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Polizeischutz für die Demokratie

Herausforderungen für die Polizei durch Protest, Populismus und Extremismus anhand des Protest Policing und der Rolle der Polizei im Versammlungsgeschehen

Title: Polizeischutz für die Demokratie

Scientific Essay , 2020 , 23 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tobias Hohenberger (Author)

Law - Miscellaneous
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Der wissenschaftliche Aufsatz setzt sich mit der Rolle der Polizei im Versammlungsgeschehen auseinander. Zunächst werden einige Begriffe beleuchtet und definiert. Im Anschluss wird die historische Entwicklung des Versammlungsrechts kurz dargestellt. Daran anschließend folgt die Betrachtung einiger rechtlicher Aspekte im Zusammenhang mit dem Versammlungsrecht. Die Rolle der Polizei im Versammlungsgeschehen stellt den nächsten Schwerpunkt der Arbeit dar. Die Nutzung sozialer Medien im Protest Policing rundet den Aufsatz ab, bevor dieser mit einem Fazit zu den vorgenannten Punkten schließt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Protest

2.2. Populismus

2.3. Radikalismus / Extremismus

2.4. Protest Policing

3. Historische Entwicklung des Versammlungsrechts

4. Rechtliche Gesichtspunkte

4.1. Europarechtliche Vorgaben

4.2. Art. 8 GG

4.3. Die Versammlungsgesetze der Länder am Beispiel des bayerischen Versammlungsgesetz (BayVersG)

4.4. Der Brokdorf-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG)

5. Die Rolle der Polizei im Versammlungsgeschehen

5.1. Regelungen im BayVersG

5.2. Rückgriff auf das allgemeine Polizeirecht

5.3. Abwägungen im Rahmen der praktischen Konkordanz

5.4. Selbstwahrnehmung der Polizei

5.4.1 Police Culture

5.4.2 Cop Culture

5.5. Herausforderungen für die Polizei im Umgang mit Menschenmengen

6. Polizeiliche Nutzung sozialer Medien im Protest Policing

6.1. Nutzung sozialer Medien in der Bevölkerung

6.2. Nutzung sozialer Medien durch Polizeibehörden

6.3. Problemstellungen im Zusammenhang mit der Nutzung sozialer Medien

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Herausforderungen, denen sich die Polizei im Kontext von Versammlungen und Protesten gegenübersieht, und analysiert, wie moderne Einsatzstrategien sowie rechtliche Rahmenbedingungen den polizeilichen Umgang mit derartigen Szenarien prägen.

  • Historische und rechtliche Grundlagen des Versammlungsrechts
  • Polizeiliche Einsatzstrategien und die Abwägung von Grundrechten
  • Einfluss von "Police Culture" und "Cop Culture" auf das polizeiliche Handeln
  • Herausforderungen durch dynamische Menschenmengen und Radikalisierungsprozesse
  • Nutzung und Risiken sozialer Medien im polizeilichen Protest Policing

Auszug aus dem Buch

2.4. Protest Policing

Der Begriff des Protest Policing geht auf della Porta zurück und beschreibt den polizeilichen Umgang mit und die Kontrolle von Protestierenden. Della Porta definiert Protest Policing als „the police handling of protest events – a more neutral description for what protestors usually refer to as ‘repression’ and the state as ‘law and order’“. Neben zahlreichen anderen Formen, bildet jedoch der polizeiliche Umgang mit Demonstrationen und anderen Protestaktionen den Kernbereich des Protest Policing.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese gibt einen historischen Überblick über die Entwicklung von Protesten in der Bundesrepublik Deutschland und skizziert die damit einhergehenden Wandlungsprozesse im polizeilichen Umgang mit Demonstrationen.

2. Begriffsbestimmungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Protest, Populismus, Radikalismus/Extremismus und Protest Policing definiert, um eine theoretische Grundlage für die weitere Analyse zu schaffen.

3. Historische Entwicklung des Versammlungsrechts: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese der Versammlungsfreiheit von der Französischen Revolution bis zur Etablierung des Grundgesetzes nach.

4. Rechtliche Gesichtspunkte: Es werden die europarechtlichen und nationalen verfassungsrechtlichen Grundlagen sowie spezifische Gesetze (wie das BayVersG) und richtungsweisende BVerfG-Entscheidungen erläutert.

5. Die Rolle der Polizei im Versammlungsgeschehen: Das Kapitel beleuchtet die praktische Umsetzung von Gesetzen, die Rolle der internen Polizeikultur sowie die psychologischen Anforderungen an Polizeiführungskräfte bei der Einsatzbewältigung.

6. Polizeiliche Nutzung sozialer Medien im Protest Policing: Hier wird der Einfluss der Digitalisierung auf das Protestverhalten und die Chancen sowie Risiken einer polizeilichen Präsenz in sozialen Medien diskutiert.

7. Fazit: Das Fazit resümiert die Komplexität des Protest Policing und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Fortbildung sowie einer ausgewogenen, transparenten Kommunikationsstrategie der Polizei.

Schlüsselwörter

Polizei, Protest Policing, Versammlungsrecht, Grundrechte, Demonstration, Polizei-Kultur, Cop-Culture, Soziale Medien, Deeskalation, Einsatzstrategien, Versammlungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Polizeiführung, Kommunikation, Menschenmengen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für die Polizei im Spannungsfeld zwischen der Wahrung der Versammlungsfreiheit und der Gewährleistung öffentlicher Sicherheit bei Protestveranstaltungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, die polizeiliche Einsatzkultur, der Umgang mit Menschenmengen sowie die Nutzung digitaler Medien im modernen Protest Policing.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Polizei durch professionelle Einsatzstrategien, rechtliches Fachwissen und eine deeskalierende Kommunikation einen vertrauensvollen Umgang mit Protestierenden erreichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle rechtliche Vorgaben, soziologische Konzepte und polizeifachliche Erkenntnisse miteinander verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Begriffe, die rechtliche Einordnung, die Analyse der polizeilichen Selbstwahrnehmung und die Untersuchung der Rolle sozialer Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Protest Policing, Versammlungsfreiheit, Polizei-Kultur, Deeskalation und Rechtsstaatlichkeit geprägt.

Welchen Einfluss hat die "Cop Culture" auf Polizeieinsätze?

Die Cop Culture prägt das gemeinsame Wissensverständnis und die Handlungsnormen innerhalb der Polizei, was das Verhalten in Stresssituationen während Versammlungen beeinflussen kann.

Warum ist die "praktische Konkordanz" für Polizeiführer relevant?

Sie ist notwendig, um bei Kollisionen von Grundrechten – etwa der Versammlungsfreiheit und der öffentlichen Sicherheit – eine verhältnismäßige Abwägung vorzunehmen, die den Schutz aller Beteiligten ermöglicht.

Wie sollten Polizeibehörden soziale Medien nutzen?

Soziale Medien sollten für eine proaktive und transparente Kommunikation genutzt werden, um Vertrauen aufzubauen, Falschinformationen entgegenzuwirken und das polizeiliche Handeln nachvollziehbar zu machen.

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Details

Title
Polizeischutz für die Demokratie
Subtitle
Herausforderungen für die Polizei durch Protest, Populismus und Extremismus anhand des Protest Policing und der Rolle der Polizei im Versammlungsgeschehen
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Polizeiwissenschaften
Grade
1,7
Author
Tobias Hohenberger (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V1024514
ISBN (eBook)
9783346420718
ISBN (Book)
9783346420725
Language
German
Tags
Polizei Versammlung Protest Populismus Extremismus Demo Protest Policing Demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Hohenberger (Author), 2020, Polizeischutz für die Demokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1024514
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