Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, eine empirische Forschung und Analyse zur Akzeptanz von digitalen Produkten mit KI-Technologie innerhalb der Belegschaft durchzuführen, die schließlich eine fundierte Diskussion des Fragenkomplexes ermöglicht und dem Management als Entscheidungsgrundlage dienen wird.
Gleichgültig welcher Branche oder Unternehmensgrößenordnung sie angehören, zahlreiche Unternehmen stehen vor der Einführung digitaler Produkte und Dienstleistungen. Um für einen solchen Fall die in Kapitel 1.1 genannte Fragestellung zu erörtern, soll diese Forschungsarbeit ein fiktives und somit exemplarisches, dennoch möglichst allgemeingültiges Unternehmen fokussieren, dessen verantwortliches Management ein digitales Produkt am Markt einführen will.
Ein Prototyp soll bereits erarbeitet worden sein, wie auch ein neues damit einhergehendes Geschäftsmodell. Die Ausgangslage lässt dem Management allerdings Grund zur Annahme, dass es möglicherweise zu erhöhten Schwierigkeiten bezüglich der Akzeptanz dieser auf KI-Technologie basierenden Veränderung in der Belegschaft kommen könnte. Da die Akzeptanz innerhalb der Organisation jedoch einen entscheidenden Faktor für den Erfolg des digitalen Produktes darstellt, sieht sich das Management in der Verantwortung, ein allgemeines Stimmungsbild und erste Anhaltspunkte über die Akzeptanz zu erheben. Vor Einführung des Produktes ist daher eine fundierte empirische Analyse geplant, dessen detaillierte Ausführung in Kapitel 3 erfolgt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische-empirische Grundlagen zur Akzeptanz von KI-Technologien
2.1 Theoretische Erkenntnisse zur Thematik
2.2 Empirische Erkenntnisse zur Thematik
2.2.1 KI-Technologien schüren Skepsis
2.2.2 Erste Ansätze zum Umgang mit der Skepsis
2.3 Überleitung zum Methodenteil
3 Angewandte Methodik
3.1 Vorstellung der skizzierten Organisation
3.2 Untersuchungsdesign der empirischen Forschung
3.3 Operationalisierung
3.4 Datenerhebungsmethoden
3.5 Durchführung der Untersuchung
4 Untersuchungsergebnisse
4.1 Fragebogen und Leitfaden
4.2 Diskussion und kritische Reflexion
5 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines empirischen Forschungsdesigns zur Untersuchung der Akzeptanz von KI-Technologien bei Mitarbeitenden in einem fiktiven Unternehmen. Das primäre Ziel ist es, dem Management eine fundierte Grundlage zu liefern, um Vorbehalte abzubauen und die Integration neuer Technologien im organisationalen Kontext erfolgreich zu gestalten.
- Grundlagen der Akzeptanzforschung im Kontext der Industrie 4.0
- Analyse der Skepsis gegenüber KI-Systemen und Lösungsansätze
- Konzeption eines Mixed-Methods-Forschungsdesigns
- Entwicklung von Messinstrumenten zur Erfassung der digitalen Reife und Einstellungen
- Diskussion von Gütekriterien für eine wissenschaftliche Untersuchung im Betrieb
Auszug aus dem Buch
2.1 Theoretische Erkenntnisse zur Thematik
Um die Einordnung der künstlichen Intelligenz verständlich darzulegen, braucht es zunächst ein Verständnis der Begrifflichkeit der Industrie 4.0. Nach Mechanisierung, Elektrifizierung und Informatisierung der Industrie befinden wir uns derweilen in der 4. industriellen Revolution, die sich vereinfacht benannt als Digitalisierung der Industrie lässt (Hellinger, Stumpf & Kobsda, 2013, S. 5). Sie bezeichnet dabei die „intelligente Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologie“ (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, 2019), was zwangsläufig zur Entstehung neuer Formen von Wertschöpfung und neuartigen Geschäftsmodellen führt und führen wird (Hellinger, Stumpf & Kobsda, 2013, S. 5). Grundlage dafür sind cyber-physische Systeme, die zur weltweiten Vernetzung der Betriebsmittel, Produktionsanlagen, Maschinen und generell der Unternehmen führt und somit die Entwicklung der Industrial Internet of Things fördert (Maschler, White & Weyrich, 2020, S. 2). Die künstliche Intelligenz in dieser Entwicklung ist dabei eine Basistechnologie, die zur Realisierung von Industrie 4.0 beiträgt und die Komplexität der digitalen Transformation beherrschbar machen soll (Maschler, White & Weyrich, 2020, S. 5).
