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Strukturelle Diskriminierungserfahrungen alleinerziehender Väter

Title: Strukturelle Diskriminierungserfahrungen alleinerziehender Väter

Term Paper , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sven Gerhold (Author)

Gender Studies
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob oder inwieweit alleinerziehende Väter durch Behörden, also staatliche Verwaltungsstellen und Organisationen diskriminiert und benachteiligt werden. Die Motivation des Verfassers der Arbeit ist die bisher erfahrene eigene Lebenssituation. Als alleinerziehender Vater werden Diskriminierungen subjektiv empfunden. Daher stellt sich die Frage, ob die subjektiv erfahrenen Benachteiligungen einer gesellschaftlichen Realität entsprechen.

In der Arbeit wird der Autor zunächst verschiedene Begrifflichkeiten untersuchen und definieren. Anschließend wird zu untersuchen sein, ob und inwieweit alleinerziehende Väter durch Behörden und Organisationen diskriminiert werden. Bei Verstärkung dieser These soll anschließend versucht werden, eventuelle Gründe für das Vorhandensein solcher Umstände zu finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsabgrenzungen und Definitionen

3. Statistische Grundbetrachtung

4. Behördliche Diskriminierungen

4.1 Behördennamen

4.2 Staatliche Unterstützungsleistungen

5. Alleinerziehende Väter und die Gesellschaft

6. Alleinerziehende Väter und Erwerbstätigkeit

7. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und inwieweit alleinerziehende Väter im Kontakt mit Behörden, staatlichen Institutionen und in der Gesellschaft Diskriminierungen und Benachteiligungen erfahren. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der subjektiven Wahrnehmung betroffener Väter und der gesellschaftlichen Realität sowie der offiziellen Darstellung in Verwaltung und Politik zu beleuchten.

  • Analyse diskriminierender Strukturen in Behördennamen und staatlichen Unterstützungsleistungen.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Wahrnehmung und Rollenbilder alleinerziehender Väter.
  • Evaluierung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter Berücksichtigung des Bildungsstandes und Vollzeitquoten.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der statistischen Unterrepräsentanz und der wissenschaftlichen Vernachlässigung dieser Personengruppe.
  • Identifikation des Fehlens einer wirksamen politischen Lobby für alleinerziehende Väter.

Auszug aus dem Buch

4.2 Staatliche Unterstützungsleistungen

Im Bereich der staatlichen Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende ist der Unterhaltsvorschuss nach dem Unterhaltsvorschussgesetz ein wichtiges Instrument. Es wird Kindern gezahlt, welche bei einem alleinerziehenden Elternteil leben und keinen regelmäßigen Unterhalt vom anderen Elternteil erhalten (vgl. BMFSFJ, 11.11.2020). Dieser wurde bis zum Sommer 2017 jedoch nur bis zum vollendeten 12. Lebensjahr des Kindes gezahlt. Dieser Umstand stellt eine mittelbare Diskriminierung alleinerziehender Väter dar, da ihre Kinder von dieser staatlichen Fördermöglichkeit weitgehend durch die Altersbeschränkung ausgeschlossen werden. Der überwiegende Anteil alleinerziehender Väter (ca. 65 %) lebte und lebt bis heute mit Kindern im Alter von 10 – 18 Jahren zusammen (vgl. Statistisches Bundesamt 2018: S. 15). In der Folge muss ein großer Teil der alleinerziehenden Väter allein für den Unterhalt ihrer Kinder aufkommen. Erst seit einer Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes im Juli 2017 erhalten Kinder zwischen dem 12. und dem vollendeten 18. Lebensjahr unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls Zugang zu dieser Fördermöglichkeit (vgl. Haufe 2018). Damit wird ein großer Teil der alleinerziehenden Väter finanziell entlastet. Auf Grund der Zugangsbedingungen zum Unterhaltszuschuss werden jedoch weiterhin Empfänger*innen von Leistungen nach SGB II ausgeschlossen.

