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Sportpartizipation als Bestandteil von Bildungsprozessen von Schüler/innen im Kontext sozialer Ungleichheit in Deutschland

Titel: Sportpartizipation als Bestandteil von Bildungsprozessen von Schüler/innen im Kontext sozialer Ungleichheit in Deutschland

Hausarbeit , 2021 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anita Selter (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vorteile sportlicher Betätigung im Lebensverlauf sind vielfältig und unumstritten. Sie kann einen wesentlichen Beitrag zur physischen und psychischen Gesundheit des Menschen leisten und vermag es, dessen Lebenserwartung positiv zur beeinflussen. Anhaltspunkte dafür konnte bereits in der Antike der bekannte Arzt und Philosoph Claudius Galen ermitteln. Trotz der positiven Effekte des Sporttreibens, partizipieren längst nicht alle Menschen gleichermaßen daran, wenngleich Bewegung und Sport vielfältig und oft ohne größeren materiellen Einsatz durchführbar sind und der Zugang zu den breit gefächerten Möglichkeiten sportlicher Betätigung nicht derart reglementiert ist, wie es im Bereich der formalen Allgemeinbildung der Fall ist. Die resultierenden gesundheitlichen Folgeerscheinungen betreffen große Teile der Bevölkerung und verursachen neben individuellen Problemen hohe volkswirtschaftliche Kosten. Die Erziehung zum und vom Sport beginnt bereits im Rahmen von Sozialisierungs- und Bildungsprozessen im Kindes- und Jugendalter. Die Chancen auf Bildung der Heranwachsenden sind jedoch weiterhin in starkem Maß vom sozialen Status der Eltern determiniert. Ausgehend von der durch die Organization for Economic Co-Operation and Development (OECD) konstatierten Bildungschancen beeinflussenden sozialen Ungleichheit in Deutschland stellt sich die Frage, ob der soziale Status der Herkunftsfamilie auch das Sporttreiben der Heranwachsenden beeinflusst. Das Thema der vorliegenden Hausarbeit lautet daher: „Sportpartizipation als Bestandteil von Bildungsprozessen von Schüler*innen im Kontext sozialer Ungleichheit“. Wenn ein Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Sportpartizipation der Schüler*innen besteht, ist gleichzeitig von Interesse, welche Dimensionen dafür ursächlich sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

1.2 Wesentliche Begriffe und theoretischer Bezugsrahmen

2 Forschungsstand auf der Grundlage von drei ausgewählten Studien

2.1 Studie I: Sportengagement sozial benachteiligter Jugendlicher

2.2 Studie II: Aufwachsen mit Sport – Paderborner „SET“-Studie

2.3 Studie III: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS)

2.4 Diskussion der Studien

3 Forschungsdesiderate

4 Schärfung der Forschungsfrage und Forschungsskizze

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Sportpartizipation von Schüler*innen und sozialer Ungleichheit in Deutschland, um auf Basis des aktuellen Forschungsstandes eine Forschungsskizze für eine repräsentative Panelstudie zu entwickeln.

  • Sportpartizipation im Kindes- und Jugendalter
  • Soziale Ungleichheit und ihre Auswirkungen auf Bildungschancen
  • Einfluss des sozioökonomischen Status auf sportliche Aktivitäten
  • Methodische Ansätze in der pädagogischen Sportforschung
  • Entwicklung und Konzeption von Längsschnittstudien

Auszug aus dem Buch

Forschungsdesign: Über die Sportbeteiligung von Hauptschülern lagen kaum wissenschaftliche Forschungsergebnisse vor, daher wurde ein exploratives Vorgehen präferiert.

Die Autorin führte, an die Methodik der qualitativ-interpretativen Sozialforschung anknüpfend, qualitative leitfadengestützte episoden- und themenfokussierte Interviews durch (ebd., S. 20 ff.). Vom Dezember 2003 bis zum August 2006 interviewte sie in fünf halbjährlichen Erhebungswellen anfangs 14 Hauptschüler*innen einer Leipziger Plattenbausiedung. Das Alter der Jugendlichen schwankte zu Beginn der Befragung zwischen 12 und 14 Jahren.

