Die deutsche Kaiserzeit von Karl dem Großen zu Heinrich V


Referat / Aufsatz (Schule), 2000

5 Seiten, Note: 1


Gratis online lesen

Die Deutsche Kaiserzeit von Karl dem Großen zu Heinrich V

Karl I, der Große

Karl der Große wurde am 2. April 747 als ältester Sohn des späteren Königs Pippin geboren. Zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder wurde er am 28.7.754 zum König gesalbt und nach dem Tod des Vaters mit dem Bruder am 9.10.768 zum fränkischen König erhoben. Mach dem Tod seines Bruders konnte er sich als Alleinherrscher der Errichtung eines Großreiches widmen, das nahezu das ganze Abendland umfaßte. Nach einem 30jährigen Krieg beispielsweise gliederte er die Sachsen ein und durch deren Zwanschristianisierung und der Errichtung von Marken sicherte er die Grenzen und festigte so sein Reich. Nach diesen Taten wurde er am 24.12.8000 von Papst Leo III in Rom zum Kaiser gekrönt. Somit ging das römische Kaisertum auf die Franken über und der Herrscher war der christlichen Einheit Europas verpflichtet. Unter Ausschaltung des päpstlichen Anspruchs krönte er am 11.9.813 seinen einzigen noch lebenden Sohn Ludwig den Frommen zum Mitkaiser. Nach einer schweren Lungenentzündung starb Karl am 28.01.814 in Aachen. Auf Veranlassung Kaiser Friedrich I Barbarossas wurde er am 29.12.1165 von Papst Paschalis III heilig gesprochen.

Ludwig der Fromme

Sein Sohn und Nachfolger Ludwig der Fromme wurde im Jahre 778 in Vienne geboren. Schon im Alter von 3 Jahren wurde er zum Unterkönig von Aquitanien erhoben und im 813 von seinem Vater zum Mitkaiser gekrönt. Nach Karls Tod führte er ein umfassendes Reformprogramm im Gesamtreich durch. Dieses Programm war gekennzeichnet von der Konsolidierung der karolingischen Macht und der Unifizierung des Reiches z.B. durch die Institutionalisierung der politischen Funktionen. Ludwigs Programm scheiterte, weil er seinem vierten Sohn Karl dem Kahlen einen in der Thronfolgeordnung nicht vorgesehenen Reichsteil verschaffte und somit einen Bruderschaftskrieg zwischen seinen Söhnen auslöste. Eine Palastrevolution und die Gefangennahme Ludwigs waren die Folge und die politische Einheit zerbrach in den Wirren von 830-840. Ludwig wurde von seinen Söhnen abgesetzt jedoch bald darauf wieder eingesetzt, da den Brüdern die Macht Lothars, der schon 817 zum Mitkaiser gekrönt worden war, zu groß erschien. Ludwig der Fromme starb am 20. Juni 840 bei Ingelheim.

Lothar I

Ludwigs Sohn und Nachfolger Lothar I wurde im Jahre 795 als ältester Sohn geboren und wuchs in Aquitanien auf. Nach dem Regierungsantritt seines Vaters im Gesamtreich wurde er zunächst 815 zum Unterkönig in Bayern und im Juli 817 zum Mitkaiser gekrönt. Im August 824 verkündete Lothar die „Constitutio

Romana“, die die römischen und italienischen Verhältnisse, insbesondere zwischen Papst und Kaiser regelte und die kaiserliche Aufsicht in Rom und Italien stärken sollte. Nach dem Tod seines Vaters beanspruchte Lothar die vollen Kaiserrechte wie in der „ordinatio imperii“ festgelegt und geriet damit in Opposition zu Ludwig dem Deutschen und Karl dem Kahlen, denen er 841 in offener Feldschlacht bei Fontenoy unterlag. Nachdem die Brüder Frieden geschlossen hatten, regelte der Vertrag von Verdun die Teilung des Reiches. Nach 840 übertrug Lothar seinem Sohn Ludwig II die Herrschaft in Italien und teilte sein eigenes Mittelreich zwischen diesem und seinen beiden anderen Söhnen Lothar II und Karl von der Provence auf. Am 23.09.855 wurde Lothar Mönch im Kloster Prüm und starb dort 6 Tage später.

Ludwig II

Nach ihm kam Ludwig II an die Macht, der als sein ältester Sohn zwischen 822 und 825 geboren wurde. Ab 840 wuchs er in die Rolle eines fränkischen Unterkönigs hinein und zog 844 mit einem Heer nach Rom, weil dort die Bestimmungen der „Constitutio Romana“ nicht beachtet worden waren. 850 wurde er zum Mitkaiser gesalbt und am 29.September 855 zum Kaiser gekrönt. Die Übernahme der Herrschaft in Italien führte zu einer stärkeren Einflußnahme in Rom sowie zu einer expansiven Eroberungspolitik in Süditalien. Der Erfolg endete im Jahre 871, als Adelchis von Benevent den Kaiser für 5 Wochen gefangen nahm und seinen Eid, nie mehr nach Benevent zurückzukehren, erzwang. 4 Jahre später, am 12. August 875 starb Ludwig in der Nähe von Brescia. Da er nur 2 Töchter aber keinen Thronfolger hatte, machten sich sowohl Karl der Kahle als auch Ludwig der Deutsche Hoffnungen auf die Nachfolge.

Karl der Kahle

Letztendlich konnte sich Karl der Kahle, der am 13.06.823 in Frankfurt am Main geboren wurde, durchsetzen. Aus dem vorhin erwähnten Bruderschafts- krieg ging er als König als König von Westfranken hervor und erhielt zudem ganz Westgallien sowie Aquitanien. Die Verträge von Straßburg, Verdun und Mersen sicherten seine Herrschaft in Westfranken. Nach dem Tod seines Neffen Kaiser Ludwig II erbte er dessen Besitztümer und wurde am 25.12.875 zum Kaiser gekrönt. Im Zuge der imperialen Politik bringt Karl die westfrän-kischen Großen gegen sich auf, jedoch kommt es nicht mehr zur Austragung der Machtprobe, weil Karl auf seiner Rückkehr aus Italien am 6.10.877 in einer Hütte in den Savoyer Bergen stirbt. Er gilt als der erste französische König.

Karl der Dicke

Sein Nachfolger wurde Karl der Dicke, der im Jahre 839 als jüngster Sohn Ludwigs des deutschen geboren wurde. Als nach dem Tod von Kaiser Ludwig II im Jahre 875 Ost- und Westfranken um die Nachfolge konkurrierten, wurde Karl von seinem Vater nach Oberitalien geschickt, aber er konnte sich nicht gegen den westfränkischen König Karl den Kahlen durchsetzen. 880 wurde er zum König von Italien gesalbt, weil sein Bruder Karlmann nach einer schweren Krankheit regierungsunfähig war. 1 Jahr später, am 12. Februar 881 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt und vereinigte nach dem Tod seines Bruders Ludwig und des Königs der Westfranken das gesamte Frankenreich in seiner Hand. Der Versuch Karls, seinem illegitimen Sohn Bernhard den Thronanspruch zu sichern und somit die Nachfolge seines Neffen Arnulfs zu verhindern, scheiterte. Als die Nachfolgefrage immer dringender wurde adoptierte er im Mai 887 einen Enkel Ludwigs II, aber die große Unzufriedenheit im reich führte dazu, daß er im November 887 abgesetzt und Arnulf als König ausgerufen wurde. Karl zog sich nach Alemannien zurück, wo er am 13. Januar 888 in Neudingen an der Donau starb.

Arnulf von Kärnten

Danach kam Arnulf von Kärnten, der um 850 geboren wurde, an die Macht. Der uneheliche Sohn des ostfränkischen Königs Karlmann wurde 876 Präfekt Pannioniens und Karantaniens und 877 ostfränkischer König. Zudem wurde er 896 zum letzten Kaiser aus karolingischem Haus gekrönt. Schon 3 Jahre später, am 8.12.899, verstarb er in Regensburg.

