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Das situative Führungskonzept von Fred Fiedler. Hilfestellung für Führungskräfte in der Verwaltung?

Titel: Das situative Führungskonzept von Fred Fiedler. Hilfestellung für Führungskräfte in der Verwaltung?

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna-Lena Wiegand (Autor:in)

Führung und Personal - Personalführung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit beleuchtet die Frage, ob und welche situativen Einflussfaktoren den Erfolg eines Teams in der öffentlichen Verwaltung aus Sicht der jeweiligen Führungskraft bewirken können. Sie thematisiert die Forschungsfrage auf Basis der Überlegungen des Kontingenzmodells von Fred Fiedler.

Die Führungsqualität in einem Unternehmen ist der wohl entscheidendste Faktor für langfristigen Unternehmenserfolg. Die Frage, ob und welche Führungskonzepte und -stile dafür erfolgsversprechender sind, sorgt in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) seit Jahrzehnten sowohl in der Praxis, als auch in der Wissenschaft für Diskussionsstoff. Diese anhaltende Diskussion zeigt die Aktualität und Brisanz der Thematik über Führungskonzepte, mit der sich die vorliegende Arbeit beschäftigt. Es existieren zahlreiche Forschungstheorien und Empirie über diverse Führungsstile sowie deren jeweilige Vorteile, Probleme und Wirksamkeit, jedoch mit teils widersprüchlichen Ergebnissen.

Einigkeit besteht darin, dass erfolgreiche Führung eine Aufgaben- und gleichzeitig Mitarbeiterorientierung braucht. Mit der Frage, ob allerdings in jeder Situation beide Faktoren gleich wichtig sind, beschäftigen sich die Führungstheorien der sogenannten Kontingenztheorien. Eine der ersten und daher wohl am besten empirisch und wissenschaftlich fundierte Kontingenztheorie stammt von Fred Fiedler anno 1967. Er hat sich primär auf den Zusammenhang zwischen der Mitarbeiterorientierung und der Gruppenleistung fokussiert. Diese Theorie ist zumeist lediglich im Kontext mit Unternehmen der freien Wirtschaft wissenschaftlich untersucht worden. Hingegen ist die Analyse der Anwendbarkeit dessen für Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung ein offenes Forschungsfeld.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Führung

2.2 Führungsstil

2.3 Situative Führung

3 Einflussfaktoren der situativen Führung

4 Kontingenzmodell von Fiedler

5 Chancen und Risiken

5.1 Öffentliche Verwaltung

5.2 Kann das Führungskonzept von Fiedler dabei eine Hilfestellung darstellen?

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf literaturbasierter Grundlage, inwieweit das situative Führungskonzept nach Fred Fiedler als Hilfestellung für Führungskräfte in der öffentlichen Verwaltung dienen kann, indem sie die Kontingenztheorie in den Kontext des bürokratischen Organisationsmodells setzt.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Führung, Führungsstil und situativer Führung
  • Untersuchung der Einflussfaktoren und des Kontingenzmodells von Fiedler
  • Darstellung des Bürokratiemodells nach Max Weber als Leitbild der öffentlichen Verwaltung
  • Kritische Analyse der Übertragbarkeit des Fiedler-Modells auf die öffentliche Verwaltung
  • Diskussion von Chancen und Risiken moderner Führungsansätze im Verwaltungskontext

Auszug aus dem Buch

4 Kontingenzmodell von Fiedler

Wie im vorherigen Kapitel erkennbar, stellt die zentrale Bedeutung der situativen Einflüsse auf den Führungserfolg, der sog. Kontingenzfaktoren, ein wichtiges Kennzeichen der Kontingenztheorien der Führung dar. Verschiedene Führungsstile sind demnach in unterschiedlichen Situationen unterschiedlich effizient.

