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Die Bologna-Reform. Vergleich der Studiensysteme vor und nach ihrer Einführung

Diplom und Magister versus Bachelor und Master

Titel: Die Bologna-Reform. Vergleich der Studiensysteme vor und nach ihrer Einführung

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Samantha Joanna Marzinzik (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Hausarbeit wird ein Vergleich der Studiensysteme vor und nach der Bologna-Reform vorgenommen. Bei der Betrachtung des Diplom-/Magister- und Bachelor-/Master-Systems sollen die jeweiligen Vor- und Nachteile herausgearbeitet werden, um sich der Beantwortung der zentralen Fragestellung dieser Arbeit widmen zu können.

Es soll herausgefunden werden, ob mit der Bologna-Reform das deutsche Hochschulstudiensystem besser im Vergleich zum Diplom-/Magistersystem ist. Hierfür sollen die Vor- und Nachteile der beiden Systeme nicht nur quantitativ betrachtet werden, sondern auch qualitativ begutachtet werden.

Ein Interesse für die Beantwortung dieser Fragestellung ergibt sich vor allem aus den (immer noch) aktuellen Debatten um das Studium unter der Bologna-Reform. Es werden negative Nebeneffekte wie u.a. eine Verschulung der Universitäten, eine Überlastung der Lehrkräfte, aber auch der Studierenden, sowie die Berufstauglichkeit von Studierenden ohne Masterabschluss diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Vor der Bologna-Reform – Pro und Contra

3. Nach der Bologna-Reform – Pro und Contra

3.1. Das zweistufige Studiensystem

3.2. Das ECTS und die Modularisierung

3.3. Das Diploma Supplement und die Berufsqualifizierung

4. Welches Studiensystem ist nun besser?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Auswirkungen der Bologna-Reform auf das deutsche Hochschulsystem, indem sie das neue Bachelor-/Master-Modell dem traditionellen Diplom-/Magistersystem gegenüberstellt. Ziel ist es, zu analysieren, ob die durch die Reform beabsichtigten Verbesserungen – insbesondere hinsichtlich Studiendauer und internationaler Anerkennung – tatsächlich eingetreten sind oder ob sie durch neue Herausforderungen wie erhöhte Prüfungslasten und eingeschränkte Wahlfreiheiten erkauft wurden.

  • Vergleichende Analyse von Diplom-/Magister- und Bachelor-/Mastersystem.
  • Evaluation der Bologna-Reformziele und deren praktische Umsetzung.
  • Diskussion über die "Verschulung" der Universitäten durch Modularisierung und ECTS.
  • Untersuchung der Qualitätssicherung und des wissenschaftlichen Arbeitens unter dem neuen Studiensystem.

Auszug aus dem Buch

3.2. Das ECTS und die Modularisierung

Das System umfasst „[…] sogenannte ECTS-Punkte – auch ‚Leistungspunkte‘, ‚Credits‘, ‚Kreditpunkte‘ oder ‚Bonuspunkte‘ genannt […]“ (KÜHL, 2014a:26). Bei der Betrachtung der Berechnung eines ECTS-Punktes wird deutlich (wie im Rahmen des Diplom-/Magisterstudiums bereits angedeutet), dass mit der Bologna-Reform ein „[…] ‚Paradigmenwechsel[s]‘ von einer ‚Lehrerorientierung‘ des Studiums zu einer ‚Studierendenorientierung‘ […]“(KÜHL, 2014a:28) erfolgte. Denn ein ECTS-Punkt beschreibt „[…] alle zeitlichen Anforderungen an Studierende […]“ (KÜHL, 2014b:53). Das heißt er berechnet sich aus der „[…] durchschnittliche[n] Arbeitszeit“ (KÜHL, 2014a:36; Hervorhebung im Original), die Studierende für die Vor-, Nachbereitung, das Verfassen von Hausarbeiten, ihre Präsenz in den Veranstaltungen usw. benötigen (vgl. KÜHL, 2014a:38; WEX, 2005b:139). ECTS-Punkte betrachten somit das Studium aus der Sicht der Studierenden bzw. deren Arbeitsaufwand und liefern die „[…] quantitative Beschreibung […]“ (WEX, 2005b:147) und nicht die „[…] qualitative Bewertung […]“ (WEX, 2005b:147) der Leistungen der Studierenden.

Deshalb ist der Erwerb der ECTS-Punkte an benotete Prüfungen gebunden (KÜHL, 2014a:38; WEX, 2005b:147). In diesen Prüfungen kann „[…] von den Studierenden bewiesen werden, dass die mit dem Studium verbrachte Zeit „Effekte“ hat“ (KÜHL, 2014a:38), d.h. sie etwas gelernt haben und das Gelernte auch anwenden können. Hiermit ist demnach die „[…] qualitative Bewertung […]“ (WEX, 2005b:147) der Leistungen der Studierenden gegeben.

