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Spracherwerbshypothesen und deren Konsequenzen für den DaZ-Unterricht

Title: Spracherwerbshypothesen und deren Konsequenzen für den DaZ-Unterricht

Term Paper , 2021 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject German - German as a Second Language
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit wird sich mit dem Thema Spracherwerbshypothesen und deren Konsequenzen für den DaZ-Unterricht beschäftigen. Ein Ziel dieser Arbeit ist es, die Spracherwerbshypothesen näher zu untersuchen, um aus den Erkenntnissen Handlungsansätze für DaZ-Lernende und Lehrende herzuleiten.

„Sprache ist allgegenwärtig – durch sie verleihen wir unseren Gedanken und Emotionen Ausdruck und sind in der Lage, mit anderen zu kommunizieren. Sie ist Teil unserer Identität“ (Piepenbrink 2010). Sprache ist etwas, mit dem jeder Mensch tagtäglich konfrontiert wird und doch wissen die meisten Leute kaum etwas darüber, besonders wenn es um den Spracherwerb und vor allem den Erwerb einer Zweitsprache geht.
Besonders aber für DaZ-Lehrende kann das Wissen über den Verlauf des Zweitspracherwerbs von großem Vorteil sein. Auch wenn bekannt sein sollte, dass der Erwerb der Zweitsprache maßgeblich mit der Erstsprache in Verbindung steht, so gibt es immer wieder Unklarheit darüber, inwiefern Erst- und Zweitsprache miteinander verbunden sind, wenn es um den Erwerb der Zweitsprache geht.
Bisher ist es noch nicht gelungen, eine allgemeingültige Gesamttheorie zum Zweitspracherwerb zu entwickeln. In den letzten Jahrzehnten haben sich jedoch verschiedene theoretische Ansätze entwickelt, wie der Erwerb einer Zweitsprache abläuft. Wichtige Bausteine in der Zweitsprachenerwerbsforschung stellen dabei die drei großen Hypothesen, die Kontrastiv-, Identitäts- und Interlanguage-Hypothese, dar. Die Arbeit geht mit der These einher, dass die Hypothesen einen hilfreichen Beitrag liefern, um den Zweitsprachenerwerb zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Erst- und Zweitspracherwerb

3 Theoretische Ansätze zum Zweitspracherwerb

3.1 Die Kontrastivhypothese

3.2 Die Identitätshypothese

3.3 Die Interlanguage-Hypothese

4 Konsequenzen für den DaZ-Unterricht

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der Untersuchung zentraler Spracherwerbshypothesen und leitet daraus pädagogische Handlungsansätze für den Deutsch als Zweitsprache (DaZ)-Unterricht ab, um Lehrkräfte bei der Förderung sprachlich heterogener Klassen zu unterstützen.

  • Grundlagen des Erst- und Zweitspracherwerbs
  • Analyse der Kontrastivhypothese und ihrer Kritik
  • Untersuchung der Identitätshypothese im nativistischen Kontext
  • Diskussion der Interlanguage-Hypothese als dynamischer Prozess
  • Didaktische Konsequenzen für die Praxis im DaZ-Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Kontrastivhypothese

Die Kontrastivhypothese ist die älteste Hypothese und liegt einem behavioristischen Ansatz zu Grunde, der besagt, dass das menschliche Verhalten durch Erfahrung und Gewohnheit bestimmt wird. Die Hypothese geht auf Fries (1945) zurück und wurde von Lado (1957) weiterentwickelt (vgl. Fischer 2014: 14). Sie bildet die Grundlage für Interferenzuntersuchungen und misst der bereits erworbenen Sprache eine besondere Bedeutung zu. „Die Kontrastivhypothese besagt, dass es anhand von Kontrastierungen bzw. Sprachvergleichen der Erst- und Zweitsprache möglich ist, Sprachstrukturen vorauszusagen und zu beschreiben, die in der Zweitsprache einfach bzw. schwer gelernt werden“ (Eckhardt 2008: 22). Somit geht dieser Ansatz davon aus, dass der Erwerb der Zweitsprache von der Struktur der Erstsprache determiniert ist und Erfahrungen der Erstsprache in den zweitsprachlichen Erwerbsprozess transferiert werden. Hierbei werden Strukturen, Laute und Aspekte des Sprachgebrauchs von der Erstsprache (L1) auf die Zweitsprache (L2) transferiert. Die Lernenden einer Zweitsprache vergleichen somit ihre Grundsprache immer mit der zu erlernenden Sprache und imitieren ihre Sprachregeln und Strukturen in die neue Sprache. Umso differenter die Sprachstrukturen einer Sprache zur Muttersprache sind, desto schwerer ist es, diese als Zweitsprache zu erlernen. Daraus resultierend werden Strukturen der Zweitsprache, die mit Strukturen der Erstsprache übereinstimmen, leichter erlernt.

