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Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) und seine Instrumente. Debt-Equity-Swap, Schutzschirmverfahren sowie vorläufiger Gläubigerausschuss

Titel: Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) und seine Instrumente. Debt-Equity-Swap, Schutzschirmverfahren sowie vorläufiger Gläubigerausschuss

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Felix Lesch (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dieses Essay untersucht die Instrumente des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG).

Zu Beginn dieses Essays werden der Anlass für die Inkraftsetzung des ESUG und die Charakteristika des Gesetzes beleuchtet, bevor anschließend Zahlen und Beispiele die praktische Relevanz des ESUG illustrieren. Nachfolgend werden drei Instrumente des ESUG näher thematisiert. Hierbei wird mit dem Debt-Equity-Swap begonnen, sowie das Schutzschirmverfahren und der vorläufige Gläubigerausschuss erläutert. Zu jedem der drei Instrumente werden zunächst allgemeine Eigenschaften vorgestellt, bevor die jeweiligen Vor- und Nachteile diskutiert werden.

Zielsetzung dieses Essays ist es zu überprüfen, inwieweit die Intention des Gesetzgebers, eine Sanierungskultur in Deutschland zu etablieren, durch die Einführung des ESUG erreicht wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 ESUG

2.1 Anlass und Zielsetzung des ESUG

2.2 Zahlen und Beispiele zum ESUG

3 Instrumente des ESUG

3.1 Debt-Equity-Swap

3.1.1 Allgemeine Informationen zum Debt-Equity-Swap

3.1.2 Vor- und Nachteile des Debt-Equity-Swaps

3.2 Schutzschirmverfahren

3.2.1 Allgemeine Informationen zum Schutzschirmverfahren

3.2.2 Vor- und Nachteile des Schutzschirmverfahrens

3.3 Vorläufiger Gläubigerausschuss

3.3.1 Allgemeine Informationen zum vorläufigen Gläubigerausschuss

3.3.2 Vor- und Nachteile des vorläufigen Gläubigerausschusses

4 Fazit

4.1 Zielerreichung

4.2 Perspektiven

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht kritisch die Instrumente des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) mit dem Ziel zu prüfen, ob die gesetzgeberische Intention zur Etablierung einer modernen Sanierungskultur in Deutschland erfolgreich umgesetzt wurde.

  • Analyse des ESUG als Reform des deutschen Insolvenzrechts.
  • Evaluation der Funktionsweise und Auswirkungen des Debt-Equity-Swaps.
  • Untersuchung der Rolle und Vorteile des Schutzschirmverfahrens.
  • Betrachtung der Kompetenzen und Bedeutung des vorläufigen Gläubigerausschusses.
  • Beurteilung der Zielerreichung im Kontext der deutschen Sanierungskultur.
  • Ausblick auf Herausforderungen durch exogene Faktoren wie die Covid-19-Pandemie.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Vor- und Nachteile des Debt-Equity-Swaps

Aus Sicht der betroffenen Gesellschaft ist ein Debt-Equity-Swap vorteilhaft, da er sich positiv auf die Liquiditätslage des Schuldners durch die entfallenden Zins- und Tilgungszahlungen auf die vorherige Verbindlichkeit auswirkt. Dies trägt dazu bei, die beiden Insolvenzgründe Überschuldung (§19 InsO) und Zahlungsunfähigkeit (§17 InsO) zu beseitigen. Durch den Wandel von Fremd- in Eigenkapital wird ebenfalls die Bilanz der Gesellschaft bereinigt und folglich erhöht sich die Eigenkapitalquote. Dies wiederum steigert die Bonität und das Rating des Unternehmens und erleichtert somit die Chancen auf Fremdkapitalfinanzierung. Ebenfalls kann ein Gläubiger, der eine Beteiligung an der Gesellschaft erwirbt, wertvolles Know-how für die Restrukturierung in das Unternehmen einbringen. Ferner profitiert er von einem Mitspracherecht bei der Unternehmensführung und einer Wertsteigerung seiner Beteiligung bei einer erfolgreichen Sanierung. Darüber hinaus kann durch einen Debt-Equity-Swap der Totalverlust seiner Forderung vermieden werden. Des Weiteren erhält der Gläubiger die Möglichkeit den nicht mehr einbringbaren Teil seiner ursprünglichen Forderung aus den zukünftigen Gewinnen des Unternehmens wiederherzustellen.

