Stadtexkursion: Das antike und mittelalterliche Trier


Hausarbeit, 2001

7 Seiten


Leseprobe

GLIEDERUNG DES PROTOKOLLS

Exkursionsroute

1 Zur Genese der Trierer Talweite

2 Besiedlungsgeschichte der Trierer Talweite

3 Das römische Trier
3.1 Lage und Stadtgestalt
3.2 Bedeutung der Stadt

4 Trier im Mittelalter
4.1 Veränderung der Stadtgestalt
4.2 Wichtige Tage in der mittelalterlichen Geschichte Triers

Literatur

Exkursionsroute:

Die Exkursion begann um 1000 Uhr am Haupteingang zum Rheinischen Landesmuseum in Trier. Erster Exkursionsstandpunkt war das römische Stadtmodell im Landesmuseum. Nach Erklärungen zur Genese der Trierer Talweite und der Erörterung der römischen Stadtgeschichte Triers anhand des Modells wurde das Landesmuseum verlassen. Folgender Exkursionsstandort war die ehemalige Palastaula (heute Basilika). Nach knappen Erklärungen wurde der nächste Standort, der Dom zu Trier, besucht, worauf es vorbei am Dreikönigehaus zur Porta Nigra und dem Simeonstift ging. Darauf ging es auf den Hauptmarkt. Standort war hier das Marktkreuz. Letzter Exkursionsstandpunkt waren anschließend die Kaiserthermen. Die Exkursion endete um etwa 1300 Uhr.

1 Zur Genese der Trierer Talweite

Die Trierer Talweite entstand im Laufe der wechselnden Glaziale und Interglaziale vorwiegend im Pleistozän. Da in dieser Region keine Vergletscherung vorlag wird von einem Periglazial gesprochen. Geomorphologisch betrachtet ist dies der Bereich von Permafrostböden. Das sommerliche Antauen der Bodenoberfläche löste verstärkt Solifluktion aus. Diese gravitative Massenbewegung führte zu Schuttakkumulation und somit zu Flußbetterhöhungen und –verzweigungen, wodurch sich das gesamte Talgebiet erweiterte. Auf die „pleistozäne Talübertiefung“ geht auch die Terassenbildung bspw. der Mosel zurück.

Während des Holozäns, welches durch eine weltweite deutliche Erwärmung gekennzeichnet war, wurde der während des Pleitozäns akkumulierte Schotter permanent abgetragen, wodurch eine Eintiefung des Tales erfolgte (vgl. Leser 1992a, S.253f.; Leser 1992b, S.86f.).

2 Besiedlungsgeschichte der Trierer Talweite

„AUGUSTA TREVERORUM, das spätere Trier, wurde um 16 vor Christus von den Römern unter Kaiser Augustus in der Nähe eines Stammesheiligtums der keltischen Treverer gegründet“ (http://www.uni-trier.de/trier/geschichte.html).

Die am Roten Haus auf dem Trierer Hauptmarkt verewigte Inschrift „ante Romam Treveris stetit annis mille trecentis“ ("Vor Rom stand Trier eintausend und dreihundert Jahre") stimmt in diesem Sinne zwar nicht, dennoch beginnt die Besiedlungsgeschichte recht zeitig. Unbewaldete Lichtungen wurden schon während des Atlantikums (s. o.) durch Jäger und Sammler besiedelt. Die erste stammesgeschichtliche Besiedlung vollzog sich durch den wegen seiner Reiterei bekannten keltisch-germanischen Volksstamm der Treverer, wobei eine genaue Datierung nicht möglich ist. Es wird vermutet, daß die Treverer nicht vor dem 5. Jh. v. Chr. in Erscheinung traten. 51. v. Chr. wurden die Treverer von Cäsar unterworfen. Aufstände folgten in den Jahren 21 und 70 unserer Zeitrechnung.

3 Das römische Trier

3.1 Lage und Stadtgestalt

Entgegen der nur „fleckenhaften“ Besiedlung während der vorrömischen Epoche brachten die Römer ihre schon bewährte Stadtplanung und Baukunst auch nach Trier. Der regelmäßige Schachbrettgrundriß (Hippodamisches Schema) mit insulae, via principalis, der decumanus und einem Forum im Zentrum der Stadt sowie weitere wichtige Gebäude außerhalb des zentralen Stadtbereiches waren für die römischen Stadtplaner charakteristisch und wurden auch in Trier bei dessen Errichtung angewendet. Besonderheit des von den Römern erschlossenen Gebietes war die direkt an die Mosel anschließende Fläche, welche nahezu keine Unebenheiten aufweist.

