Attische Antike


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten, Note: 1

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Referat: Attische Demokratie/ attische Tragödie

Attika ist eine griechische Halbinsel. Theseus soll den sogenannten athenischen Synoikismos (Einigung zur politischen Organisation mit einer Hauptstadt) vollzogen haben. Alle einer Einwohner hießen Athener, weil Athen die Hauptstadt des Stadtstaates war, obwohl nur ein Drittel in Athen wohnte. Alle Grundbesitzer Attikas waren gleichberechtigte Bürger. Die ältesten und bodenreichsten Familien hatten führende Stellungen inne. Zunächst waren Könige noch Herrscher, aber ihre Macht wurde immer mehr eingeschränkt, bis sie nur noch kultische Aufgaben hatten. Kodros gilt als letzter König. Nach ihm wurde keiner seiner Nachfolger als würdig empfunden à die politische Leitung wurde an einen auf Lebenszeit gewählten Archon (Oberbeamter) übergeben.

732 v. Chr. - Amtszeit auf 10 Jahre begrenzt, ab 683 v.Chr. auf 1 Jahr. Von da an war die Staatsführung auf 9 Archonten verteilt.

9 Archonten: Archon Eponymus (der den Namen gebende): Staatsoberhaupt; nach ihm wurde das jeweilige Jahr benannt.

Archon Basileus (König): Religöses Oberhaupt

Archon Polemarchos (Kriegsoberst): Militärischer Oberbefehlshaber

6 übrige Archonten: Tesmotheten (Gesetzgeber): Rechtssprechung

Weiterhin bestanden außerdem die Volksversammlung (wählt Beamte, entscheidet über Krieg und Frieden, tagte auf dem Pnyx, alle Bürger über 20 Jahren, konnten Archonten zur Verantwortung ziehen und bestrafen, entschieden über Übergang der Archonten in den Areopag), für alle zugänglich Geschworenengerichte auf der Helilaia und der Rat (bereitet Gesetze vor). Neu dazu kam der Areopag (auf dem Areshügel). Mitglieder waren ehemalige Archonten - Blutgerichtsbarkeit und Entscheidung über alle Verfassungs- und Verwaltungsfragen.

Adelige blieben im Besitz der Macht - Vorrecht der Geburt. Später war auch der durch Handel und Gewerbe emporgestrebte Stand gleichberechtigt. Untere Schichten litten unter der Willkür des Adels, verschuldeten sich und verloren ihren Besitz an Adelige. Es gab 3 Stände: 1) Eupatriden: Adelige, lebten wohlhabend, Sklaven betreuten ihre Güter, Händler machten ihre Geschäfte

2) Demiurgoi: Handel und Gewerbe treibende, freie Arbeiter

3) Georgoi: Kleinbauern und Landarbeiter

Aufgrund eines Aufruhrs wurde 621 v.Chr. der Archon Drakon beauftragt, die Rechtsordung aufzuzeichnen, um adlige Willkür zu unterbinden. Um diese Rechtsordnung durchzusetzen, setzte Drakon Strafen von „Drakonischer Strenge“ fest.

Aber die Gesetzgebung brachte keine Lösung für Spannungen zwischen Adel und Kleinbauern und Arbeitern ➔ Ausbeutung ging weiter bis zum Auftritt von SOLON.

Solon wurde 594/93 v.Chr. als Kaufmann aus vornehmem Geschlecht, aber bescheidenen Verhältnissen zum Archon Eponymus gewählt, mit unbeschränkter Vollmacht um Gegensätze auszugleichen und um eine neue Verfassung zu schaffen.

Schwierigkeiten: Aristokraten wollen politisch und wirtschaftlich nichts einbüßen. Bauern wollen Neuaufteilung des Bodenbesitzes.

1.Schritt Solons: Aufhebung aller Schulden, die auf Grundbesitz lagen -privat und staatlich- und Befreiung aller, die durch Verschuldung Sklaven wurden.

