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Lexika im Unterricht für sprachlich förderbedürftige Schüler. Kommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht

Ein funktionalpragmatischer Ansatz

Titel: Lexika im Unterricht für sprachlich förderbedürftige Schüler. Kommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht

Masterarbeit , 2019 , 167 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Samantha Joanna Marzinzik (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Masterarbeit steht der Einsatz von Lexika zur Verbesserung der Unterrichtskommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht am Beispiel des Literaturunterrichts im Fokus.

Mit der funktionalen Pragmatik (FP) wird in dieser Arbeit eine Verbindung zwischen den verschiedenen Bereichen, wie der Lehrersprache, des Konzepts des sprachsensiblen Fachunterrichts und der Lexikographie hergestellt. Die Analyse eines transkribierten Unterrichtsbeispiels bildet die Grundlage funktionalpragmatisch zu arbeiten.

Ziel des sprachsensiblen Fachunterrichts ist die Vermittlung der fachspezifischen Unterrichtssprache, die im Rahmen des regulären Deutschunterrichts bzw. des Deutsch als Zweitsprache (DaZ) Unterrichts nicht (ausreichend) vermittelt werden kann. Der reguläre Fachunterricht (darunter z.B. die Fächer Biologie, Chemie, Mathematik, Deutsch und Physik) fordert von den Schülern Fach- und Sprachwissen, vor allem auf sprachlicher Ebene (mündlich und schriftlich) z.B. in Form des Wortschatzes, der Wortbildung und/oder der Syntax. Dadurch ist der schulische Erfolg der Schüler an ihre Sprachkompetenz gebunden. Dies bedeutet auch, dass das im Fachunterricht gelehrte Wissen nur durch die nötigen sprachlichen Kenntnisse erworben werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Analyse des Transkripts

2.1 Datenerhebung und Unterrichtskontext

2.2 Begründung der Methodenwahl (Funktionalpragmatik)

2.3 Lehr-Lern-Diskurs oder Unterrichtsdiskurs und grundlegende Handlungsmuster

2.4 Analyse einzelner Transkriptabschnitte

2.4.1 Themen- und Begriffseinführung

2.4.2 Begriffserklärung

2.4.3 Besprechung der Ergebnisse aus der Anwendungsphase

2.4.4 Fazit zur Transkriptanalyse

3 Lehrersprache und ihre Merkmale

4 Nachschlagewerke im Fremdsprachenunterricht

5 Lexikaanalyse

5.1 Begründung der Lexikawahl

5.2 Begründung der Analysekriterien

5.3 Lexikon 1: Rossipotti - Literaturlexikon für Kinder

5.4 Lexikon 2: Basislexikon – Literaturwissenschaft

5.5 Fazit zur Lexikaanalyse

6 Erstellung eigener Lexikoneinträge

7 Fazit: Nutzung von Lexikoneinträgen im Rahmen der Literaturarbeit im sprachsensiblen Fachunterricht

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Masterarbeit ist es zu untersuchen, wie durch den gezielten Einsatz von Lexika die Unterrichtskommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht, insbesondere am Beispiel der Literaturarbeit im Fach Deutsch, verbessert werden kann, um somit den schulischen Erfolg sprachlich förderbedürftiger Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

  • Sprachsensibler Fachunterricht und Kompetenzförderung
  • Funktionalpragmatische Analyse von Unterrichtsdiskursen
  • Einsatz und Analyse von literarischen Nachschlagewerken
  • Entwicklung optimierter Lexikoneinträge für den Unterrichtskontext
  • Verbesserung der Unterrichtskommunikation und des Begriffsverständnisses

Auszug aus dem Buch

2.4.2 Begriffserklärung

Wie aus der Abschnittsüberschrift bereits zu entnehmen ist, folgt nun die eigentliche Begriffserklärung. In der Reihenfolge, in der Frau Müller die Begriffe im vorherigen Abschnitt eingeführt hat, werden diese nun gemeinsam mit dem Vorwissen der Schüler_innen erarbeitet (vgl. Fläche [61]-[70]).

Zu vermuten ist demnach, dass Frau Müller den vorherigen Abschnitt als Begriffseinführung nutzt. Sie will den Schüler_innen u.U. einen Überblick über die (bekannten) Begriffe des Unterrichts geben. Inwiefern diese Struktur nachteilig sein kann, wurde bereits oben genannt.

Im Nachfolgenden werden die Erklärungen der einzelnen Begriffe genauer betrachtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit motiviert sich durch die Notwendigkeit, sprachlich förderbedürftige Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht durch das Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts und den Einsatz von Lexika zu unterstützen.

2 Analyse des Transkripts: Dieses Kapitel untersucht mittels funktionalpragmatischer Diskursanalyse die Unterrichtskommunikation, um Verständnisprobleme bei der Einführung literarischer Fachbegriffe zu identifizieren.

3 Lehrersprache und ihre Merkmale: Hier werden Merkmale der Lehrersprache (teacher talk) theoretisch beleuchtet, um Kriterien für die Lexikaanalyse und die Gestaltung verständlicher Erklärungen abzuleiten.