Damit waren die Lehrpersonen verpflichtet nun wesentlich mehr Prüfungen, als die im Diplom-/Magisterstudium oben beschriebene Zwischen- und Abschlussprüfung, abzunehmen (vgl. KÜHL, 2014a:39). Daraus ergab sich eine nicht bewältigungsfähige „[…] Belastung für das korrigierende Lehrpersonal […]“ (KÜHL, 2014a:39). Es entstand daher eine „[…] Sogwirkung für die Einführung von Modulen […]“ (KÜHL, 2014a:39), die sogenannte Modularisierung. Darunter versteht sich „[…] ein kohärenter Aufbau von Lerneinheiten […]“(WEX, 2005b:131), welche wiederum jeweils „[…] durch ein Lernziel definiert [sind und] […] Kompetenzen, Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten“ (WEX, 2005b:131-132) beschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Definition der Forschungsfrage und Einordnung des Vergleichs zwischen dem alten Diplom-/Magistersystem und dem neuen Bachelor-/Mastersystem.

2. Vor der Bologna-Reform – Pro und Contra: Darstellung des historischen Diplom-/Magisterstudiums, seiner Vorteile in der Wahlfreiheit sowie der Probleme bezüglich Studiendauer und Anerkennung im Ausland.

3. Nach der Bologna-Reform – Pro und Contra: Untersuchung der neuen Strukturen wie ECTS, Modularisierung und Diploma Supplement hinsichtlich ihrer Zielsetzung und Auswirkungen auf Studierende und Lehrende.

3.1. Das zweistufige Studiensystem: Analyse der Struktur von Bachelor- und Masterabschlüssen und deren Einfluss auf die Beschäftigungsfähigkeit und internationale Vergleichbarkeit.

3.2. Das ECTS und die Modularisierung: Kritische Beleuchtung der ECTS-Punkte als Arbeitszeitmaßstab und der Modularisierung als Mittel zur zeitlichen Strukturierung des Studiums.

3.3. Das Diploma Supplement und die Berufsqualifizierung: Erläuterung des Diploma Supplements als Instrument zur Transparenz und Anerkennung von Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt.

4. Welches Studiensystem ist nun besser?: Synthese der Ergebnisse, bei der festgestellt wird, dass zwar formale Probleme gelöst wurden, jedoch neue Aspekte wie Prüfungslast und eingeschränkte wissenschaftliche Freiheit kritisch zu hinterfragen sind.

Schlüsselwörter

Bologna-Reform, Diplom, Magister, Bachelor, Master, ECTS, Modularisierung, Diploma Supplement, Studienstruktur, Prüfungslast, Arbeitsaufwand, Studierendenorientierung, Hochschulbildung, Anerkennung, Vergleichbarkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht das deutsche Studiensystem vor und nach der Bologna-Reform, um herauszufinden, ob durch die Umstellung eine allgemeine Verbesserung der Studienbedingungen erreicht wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Flexibilität des Studiums, die Dauer der Studienzeit, die internationale Anerkennung von Abschlüssen sowie die Belastung durch Prüfungen und bürokratische Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das Bachelor-/Mastersystem tatsächlich besser ist als das vorherige Diplom-/Magistersystem, unter Berücksichtigung sowohl quantitativer als auch qualitativer Aspekte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine vergleichende Literaturanalyse, um die Vor- und Nachteile beider Systeme anhand theoretischer Grundlagen und aktueller Debatten gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die einzelnen Elemente der Bologna-Reform (Stufung, ECTS, Modularisierung, Diploma Supplement) detailliert analysiert und deren Auswirkung auf Studierende und Lehrende untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Bologna-Reform, ECTS, Modularisierung, Vergleichbarkeit, Studiendauer und Studienqualität beschreiben.

Was ist mit dem sogenannten „Sudoku-Effekt“ gemeint?

Der Begriff beschreibt die zunehmende Einschränkung der Wahlmöglichkeiten im Studienverlauf durch das engmaschige Korsett der Module und Credits, ähnlich wie ein Sudoku-Rätsel bei der Lösung immer weniger Optionen zulässt.

Warum wird die „Verschulung“ des Studiums kritisiert?

Die Kritik richtet sich dagegen, dass durch die starre Modularisierung und die hohe Prüfungslast der Fokus des Studiums von der freien, wissenschaftlichen Auseinandersetzung hin zur reinen Absolvierung von Leistungspunkten verschoben wurde.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bologna-Reform. Vergleich der Studiensysteme vor und nach ihrer Einführung
Untertitel
Diplom und Magister versus Bachelor und Master
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Die Universität als Organisation
Note
1,7
Autor
Samantha Joanna Marzinzik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V1014124
ISBN (eBook)
9783346398321
ISBN (Buch)
9783346398338
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bologna Diplom Magister Bachelor Master Sozialwissenschaften Universität Organisation Vergleich Schule Uni Mittelbau Wissenschaft Lehre Lernen Studieren Studium Karriere Beruf Ausbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samantha Joanna Marzinzik (Autor:in), 2017, Die Bologna-Reform. Vergleich der Studiensysteme vor und nach ihrer Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014124
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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