2.Schritt: Begrenzung für Grundbesitz den ein einzelner durch Kauf erwerben kann, so dass die Güter nicht in der Hand einzelner vereinigt wurden ➔ Sicherung des Fortbestandes der attischen Bauern und keine Willkür der Adeligen mehr.

Er stufte Rechte und Pflichten der Bürger nach Besitz, nicht nach Geburt ein (Timokratie) ➔ Einteilung der Bürger in 4 Klassen:

1. Großgrundbesitzer

2. Ritter (kämpfen mit Pferd)

3. Hopliten (schwerbewaffnete Fußsoldaten mit eigener Rüstung)

4. Theten: Arbeiter, befreit von Kriegsdienst und Steuer, aber außer Volksversammlung und Gerichten keinen Zugang zu Ehrenämtern.

Weiterhin 9 Archonten an der Spitze des Staates (aus der 1.Klasse). Neu dazu kam der „Rat der 400“ (Mitglieder aus den ersten drei Klassen, für ein Jahr gewählt >30 Jahre) - Vorbereitende Tätigkeit für alle Angelegenheiten des Gemeinwesens.

Solon führte die Schulpflicht ein: alle Jungendlichen erhielten Unterricht in Lesen, Schreiben und Musik. Außerdem körperliche Ausbildung an den Ringschulen.

Als er aufgefordert wurde, die Alleinherrschaft zu ergreifen, lehnte er ab und legte sein Amt nieder, verpflichtete die Beamten eidlich, seine Gesetze 10 Jahre lang beizubehalten und ging dann auf weite Reisen.

Doch als er viele Jahre später zurückkehrte, war sein Reformwerk fast zerstört, weil sich schon kurz nach seiner Abreise alte Streitigkeiten zwischen den Klassen erhoben hatten. Dadurch hatte sich im Laufe der Zeit wieder eine Tyrannis gebildet. Aber: Solon gilt als Richtungsweiser Athens auf dem Weg zur Demokratie.

Der Adelige PEISISTRATOS nutzte die Spannungen aus, schlug sich auf die Seite des Volkes und wurde Alleinherrscher. Peisistratos war aber kein gehasster Tyrann, weil er die Streitigkeiten beendete, Handel und Gewerbe förderte, Athens Macht vergrößerte und viele prächtige Bauten erbauen ließ, wodurch viele Arbeitslose Arbeit bekamen. Außerdem förderte er die Kultur Athens (Theater, Dichtkunst, Baukunst)

Erst unter Peisistratos Söhnen wurde dem Volk die Tyrannis verhasst und so wurde 510 v.Chr. der letzte Tyrann aus Athen vertrieben (mit Hilfe der Spartaner) Erneut erhoben sich neue Streitigkeiten bis KLEISTHENES an die Macht kam. Er knüpfte an die Solonische Verfassung an, baute sie aber demokratischer aus: Andere Aufteilung des Volkes: 10 Phylen, in denen Bürger aus der Stadt, dem Binnenland und der Küstenregion zusammengefasst waren ➔ Bürger aller möglicher Schichten in einer Gruppe vereint. Jede Phyle ernannte einen der 10 Feldherren und je 50 Männer als Mitglieder des, an der Stelle des solonischen „Rates der 400“ neu eingeführten „Rates der 500“ - Ratsmitglieder unter den über 30-jährigen Bürgern gewählt ➔ jeder Bürger hatte das Recht und die Chance, gewählt zu werden.

Der Rat war die oberste Verwaltungsbehörde, laufende Geschäfte wurden abwechselnd von je 50 Ratsherren geführt. Areopag bestand weiter als Hüter der Blutsgerichtsbarkeit.

Außerdem wurde das Scherbengericht (Ostrakismos) eingeführt. Das Volk konnte mit Hilfe von Scherben als Stimmzettel übermächtige Personen für 10 Jahre aus dem Staatsgebiet verbannen. Kleisthenes schaffte so die erste echte Demokratie.

