Auswirkungen der Digitalisierung auf die Ausgestaltung der Arbeitszeit in Unternehmen


Hausarbeit, 2020

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung
1.1 Aufbau
1.2 Zielsetzung

2. Definition der Begrifflichkeiten
2.1 Arbeitszeitgestaltung
2.2 Digitalisierung (in der Wirtschaft)

3. Traditionelle Formen der Arbeitszeitgestaltung
3.1 Feste Arbeitszeit
3.2 Rollierendes System
3.3 Schichtarbeit/Wochenendarbeit
3.4 Teilzeit
3.5 Gleitzeit

4. Moderne Formen der Arbeitszeitgestaltung
4.1 Variable Arbeitszeit / KAPOVAZ / Jahresarbeitszeit
4.2 Jobsharing
4.3 Arbeitszeitkonten
4.4. Sabbaticals
4.5 Home-Office

5. Vor- und Nachteile der modernen Arbeitszeitmodelle
5.1 Vor- und Nachteile: Variable Arbeitszeit / KAPOVAZ / Jahresarbeitszeit
5.2 Vor- und Nachteile des Home-Office
5.3 Vor- und Nachteile des Jobsharings
5.4. Vor- und Nachteile der Arbeitszeitkonten
5.5 Vor- und Nachteile der Sabbaticals

6. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Arbeitszeitmodelle (Bartscher Thomas, Huber Anne: Personaleinsatz. In: Modul PER202, AKAD University)

Abbildung 2: Schichtplan (Bartscher Thomas, Huber Anne: Personaleinsatz. In: Modul PER202, AKAD University)

Abbildung 3: Chart, Verfügung über Zeitschulden (Groß H, Seifert Regulierte Flexibilität - Betriebliche Regelungsstrukturen von Arbeitszeitkonten. WSI-Mitteilungen 70(6):432-441)

Vorwort

In dieser Arbeit wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

1. Einleitung

Das Thema der Digitalisierung ist hochaktuell und wird oft diskutiert. Die Sorge um die Ersetzung der physischen Arbeitsplätze durch Maschinen ist groß. Die Medien berichteten in Schlagzeilen: „Arbeitsmarkt: Roboter werden Millionen Jobs vernichten“ oder „Digitalisierung: Adieu Jobs! Willkommen Maschine“1.Vor allem durch die Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Algorithmen, die sogar Künstler ersetzen könnten, ist der menschliche Arbeitsmarkt gefährdet. Neben vielen Arbeitsstellen, die durch Maschinen ersetzt wurden, entwickelten sich allerdings auch neue Arbeitsfelder, die es ohne die Digitalisierung nicht gegeben hätte. Dazu gehören zum Beispiel alle Tätigkeiten im Social-Media Bereich, Software- und Anwendungsentwickler, Datenanalysten, IT-Manager, Cyber-Security-Experten und viele mehr.2 Weiterhin können in naher Zukunft noch sehr viele neue Berufsfelder hinzukommen: „Mensch-Maschine-Interface- Designer, 3D-Food-Spezialisten, Tele-Chirurgen, Personal-Privacy-Manager“3 Neben verschiedener innovativer Arbeitsfelder, bietet die Digitalisierung auch neue Formen der Arbeitszeitgestaltung. Durch Videokonferenzen, online-Personalsuchen, die Möglichkeit fast überall Internet zu empfangen, und vieles mehr, können die Modelle der Arbeitszeitgestaltung variieren und sich der digitalen Umwelt anpassen. Der technische Wandel wird Arbeitsplätze neugestalten, veraltete Berufe und Modelle vernichten, jedoch auch neue Arbeitsplätze schaffen. Der Autor Philip Specht meint: „Die Konsequenz für die langfristige Arbeitsteilung ist eindeutig: Der Aufgabenteil des Menschen wir kleiner und kleiner.“4

1.1 Aufbau

Dieses Assignment beschäftigt sich mit den verschiedenen Arbeitszeitenmodellen und den Auswirkungen der Digitalisierung auf die einzelnen Modelle. Behandelt werden die wichtigsten traditionellen und modernen Arbeitszeitenmodelle. Im ersten Kapitel werden die Begrifflichkeiten definiert, die für das Assignment relevant sind. Daraufhin folgt die Darstellung und Erläuterung der verschiedenen Arbeitzeitgestaltungen. Im fünften Kapitel folgt eine Vorteils-Nachteils- Diskussion in Bezug auf die modernen Arbeitszeitenmodelle. Zuletzt wird ein kritischer Überblick gegeben, über die zuvor behandelten Themen.