Für den Neugesellschafter kann bei einem Debt-Equity-Swap grundsätzlich das Risiko einer Differenzhaftung auftreten, sofern der Debt-Equity-Swap außerhalb eines Insolvenzverfahrens erfolgt. Das Einbringen der Forderung in die Gesellschaft stellt eine Sacheinlage dar und führt folglich zu einer Sachkapitalerhöhung. Bei der Bewertung der Sacheinlage ist jedoch Sorgfalt geboten. Der Wert der Sacheinlage hat dem Nennbetrag des dafür erhaltenen Geschäftsanteils zu entsprechen. Ist dies nicht der Fall, ist der Neugesellschafter verpflichtet den Differenzbetrag als Bareinlage zu leisten. Nur der werthaltige Teil der Forderung ist tauglicher Gegenstand der Sacheinlage. Das ESUG (§254 Abs. 4 InsO) enthält bzgl. der Differenzhaftung eine wesentliche Haftungserleichterung. Diese besagt, dass nach gerichtlicher Bestätigung des Insolvenzplans Ansprüche gegen die bisherigen Gläubiger aufgrund einer Überbewertung der eingebrachten Forderungen nicht mehr geltend gemacht werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Unternehmenskrise und die Zielsetzung des ESUG ein, die Sanierungskultur durch das Instrumentarium der Insolvenzordnung zu fördern.

2 ESUG: Dieses Kapitel erläutert den Anlass und die Hintergründe der ESUG-Reform sowie deren Bedeutung anhand von statistischen Daten zur Eigenverwaltung.

3 Instrumente des ESUG: Hier werden die drei Kerninstrumente – Debt-Equity-Swap, Schutzschirmverfahren und vorläufiger Gläubigerausschuss – detailliert in ihrer Funktionsweise sowie ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen analysiert.

4 Fazit: Das Fazit bewertet die Zielerreichung des Gesetzes hinsichtlich der Etablierung einer Sanierungskultur und reflektiert die aktuelle Situation unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie.

Schlüsselwörter

ESUG, Insolvenzordnung, Sanierungskultur, Eigenverwaltung, Debt-Equity-Swap, Schutzschirmverfahren, Gläubigerausschuss, Insolvenzplan, Unternehmenskrise, Restrukturierung, Unternehmenssanierung, Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung, Insolvenzrecht, Sanierungsbescheinigung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) und dessen Einfluss auf die deutsche Unternehmenssanierung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Reform des Insolvenzrechts, spezifischen Sanierungsinstrumenten wie dem Debt-Equity-Swap sowie der prozessualen Unterstützung durch Schutzschirme und Gläubigerausschüsse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es zu evaluieren, inwieweit das ESUG erfolgreich dazu beigetragen hat, eine positive Sanierungskultur in Deutschland zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um ein wissenschaftliches Essay, das auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachdaten und statistischen Darstellungen zur Anwendung des ESUG basiert.

Welche spezifischen Instrumente werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf den Debt-Equity-Swap, das Schutzschirmverfahren nach §270b InsO und die Rolle des vorläufigen Gläubigerausschusses.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen ESUG, Sanierungskultur, Eigenverwaltung, Restrukturierung und Insolvenzordnung.

Welche Herausforderung stellt das ESUG laut Autor für Gläubiger dar?

Gläubiger müssen bei der Nutzung von Instrumenten wie dem Gläubigerausschuss einen hohen Zeitaufwand sowie Haftungsrisiken abwägen, was in der Praxis teils zu einer zurückhaltenden Nutzung führt.

Wie beeinflusst die Covid-19-Pandemie die Relevanz des Themas?

Die Pandemie fungiert als exogener Schock, der die Insolvenzregeln durch zeitweilige Aussetzungen der Antragspflicht temporär modifiziert hat und Unternehmen verstärkt in Sanierungsprozesse drängt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) und seine Instrumente. Debt-Equity-Swap, Schutzschirmverfahren sowie vorläufiger Gläubigerausschuss
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Felix Lesch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V1011814
ISBN (eBook)
9783346423320
ISBN (Buch)
9783346423337
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Esug Insolvenz Insolvenzverfahren Insolvenz in Eigenverwaltung Schutzschirmverfahren Debt Equity Swap
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Lesch (Autor:in), 2020, Das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) und seine Instrumente. Debt-Equity-Swap, Schutzschirmverfahren sowie vorläufiger Gläubigerausschuss, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1011814
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Leseprobe aus  21  Seiten
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