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Stärkung ländlicher Regionen mithilfe touristischer Projekte am Beispiel der Lüneburger Heide

Title: Stärkung ländlicher Regionen mithilfe touristischer Projekte am Beispiel der Lüneburger Heide

Academic Paper , 2021 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sara Ilea (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Die Aufgabe dieser akademischen Arbeit ist zu erläutern, inwiefern der Tourismus ländliche Regionen beleben kann. Dies bezieht sich nicht allein auf das ökonomische Wachstum, sondern insbesondere auf die Steigerung der sozialen Struktur einer ländlichen Region. Denn diese soziale Struktur ist hauptsächlich, was den Charakter und die Attraktivität eines Ortes ausmacht. Dieses Gedankenkonzept wird mithilfe eines Fallbeispiels aus der Lüneburger Heide verdeutlicht.

Ländliche Räume repräsentieren Orte, welche nicht über 5000 Einwohnern verfügen. Zudem werden in diesem Kontext auch Regionen mit einer Einwohnerdichte von weniger als 150 Einwohnern pro Quadratkilometer mit einbezogen. Diese Eingrenzung bezieht etwa 60 % der Fläche Deutschlands ein. Das heißt, mehr als die Hälfte der Bundesrepublik besteht aus ländlichen Räumen. Solche Räume werden, genau wie große Metropole und Urbanzonen, von Menschen besiedelt, welche soziale und physiologische Bedürfnisse haben. Selbige müssen gleichwertig vom Staat berücksichtigt werden. Nicht selten wird an dieser Stelle von sozialer Ungleichheit gesprochen, besonders bezogen auf Gebiete aus dem Nordosten Deutschlands. Die Soziologin Claudia Neu begründet die Ungleichheiten mit den territorialen Diskrepanzen, die in Deutschland existieren. Die Kluft zwischen den Wirtschaftsstrukturen von Städten und ländlichen Räumen wird immer größer. Während Metropole wie Hamburg von einer prosperierenden Wirtschaft und Partizipation profitieren, müssen viele periphere Regionen Probleme wie Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Infrastrukturabbau bekämpfen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problematik

2. Fallbeispiel: Das integrierte ländliche Entwicklungskonzept der Naturparkregion Lüneburger Heide

2.1 Das touristische Zukunftskonzept Lüneburger Heide/ Elbtalaue 2015

2.2 Ziele des ILEK

2.3 Leitprojekt I.1

2.4 Leitprojekte I.2 und I.3

2.5 Leitprojekt I.4

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu analysieren, inwiefern touristische Projekte als Instrument zur Stärkung ländlicher Regionen fungieren können, wobei insbesondere die Auswirkungen auf die soziale Struktur neben dem ökonomischen Wachstum untersucht werden.

  • Territoriale Ungleichheiten und Infrastrukturabbau in Deutschland
  • Demographischer Wandel als Ursache für ländliche Attraktivitätsverluste
  • Die Rolle des Tourismus bei der Revitalisierung ländlicher Sozialstrukturen
  • Analyse des integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) der Lüneburger Heide
  • Strategien zur Stärkung der regionalen Identität und Bindung junger Zielgruppen

Auszug aus dem Buch

1.1 Problematik

Wie bereits in der Einleitung angedeutet, herrschen in Deutschland territoriale Ungleichheiten. Jene bringen nicht selten ungleichwertige Lebensverhältnisse mit sich. Sie bedeuten einen klaren Nachteil für Bewohner aus schwachen ländlichen Regionen. Eine der zentralen Ursachen für gegebene Nachteile ist der demographische Wandel. Dieser verursacht einen Domino-Effekt, der zu De-Infrastrukturalisierung, Versorgungsengpässen sowie verminderten Teilhabemöglichkeiten am gesellschaftlichen Leben führen kann.

In den letzten Jahrzehnten ist in Deutschland ein deutlicher Geburtenrückgang zu beobachten. Demgegenüber wird die Bevölkerung immer älter, da sich die gesundheitliche Versorgung weiterentwickelt. Nun wird ebendies besonders problematisch für bereits dünn besiedelte, schwache Regionen in Nordostdeutschland.

Das erste dadurch festzustellende Problem ist der Infrastrukturabbau. Bei einer geringen Auslastung der Kindergärten, Schulen und weiteren Lehrinstituten werden jene oft geschlossen. Schulbusse und andere Transportmittel werden dadurch auch eingestellt. Freizeiteinrichtungen wie beispielsweise Sport- und Chorvereine leiden unter dieser Entwicklung und werden nicht selten aufgelöst. Die erwerbstätige Mittelschicht (z.B. Trainer, Chorleiter, Verwalter) verliert dadurch Arbeitsplätze. Die Regionen erscheinen unattraktiver. Dies führt zur Abwanderung vieler Erwerbstätigen. Diejenigen, die sich jedoch entscheiden zu bleiben, sind nun arbeitslos und müssen zukünftig pendeln, um zu arbeiten. Weiterhin wechseln in vielen Fällen die Geschäfte und Firmen ihren Standort, da sie aufgrund der immer niedrigeren Bewohnerzahl weniger Umsatz generieren und es nicht mehr für sinnvoll halten, dort zu produzieren. Weitere Bewohner verlieren ihre Arbeit. Der Infrastrukturabbau der notwendigen Einrichtungen eines Ortes führt zu einer Abwärtsspirale aus Abwanderung, Arbeitslosigkeit, Apathie und Vereinsamung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel definiert ländliche Räume und thematisiert die wachsende Kluft zwischen städtischen Metropolen und peripheren Regionen in Deutschland.

