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Die Mykenische Silbenschrift Linear B. Eine Analyse

Titel: Die Mykenische Silbenschrift Linear B. Eine Analyse

Hausarbeit , 2017 , 23 Seiten , Note: 2+

Autor:in: Renate Rottlaender (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Thematik dieser Hausarbeit soll darin bestehen, auf das Schriftsystem, das nach Sir Arthur Evans (1851-1941) als Linear B bezeichnet wird, einzugehen. Linear B war eines der insgesamt drei Systeme in der prähistorischen Ägäis; die anderen beiden benannte Sir Arthur Evans als Hyroglyphisch und Linear A. Auch die Bezeichnung der 'Kretisch/Mykenischen Silbenschrift', die vom 15. - 12. Jh. v. Chr. verwendet wurde, prägte Sir Arthur Evans. Er führte in Knossos (Kreta) Ausgrabungen durch und benennt damit das Aussehen der einzelnen Linien der auf Tontäfelchen geritzten Schriftzeichen. Sir Arthur Evans entdeckte 1900 eine Anzahl Tontafeln, die mit für ihn unerklärlichen, mysteriösen Symbolen verzeichnet waren.

Von den drei Schriftsystemen ist für die einzelnen Systeme eine recht unterschiedliche Anzahl von Dokumenten enthalten. Für die Hyroglyphische sind ca. 400, für Linear A ca. 1400 und für Linear B ca. 5000 komplette und fragmentierte Textbelege bekannt. Die Texte sind auch unterschiedlich lang, am kürzesten sind die hyroglyphischen, am längsten die in Linear B. Betrachtet man die einzelnen Zeichen so sind in Hyroglyphisch ca. 2000 (2%), in Linear A ca. 8000 (ca. 11%) und in Linear B ca. 80.000 (87%) Zeichen belegt. Diese Unterschiede im verfügbaren Textmaterial tragen auch dazu bei, dass nur Linear B entziffert ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Entdeckung der Tontäfelchen

3 Silbenzeichen und Ideogramme der Linear B-Schrift

4 Aufzeichnungen und Verwaltung in mykenischen Palästen

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Schriftsystem Linear B im Kontext der mykenischen Palastkultur und analysiert, welche Rückschlüsse die auf Tontäfelchen überlieferten Verwaltungsaufzeichnungen auf die soziale und wirtschaftliche Struktur dieser Epoche zulassen.

  • Historische Entdeckung und Entzifferung der Linear B-Schrift
  • Funktionsweise des Schriftsystems (Silbenzeichen und Ideogramme)
  • Verwaltungsstrukturen und Agrarwirtschaft in den Palastzentren
  • Soziale Hierarchien und die Rolle verschiedener Bevölkerungsgruppen
  • Die Beziehung zwischen mykenischen Verwaltungstexten und homerischen Epen

Auszug aus dem Buch

3 Silbenzeichen und Ideogramme der Linear B-Schrift

Die meisten Tontäfelchen in Linear B wurden in den Archiven des Palastes von Pylos gefunden. Die Täfelchen haben häufig die Form eines Palmblattes, wurden aus Ton hergestellt, waren abhängig von der Behandlung des Tons und wurden meist dem Textumfang entsprechend angepasst. Falls zu Urkunden zusätzlich eine Summierungstafel angelegt und diese zusammen abgelegt werden sollten, zog man manchmal eine Gruppe kleiner Täfelchen (z.B. Serie Ed in Pylos) einer großen Tafel vor. Das größte bekannte Täfelchen hat eine Größe von 16 x 27 Zentimeter und ist ca. 3 Zentimeter dick, die meistens sind viel kleiner. (vgl. Chadwick, 1979, 47/48)

Die Tafelbezeichnungen, die für die Linear B-Texte festgelegt wurden, sind wie folgt: Zuerst steht das Kürzel für den Fundort bspw. PY für Pylos, KN für Knossos. Anschließend folgt die Serien-Angabe, sie wird durch einen Großbuchstaben und einen weiteren die Serie genauer bestimmenden Kleinbuchstaben gekennzeichnet und sagen aus, worum es in der Tafel geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der mykenischen Schriftkultur ein und erläutert die Forschungsfrage bezüglich des Schriftsystems Linear B.