Die Interviewdauer betrug anfänglich ca. 45 Minuten, wurde im Erhebungsverlauf den Erfordernissen: „Erzählfreudigkeit und Konzentrationsfähigkeit“ der Befragten angepasst und dauerte schließlich bis zu drei Stunden (ebd., S. 146). In den Interviews waren die Jugendlichen aufgefordert, Angaben zu ihrer Freizeitgestaltung insb. zum Sportverhalten zu machen (ebd., S. 147). Die so gewonnen 63 Transkripte, lediglich neun Jugendliche (vier weibliche, fünf männliche) nahmen vollständig an den Interviews teil, wurden einer themenzentrierten komparativen Analyse in Anlehnung an das mehrschrittige Auswertungsvorgehen nach Christiane Schmidt (1997), unterzogen (ebd., S. 133 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung sportlicher Betätigung für die kindliche Entwicklung ein und thematisiert das Spannungsfeld zwischen positiven Effekten des Sports und der ungleichen Teilhabe aufgrund sozialer Herkunft.

2 Forschungsstand auf der Grundlage von drei ausgewählten Studien: Dieser Abschnitt analysiert drei zentrale Studien (Albert, SET, KiGGS) hinsichtlich ihrer Zielsetzungen, Designs und Ergebnisse zur Sportpartizipation unter Berücksichtigung des sozialen Status.

3 Forschungsdesiderate: Hier wird der Bedarf an weiterführender Forschung aufgezeigt, insbesondere hinsichtlich repräsentativer, regional nicht begrenzter Untersuchungen zum Langzeitverlauf der Sportpartizipation.

4 Schärfung der Forschungsfrage und Forschungsskizze: Das Kapitel leitet aus den Desideraten eine konkrete Panelstudie ab, die den Verlauf der Sportpartizipation von Hauptschülern bis zum Erwachsenenalter explorieren soll.

Schlüsselwörter

Sportpartizipation, Bildungsprozesse, soziale Ungleichheit, Hauptschüler, sozioökonomischer Status, Längsschnittstudie, Forschungsskizze, Vereinssport, Kinder und Jugendliche, Sozialisation, KiGGS, Sportengagement, Bildungschancen, Bildungsbiografie, qualitative Sozialforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie soziale Ungleichheit in Deutschland die Sportpartizipation von Schüler*innen beeinflusst und welche Rolle Sport innerhalb von Bildungsprozessen spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Sportsoziologie, die Bildungsforschung sowie die Analyse von Faktoren, die den Zugang und die Teilhabe am Sport im Kindes- und Jugendalter erschweren oder fördern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Reflexion des Forschungsstandes zur Sportteilhabe von benachteiligten Gruppen, um daraus eine fundierte Forschungsskizze für eine langfristige Panelstudie zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse bestehender Studien und leitet daraus ein methodisches Forschungsdesign für eine explorative, quantitative Panelstudie ab.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden drei ausgewählte Studien im Detail vorgestellt, diskutiert und hinsichtlich ihrer Erkenntnisse über den Einfluss des sozialen Status auf das Sportverhalten analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sportpartizipation, soziale Ungleichheit, Bildungsprozesse, sozioökonomischer Status und Längsschnittanalyse.

Warum ist das "mittlere Jugendalter" für die Sportpartizipation kritisch?

In allen untersuchten Studien zeigt sich in diesem Alter ein Einbruch der Sportaktivität, was die Autoren auf Faktoren wie Kompetenzerleben, soziales Umfeld oder die Vereinbarkeit mit schulischen Anforderungen zurückführen.

Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status (SoS) bei der Sportteilhabe?

Der SoS ist ein entscheidender Faktor; Kinder aus Familien mit hohem SoS weisen häufiger eine höhere Sportbeteiligung und bessere motorische Voraussetzungen auf als Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sportpartizipation als Bestandteil von Bildungsprozessen von Schüler/innen im Kontext sozialer Ungleichheit in Deutschland
Hochschule
FernUniversität Hagen  (KSW)
Note
1,3
Autor
Anita Selter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
22
Katalognummer
V1019542
ISBN (eBook)
9783346412669
ISBN (Buch)
9783346412676
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sportpartizipation bestandteil bildungsprozessen schüler/innen kontext ungleichheit deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anita Selter (Autor:in), 2021, Sportpartizipation als Bestandteil von Bildungsprozessen von Schüler/innen im Kontext sozialer Ungleichheit in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1019542
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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