Geschichte und Entwicklung der irischen Musik


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

10 Seiten, Note: 1


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Inhalt

1. Zu Irland

2. Geschichte Irlands

3. Kulturkreis

4. Irische Musik und ihre Entwicklung

5. Irische Instrumente

6. Irischer Tanz

7. Popmusik

1. Zu Irland

An Karte zeigen, dann durchgeben

- ist die Westlichste und zweitgrößte der Britischen Inseln im Norden des Atlantischen Ozeans
- politisch gesehen ist die Insel in Nordirland, das zu Großbritannien gehört, und die Republik Irland (Eire) unterteilt
- Irland und die Republik Irland sind in 4 historische Provinzen gegliedert: Connacht, Leinster, Munster und Ulster
- diese sind wiederum in 26 Grafschaften und 4 grafschaftsfreie Städte eingeteilt
- die Hauptstadt der Republik ist Dublin

2. Geschichte Irlands

- mit dem anglo- irischen Vertrag von 1921 wurden 26 Grafschaften der Status eines „Freistaates“ gegeben
- nur die 6 nördlichsten Grafschaften der mehrheitlich protestantischen Provinz Ulster hatten in einer Volksabstimmung für den Beitritt zu Großbritannien gestimmt
- 1937 wurde in der neuen Verfassung der Name des Landes in Eire bzw. Ireland geändert
- 1949 proklamierte Irland seinen Unabhängigkeit
- die irische und die britische Regierung führten seitdem immer wieder Gespräche zur Lösung der Konflikte, die auch das Thema der Wiedervereinigung von Nordirland und Irland einschlossen
- abgesehen von einer Vereinbarung 1985, die der Republik Irland eine beratende Funktion bei Nordirland betreffenden Angelegenheiten einräumte, brachten sie jedoch kaum Fortschritte
- die irisch- republikanische Armee (IRA) versuchte, durch terroristische Aktionen die Vereinigung von Irland und Nordirland zu erzwingen
- als Reaktion darauf bildeten sich protestantische paramilitärische Gruppen, zu denen die UDA (Ulster Defense Association) und die UVF (Ulster Volunteer Force) gehören, die ihrerseits mit Gewalt gegen Katholiken vorgehen
- 1994 gab es jedoch Anlass zu Hoffnungen auf ein Ende der Gewalt, als die IRA die Beendigung der Terroraktionen ankündigte, wenn im Gegenzug die Sinn Fein, der politische Arm der IRA, von der irischen und britischen Regierung zu Gesprächen über die Zukunft Nordirlands eingeladen würde.

3. Kulturkreis

Kunst

- zu den ältesten Kunstdenkmälern in Irland gehören die Megalithgräber, die in der Steinzeit errichtet wurden
- aus der Bronzezeit sind die Steinkreise und einzeln stehende Steine erhalten
- aus der Eisenzeit sind, die von einem Wall umgebenen Schutzbauten, erhalten
- aus dieser Periode stammt auch die Ogham- Schrift
- unbeeinflusst von römischer Kunst konnten sich in Irland eigenständige Kunststile, z.B. bei der Metallbearbeitung, entwickeln
- seit dem 6. Jh. Traten zu den keltischen Elementen germanische und bis zum Ende des 7. Jhds. Auch christliche
- in der Buchmalerei entstanden in dieser zeit die beiden Hauptwerke: Das Book of Durrow (Mitte 7. Jhd.) und das Book of Kells ( Anfang des 9. Jhds.)
- unter der englischen Herrschaft wurde das künstlerische Schaffen weitgehend unterdrückt
- Literatur
- in der Entwicklung der irischen Literatur lassen sich 3 Epochen unterscheiden
- in der frühen Epoche zwischen 600 und 1200 n. Chr. Entstanden die Heldensagen wie z.B.: „Red Branch Cycle“ und „Mythological Cycle“
- die Literatur der mittleren Epoche ( 1200- 1650) umfasst neben der Bardendichtung zum Ruhm des Königs auch eine Prosadichtung, die dem vierten irischen Sagenzyklus zuzurechnen ist
- in der späten Epoche (1650- 1850) wurde einen eigenständige irische Dichtung durch die englischen Eroberer unterdrückt
- zu den bekannten Autoren, die seit dem 17. Jhd. Über Irland hinaus bekannt wurden, gehören u. a. Jonathan Swift, Oliver Goldsmith, George Bernhard Shaw, James Joyce und Brendan Behan, William Butler Yeats

4. Irische Musik und ihre Entwicklung

- die Geschichte Irlands ist zum größten teil die Geschichte eines ländlichen Staatswesens
- noch bis vor kurzem verstand man unter irischer Musik fast ausschließlich Volksmusik sowie Komposition für bestimmte traditionelle Instrumente
- die Musiktradition Irlands ist somit bis ins 19. Jh. Vorwiegend als Pflege der Volksmusik zu verstehen
- seit dem Mittelalter erfuhr sie eine Blütezeit, als an den Höfen und bei den Reichen Lieder vorgetragen wurden

- 1.„Suil a ruin“ Lord of the dance

- 2. „Rising of the moon“ Whiskey in the Jar Ireland
- die Volksmusik in Irland hat eine lange Tradition, die ältesten Hinweise stammen aus dem 12. Jh.
- man teilt die Musik in 2 Kategorien: reine vokalmusik und Tanzmusik
- die meisten einstimmigen Lieder werden von Sängern oft auch mit Instrumentalbegleitung vorgetragen
- es existiert ein umfangreiches Repertoire berühmt humorvoller Lieder