Weiterhin als diskriminierend für alleinerziehende Väter können jedoch einzelne Fragen in einem Fragebogen, welcher Bestandteil der Antragsformalitäten ist sowie zur jährlichen Berechtigungsprüfung verwendet wird, zu verstehen sein. Hierbei wird gefragt, ob eine Vaterschaft anerkannt oder festgestellt wurde. Für alleinerziehende Väter ist die Antwort auf diese Frage selbstverständlich und außer Zweifel. Lediglich der Umstand, dass nur ein geringerer Teil der Unterhaltsvorschussempfänger alleinerziehenden Väter sind und die Formulare für jeden Antragsteller identisch sein müssen, kann zur Begründung herangezogen werden, dass hier keine Diskriminierung vorliegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert, ob alleinerziehende Väter durch staatliche Stellen und Organisationen diskriminiert werden und motiviert dies durch die persönliche Lebenssituation des Autors.

2. Begriffsabgrenzungen und Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe „Ein – Eltern – Familie“, „Alleinerziehende“ und „Diskriminierung“ theoretisch definiert, um eine Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Statistische Grundbetrachtung: Dieses Kapitel erfasst die quantitative Dimension alleinerziehender Väter und weist auf ihre statistische Minderpräsenz und geringe wissenschaftliche Untersuchung hin.

4. Behördliche Diskriminierungen: Untersucht werden Benachteiligungen durch behördliche Bezeichnungen sowie die Struktur staatlicher Unterstützungsleistungen, die teilweise indirekte Diskriminierung beinhalten.

5. Alleinerziehende Väter und die Gesellschaft: Analysiert die gesellschaftliche Wahrnehmung, in der Väter oft mit alten Rollenbildern und Vorurteilen konfrontiert sind, die ihre Rolle als Erziehende in Frage stellen.

6. Alleinerziehende Väter und Erwerbstätigkeit: Betrachtet die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Korrelation zwischen Bildungsstand, Erwerbstätigkeit und den spezifischen Anforderungen an Väter.

7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird ein gesamtgesellschaftlicher Umdenkprozess gefordert, da alleinerziehende Väter keine wirksame Lobby besitzen und strukturell benachteiligt sind.

Schlüsselwörter

Alleinerziehende Väter, Diskriminierung, Behörden, staatliche Unterstützungsleistungen, Rollenbilder, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Mikrozensus, Unterhaltsvorschuss, Geschlechterdiskurs, Ein-Eltern-Familie, gesellschaftliche Wahrnehmung, Erwerbstätigkeit, Benachteiligung, Familienpolitik, Gleichbehandlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Lebensrealität und mögliche strukturelle Diskriminierungserfahrungen von alleinerziehenden Vätern im Kontakt mit Behörden und der Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit befasst sich mit behördlicher Bürokratie, steuerlichen und finanziellen Unterstützungsleistungen, gesellschaftlichen Vorurteilen gegenüber väterlicher Erziehungskompetenz sowie der Erwerbstätigkeit.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die zentrale Frage lautet, ob die subjektiv empfundenen Benachteiligungen alleinerziehender Väter einer gesellschaftlichen Realität entsprechen und wie diese systemisch begründet sind.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die statistische Daten, Gesetzeslagen und wissenschaftliche Publikationen zur Einordnung der Situation alleinerziehender Väter heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, eine Untersuchung behördlicher Diskriminierung, eine Analyse der gesellschaftlichen Rolle sowie die Betrachtung der ökonomischen Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit ist gekennzeichnet durch Begriffe wie alleinerziehende Väter, Diskriminierung, Familienpolitik, Rollenbilder und staatliche Unterstützungsleistungen.

Wie wirkt sich die behördliche Sprache auf die Wahrnehmung alleinerziehender Väter aus?

Der Autor argumentiert, dass Behördennamen und Formularsprache meist exklusiv auf Mütter ausgerichtet sind, was Väter unsichtbar macht und deren spezifische Bedürfnisse ignoriert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf das Elterngeld?

Die Reform von 2007 wird als verheerend für die Wahrnehmung Väter bezeichnet, da sie die Rolle des Vaters durch eine politische Rhetorik verzerrt hat, die die Realität alleinerziehender Väter weitgehend ausblendet.

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Details

Title
Strukturelle Diskriminierungserfahrungen alleinerziehender Väter
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf  (Soziale Arbeit)
Course
B.A. Soziale Arbeit
Grade
1,0
Author
Sven Gerhold (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1007821
ISBN (eBook)
9783346395023
ISBN (Book)
9783346395030
Language
German
Tags
Alleinerziehende Väter Alleinerziehend Dirkriminierung Moderne Väter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Gerhold (Author), 2021, Strukturelle Diskriminierungserfahrungen alleinerziehender Väter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1007821
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