Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Theoretische Perspektiven des Lebenssinns. Eine psychologische Betrachtung

Title: Theoretische Perspektiven des Lebenssinns. Eine psychologische Betrachtung

Master's Thesis , 2018 , 110 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nadja Bürgle (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, einen Überblick über verschiedene Sinndefinitionen und -theorien sowie über die Forschung zu Sinnsuche und gefundenem Sinn zu schaffen. Hierfür wurden theoretische Perspektiven und empirische Befunde ausgewählt, die eine hohe Anerkennung unter Wissenschaftlern erfahren (z.B. Qualität der Fachzeitschriften, Zitationshäufigkeit) und thematisch unterschiedliche Teilbereiche von Lebenssinn abdecken. Dabei wurde weniger der Anspruch auf Vollständigkeit verfolgt. Stattdessen wurde versucht, die unterschiedlichen theoretischen Perspektiven und empirischen Befunde auf verständliche Weise miteinander zu verknüpfen

In dem ersten Kapitel dieser Arbeit werden verschiedene Definitionen von Lebenssinn zusammengefasst und integriert. Kapitel 2 beleuchtet drei theoretische Perspektiven auf Sinn: Die existentialistische Perspektive bietet den historisch ersten psychologischen Erklärungsversuch zu Sinn. Die kognitive Perspektive untersucht Sinn im Kontext von negativen Lebensereignissen und die narrative Perspektive erklärt, wie Sinn in unterschiedlichen Lebensphasen konstruiert wird.

In Kapitel 3 werden theoretische Ansätze und empirische Befunde zu Sinnsuche vorgestellt. Verschiedene theoretische Ansätze erklären, warum und wann Menschen nach Sinn suchen, wer nach Sinn sucht und welche Auswirkungen Sinnsuche haben kann. Kapitel 4 beinhaltet theoretische Ansätze und empirische Befunde zu gefundenem Sinn. Hierin wird insbesondere auf die Forschung zu Lebensbedeutungen von Tatjana Schnell und Kollegen sowie auf deren Entwicklung des Fragebogens zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn eingegangen.

In Kapitel 5 werden die wichtigsten Erkenntnisse der bisherigen Sinnforschung zusammengefasst, kritisch beurteilt und zukünftiger Forschungsbedarf aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Sinn definieren

1.1 Wortherkunft

1.2 Eindimensionale Sinndefinitionen

1.3 Mehrdimensionale Sinndefinitionen

1.4 Weitere Sinndimensionen

1.5 Zwischenfazit

1.6 Fragen zur Reflektion

2. Sinn theoretisch verstehen

2.1 Existentialistische Perspektive

2.2 Rezension der existentialistischen Perspektive

2.3 Kognitive Perspektive

2.4 Rezension der kognitiven Perspektive

2.5 Narrative Perspektive

2.6 Rezension der narrativen Perspektive

2.7 Zwischenfazit

2.8 Fragen zur Reflektion

3. Sinn suchen

3.1 Theoretische Perspektiven auf Sinnsuche

3.2 Definition und Messung

3.3 Forschung zu Zusammenhängen mit Sinnsuche

3.4 Kritik am Meaning in Life Questionnaire

3.5 Aktuelle theoretische Erklärungsansätze

3.6 Sinnsuche nach negativen Lebensereignissen

3.7 Zwischenfazit

3.8 Fragen zur Reflektion

4. Sinn finden

4.1 Theoretische Perspektiven auf gefundenen Sinn

4.2 Definition und Messung von Sinnquellen, Sinnerfüllung und Sinnkrisen

4.3 Forschung mit dem Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn

4.4 Forschung zu Zusammenhängen mit gefundenem Sinn

4.5 Zwischenfazit

4.6 Fragen zur Reflektion

5. Fazit

5.1 Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands

5.2 Zukünftiger Forschungsbedarf

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den psychologischen Forschungsgegenstand des Lebenssinns und schafft einen integrativen Überblick über verschiedene Definitionen, theoretische Modelle sowie empirische Befunde zu Sinnsuche und gefundenem Sinn, um ein fundiertes Verständnis über die subjektive Sinnkonstitution des Menschen zu vermitteln.

  • Psychologische Definitionen und Dimensionen von Lebenssinn
  • Existentialistische, kognitive und narrative theoretische Perspektiven
  • Prozesse der Sinnsuche im Kontext von negativen Lebensereignissen
  • Methoden zur Erfassung von Sinnquellen, Sinnerfüllung und Sinnkrisen
  • Zusammenhänge zwischen Lebenssinn, Wohlbefinden und psychischer Gesundheit

Auszug aus dem Buch

Existenzielle Indifferenz

Personen, die ihr Leben als wenig sinnerfüllt wahrnehmen und gleichzeitig nicht in einer Sinnkrise stecken, werden von Tatjana Schnell als „existenziell indifferent“ (2016, S. 86) bezeichnet. Existenzielle Indifferenz stellt, neben Sinnerfüllung und Sinnkrisen, eine dritte Erscheinungsform von Lebenssinn dar. Dieses Phänomen konnte erstmals mithilfe des LeBe erfasst werden (Schnell & Becker, 2007).

Existenziell indifferente Personen zeichnen sich u.a. durch die geringen Ausprägungen ihrer Sinnquellen aus. Ihre Ausprägungen sind geringer als die von sinnerfüllten Personen und ähneln den Ausprägungen von Personen, die in einer Sinnkrise stecken (Schnell, 2010). Diese Befunde können dahingehend interpretiert werden, dass existenziell indifferente Personen wenig Leidenschaft und Engagement in ihrem Leben zeigen. Es scheint, als wären ihnen der Sinn in ihrem Leben und die Themen, die anderen Menschen einen Sinn geben gleichgültig (Schnell, 2010, 2016). Dies erinnert an die innere Leere, die Frankl im Zusammenhang mit dem existenziellen Vakuum beschrieb. Ihm zufolge ist diese innere Leere auf den Verfall von Werten, Traditionen und Institutionen sozialer Einbindung zurückzuführen (vgl. Frankl, 1985/2015, Kapitel 2). Ähnlich wie Frankl kritisierte Abraham Maslow in den 60iger Jahren den Verlust von Werten in unserer Gesellschaft. Dieser Werteverlust habe eine langweilige, leidenschaftslose und gleichgültige Einstellung gegenüber dem Leben zur Folge. Maslow fasst zusammen: „Die Menschen bewundern nichts; es gibt nichts, wofür sie Opfer bringen, dem sie sich unterwerfen, wofür sie sterben würden“ (1964, S. 42). Diese Leere und Gleichgültigkeit zeigt sich möglicherweise auch bei den existenziell Indifferenten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Sinn definieren: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und verschiedene eindimensionale sowie mehrdimensionale psychologische Definitionen von Lebenssinn.

2. Sinn theoretisch verstehen: Hier werden die existentialistische, kognitive und narrative Perspektive vorgestellt, um ein umfassendes theoretisches Verständnis von Sinn zu etablieren.

3. Sinn suchen: Dieses Kapitel behandelt theoretische Ansätze und empirische Forschung zur Suche nach Sinn, insbesondere im Kontext von Belastungen.

4. Sinn finden: Hier werden theoretische Perspektiven auf gefundenen Sinn sowie Methoden zur Messung von Sinnquellen, Sinnerfüllung und Sinnkrisen diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Sinnforschung zusammen, kritisiert den aktuellen Forschungsstand und formuliert den zukünftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Lebenssinn, Sinnsuche, Sinnerfüllung, Sinnquellen, Existenzanalyse, Logotherapie, kognitives Sinnmodell, narrative Identität, Lebensgeschichte, Wohlbefinden, psychische Gesundheit, Sinnkrise, existenzielle Indifferenz, Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn, Viktor Frankl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine psychologische Betrachtung des Lebenssinns, indem sie theoretische Konzepte und empirische Befunde zu Sinnsuche und gefundenem Sinn zusammenfasst.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Sinn, theoretischen Erklärungsmodellen aus der Psychologie, der Rolle von Sinnsuche sowie der Bedeutung von Sinnquellen für die psychische Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen integrativen Überblick über verschiedene Sinndefinitionen und -theorien sowie die aktuelle Forschung zu Sinnsuche und gefundenem Sinn zu schaffen, der sowohl Fachleuten als auch interessierten Laien zugänglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse und Zusammenführung bestehender psychologischer Theorien und empirischer Studien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Perspektiven (existentialistisch, kognitiv, narrativ), die Mechanismen der Sinnsuche und die psychologischen Dimensionen des gefundenen Sinns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Lebenssinn, Sinnsuche, Sinnerfüllung, Sinnquellen und existenzielle Indifferenz.

Was unterscheidet Sinnerfüllung von einer Sinnkrise laut dem LeBe?

Sinnerfüllung ist eine meist unbewusste Bewertung des Lebens als sinnvoll, während eine Sinnkrise ein bewusst wahrgenommener Sinnmangel bei gleichzeitiger Sehnsucht nach Sinn ist.

Was versteht man unter „existenziellem Indifferentismus“?

Es handelt sich um ein Phänomen, bei dem Personen ihr Leben als wenig sinnerfüllt wahrnehmen, ohne jedoch unter einer akuten Sinnkrise zu leiden; sie zeigen oft geringe Ausprägungen in verschiedenen Sinnquellen.

Excerpt out of 110 pages  - scroll top

Details

Title
Theoretische Perspektiven des Lebenssinns. Eine psychologische Betrachtung
College
LMU Munich
Grade
1,0
Author
Nadja Bürgle (Author)
Publication Year
2018
Pages
110
Catalog Number
V1030338
ISBN (eBook)
9783346439710
ISBN (Book)
9783346439727
Language
German
Tags
theoretische perspektiven lebenssinns eine betrachtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nadja Bürgle (Author), 2018, Theoretische Perspektiven des Lebenssinns. Eine psychologische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1030338
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  110  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint