Zu Beginn der 80er Jahre wurde ITIL entworfen und hat sich seitdem stetig an den Wandel angepasst. So auch im Jahr 2019, als die Version 4 das bis dahin geltende ITIL V3 ablöste. Nun stehen IT-Berater vor der Herausforderung, beide Versionen zu studieren und die bedeutenden Unterschiede herauszuarbeiten.
Ziel der Arbeit ist es, die Unterschiede zwischen den ITIL-Versionen hervorzuheben und somit dem Team zu verdeutlichen, welche Prozesse im Unternehmen betroffen sind und wie die Änderungen, aufbauend auf den ITIL v3 Practices, umgesetzt werden können. Aufgrund dieser Arbeit kann das Team die Prozesse schnellstmöglich anpassen und dem Kunden weiterhin die aktuellsten und besten Lösungen bieten.
Die Arbeit ist in fünf Teile unterteilt. Zu Beginn der Arbeit wird die Problemstellung des Teams beleuchtet. Anschließend wird darauf eingegangen, was ITIL ist und wie es sich im Laufe der Zeit weiterentwickelte. Um nun das Problem zu lösen, wird die aktuelle ITIL 4 Version der Version ITIL v3 gegenübergestellt. Hierbei wird ein besonderer Blick auf den Aufbau und den Inhalt der jeweiligen Version geworfen. Danach werden die Unterschiede hervorgehoben. Um eine Handlungsempfehlung für das Team aussprechen zu können, wird erörtert, welche Änderungen sich ergeben und wie man diese im Unternehmen umsetzen kann. Abschließend wird ein Fazit gezogen und die Ergebnisse reflektiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung des Teams
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition von ITIL
2.2 Historie von ITIL
3 ITIL v3 vs. ITIL 4
3.1 Struktur von ITIL v3
3.2 Inhalte von ITIL v3
3.2.1 Service Strategy
3.2.2 Service Design
3.2.3 Service Transition
3.2.4 Service Operation
3.2.5 Continual Service Improvement
3.3 Struktur von ITIL 4
3.3.1 Servicewertesystem
3.3.2 Vier-Dimensionen-Modell
3.4 Inhalte von ITIL 4
3.4.1 Allgemeine Management-Praktiken
3.4.2 Service-Management-Praktiken
3.4.3 Technische Management-Praktiken
3.5 Unterschiede zwischen ITIL v3 und ITIL 4
3.5.1 Unterschiede in der Struktur
3.5.2 Unterschiede in den Inhalten
4 Handlungsempfehlung für Unternehmen
4.1 Umsetzung der Praktiken
4.1.1 Entwerfen eines einheitlichen Risk Registers
4.1.2 Einführung eines Organizational Change Management Team
4.1.3 Entwerfen eines Cloud Management Systems
4.2 Zertifizierungen
5 Zusammenfassung
5.1 Kritische Reflektion der eignen Ergebnisse
5.2 Fazit
5.3 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der vorliegenden Projektarbeit ist die Analyse der wesentlichen Unterschiede zwischen ITIL v3 und ITIL 4, um auf dieser Basis konkrete Handlungsempfehlungen für die IT-Governance-Abteilung der Atos Information Technology GmbH zur Prozessanpassung und -modernisierung abzuleiten.
- Historische Entwicklung und Grundlagen von ITIL
- Strukturelle Gegenüberstellung von Service-Lifecycle (v3) und Service Value System (ITIL 4)
- Vergleich der ITIL-Kerninhalte: Von 26 Prozessen zu 34 Management-Praktiken
- Konzeptionelle Einführung eines einheitlichen Risk Registers
- Implementierung von Organizational Change Management und Cloud Management Systemen
Auszug aus dem Buch
Organizational Change Management
Die Organizational Change Management Praktik ist ein Gesichtspunkt, der mit ITIL 4 neu zur Bibliothek hinzugekommen ist. Beim ersten Betrachten des Namens ist anzunehmen, dass es dem Change-Prozess, welchen man aus ITIL v3 kennt, ähnelt. Allerdings ist dies nicht der Fall. Während sich der Change-Prozess mit der Vermeidung von Störungen in Zusammenhang mit durchgeführten Änderungen auf betriebstechnischer Basis beschäftigt, setzt sich die Organizational Change Management Praktik mit personellen, organisatorischen Änderungen innerhalb der Organisation auseinander. Die Praktik spielt oft mit anderen zusammen, wie dem Continual Service Improvement oder dem Project Management. Das Organizational Change Management setzt sich zur Aufgabe, eine vorteilhafte Änderung in der Organisationsebene reibungslos umzusetzen. Zu den Aufgaben gehören, alle Bereiche zu identifizieren die vom Change betroffen sind, Widerstände durch Kommunikation oder Fachberater zu beseitigen und nachhaltig umzusetzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Unternehmens ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, die Relevanz der ITIL-Versionen für die Arbeit des Teams zu evaluieren.