Seine Blütezeit jedoch erlebte Athen unter dem Strategen PERIKLES. Das Amt der Strategen war erst kurz zuvor entstanden, war aber sehr wichtig (Zuerst nur Feldherren, dann auch diplomatische Aufgaben) Jede der 10 Phylen stellte jedes Jahr einen Strategen. Strategen waren die einzigen Beamten, die nach ihrer Amtszeit von einem Jahr wiedergewählt werden konnten. So schaffte es Perikles, 15 Jahre lang zu regieren. Er wurde immer beliebter beim Volk ➔ großes Übergewicht über andere Strategen ➔ am Ende fast Alleinherrscher. Bis dato waren nur wohlhabende Bürger in hohen politischen Ämtern, weil diese ehrenamtlich waren. Perikles führte Tagegelder (Diäten) ein ➔ auch ärmere Bürger konnten es sich leisten. Mit Perikles Tod 429 v. Chr. Ist Attikas Glanzzeit vorüber.

Die attische Tragödie

Heute bekannt als das klassische Theater.

Die Tragödie ist Peisistratos zu verdanken der 534 v. Chr. Die Dionysien einführte- Gesänge und Tänze zu Ehren des Dionysos. Die Tragödie (= Bocksgesang) hat ihren Namen von den in Bocksfelle eingehüllten Chormitgliedern. Mit der Zeit entwickelte sich daraus das Drama ➔ der Vorsänger trat dem Chor gegenüber und unterhielt sich mit ihm. Eigentlicher Erfinder der Tragödie: Thesphis, er soll zum ersten Mal einen erzählenden Schauspieler dem Chor gegenübergestellt haben. Außerdem gil er als Erfinder der Masken.

Chor: Alles Männer, meist nicht berufstätig sondern Musikliebhaber, unter der Leitung eines reichen Bürgers, eines Choregen. Sophokles legte die Zahl der Chormitglieder auf 15 fest. Das Theater war in der Gesellschaft sehr wichtig, alle kamen, Perikles veranlasste, dass den armen Bürgern das Eintrittsgeld gezahlt wurde.

Die Tragödie erlebte durch die zwei Dichter Phrynichos und Aischylos einen großen Fortschritt (Frauenrollen eingeführt, die immer von Männern gespielt wurden). Ihre Vollendung erhielt die Tragödie allerdings durch Aischylos, Sophokles und Euripides.

Bei Aischylos war vor allem der Chor im Vordergrund Bei Euripides waren die Dialoge im Vordergrund Und Sophokles fand die ausgewogene Mitte Verhältnis von Chor und Dialog mit Verhältnis von Mythos (Mensch unter der Macht der Götter) und Logos (Befreiung des Menschen von den Göttern bis hin zu eigenmächtigem Handeln) vergleichbar, was in der attischen Tragödie eine zentrale Rolle spielt.

Vergleichbar weil: Chorlied: es geht meist um Götter , Schicksal des Menschen

Dialog: Prüfung und Bewertung der Grundbegriffe des politischen und religiösen Lebens.

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Details

Titel
Attische Antike
Hochschule
Real Centro Universitario Maria Cristina
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V101060
Dateigröße
334 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
3 Seiten Referat über Attische Demokratie und die Attische Antike
Schlagworte
Attische, Antike
Arbeit zitieren
Michael Maginot (Autor), 2001, Attische Antike, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101060

Kommentare

  • Julie Jonas-Rusch am 25.9.2010

    Hey..
    also ich finde den Text sehr gut.
    Ich habe ihn als Quelle für meine Facharbeit genommen, allerdings fehlen die Quellenangaben.
    Vllt. weißt du die ja noch und kannst sie mir bis Montag mailen
    jcamillejr@yahoo.de!
    Das wäre supernett und sehr hilfreich für mich..
    ;D

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