Als Pionier dieser Kontingenzmodelle wird Fiedler mit seiner vielbeachteten Kontingenztheorie betrachtet. Er differenziert u. a. einen aufgaben- und einen mitarbeiterorientierten Führungsstil. Der Führungserfolg der entsprechend eingestellten Führungskraft wird nach Fiedler von der sog. situativen „Günstigkeit“ bestimmt. Besonderheit des Kontingenzmodells von Fiedler ist dabei sein entwickelter sog. LPC-Fragebogen zur Messung des Führungsstils. LPC bedeutet „Least Preferred Coworker“. Die Führungskraft soll sich demnach den Mitarbeitern vorstellen, mit dem sie am wenigsten gerne zusammen arbeitet. Dieser Mitarbeiter ist sodann auf insgesamt 16 Adjektivpaare einzuschätzen. Zwischen den konträren Adjektivpaaren sind je die Ziffern von eins bis acht im entsprechenden Test anzukreuzen. Anschließend werden die Punkte für die positiven sowie auf die negativen Begriffe addiert und der LPC-Wert danach berechnet. Je höher der LPC-Wert, desto eher ist die Führungskraft beziehungsmotiviert. Ein hoher Wert sagt nach Fiedler aus, dass die Führungskraft selbst den von ihr am wenigsten geschätzten Mitarbeiter noch relativ positiv beurteilt. Dies drückt nach Fiedler eine hohe Mitarbeiterorientierung aus. Ein geringer LPC-Wert bedeutet hingegen eine hohe Aufgabenorientierung (Fiedler 1967).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht den Stellenwert guter Führung und führt in die Thematik der Kontingenztheorien sowie die Forschungsfrage der Übertragbarkeit auf die öffentliche Verwaltung ein.

2 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel klärt die für die Untersuchung zentralen Begriffe Führung, Führungsstil und situative Führung als theoretisches Fundament.

3 Einflussfaktoren der situativen Führung: Hier werden die situativen Merkmale sowie die für eine situative Führung erforderlichen Kompetenzen der Führungskraft analysiert.

4 Kontingenzmodell von Fiedler: Das Kapitel stellt Fiedlers Kontingenztheorie, den LPC-Wert zur Messung des Führungsstils und die Faktoren der Situationskontrolle vor.

5 Chancen und Risiken: Nach einer Definition der öffentlichen Verwaltung und des Bürokratiemodells wird die Anwendbarkeit des situativen Führungskonzepts in diesem Kontext kritisch beleuchtet.

6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Ansatz nur begrenzt mit der starren Hierarchie der Verwaltung vereinbar ist, aber Modernisierungspotenziale aufzeigt.

Schlüsselwörter

Situative Führung, Kontingenzmodell, Fred Fiedler, Öffentliche Verwaltung, Bürokratiemodell, Führungskompetenz, Führungsstil, LPC-Wert, Mitarbeiterorientierung, Aufgabenorientierung, Organisationserfolg, Personalmanagement, New Public Management, Verwaltungswissenschaft, Führungserfolg.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie das situative Führungskonzept von Fred Fiedler Führungskräften in der öffentlichen Verwaltung als Hilfestellung dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themenfelder sind Führungstheorien, insbesondere die Kontingenztheorie, das Bürokratiemodell nach Max Weber sowie die Spezifika der Personalführung in der öffentlichen Verwaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der situativen Führung von Fiedler mit der Realität der bürokratischen Organisationsstruktur abzugleichen, um Potenziale und Grenzen für die Verwaltungspraxis aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturgestützten Analyse, die bestehende Führungstheorien und verwaltungswissenschaftliche Modelle gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffsdefinitionen und Einflussfaktoren der situativen Führung erörtert, das Kontingenzmodell von Fiedler detailliert erläutert und dieses anschließend kritisch auf das Bürokratiemodell der öffentlichen Verwaltung angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Situative Führung, Kontingenzmodell, Fiedler, öffentliche Verwaltung, Bürokratiemodell und Mitarbeiterorientierung sind die prägendsten Begriffe.

Warum ist das Bürokratiemodell nach Max Weber für diese Untersuchung relevant?

Das Modell nach Max Weber bildet die historische und organisationstheoretische Basis der öffentlichen Verwaltung und dient als Vergleichsfolie, um die Kompatibilität mit modernen situativen Führungsansätzen zu prüfen.

Was ist die wesentliche Schlussfolgerung hinsichtlich der Anwendbarkeit des Fiedler-Modells?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Ansatz von Fiedler aufgrund der starren, hierarchischen Strukturen der Verwaltung nicht direkt übertragen lässt, jedoch Ansätze zur Modernisierung und Aufweichung dieser Strukturen bieten kann.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das situative Führungskonzept von Fred Fiedler. Hilfestellung für Führungskräfte in der Verwaltung?
Hochschule
Universität Kassel  (Managementschool)
Note
1,3
Autor
Anna-Lena Wiegand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1033465
ISBN (eBook)
9783346443601
ISBN (Buch)
9783346443618
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Personalführung Fiedler Öffentliche Verwaltung Führungskräfte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Wiegand (Autor:in), 2019, Das situative Führungskonzept von Fred Fiedler. Hilfestellung für Führungskräfte in der Verwaltung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1033465
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Leseprobe aus  19  Seiten
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