3.2 Bedeutung der Stadt

Trier war eine Bürgerstadt. Weder militärisch (als Lagerstadt) noch als Kurort (Bäderstadt) war Trier also Knotenpunkt, dennoch hatte die Stadt Bedeutung. Einerseits war sie klimatisch gesehen günstig gelegen, andererseits wurde Trier an der Fernstraße von Lyon nach Mainz gegründet. Die nahezu uneinnehmbare Lage der Stadt, die in einem Kessel liegt und ihr Reichtum, der sich vor allem an der Errichtung eines recht großen Amphitheaters um 100 n. Chr. zeigt, brachten weitere Meriten, denn nach dem Einfall der Franken im Jahre 275-276 stieg Trier durch die Wahl des damaligen Herrschers des Westreiches, Chlorus, zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches auf. Bedeutung und Reichtum der Stadt lassen sich insbesondere an Pomp- Bauten, Tempelanlagen sowie der Bäderkultur erkennen.

4 Trier im Mittelalter

Nachdem die Germanen ab 400 n. Chr. immer wieder gefährlich in Trier einfielen, wurde der Sitz der Kaiser nach Arles verlegt. Dies bedeutete das Ende des kaiserlichen Triers. 475 n. Chr. wurden die Franken nach ständigen Kämpfen Herren der Stadt. Die Römische Basilika wurde zur fränkischen Königspfalz (vgl. http://www.trier.de/chronik/index.htm).

4.1 Veränderung der Stadtgestalt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: http://www.trier.de/chronik/index.htm)

Wie sich die Stadtgestalt entwickelt hat, ist gut an den obigen Abbildungen zu erkennen. Die Mittelalterliche Stadt schrumpfte, weil die Stadtbewohner das während der Epoche der Invasionen stark beschädigte Stadtgebiet verließen und Siedlungen entlang der Mosel gründeten. Somit war die Einwohnerzahl weitaus geringer als die während der Blütezeit der römischen Stadt. Im Jahre 1100 n. Chr. wurde begonnen, die mittelalterliche Stadtbefestigung zu errichten.

„Die Trierer »Ringmauer«des 13./14. Jhds. besaß 11 Tortürme mit etlichen Wehrtürmen innerhalb der Mauerstrecken. Aus dem innerstädtischen Areal sind uns vom 11. - 13. Jahrhundert zahlreiche Wohn- und Wehrtürme, wie der Frankenturm und das Dreikönigenhaus, überliefert“ (http://www.trier.de/chronik/index.htm).

Durch die Befestigungsmaßnahmen schrumpfte das Gebiet auf etwa die Hälfte des römischen Stadtgebietes. Trier hatte zu dieser Zeit etwa 10.000 Einwohner.

4.2 Wichtige Tage in der mittelalterlichen Geschichte Triers

Im Jahre 800 n. Chr. wurde Trier nach der kirchlichen Neuordnung unter Karl dem Großen Metropolitanbistum über Metz, Toul und Verdun. Durch den Vertrag von Meersen fiel Trier 870 an das ostfränkische Reich. 882 wurde Trier durch einfallende Normannen zerstört. Trier erholte sich auch von diesem Rückschlag und erlangte 958 Marktrecht. 1300 erreichten die Zünfte das Mitbestimmungsrecht in der Stadtverwaltung. 1473 wurde die Universität zu Trier gegründet. Nach zwei friedlichen Jahrhunderten (1675/6) war Trier erneut Schauplatz kriegerischer Handlungen, als es von französischen Truppen unter Zerstörung zahlreicher Profanbauten und Kirchen besetzt wurde (vgl. http://www.trier.de/chronik/ index.htm).

Literatur:

LESER, H. ET AL. [HRSG.] (1992a): Wörterbuch der allgemeinen Geographie, Band 1 (A- M). –München, Braunschweig.

LESER, H. ET AL. [HRSG.] (1992b): Wörterbuch der allgemeinen Geographie, Band 2 (N- Z). –München, Braunschweig.

KURZE STADTGESCHICHTE: http://www.uni-trier.de/trier/geschichte.html [06.02.2001].

CHRONIK DER STADT: http://www.trier.de/chronik/ index.htm [06.02.2001].

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Stadtexkursion: Das antike und mittelalterliche Trier
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Exkursion der abt. Regional-, Siedlungs- und Kulturgeographie
Autor
Jahr
2001
Seiten
7
Katalognummer
V103529
ISBN (eBook)
9783640019076
ISBN (Buch)
9783656245612
Dateigröße
377 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Während der Exkursion haben zwar zwei Idioten Referate gehalten, trotz deren Motivationsarmut blieb doch was haften!
Schlagworte
Stadtexkursion, Trier, Exkursion, Regional-, Siedlungs-, Kulturgeographie
Arbeit zitieren
Gerd Johannes Peters (Autor:in), 2001, Stadtexkursion: Das antike und mittelalterliche Trier, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/103529

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