2 Grundlagen: Hier werden Definition, Ursprung und die historische Evolution von ITIL von der ersten Version bis hin zum modernen ITIL 4 dargestellt.
3 ITIL v3 vs. ITIL 4: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die strukturellen und inhaltlichen Unterschiede zwischen dem Service-Lifecycle-Modell von v3 und dem ganzheitlichen Ansatz von ITIL 4.
4 Handlungsempfehlung für Unternehmen: Basierend auf der Analyse werden konkrete Vorschläge zur Etablierung eines Risk Registers, eines Organizational Change Management Teams sowie eines Cloud Management Systems unterbreitet.
5 Zusammenfassung: Abschließend werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, ein Fazit gezogen und Potenziale für die zukünftige Entwicklung skizziert.
Schlüsselwörter
ITIL, ITIL v3, ITIL 4, IT-Service-Management, Servicewertesystem, Vier-Dimensionen-Modell, Service Lifecycle, IT-Governance, Risk Management, Organizational Change Management, Cloud Management Plattform, Best Practices, Prozessoptimierung, Atos, IT-Beratung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit?
Die Arbeit untersucht die Transformation von ITIL v3 zu ITIL 4 und bewertet die Auswirkungen dieses Wechsels auf die Arbeitsprozesse innerhalb der Abteilung für IT-Governance der Atos Information Technology GmbH.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf den Vergleich der ITIL-Framework-Strukturen, die Analyse neuer Management-Praktiken und die praktische Anwendung von ITIL-Methoden im Unternehmenskontext.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Team eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten, um Prozesse effizient an die moderne ITIL 4-Version anzupassen und somit die Wertschöpfung für Kunden zu maximieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der offiziellen AXELOS-Publikationen sowie einem Vergleich der Prozess-Strukturen beider ITIL-Versionen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Service-Lifecycle-Modell von ITIL v3 dem Servicewertesystem und dem Vier-Dimensionen-Modell von ITIL 4 gegenübergestellt sowie die 34 neuen Management-Praktiken vorgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte umfassen ITIL, IT-Service-Management, Governance, Risk Management und Cloud Management.
Warum wird die Einführung eines Risk Registers empfohlen?
Die Arbeit argumentiert, dass durch ITIL 4 ein einheitlicher Standard notwendig wird, um die derzeitige individuelle und ineffiziente Verwaltung von Projektrisiken zu vermeiden und Kosten zu senken.
Welchen Mehrwert bietet das Organizational Change Management?
Es unterstützt das Team dabei, Widerstände innerhalb der Organisation bei technologischen oder strukturellen Änderungen proaktiv durch Kommunikation und Sensibilisierung abzubauen.
Welche Rolle spielen Cloud Management Plattformen in dieser Arbeit?
Angesichts der wachsenden IT-Infrastruktur bei Atos werden diese Plattformen als Werkzeug empfohlen, um Multi-Cloud-Umgebungen effizient zu steuern und manuelle Verwaltungsaufgaben zu automatisieren.
Sind alle ITIL v3 Zertifizierungen bei einem Upgrade wertlos?
Nein, die Arbeit betont, dass viele Grundkenntnisse ihre Gültigkeit behalten und eine flächendeckende Neuzertifizierung aller Mitarbeiter aufgrund der Kosten-Nutzen-Relation oft nicht notwendig ist.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, IT-Prozesse im Wandel. Ein Leitfaden für das Upgrade von ITIL v3 auf ITIL 4, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1034470