4 Nachschlagewerke im Fremdsprachenunterricht: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs Lexikon sowie eine Erörterung des Nutzens von Wörterbüchern für den Fremdsprachenerwerb und das autonome Lernen.

5 Lexikaanalyse: Die vorhandenen Lexika "Rossipotti" und "Basislexikon – Literaturwissenschaft" werden anhand selbst aufgestellter, fachsprachlicher und linguistischer Kriterien kritisch auf ihre Eignung für den sprachsensiblen Fachunterricht geprüft.

6 Erstellung eigener Lexikoneinträge: Auf Basis der Analyseergebnisse werden neue, strukturierte Lexikoneinträge entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse sprachlich förderbedürftiger Lernender zugeschnitten sind.

7 Fazit: Nutzung von Lexikoneinträgen im Rahmen der Literaturarbeit im sprachsensiblen Fachunterricht: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass der gezielte Einsatz schriftlicher Lexikoneinträge die Flüchtigkeit des Unterrichtsdiskurses kompensieren und das Begriffsverständnis sowie den Lernerfolg nachhaltig fördern kann.

Schlüsselwörter

Sprachsensibler Fachunterricht, Funktionalpragmatik, Unterrichtskommunikation, Literaturarbeit, Lexikographie, Lehrerfrage, Schülerförderung, Begriffsvermittlung, Deutsch als Zweitsprache, Unterrichtsdiskurs, Literaturlexikon, Sprachförderung, Fachsprache, Textanalyse, Lernprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Einsatz von Lexika als Werkzeug, um die Unterrichtskommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht zu verbessern und sprachlich förderbedürftige Schülerinnen und Schüler bei der Literaturarbeit zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Funktionalpragmatik, die Lehrersprache (Teacher Talk), die Lexikographie sowie das Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch sprachlich optimierte Lexikoneinträge ein tieferes Verständnis von literarischen Fachbegriffen ermöglicht und somit der schulische Erfolg der Schülerinnen und Schüler gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt die Funktionalpragmatik zur Analyse eines transkribierten Unterrichtsbeispiels, um sprachliche Handlungsmuster und mögliche Verständnisbarrieren aufzudecken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Transkriptanalyse, eine theoretische Aufarbeitung von Lehrersprache und Nachschlagewerken, die Analyse bestehender Literaturlexika sowie die Erstellung eigener, didaktisch aufbereiteter Lexikoneinträge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachsensibler Fachunterricht, Funktionalpragmatik, Begriffsvermittlung, Unterrichtsdiskurs und die explizite Förderung durch Lexikoneinträge.

Wie unterscheidet sich der "Lehr-Lern-Diskurs" vom "Unterrichtsdiskurs"?

Im Gegensatz zum Unterrichtsdiskurs, in dem Schülerinnen und Schüler oft nur ihre Schulpflicht erfüllen, zeichnet sich der Lehr-Lern-Diskurs durch wechselseitige Anerkennung und die Eigenmotivation der Lernenden aus, ihre Wissenslücken zu schließen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Thema" und "Inhalt" so wichtig für die Arbeit?

Die Transkriptanalyse zeigt, dass Schülerinnen und Schüler diese Begriffe häufig gleichsetzen, was die Textanalyse erschwert. Die Arbeit betont daher die Notwendigkeit einer klaren begrifflichen Abgrenzung.

Welche Rolle spielen Beispiele aus Literaturwerken in den Lexikoneinträgen?

Beispiele dienen dazu, die theoretischen Definitionen zu konkretisieren und die Schülerinnen und Schüler bei der praktischen Anwendung der Begriffe in einer eigenen Textanalyse anzuleiten.

Warum wird in den entwickelten Einträgen das "Redundanzprinzip" angewendet?

Das Redundanzprinzip hilft dabei, wichtige Aspekte mehrfach aufzugreifen und in alternativen Formulierungen wiederzugeben, um unterschiedliche Sprachniveaus und Wissensstände der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen zu erreichen.

Ende der Leseprobe aus 167 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Lexika im Unterricht für sprachlich förderbedürftige Schüler. Kommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht
Untertitel
Ein funktionalpragmatischer Ansatz
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)  (Interkulturelle Kommunikation)
Note
2,3
Autor
Samantha Joanna Marzinzik (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
167
Katalognummer
V1022197
ISBN (eBook)
9783346411891
ISBN (Buch)
9783346411907
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lexiko Lexikografie DaF DaZ Deutsch als Fremdsprache Deutsch als Zweitsprache Fremdsprache Sprache Erzähltechnik Erzähltyp Erzählperspektive Erzählverhalten Erzählstil Erzählform Literatur literarische Texte sprachlich förderbedürftig Lehre Funktionalpragmatik FP Lehr-Lern-Diskurs Diskurs Lexikon Unterricht Lehrersprache Methode
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Samantha Joanna Marzinzik (Autor:in), 2019, Lexika im Unterricht für sprachlich förderbedürftige Schüler. Kommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022197
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Leseprobe aus  167  Seiten
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