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Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Pflegekräfte im Krankenhaus

Titel: Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Pflegekräfte im Krankenhaus

Hausarbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniela Kaminski (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll auf die Situation der Pflegekräfte und die Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGMs) in Krankenhäusern mit der Fragestellung „Welche Rolle spielt das betriebliche Gesundheitsmanagement im heutigen Krankenhausalltag für Pflegekräften und wie lässt es sich erfolgreich umsetzen?“ eingegangen werden. Dazu werden zunächst die unterschiedlichen Herausforderungen für Pflegekräfte in Krankenhäusern näher erläutert, bevor anschließend grundlegende Aspekte des BGM aufgeführt werden. Danach erfolgen Informationen dazu, wie BGM in Krankenhäusern umgesetzt werden kann, welche Erfolgsfaktoren von Relevanz sind und welche Umsetzungshindernisse es gibt. Zuletzt wird ein Fazit verfasst. Zur besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, wodurch sich nun eine „Gesellschaft des langen Lebens“ entwickelt. Gesundheit am Arbeitsplatz und betriebliches Gesundheitsmanagement gewinnen daher immer mehr an Bedeutung. Der Bedarf an Pflegekräften nimmt durch die demographische Alterung stetig zu. Mit zunehmendem Alter erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit für altersassoziierte Erkrankungen. Nicht selten kommt es im Alter zudem zu einer Vielzahl von Erkrankungen zur gleichen Zeit, was dazu führt, dass ältere Menschen durchschnittlich häufiger und länger im Krankenhaus verbleiben als jüngere. 2014 war daher fast jeder zweite Krankenhauspatient 65 Jahre oder älter. Zusätzlich wird die Belegschaft in stationären Einrichtungen immer älter, qualifizierter Nachwuchs fehlt, und immer mehr ältere Menschen müssen pflegerisch versorgt werden. Folglich ist die Arbeitsbelastung in der Pflege hoch und die Ausfälle können kaum noch kompensiert werden. Schon heute besteht ein Mangel an qualifizierten Fachkräften, und den vorhandenen Pflegekräften fehlt die Zeit für fachgerechte und zuwendungsorientierte Pflege und Betreuung. Der Pflegesektor stößt bereits jetzt an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Damit entsteht eine große Herausforderung, den wachsenden Bedarf an informellen und professionellen Helfern zu decken. Zusätzlich wird die Personalgewinnung und -bindung für stationäre Einrichtungen immer schwieriger. Die Pflegekräfte leiden zunehmend unter den physischen und psychischen Belastungen ihres Berufs und sind unzufrieden mit der Gesamtsituation der Pflege. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Public Health Relevanz

2. Aktuelle Herausforderungen für Pflegekräfte im Krankenhaus

2.1. Fachkräftemangel im Krankenhaus

2.2. Zunahme und Veränderung des Pflegebedarfs

2.3. Physische und psychische Belastungen

3. Das betriebliche Gesundheitsmanagement

4. Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Krankenhaus

4.1. Umsetzung von betrieblichem Gesundheitsmanagement im Krankenhaus

4.2. Erfolgsfaktoren

4.3. Umsetzungshindernisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation von Pflegekräften in deutschen Krankenhäusern vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und beleuchtet die Rolle sowie die praktische Umsetzung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein BGM dazu beitragen kann, die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, die Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten und den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen.

  • Demographischer Wandel und seine Auswirkungen auf das Gesundheitssystem
  • Herausforderungen in der Pflege: Fachkräftemangel und Multimorbidität
  • Physische und psychische Belastungsfaktoren im Klinikalltag
  • Grundlagen, Säulen und Anforderungen eines modernen BGM
  • Erfolgsfaktoren und Hindernisse bei der Implementierung im Krankenhaus

Auszug aus dem Buch

2.3. Physische und psychische Belastungen

Trotz der steigenden Belastungen wird davon ausgegangen, dass das Pflegepersonal auch weiterhin eine zuverlässige Pflege gewährleistet. Die Folge ist eine Arbeitssituation, in der das Personal an seine Grenzen geht und darüber hinaus (Zander, Dobler, Busse, 2011). Die zunehmende Arbeitsverdichtung führt dazu, dass die physischen, psychischen und zeitliche Arbeitsbelastungen in Pflegeberufen weiter steigen (Stahl und Nadj-Kittler, 2015). Eine hohe Bürokratie, Zeitdruck, die Anleitung von Hilfskräften und die Übernahme ärztlicher Tätigkeiten belasten das Pflegepersonal mehr als je zuvor (Kutschke, 2014). Zusätzlich werden Pflegekräfte durch gesundheitsrelevante Gefahren belastet, wie z.B. toxische oder allergene Stoffe (Zytostatika, Latex), Infektionsgefahren, Belastungen durch das Heben und Tragen von Patienten oder Geräten, Stich- und Schnittverletzungen.