- 3. „Mc Alphines Fusiliers“ Dubliners

- 4. „Arthur Mc Bride“ Corrib Folk
- der Großteil des irischen Liedgutes behandelt freilich die meist vergebliche Liebe
- die meisten alten Lieder werden auch heute noch in gälischer Sprache gesungen
- der irische Volksgesang benutzt zwar neben der irischen auch die englische Sprache, doch ist das Irische das ältere Sprachelement und noch heute an der irischen Westküste, in Donegal (Ulster), in Galway mit den angrenzenden Inseln (Connacht) und in Kerry und Cork (Munster) lebendig
- zum Verständnis der rhythmischen Strukturen irischer Musik ist die Kenntnis der Gesänge in irischer Sprache wichtig, da diese auch für diejenigen echten Volkslieder , die sich des Englischen bedienen, in rhythmischer Beziehung als grundlegend zu gelten haben
- diese wurden wesentlich von der Entwicklung der gleichsam nationalen Instrumente Dudelsack und irische Harfe bestimmt
- die Kenntnis dieser zunächst nicht in Notation überlieferten Musik verdanken wir einer reichen Sammlung von Melodien, die erst seit 1780 ( vor allem von Edward Bunting und George Petrie) zusammengetragen wurden; die einzelnen Weisen stammen aus verschiedensten Epochen und sind zeitlich nur schwer einzuordnen
- es handelt sich im wesentlichen um einstimmige Gesänge, denn von der Entwicklung der abendländischen Mehrstimmigkeit blieb Irland vorerst unberührt
- das gälische, mündlich tradierte Volksliedgut blieb trotz tiefgreifender Umformungen im wesentlichen bis heute erhalten
- in späterer Zeit wurde das Liedgut von Minnesängern wie dem Dichter und Harfenisten Torlogh O`Carolan (1670-1738) gepflegt, von dem etwa 200 Stücke überliefert sind
- irische Dichtung
- alle noch erhaltenen Weisen gehen auf die irische Dichtkunst zurück, die in 4 Haupttypen
- nämlich Rosg, Laoi, Caoine und Amhran – aufgetreten ist
- Rosg ist eine Art Rezitativ, dessen kurze Verszeilen zu Strophen von unbestimmter Länge zusammengefasst sind
- Tritt Musik zur Dichtung hinzu, so entstehen Formen, die den russischen „gedehnten Gesängen“ oder der spanischen Alata nicht unähnlich sind
- Laoi bedeutet in der Dichtung eine vierzeilige Strophe, die bei der Darstellung des Heroic Fenian Cycle Verwendung gefunden hat
- Die dazugehörigen Weisen glichen denen des Chorals
- Unter Caoine wird innerhalb der Dichtkunst jede Art von Klagegedicht verstanden
- Im wahren Sinne jedoch bezeichnete Caoine einen ganz bestimmten Gesangtyp, der als Totenklage bei Begräbnissen von berufsmäßigen Klagesängern angestimmt worden ist
- Diese Sitte ist jedoch heute kaum mehr anzutreffen
- Ein gewöhnlicher Klagegesang wäre dem gegenüber unter dem Begriff des Amhran einzureihen, der als Kompositionsform am weitesten verbreitet und hinsichtlich der metrischen Struktur am vielfältigsten ist
- Tadhg O Donnchadha hat in seinem Hauptwerk Prosoid Gaedhilge (Gälische Prosodie) allein dreizehn verschiedene Arten des Amhran, die sich durch die Anzahl der Zeilen innerhalb einer Strophe unterscheiden, verzeichnet
- Die Strophenformen gehen von einfachen Vierzeilern bis zu sechzehn- und mehrzeiligen Strophen
- Immer bewirkt eine Abwandlung der metrischen Betonung innerhalb einer Zeile beim Hinzutreten der Musik eine Variante des Rhythmus
- Petrie 1850: Die irische Dichtung bedient sich eines dem natürlichen Sprachrhythmus folgenden akzentuierenden Verses
- Die betonten Worte jeder Zeile reimen entweder untereinander oder mit einer ähnlichen Folge betonter Worte der nächsten Zeile durch Gleichklang (Assonanz), was sich dann in der einmal gewählten Form in allen Strophen wiederholt
- Auch Endreime erfordern lediglich Assonanzen
- Zwischen betonten Silben braucht nicht immer innerhalb eines jeden Taktes (Ceim, step) dieselbe Anzahl unbetonter zu liegen
- Jedoch gibt es daneben viele Gesänge, vorwiegend Tanz- und Marschlieder, mit fast gleichmäßigen Takten
- Das Beispiel illustriert die irische akzentuierende Assonanzendichtung

10 von 10 Seiten

Details

Titel
Geschichte und Entwicklung der irischen Musik
Hochschule
Real Centro Universitario Maria Cristina
Veranstaltung
Musikunterricht
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
10
Katalognummer
V101442
Dateigröße
350 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Irische, Musik, Musikunterricht
Arbeit zitieren
Anne Kokoschko (Autor), 2000, Geschichte und Entwicklung der irischen Musik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/101442

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