Otto I, der Große

Der nächste deutsche Kaiser am erst wieder im Jahre kam erst wieder im Jahre 962 auf den Kaiserthron. Otto I, der Große aus dem Geschlecht der Ottonen wurde am 23. November 912 als Sohn des späteren deutschen Königs Heinrich I geboren. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 936 deutscher und 951 italienischer König. Im Jahre 955 besiegte er in der „Schlacht auf dem Lechfeld“ nach schweren Kämpfen die Ungarn, die in den vergangenen 60 Jahren immer wieder Raub- und Verwüstungszüge in Bayern durchgeführt hatten. Außerdem hatte er durch die Gründung des Erzbistums Magdeburg das römische Kaisertum wiederbegründet und wurde zum Dank für seine Förderung der Kirche am 2. Februar 962 von Papst Johannes XII zum Kaiser gekrönt. Im ottonisch-salischen Reichskirchensystem zog er kirchliche Dignitäre zur Reichsverwaltung heran um dadurch der Vererblichung im Lehenswesen entgegenzuwirken. Er verstarb am 7. Mai 973 in Memleben.

Otto II

Sein Sohn und Nachfolger Otto II wurde Ende 955 geboren. In Aachen fand im Mai 961 seine Königskrönung statt. Das einzige Doppelkaisertum der deutschen Kaiserzeit begann mit der Krönung Ottos II am 25.12.967 in Rom - noch zu Lebzeiten seines Vaters. Nach dem Tod des Vaters griff er mehrmals in Rom ein, förderte Wissenschaften und wurde in seinen letzten Jahren in einen unglücklichen Krieg um Süditalien verstrickt und nahm 982 den Titel

„imperator Romanorum“ an. An Malaria erkrankt konnte er noch im Frühjahr 983 auf einem Reichstag in Verona die Wahl seines erst 3jährigen Sohnes Otto III zum deutschen und italienischen König erlangen, ehe er am 7.12.983 in Rom starb.

Otto III

Weil Otto III, der im Juni oder Juli 980 geboren wurde, zur Zeit der Königs- krönung erst 3 Jahre alt war, übernahm zunächst Bayernherzog Heinrich II, ab 984 Ottos Mutter und am 981 seine Großmutter die Regentschaft, bis er 994 selbstverantwortlich regieren konnte. In den Jahren 994 bis 997 führte er die traditionellen Kreuzzüge gegen die Elbslawen durch und wurde am 21. Mai 996 in Rom zum Kaiser gekrönt, wo er den Titel „imperator Romanorum“ annahm. Aufgrund seiner großen Verehrung für Karl den Großen öffnete er im Jahre

1000 dessen Grab und entnahm ein goldenes Halskreuz und Gewandreste. Desweiteren strebte er eine Erneuerung der römischen Kaisermacht in dessen Tradition an aber durch einen Aufstand der römischen Machtelite wurde er im Februar 1001 aus Rom vertrieben. 1 Jahr später, am 24. Januar 1002 starb er auf der Burg Paterno an Malaria.

Heinrich II

Heinrich II wurde im Jahre 973 als Sohn des Bayernherzogs Heinrich des Zänkers geboren und 1002 zum deutschen König gewählt. Während seiner Kaiserzeit, die 1014 begann, stützte er sich bei der Ausübung vorallem auf die Reichskirche und verwarf die Weltherrschaftspläne seines Vorgängers Otto III. So konzentrierte er sich dagegen auf das machbare wie die Feldzüge gegen Polen, bei denen er gefallene Gebiete zurückgewinnen konnte, oder die Italienzüge, bei denen er die deutsche Herrschaft über die aufständischen langobardischen Fürstentümer wieder herstellte womit er eine weitere Ausdehnung der byzantinischen Herrschaft verhinderte. Er wurde nach seinem Tod am 13.7.1024 im Bamberger Dom beigesetzt und 1146 heiliggesprochen.

