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Das Menschenbild des Homo oeconomicus. Kritik und Alternativen

Title: Das Menschenbild des Homo oeconomicus. Kritik und Alternativen

Research Paper (undergraduate) , 2016 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.Sc. Artur Janke (Author)

Economics - Macro-economics, general
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Ziel dieser Arbeit ist es, das Modell des Homo oeconomicus zu erläutern und auf die Kritik dieses Modells einzugehen. Dabei wird zunächst das Modell des Homo oeconomicus erläutert und der Bezug zum Konzept der vollständigen Rationalität hergestellt. Im Anschluss wird das reale Verhalten von Menschen im Hinblick auf den Homo oeconomicus untersucht. Dazu werden Experimente herangezogen, um zu analysieren, ob sich die Menschen tatsächlich nach diesem Muster verhalten. Zum Schluss werden noch mögliche alternative Konzepte erläutert.

Um die komplexen Handlungsvorgänge des menschlichen Verhaltens in Bezug auf die marktwirtschaftlichen Tätigkeiten zu analysieren und zu verstehen, bedurfte es einer Modellierung der zentralen Verhaltensannahmen. Mit dem Modell des Homo oeconomicus, dem Nutzenmaximierer, der rational in Bezug auf seine eigne Zielfunktion handelt, entstand ein Instrument zum Betrachten und Analysieren des menschlichen Verhaltens. Damit kann sowohl das beobachtete Verhalten beschrieben werden als auch das Zu-künftige prognostiziert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Homo oeconomicus

2.1 Definition Homo oeconomicus

2.2 Das klassische Modell des Homo oeconomicus

2.3 Beziehung zum Konzept der vollständigen Rationalität

2.4 Kritik am Homo oeconomicus

3. Homo oeconomicus in der realen Welt

3.1 Ultimatumspiel

3.2 Zeitinkonsistenz

3.3 Vorgabewert (default effect)

4. Alternativen zum Homo oeconomicus

4.1 REMM

4.2 RREEMM

4.3 Eingeschränkte Rationalität

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das Modell des Homo oeconomicus als zentrales Menschenbild der Wirtschaftswissenschaften. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern dieses Modell das reale menschliche Verhalten adäquat abbilden kann und welche alternativen Konzepte existieren, um Diskrepanzen zwischen Modelltheorie und empirischer Realität zu erklären.

  • Grundlagen und Axiome des Modells des Homo oeconomicus
  • Verhältnis zur vollständigen Rationalität
  • Kritische Analyse des Modells anhand von Verhaltensexperimenten
  • Erkenntnisse aus dem Ultimatumspiel, Zeitinkonsistenz und Default-Effekten
  • Darstellung alternativer Verhaltensmodelle wie REMM, RREEMM und eingeschränkte Rationalität

Auszug aus dem Buch

3.1 Ultimatumspiel

Das Ultimatumspiel, welches von Werner Güth entwickelt wurde, ist eins der einfachsten und bekanntesten Experimente zur Erforschung des menschlichen Verhaltens. Es wird als Laborexperiment zur Erforschung des Egoismus eingesetzt und untersucht in welchem Maß sich die Akteure aus den Spielgegebenheiten ihren Nutzen maximieren und andere Akteure bei ihren Entscheidungen mit einbeziehen.

In seiner Grundform sind für das Ultimatumspiel zwei Akteure (A und B) sowie ein Gut (C), z.B. 100€, erforderlich. Von diesem Gut kann der Akteur A eine Teilmenge (S) an den Akteur B anbieten (0€ ≤ S ≤ C). Der Akteur B hat die Möglichkeit das Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Nimmt B das Angebot von A an, so erhält B die Teilmenge S und A darf den Rest (C-S) behalten. Lehnt B hingegen die Teilmenge ab, weil sie im zu niedrig erscheint, so geht das Gut wieder zurück an den Sponsor und weder A noch B erhalten etwas davon.

Würde man die Akteure A und B mit dem Homo oeconomicus besetzen, wäre das Ergebnis des Spiels vollkommen klar. Der Akteur A würde nur 1€ abgeben, denn im Sinne der Nutzenmaximierung muss der Akteur B diesen Betrag annehmen. 1€ zu erhalten ist schließlich immer noch besser als gar nichts zu erhalten (0€ ≤ 1€ ≤ C). Somit haben beide Akteure ihren Nutzen maximiert.

Mit echten Menschen sehen die Ergebnisse des Ultimatumspiels jedoch ganz anders aus. Bieten die Akteure in der Rolle A als Teilsumme weniger als 20-30% des Gutes an, so lehnen die Akteure B dieses Angebot ab. Sie verzichten auf wenig um ihr Gegenüber für das unfaire Verhalten zu bestrafen. Eine solche Annahme kommt im Weltbild des Homo oeconomicus gar nicht vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit hinsichtlich des Menschenbildes des Homo oeconomicus.

2. Homo oeconomicus: Das Kapitel definiert den Homo oeconomicus, beschreibt das klassische Modell mit seinen sechs Axiomen, beleuchtet das Konzept der vollständigen Rationalität und führt Kritikpunkte am Modell auf.

3. Homo oeconomicus in der realen Welt: Hier wird das Modell durch Experimente wie das Ultimatumspiel, Zeitinkonsistenz und den Vorgabewert an der Realität geprüft, wobei Diskrepanzen deutlich werden.

4. Alternativen zum Homo oeconomicus: Dieses Kapitel stellt alternative Konzepte vor, darunter den REMM, den RREEMM und die Theorie der eingeschränkten Rationalität von Herbert A. Simon.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Arbeit und betont, dass der Homo oeconomicus trotz Kritik eine hilfreiche, wenn auch idealisierte Grundlage für wirtschaftliche Analysen bleibt.

Schlüsselwörter

Homo oeconomicus, Nutzenmaximierung, Rationalitätsprinzip, Eigeninteresse, Ultimatumspiel, Zeitinkonsistenz, Default-Effekt, REMM, RREEMM, Eingeschränkte Rationalität, Verhaltensökonomie, Axiome, Wirtschaftstheorie, Entscheidungstheorie, Modellbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Modell des Homo oeconomicus, seinem theoretischen Aufbau durch Axiome und der kritischen Hinterfragung dieses Menschenbildes in Bezug auf reales menschliches Verhalten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Definition und die Axiome des Homo oeconomicus, die Beziehung zur vollständigen Rationalität sowie verschiedene Ansätze zur Modellierung menschlichen Verhaltens, die über den klassischen Nutzenmaximierer hinausgehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Modell des Homo oeconomicus zu erläutern, seine theoretischen Grenzen aufzuzeigen und durch empirische Experimente zu belegen, dass reale Menschen häufig nicht gemäß dieser Idealvorstellung handeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretische Analyse der ökonomischen Verhaltensmodelle durchgeführt, die durch den Vergleich mit Ergebnissen aus der experimentellen Ökonomie und verhaltenswissenschaftlichen Studien fundiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das klassische Modell und seine sechs Axiome beschrieben, danach die Kritik daran diskutiert und schließlich durch Experimente wie das Ultimatumspiel und alternative Konzepte wie REMM oder eingeschränkte Rationalität ergänzt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nutzenmaximierung, Rationalität, Axiome, Verhaltensökonomie und alternative Modellierungen wie RREEMM oder Satisfizierung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der REMM vom klassischen Homo oeconomicus?

Der REMM erweitert das klassische Modell um Einfallsreichtum und Bewertungskompetenz, wobei er zudem berücksichtigt, dass dem Akteur oft nur unvollständiges Wissen zur Verfügung steht.

Warum spielt das Ultimatumspiel eine zentrale Rolle in der Argumentation?

Das Ultimatumspiel zeigt eindrucksvoll, dass Menschen entgegen der Logik der Nutzenmaximierung Fairness und Bestrafung von Unfairness in ihre Entscheidungen einbeziehen, was dem egoistischen Menschenbild des Homo oeconomicus widerspricht.

Was besagt die Theorie der eingeschränkten Rationalität?

Sie postuliert, dass Akteure statt nach absoluter Nutzenmaximierung zu streben, das Ziel der Nutzensatisfizierung verfolgen, indem sie die erstbeste Alternative wählen, die ein gewisses Anspruchsniveau erfüllt.

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Details

Title
Das Menschenbild des Homo oeconomicus. Kritik und Alternativen
College
AKAD University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
1,3
Author
M.Sc. Artur Janke (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V1014588
ISBN (eBook)
9783346407733
ISBN (Book)
9783346407740
Language
German
Tags
Homo oeconomicus vollständige Rationalität Ultimatumspiel Zeitkonsistenz Vorgabewert default REMM PREEMM eingeschränkte Rationalität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.Sc. Artur Janke (Author), 2016, Das Menschenbild des Homo oeconomicus. Kritik und Alternativen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014588
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