Zur Bestimmung der genauen Bedeutung künstlicher Intelligenz gibt es bereits zahlreiche Definitionen, was vor allem auf die Weite des Gebietes und auf den abstrakten Begriff der Intelligenz zurückzuführen ist (Buxmann & Schmidt, 2019, S. 6). Das Summer Research Project on Artificial Intelligence im Jahre 1956 am Dartmouth College in Hanover, New Hampshire, gilt inoffiziell als Beginn der künstlichen Intelligenz (Buxmann & Schmidt, 2019, S. 3). Der Terminus der KI ist somit die deutsche Übersetzung von Artificial Intelligence. An der sechswöchigen Konferenz nahmen führende KI-Forscher, Informationstheoretiker, Ökonomie-Experten, sowie Kognitionspsychologen teil, um einen Weg zu finden, Intelligenz auch außerhalb des menschlichen Gehirns zu erschaffen (Buxmann & Schmidt, 2019, S. 4).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der KI-Akzeptanz im Arbeitsumfeld ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische-empirische Grundlagen zur Akzeptanz von KI-Technologien: Hier werden der aktuelle Forschungsstand sowie theoretische und empirische Erkenntnisse zur Akzeptanz von KI-Technologien dargelegt.
3 Angewandte Methodik: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Operationalisierung der Konstrukte sowie die geplanten Datenerhebungsmethoden in einer fiktiven Organisation.
4 Untersuchungsergebnisse: Hier werden die Instrumente (Fragebogen/Leitfaden) vorgestellt und eine kritische Reflexion sowie Güteprüfung der Methodik vorgenommen.
5 Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Bedeutung der Forschungsarbeit für das Management zusammen und diskutiert den weiteren Bedarf für strategische Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung.
Schlüsselwörter
Künstliche Intelligenz, Akzeptanzforschung, Industrie 4.0, Digitale Transformation, Mitarbeiterakzeptanz, Mixed Methods, Operationalisierung, Datenerhebung, Vertrauen, Digitale Reife, Forschungsdesign, Arbeitswelt, Skepsis, Technologieintegration, Unternehmenskultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Mitarbeitende in einem Unternehmen auf die Einführung neuer KI-Technologien reagieren und welche Faktoren deren Akzeptanz beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen der Digitalisierung und Industrie 4.0 mit empirischen Ansätzen zur Akzeptanzforschung und Organisationsentwicklung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein wissenschaftliches Forschungsdesign zu entwickeln, das dem Management hilft, die Einstellungen der Belegschaft zu neuen Technologien zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein Mixed-Methods-Ansatz vorgeschlagen, der eine Kombination aus einer vollstrukturierten quantitativen Befragung und einer halbstrukturierten qualitativen Befragung zur Datentriangulation vorsieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben theoretischen Grundlagen die methodische Planung, die Operationalisierung der relevanten Variablen und die Reflexion der Gütekriterien des gewählten Designs behandelt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Künstliche Intelligenz, Akzeptanzforschung, Digitale Transformation, Arbeitswelt, Vertrauen und Mixed Methods.
Welche Rolle spielt die "digitale Reife" im Forschungsdesign?
Die digitale Reife dient als zentrale Dimension, um zu bewerten, wie gut eine Organisation und ihre Mitarbeitenden auf die Integration komplexer KI-Systeme vorbereitet sind.
Warum wird ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt?
Der Ansatz wird gewählt, um sowohl messbare Daten (quantitativ) zu gewinnen als auch tiefergehende, emotionale Hintergründe (qualitativ) der Mitarbeitenden zu erfassen, da Akzeptanz ein komplexes Konstrukt ist.
Wie soll das Vertrauen der Mitarbeitenden sichergestellt werden?
Das Konzept schlägt vor, durch Transparenz, Aufklärung über das digitale Produkt und einen respektvollen Umgang mit Sicherheitsbedenken das Vertrauen in die neue Technologie zu fördern.
- Quote paper
- Jonas Klumski (Author), 2021, Akzeptanz von KI-Technologien bei Mitarbeitern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1014771