Hinzu kommen schlechte Arbeitsbedingungen wie Lärm, schlechte Belüftung und Beleuchtung. Ebenfalls als belastend werden unregelmäßige Arbeitszeiten, Rollenunklarheit, ein hohes Arbeitstempo, schwierige Patienten und Belastungen durch leidende und sterbende Patienten empfunden. Treffen diese Belastungen mit unzureichenden Arbeitsbedingungen zusammen, hat das gravierende Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit des Personals. Das kann zur Folge haben, dass es zu Demotivation, psychosomatischen Beschwerden, Stress und Burnout kommt. Des Weiteren fördert es die Arbeitsunfähigkeitsquoten, eine erhöhte Fluktuation und einen frühzeitigen Ausstieg aus dem Beruf (Isford und Weidner, 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Public Health Relevanz: Erläutert die demographischen Veränderungen in Deutschland und leitet daraus die wachsende Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements ab.

2. Aktuelle Herausforderungen für Pflegekräfte im Krankenhaus: Analysiert den Fachkräftemangel, den steigenden Pflegebedarf durch Multimorbidität sowie die physischen und psychischen Belastungen des Pflegepersonals.

3. Das betriebliche Gesundheitsmanagement: Definiert die Grundlagen und Ziele des BGM als systematischen Prozess bestehend aus Arbeitsschutz, betrieblichem Eingliederungsmanagement und Gesundheitsförderung.

4. Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements im Krankenhaus: Beschreibt die konkrete Implementierung von BGM-Prozessen in Klinikstrukturen, identifiziert zentrale Erfolgsfaktoren wie eine gesunde Führung und analysiert bestehende Umsetzungshindernisse.

5. Fazit: Fasst zusammen, dass ein ganzheitliches BGM essenziell ist, um die Belastungen der Pflegekräfte zu mindern und das Personal nachhaltig an die Einrichtung zu binden.

Schlüsselwörter

Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Pflegekräfte, Krankenhaus, Fachkräftemangel, demographischer Wandel, Multimorbidität, Gesundheitsförderung, Prävention, Arbeitsbelastung, psychische Gesundheit, gesunde Führung, Mitarbeiterbindung, Arbeitsfähigkeit, Klinikalltag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der prekären Arbeitssituation von Pflegekräften in Krankenhäusern und analysiert, wie ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) zur Entlastung und Gesundheitssicherung beitragen kann.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen sind der Fachkräftemangel, der durch den demographischen Wandel bedingte Anstieg von Multimorbidität sowie die physischen und psychischen Belastungen in Pflegeberufen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Rolle des BGM im Krankenhausalltag zu definieren und aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen es erfolgreich umgesetzt werden kann, um Mitarbeiter langfristig an den Beruf zu binden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung statistischer Daten sowie einschlägiger Studien zu Themen wie Arbeitsbelastung in der Pflege und Implementierung von BGM-Konzepten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil werden die konkrete Umsetzung eines BGM-Projekts, die Erfolgsfaktoren – insbesondere eine gesundheitsorientierte Führung – sowie die Barrieren und Herausforderungen bei der Etablierung in Krankenhäusern beleuchtet.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Betriebliches Gesundheitsmanagement, Fachkräftemangel, Pflege, Multimorbidität, Arbeitsbelastung und gesunde Führung.

Welche Rolle spielt die Führungskraft bei der Umsetzung eines BGM?

Führungskräfte fungieren als entscheidendes Bindeglied; sie müssen das Projekt aktiv unterstützen und durch einen wertschätzenden Führungsstil die Unternehmenskultur nachhaltig positiv beeinflussen.

Warum wird die Einführung eines BGM in kleinen Krankenhäusern als besonders schwierig beschrieben?

Kleine Häuser verfügen oft über weniger finanzielle und personelle Ressourcen, sind durch das Tagesgeschäft stärker ausgelastet und besitzen häufig nicht das erforderliche Know-how für den Aufbau eigener BGM-Strukturen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Pflegekräfte im Krankenhaus
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,3
Autor
Daniela Kaminski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V1012038
ISBN (eBook)
9783346403964
ISBN (Buch)
9783346403971
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betriebliches Gesundheitsmanagement BGM Pflegekräfte im Krankenhaus Zunahme des Pflegebedarfs Pflegenotstand
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Kaminski (Autor:in), 2020, Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements für Pflegekräfte im Krankenhaus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1012038
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Leseprobe aus  22  Seiten
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