Konrad II

Nach dem Tod Heinrichs II wurde Konrad II, der ca 990 geboren wurde, am

4. September 1024 einstimmig zum König gewählt. Aber seine Herrschaft blieb in Deutschland nicht ohne Widerspruch: im Sommer 1025 verschworen sich sein Vetter Konrad, sein Stiefsohn Ernst und einige Herzöge gegen ihn. Aber dieser und weitere Aufstände blieben erfolglos. Im Februar 1026 sammelte Konrad sein Heer in Regensburg für den Italienfeldzug, der die Niederwerfung der italienischen Markgrafen, die ihn nicht als König anerkannten, und die Kaiserkrönung zum Ziel hatte. Aber erst 1 Jahr später, am 26. März 1027 wurde er von Papst Johannes XIX in Rom zum Kaiser gekrönt und am 1. März 1034 zum König von Burgund erhoben. In seiner 15jährigen Regierungszeit hatte er das römische Imperium durch den Erwerb Burgund beträchtlich gesteigert und die kaiserliche Hegemonie gegenüber den reichen durchgesetzt. In einem Alter von 50 Jahren verstarb Konrad am 4.6.1039 in Utrecht.

Heinrich III

Sein Sohn und Nachfolger Heinrich III wurde im Jahre 1017 geboren und bestieg schon mit 22 Jahren den Königsthron. Durch seine unstete Politik brachte er die Fürsten und Reichsbischöfe gegen sich auf. Im Jahre 1043 verzieh er auf der Synode zu Konstanz öffentlich allen Feinden und forderte die Großen auf, ihm nachzueifern, jedoch löste er dadurch noch mehr Streit, Fehden und Argwohn im reich aus. 1046 mischte sich Heinrich in die Synode von Sutri ein, um Ordnung zu schaffen, so wurden z.B. die drei rivalisierenden Päpste abgesetzt. Im selben Jahr, am 25.12. wurde er zum Kaiser gekrönt und 1 Jahr später wäre es fast zu seiner Ermordung durch ein Attentat, das aber vorher noch vereitelt wurde, gekommen. Bereits 1053 veranlaßte er die Wahl seines 3jährigen Sohnes Heinrich IV zum König. 3 Jahre später, am 5.10 1056 starb Heinrich in Goslar.

Heinrich IV

Für den damals 6jährigen Heinrich übernahm zuerst der Papst, dann seine Mutter die Regentschaft, unter der die Macht des Königs beträchtlich abnahm. Im Jahre 1062 kam Heinrich beinahe bei einer Verschwörung der Fürsten ums Leben. 3 Jahre später wird Heinrich mündig und tritt offiziell sein Amt an. Durch den Sieg über die Sachsen konnte er seine Königsmacht wieder festigen. wegen des Investiturstreits setzte Heinrich den Papst ab weshalb er vom Papst verbannt wurde. Daraufhin folgte der berühmte Gang nach Canossa bei dem Heinrich Papst Gregor durch seine Buße dazu zwang, den Bann wieder aufzuheben. Die Fürsten erklärten Heinrich für abgesetzt und wählten Rudolf von Schwaben zum Gegenkönig, der aber in dem nun folgenden Bürgerkrieg getötet wurde. 1104 jedoch wurde Heinrich IV von seinem Sohn Heinrich V gefangen genommen, konnte aber nach Köln fliehen, wo er wieder Anhänger fand. Bevor er sich aber seine Macht zurückerobern konnte, starb er 1106 in Lüttich.

Heinrich V

Somit konnte Heinrich V, der im Jahre 1081 geboren wurde, legal an der Macht bleiben und wurde im Jahre 1111 zum Kaiser gekrönt. Die Kaiserkrönung war die Bedingung für das Zustandekommen des Vertrags von Sutri, in dem der König auf die Investitur verzichtete und die Kirche alle Übereignungen an Reichsgut seit Karl dem Großen zurückgab. Wenige Jahre später flammte der Investiturstreit erneut auf und konnte erst durch das Wormser Konkordat 1125 beendet werden. 3 Jahre später starb Heinrich kinderlos aufgrund eines Krebsleidens in Utrecht.

4 von 5 Seiten

Details

Titel
Die deutsche Kaiserzeit von Karl dem Großen zu Heinrich V
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
5
Katalognummer
V103515
Dateigröße
333 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kaiserzeit, Karl, Großen, Heinrich
Arbeit zitieren
Regina Prestele (Autor), 2000, Die deutsche Kaiserzeit von Karl dem Großen zu Heinrich V, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103515

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die deutsche Kaiserzeit von Karl dem Großen zu Heinrich V



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden