Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Sprachwandeltheorien am Beispiel von Bedeutungswandel

Titel: Sprachwandeltheorien am Beispiel von Bedeutungswandel

Ausarbeitung , 2018 , 37 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik des Sprachwandels. Dazu wurde der Frage nachgegangen, wie Sprachwandel erfolgt und welche Folgen daraus entstehen. Nach Betrachtungen zum semantischen Wandel, wurden anhand von Forschungsliteratur verschiedene Sprachwandeltheorien nachvollzogen. Durch das Erstellen eines semantischen Logbuches wurde eine Methode erlernt, an der die Verbreitung des Sprachwandels sichtbar gemacht werden kann.

Zunächst wird das semantische Logbuch bearbeitet, indem die geprüften Daten qualitativ und quantitativ ausgewertet werden. Bestimmte Verfahren semantischer Innovationen und Resultate von Bedeutungswandel werden im darauffolgenden Kapitel an Beispielen überprüft und zugeordnet. Die Texte von Damaris Nübling (2011), Rudi Keller (1995), Péter Maitz (2014) und Horst Haider Munske (2001), werden im Anschluss analysiert. Neben einer Rezension zu Nüblings Aufsatz bilden die Ergebnisse zu den Texten den größten Bestandteil der vorliegenden Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Auswertung des Semantische Logbuchs

3 Übungsergebnisse

3.1 Verfahren semantischer Innovationen

3.2 Resultate von Bedeutungswandel

4 Lektüreblock I: Keller: Sprachwandel, ein Zerrspiegel des Kulturwandels?

4.1 Beispiel der Verwandtschaftsbezeichnungen

4.2 Innovation Ü-30 Party

5 Lektüreblock II: Nübling: Die Pejorisierung der Frauenbezeichnungen als Zerrspiegel der Kultur und als Effekt männlicher Galanterie?

5.1 Die Bedeutungsentwicklung der Bezeichnung Frauenzimmer

5.2 Zusammenhang der Ergebnisse mit Damaris Nüblings Text

5.3 Theorien zum Pejorisierungs-Phänomen

6 Rezension zu Damaris Nübling

7 Lektüreblock III: Anglizismen im Deutschen

8 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Sprachwandelprozesse, insbesondere Bedeutungswandel, basierend auf empirischen Daten aus einem universitären Seminar sowie durch die Analyse einschlägiger Forschungsliteratur. Ziel ist es, Sprachwandeltheorien anhand praktischer Beispiele zu evaluieren und die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Mechanismen wie Pejorisierung und dem Einfluss von Anglizismen kritisch zu reflektieren.

  • Empirische Auswertung eines semantischen Logbuchs studentischer Belege
  • Analyse von Bedeutungswandelverfahren und Ergebnissen (Meliorisierung, Pejorisierung)
  • Kritische Diskussion kulturwissenschaftlicher Theorien zum Sprachwandel (Keller, Nübling)
  • Untersuchung der Rolle von Anglizismen in der modernen deutschen Sprache
  • Reflektion über sprachpflegerische Ideologien und Sprachverfallsthesen

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutungsentwicklung der Bezeichnung Frauenzimmer

Im Folgenden wird dem Bedeutungsentwicklung des Wortes Frauenzimmer nachgegangen. Dazu soll der Gebrauch des Wortes vom Mittelhochdeutschen bis zum Neuhochdeutschen rekonstruiert werden. Eine Verwendungsanalyse durch Sammeln von Belegsätzen soll nachvollziehen, ob die tatsächliche Verwendung des Wortes mit Angaben aus Wörterbüchern übereinstimmt.

Das Wort Frauenzimmer entstammt vom mittelhochdeutschen Wort vrouwenzimmer und bedeutete Frauengemach und die Gesamtheit der dort wohnenden weiblichen Personen. Im digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache liest man, dass Frauenzimmer im 15. Jahrhundert das Gemach der Herrin oder der Aufenthaltsraum der Frau ist. Erst seit dem 16. Jahrhundert wandelt sich die Bezeichnung hin zu den sich dort aufhaltenden Frauen, also das weibliche Hofgefolge oder die weibliche Dienerschaft. Im 17. Jahrhundert geht die Bezeichnung zur Frau als Einzelwesen über. Hatte das Wort Frauenzimmer im 18. Jahrhundert noch eine neutrale Verwendung, wird seit dem 19. Jahrhundert das Wort eher in scherzhafter oder geringschätziger Weise verwendet. Seit dem 20. Jahrhundert wird das Wort nur noch sehr selten, meist im mündlichen Sprachgebrauch und vordergründig von älteren Sprechern verwendet. Im Duden ist die Bedeutung in abwertender Weise für liederlich, leichtfertig oder ähnlich angesehene weibliche Person beschrieben. Daneben als veralteter und landschaftlich gebrauchter Ausdruck für eine weibliche Person.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Kontext des Seminars ein und beschreibt die methodische Vorgehensweise, bestehend aus der Erstellung eines semantischen Logbuchs und der theoretischen Literaturanalyse.

