einfach nicht an geeignete Bücher wie beispeilsweise das von A.Hilger " Deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion"...
    hast du Tipps für mich? Ohne das Buch scheint mir die Aufgabe unlösbar.. ich bin am verzweifeln.

  • Gast am 14.8.2008

    dr..

    Gibt es ähnliche Arbeiten auch über deutsche Zivilgefangene in der SU?Mein Vater wurde Anfang März von den Russen in Hinterpommern verschleppt,verstarb 3 Jahre später in Minsk.
    Seine Gefangenenakte liegt mir vor.

  • Gast am 29.10.2004

    Kriegsgefangenenlager Podberesje, Kreis Kimry.

    Würde nur gern wissen, ob dieses Lager, in dem deutsche und ungarische Gefangene waren, erwähnt ist. Durch die Anwesenheit deutscher Flugzeugspezialisten ab 1946 im selben Dorfe hatte sich auch die Lage der "WPs" verbessert, wie Verpflegung, Ausgang, Fußballspiele außerhalb und Kontakt zu den deutschen Zivilisten.
    Gibt es noch jemanden, der dort als Kriegsgefangener gelebt hat?

  • Gast am 10.10.2002

    Wesentliche Dinge unberücksichtigt.

    Ein wesentliches Werk ist hier leider unberücksichtigt geblieben, obwohl es bereits erschienen war: Die Arbeit von Michael Borchard zur politischen Bedeutung der Kriegsgefangenenfrage! Das schlägt sich leider auch inhaltlich in einigen Schlußfolgerungen wider.

  • Gast am 18.4.2002

    Gute Schnellübersicht!.

    Ist eine ganz gute Übersicht, jedoch haben sich auch inhaltliche Fehler eingeschlichen.

    So sollte Stalingrad aufgrund seines Standortes nahe den Ölquellen besetzt werden. Seiner Zeit Zeit war das der dreh und Angelpunkt der sowjet. Ölversorgung Richtung Moskau. Der Generalstab wollte damit die Panzer der Roten Armee ausschalten, da sie gegen diese kein effektives Mittel hatten.

    Ist keine böse Kritik, soll nur ne Anregung sein.

    Matthias

  • Gast am 3.11.2001

    Anfrage von Shoa.de.

    Hallo Herr Wittfeld,

    ich habe gerade ihre Arbeit auf Hausarbeiten.de gesehen und wollte Sie fragen, ob Sie nicht auch Lust hätten, bei uns mitzuarbeiten.

    Unser Arbeitskreis betreibt das derzeit größte Portal zum Thema 3. Reich, Zweiter Weltkrieg und Holocaust und ist unter anderem unter www.shoa.de oder www.wk-2.de zu erreichen.

    Wir suchen noch engagierte Mitarbeiter, die Lust haben bereits vorhandene Arbeiten bei uns zu veröffentlichen, oder sogar neue Artikel zu schreiben.

    Wir würden uns sehr freuen, vielleicht auch Sie dazu gewinnen zu können.

    viele Grüße

    Stefan Mannes

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