1.2 Zielsetzung

Dem Leser soll ein Überblick über die traditionellen und modernen Modelle der Arbeitszeitgestaltung in Bezug auf das Thema der Digitalisierung geben.

2. Definition der Begrifflichkeiten

2.1 Arbeitszeitgestaltung

Die Arbeitszeitgestaltung besteht aus verschiedenen Formen, diese werden auch Arbeitszeitmodelle genannt. Sie ist ein zentrales Merkmal der Arbeitsgestaltung und des Personalmanagements. In den Arbeitszeitmodellen wird festgelegt wie viele Arbeitsstunden der Mitarbeiter in der Woche, im Monat oder im Jahr zu leisten hat. Die verschiedenen Modelle können sich sehr stark unterscheiden undje nach Arbeitgeber variieren.

2.2 Digitalisierung (in der Wirtschaft)

„Der Begriff Digitalisierung bezieht sich im unternehmerischen Kontext auf die Umwandlung von manuellen Prozessen und physischen Objekten in digitale Varianten (...)“5 Dazu gehören zum Beispiel Social Media, Mobility Cloud Computing, Robotic Prozess/Communication Automation und Artificial Intelligence.6 Dies beeinflusst nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Arbeitsmarkt. Durch die Digitalisierung und Industrialisierung verloren zunächst einige Angestellte ihre Arbeitsplätze. Allerdings wurden auch einige „neu erfunden“ und somit ergaben sich neue Berufsfelder und wieder mehr Arbeitsplätze. Ein sehr aktuelles Beispiel stellt hier die Beschäftigung in der Social Media Branche dar. Zu Beginn der Digitalisierung existierten Jobs wie „Social Media Manager/in“ oder „Digital Branding Manager/in“ nicht. Zur heutigen Zeit kann man diese Berufe erlenen, ob in einer Ausbildung oder in einem Studiengang.

3. Traditionelle Formen der Arbeitzeitgestaltungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Arbeitszeitmodelle (AKAD)

3.1 Feste Arbeitszeit

Das Modell der festen Arbeitszeit ist sehr traditionell und wird heute kaum mehr strikt angewendet, sondern eher abgewandelt. Hierbei sind Arbeitsbeginn, -ende, und -pausen exakt festgelegt.7 8 Dieses Modell beinhaltetje nach Unternehmen eine Arbeitszeit zwischen 38,5 und 42 Stunden pro Woche.9 Die feste, oder auch starre Arbeitszeit ist bis heute die dominierende Form der Arbeitszeitgestaltung, wird in der Praxis allerdings durch weitere Modelle ergänzt.10

3.2 Rollierendes System

Dieses Modell bezeichnet ein System in dem fünf Arbeitnehmer vier Stellen innehaben. Dementsprechend existieren in einer Sechs-Tage-Woche fürjeden Arbeitnehmer fünf Arbeitstage. Dies wird zum Beispiel häufig in der Automobilbranche verwendet. Die Abbildung zeigt eine Möglichkeit dieses Modell in der Personalplanung zu organisieren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Schichtplan (AKAD)

3.3 Schichtarbeit/ Wochenendarbeit

Bei dem Modell der Schichtarbeit wechseln sich meistens mindestens zwei Arbeitnehmer mit derselben Aufgabe ab.11 Schichtarbeit ist vor allem im Gesundheitswesen oder der verarbeitenden Industrie wichtig, da hier eine Beschäftigung von 24 Stunden pro Tag vorausgesetzt wird. Die Arbeitnehmer werden dementsprechend in verschiedene, meist gleichlange Schichten eingeteilt, sodass die Besetzung der notwendigen Stunden gegeben ist.