1.1 Problematik: Hier wird der Zusammenhang zwischen demographischem Wandel, Infrastrukturabbau und dem daraus resultierenden sozialen Niedergang ländlicher Regionen erläutert.

2. Fallbeispiel: Das integrierte ländliche Entwicklungskonzept der Naturparkregion Lüneburger Heide: Dieses Kapitel stellt die Akteure und Ziele hinter dem Entwicklungskonzept zur Aufwertung der Region Lüneburger Heide vor.

2.1 Das touristische Zukunftskonzept Lüneburger Heide/ Elbtalaue 2015: Der Abschnitt beleuchtet die touristische Ausgangslage und die Notwendigkeit eines Imagewandels zur Ansprache neuer Zielgruppen.

2.2 Ziele des ILEK: Es werden Strategien zur Wettbewerbsfähigkeitssteigerung sowie zur Stärkung der regionalen Identität durch Binnenmarketing dargestellt.

2.3 Leitprojekt I.1: Der Fokus liegt auf der touristischen Infrastrukturoptimierung, konkret durch Radwege und die Vernetzung touristischer Leuchttürme.

2.4 Leitprojekte I.2 und I.3: Dieses Kapitel behandelt den Ausbau von Informationsstellen und die Etablierung regionaler Partnerschaften zur Identitätsstärkung.

2.5 Leitprojekt I.4: Hier wird die Kooperation mit Bildungseinrichtungen zur Förderung der Identität von Kindern und Jugendlichen als Zukunftsinvestition beschrieben.

3. Fazit: Das Fazit bestätigt die Notwendigkeit einer optimierten Infrastruktur für prosperierende Regionen und hebt die soziale Bedeutung der vorgestellten Leitprojekte hervor.

Schlüsselwörter

Ländliche Räume, Tourismus, Lüneburger Heide, ILEK, Infrastrukturabbau, demographischer Wandel, Sozialstruktur, Regionalentwicklung, Destination, Standortattraktivität, Lebensqualität, Destinationsmarketing, Identitätsstärkung, Nachhaltigkeit, Arbeitsmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern der Tourismus dazu beitragen kann, ländliche Regionen zu beleben und deren soziale sowie ökonomische Struktur zu stärken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der demographische Wandel, der drohende Infrastrukturabbau, die Förderung regionaler Identität und die Bedeutung des Tourismus als Entwicklungsfaktor.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Analyse des ILEK der Lüneburger Heide aufzuzeigen, wie touristische Konzepte zur Verbesserung der Lebensverhältnisse und zur Bekämpfung von Abwanderung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Fallstudienmethode, indem sie das "Integrierte ländliche Entwicklungskonzept" der Naturparkregion Lüneburger Heide detailliert analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Problemanalyse verschiedene Leitprojekte – von der Radwegeoptimierung über Marketingstrategien bis hin zu Kooperationen mit Bildungseinrichtungen – vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ländliche Räume, Infrastrukturabbau, Sozialstruktur, Lüneburger Heide und Regionalentwicklung.

Wie unterscheidet sich der Heide-Urlauber laut der zitierten Studie von modernen Zielgruppen?

Der typische Urlauber ist 52 Jahre alt, was die Region im Vergleich zu modernen, jungen Angeboten veraltet und weniger attraktiv für ein jüngeres Publikum erscheinen lässt.

Warum spielt die Kooperation mit Bildungseinrichtungen eine so zentrale Rolle für die Region?

Die Kooperation soll Kindern und Jugendlichen eine engere Bindung an ihre Heimat vermitteln, um sie langfristig als künftige Bewohner in der Region zu halten und so dem demographischen Wandel entgegenzuwirken.

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Details

Title
Stärkung ländlicher Regionen mithilfe touristischer Projekte am Beispiel der Lüneburger Heide
College
University of Applied Sciences Wernigerode
Course
Naturräume und Landschaften (Berufsorientierungsfach Destinationsmanagement)
Grade
1,7
Author
Sara Ilea (Author)
Publication Year
2021
Pages
13
Catalog Number
V1011516
ISBN (eBook)
9783346402097
ISBN (Book)
9783346402103
Language
German
Tags
stärkung regionen projekte beispiel lüneburger heide
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sara Ilea (Author), 2021, Stärkung ländlicher Regionen mithilfe touristischer Projekte am Beispiel der Lüneburger Heide, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011516
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