2 Entdeckung der Tontäfelchen: Hier wird der historische Prozess der Entdeckung der Tontafeln durch Sir Arthur Evans sowie deren sukzessive Entzifferung durch Forscher wie Michael Ventris und John Chadwick beschrieben.

3 Silbenzeichen und Ideogramme der Linear B-Schrift: Dieser Abschnitt analysiert das Schriftsystem, die Bedeutung von Silben- und Bildzeichen sowie die methodischen Herausforderungen bei der Interpretation der Zeichen.

4 Aufzeichnungen und Verwaltung in mykenischen Palästen: Das Kapitel untersucht die spezifischen Verwaltungsabläufe, die Rolle der Schreiber und das soziale Gefüge innerhalb der mykenischen Palastwirtschaft.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die den hohen Stellenwert der Tontafeln als ökonomische Dokumente hervorhebt.

Schlüsselwörter

Linear B, Mykenische Kultur, Tontäfelchen, Sir Arthur Evans, Michael Ventris, Palastverwaltung, Silbenschrift, Ideogramme, Bronzezeit, Wirtschaftsgeschichte, Entzifferung, Pylos, Knossos, Agrarwirtschaft, Verwaltungsdokumente

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Schriftsystem Linear B, das während der mykenischen Palastzeit im östlichen Mittelmeerraum verwendet wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Schrift, ihre Entzifferung sowie die Auswertung der Tontafeln als Quellen für Wirtschaft und Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der Verwaltungstexte Einblicke in die soziale Struktur, die Agrarverhältnisse und das tägliche Leben der mykenischen Gesellschaft zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung und philologische Interpretation archäologischer Funde und bekannter Forschungsliteratur zur Linear B-Schrift.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden das Schriftsystem, die Entdeckungsgeschichte, die Verwaltungsstrukturen in den Palästen sowie die sozioökonomischen Aspekte wie Arbeitsteilung, Landbesitz und Religion analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Linear B, mykenische Kultur, Palastverwaltung, Entzifferung, Wirtschaftsgeschichte und administrative Dokumentation.

Warum war Linear B für die mykenische Gesellschaft so wichtig?

Die Schrift diente vor allem der effizienten Verwaltung von Warenströmen, Bestandsaufnahmen und der Kontrolle der königlichen Besitztümer in einer agrarisch geprägten Wirtschaft.

Welche Bedeutung haben die Ideogramme?

Ideogramme fungieren als Bildzeichen für konkrete Begriffe wie Tiere, Waren oder Maßeinheiten und erleichtern das schnelle Erfassen der meist quantitativen Daten auf den Täfelchen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Tontafeln und den Epen Homers?

Obwohl keine handelnden Personen der Epen sicher identifiziert werden können, zeigen sich sprachliche und inhaltliche Kontinuitäten, die auf eine gemeinsame, wenn auch über Jahrhunderte gewandelte Tradition hindeuten.

Was verraten die Tafeln über das Leben der einfachen Bevölkerung?

Die Texte geben punktuell Auskunft über Handwerker, Sklaven und landwirtschaftlich Tätige, wobei diese Informationen meist im Kontext ihrer administrativen Erfassung und Zuteilung stehen.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Mykenische Silbenschrift Linear B. Eine Analyse
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Historisches Institut)
Note
2+
Autor
Renate Rottlaender (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V1023987
ISBN (eBook)
9783346422521
ISBN (Buch)
9783346422538
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mykenische silbenschrift linear eine analyse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Renate Rottlaender (Autor:in), 2017, Die Mykenische Silbenschrift Linear B. Eine Analyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1023987
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Leseprobe aus  23  Seiten
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