Dabei wird zwischen einem positiven und negativen Transfer differenziert. Bei einer korrekten sprachlichen Äußerung handelt es sich um einen positiven Transfer, während bei einer fehlerhaften Äußerung von einem negativen Transfer gesprochen wird. Wenn die sprachliche Struktur in L1 und L2 also gleich ist, wird die Struktur ohne Probleme gelernt. Wenn die sprachliche Struktur in L1 und L2 allerdings verschieden ist, kommt es zu Lernproblemen (vgl. Tunc 2012: 46 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Zweitspracherwerbs dar und führt in die zentralen Hypothesen sowie die Fragestellung der Arbeit ein.

2 Erst- und Zweitspracherwerb: Dieses Kapitel definiert und differenziert die Begriffe Erstspracherwerb, Zweitsprache, Muttersprache und Fremdsprache unter Berücksichtigung verschiedener Erwerbskontexte.

3 Theoretische Ansätze zum Zweitspracherwerb: Hier werden die Kontrastiv-, Identitäts- und Interlanguage-Hypothese detailliert erläutert und einer kritischen Auseinandersetzung unterzogen.

4 Konsequenzen für den DaZ-Unterricht: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in didaktische Handlungsanweisungen für den Unterricht mit DaZ-Lernenden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der behandelten Theorien zusammen und betont die Notwendigkeit individueller Förderung sowie die kritische Reflexion des eigenen Lehrerhandelns.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Zweitsprache, DaZ-Unterricht, Kontrastivhypothese, Identitätshypothese, Interlanguage-Hypothese, Spracherwerbsforschung, Transfer, Interferenz, Fossilierung, Mehrsprachigkeit, Sprachdidaktik, Lernprozess, Sprachaneignung, Bildungsgerechtigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht theoretische Hypothesen zur Zweitspracherwerbsforschung und deren Bedeutung für die praktische Arbeit von Lehrkräften im DaZ-Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Themenfeldern gehören der Vergleich von Erst- und Zweitspracherwerb, die behavioristischen und nativistischen Erklärungsansätze für Sprachlernprozesse sowie didaktische Konsequenzen für den Schulalltag.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Spracherwerbshypothesen wissenschaftlich zu fundieren, um daraus konkrete Handlungsansätze für Lehrende in sprachlich heterogenen Klassen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Forschungsergebnisse und Theorien zur Zweitspracherwerbsforschung aufgearbeitet und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Definition des Spracherwerbs, eine theoretische Analyse der Kontrastiv-, Identitäts- und Interlanguage-Hypothese sowie deren Anwendungsmöglichkeiten im DaZ-Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Zweitspracherwerb, Interlanguage-Hypothese, Transfer, Interferenz und didaktische Konsequenzen bestimmt.

Was unterscheidet die Kontrastivhypothese von der Identitätshypothese?

Die Kontrastivhypothese betont den Einfluss der Erstsprache durch Transfer und Interferenz, während die Identitätshypothese annimmt, dass der Zweitspracherwerb universellen Prozessen folgt, ähnlich dem Erstspracherwerb.

Was ist unter dem Phänomen der Fossilierung in der Interlanguage-Hypothese zu verstehen?

Fossilierung bezeichnet den Prozess, bei dem Lernende ihre sprachliche Entwicklung stagnieren lassen, weil sie das Gefühl haben, die Zielsprache bereits ausreichend gut für die Kommunikation zu beherrschen.

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Details

Title
Spracherwerbshypothesen und deren Konsequenzen für den DaZ-Unterricht
College
Karlsruhe University of Education  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Course
Lern- und Kommunikationsstrategien in Schriftlicheit und Mündlichkeit
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
14
Catalog Number
V1022966
ISBN (eBook)
9783346420213
ISBN (Book)
9783346420220
Language
German
Tags
Spracherwerbshypothesen Deutsch als Zweitsprache DaZ-Unterricht Deutsch als Fremdsprache Theorien zum Spracherwerb Konsequenzen für den DaZ-Unterricht Erst- und Zweitspracherwerb
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Spracherwerbshypothesen und deren Konsequenzen für den DaZ-Unterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1022966
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