Eng gekoppelt an die Schichtarbeit ist die Wochenendarbeit. Dies beschreibt die Einteilung von Arbeitskräften am Wochenende, welche durch freie Arbeitstage unter Woche kompensiert wird.12

3.4 Teilzeit

Eine Teilzeit-Stelle wird als eine Nicht-Vollzeit-Stelle definiert. Dies sind meist 20 Stunden die Woche, kann aber auch flexibel geregelt werden. Grundsätzlich können die Stunden einer Teilzeitbeschäftigung zwischen 1 und 99 Prozent der Vollzeitbeschäftigung liegen.13

3.5 Gleitzeit

Gleitzeitmodelle bieten dem Arbeitnehmer (Voll- oder Teilzeitbeschäftigte), Flexibilität in der Arbeitszeitgestaltung, indem sie den Beginn und/oder das Ende der Arbeitszeit selbst bestimmten können. Hierbei existieren vier verschiedene Untermodelle:

1. Grundform ohne Zeitausgleich, 2. Einfache gleitende Arbeitszeit ohne Zeitausgleich, 3. Beschränkte Gleitzeit und 4. Unbeschränkte Gleitzeit14

4. Moderne Formen der Arbeitzeitgestaltungen

4.1 Variable Arbeitszeit / KAPOVAZ / Jahresarbeitszeit

Bei der variablen Arbeitszeit kann der Arbeitnehmer frei über seine Zeiteinteilung entscheiden. Diese Methode ist ergebnisorientiert und fordert ein hohes Maß an Eigenverantwortung.11 12 KAPOVAZ ist die Abkürzung für „Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit“. In diesem Modell wird mit dem Arbeitgeber eine Sollarbeitszeit pro Monat vereinbart.13

Bei der Jahresarbeitszeit wird dagegen eine Sollarbeitszeit pro Jahr vereinbart. Dies sieht man häufig im Tourismusbereich, in welchem die Angestellten im Sommer viel mehr arbeiten als in den anderen Jahreszeiten.14

4.2 Jobsharing

Ein relativ neues Modell ist das des Jobsharings, in welchem sich zwei Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle teilen und somit Teilzeit beschäftigt sind.15 Es bietet vor allem für den Arbeitnehmer hohe Flexibilität und garantiert dem Unternehmen gleichzeitig eine geringere Ausfallquote. Für ein funktionierendes Jobsharing sind allerdings gute Absprachen zwischen den Beschäftigten gefragt.

4.3 Arbeitszeitkonten

Das Arbeitszeitkonto ist eine Variante in der Arbeitnehmer Stunden sammelt, wenn er länger arbeitet als die vertraglich festgelegte Zeit. Diese Stunden können für Urlaubstage oder auch Überstundenauszahlungen genutzt werden. Auf lange Sicht ist es möglich das Konto für Kinderpausen oder Sabbaticals zu verwenden.16

[...]


1 Specht, Philip (2019): Die 50 wichtigsten Themen der Digitalisierung. Redline Verlag, München. S. 302.

2 ibid. S. 307.

3 ibid. S. 307.

4 ibid. S. 310.

5 C. Schawel und F. Billing (2018): Top 100 Management Tools. Springer Fachmedien Wiesbaden. S. 105.

6 ibid. S. 105.

7 Hierbei ist anzumerken, dass nicht alle möglichen Formen der Arbeitszeitgestaltung aufgelistet werden.

8 Bartscher Thomas, Huber Anne: Personaleinsatz. In: Modul PER202, AKAD University. S.41.

9 Bormann, Kai C. (2013-2015): Entlohnungund Arbeitszeitmodelle. In: HumanResource Management, Rowold Jens; SpringerVerlagBerlinHeidelberg. S. 80.

10 ibid. S. 80.

11 Hierbei ist anzumerken, dass nicht alle möglichen Formen der modernen Arbeitszeitgestaltung aufgelistet werden. Lediglich diese, die einen Mehrwert in der Diskussion um die Digitalisierung einbringen.

12 vgl.ibid.S.43.

13 vgl.ibid.S.43.

14 vgl.ibid.S.43.

15 Bartscher, T.: S. 42.

16 vgl. Hoff, Andreas (2015): GestaltungbetrieblicherArbeitszeitsysteme, SpringerFachmedienWiesbaden, S. 15­28.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen der Digitalisierung auf die Ausgestaltung der Arbeitszeit in Unternehmen
Hochschule
AKAD-Fachschule München
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1021317
ISBN (eBook)
9783346414335
ISBN (Buch)
9783346414342
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Management, BWL, Personalplanung, Personal, Digitalisierung
Arbeit zitieren
Vanessa Metz (Autor:in), 2020, Auswirkungen der Digitalisierung auf die Ausgestaltung der Arbeitszeit in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1021317

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