2 Auswertung des Semantische Logbuchs: Hier werden 50 gesammelte Belege qualitativ und quantitativ analysiert, um lexikalische Innovationen zu identifizieren und die Verbreitung sowie Bewertung neuer Ausdrücke durch die Studierenden zu bewerten.

3 Übungsergebnisse: Das Kapitel veranschaulicht anhand verschiedener Beispiele die unterschiedlichen Verfahren semantischer Innovationen und deren konkrete Bedeutungsergebnisse im Sprachgebrauch.

4 Lektüreblock I: Keller: Sprachwandel, ein Zerrspiegel des Kulturwandels?: Eine kritische Auseinandersetzung mit der These, dass Sprachwandel ein direktes Abbild von Kulturwandel darstellt, exemplifiziert an Verwandtschaftsbezeichnungen und dem Begriff „Ü-30 Party“.

5 Lektüreblock II: Nübling: Die Pejorisierung der Frauenbezeichnungen als Zerrspiegel der Kultur und als Effekt männlicher Galanterie?: Eine detaillierte Untersuchung der Pejorisierung von Frauenbezeichnungen, wobei insbesondere der Begriff „Frauenzimmer“ analysiert wird, um Nüblings Thesen zu bestätigen oder zu hinterfragen.

6 Rezension zu Damaris Nübling: Eine kritische Rezension des Aufsatzes von Damaris Nübling, die ihre wissenschaftliche Vorgehensweise und Argumentationsstruktur hinsichtlich der Pejorisierung von Frauenbezeichnungen bewertet.

7 Lektüreblock III: Anglizismen im Deutschen: Eine kritische Diskussion über die Verwendung von Anglizismen, die sprachpuristische Positionen hinterfragt und das Phänomen als natürlichen Bestandteil dynamischer Sprachentwicklung einordnet.

8 Resümee: Dieses Kapitel reflektiert den Erfolg und die methodische Vielfalt des Seminars sowie die persönliche Erkenntnisgewinnung der Studierenden.

Schlüsselwörter

Sprachwandel, Bedeutungswandel, semantisches Logbuch, Pejorisierung, Anglizismen, Sprachpurismus, Kulturwandel, Frauenbezeichnungen, Lexikologie, historische Semantik, Sprachsoziologie, Innovation, Sprachverfall, Sprachpflege, Sprachkontakt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten des Sprachwandels, mit einem besonderen Fokus auf dem Bedeutungswandel im Deutschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die empirische Analyse neuer Wortbildungen, die kritische Diskussion wissenschaftlicher Sprachwandeltheorien sowie die Untersuchung soziolinguistischer Phänomene wie Pejorisierung und den Einfluss des Englischen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, theoretische Sprachwandelmodelle anhand von eigenen, im Seminar gesammelten Daten und durch die Analyse fachwissenschaftlicher Literatur zu prüfen und zu reflektieren.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?

Es wird eine Kombination aus qualitativer und quantitativer Datenanalyse (im semantischen Logbuch) sowie eine Literaturanalyse und kritische Rezension wissenschaftlicher Texte angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Auswertung studentischer Belege, die theoretische Auseinandersetzung mit Werken von Keller und Nübling zur Sprachgeschichte sowie die Diskussion über Anglizismen und Sprachpurismus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Besonders prägend sind Begriffe wie Sprachwandel, Bedeutungswandel, Pejorisierung, Anglizismen und die kritische Reflektion von Sprachideologien.

Wie wird der Begriff „Frauenzimmer“ im Dokument bewertet?

Die Autorin stellt fest, dass sich Nüblings These einer generellen Pejorisierung bei diesem Wort nicht eindeutig bestätigen lässt, da es auch in aktuellen, neutralen oder positiven Kontexten verwendet wird.

Welche Position vertritt die Arbeit zur Verwendung von Anglizismen?

Die Arbeit positioniert sich gegen die Ideologie des Sprachpurismus und betrachtet Anglizismen als kreative und notwendige Bereicherung der deutschen Sprache, die lebendig und innovativ wirkt.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprachwandeltheorien am Beispiel von Bedeutungswandel
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
37
Katalognummer
V1033317
ISBN (eBook)
9783346442826
ISBN (Buch)
9783346442833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sprachwandeltheorien beispiel bedeutungswandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Sprachwandeltheorien am Beispiel von Bedeutungswandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033317
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  37  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum